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Die Zukunft des Mars

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Die Mars-Kolonisten brauchen keine Atemgeräte mehr. Der Kontakt zur Mutterzivilisation und ihrer einstigen Hochtechnologie ist längst abgerissen. Sie, die Nachfahren der ersten Siedler, leben in einer kargen, analphabetischen Kultur von eigentümlicher Schönheit. Aber ganz ist die Schrift nicht verloren: ein junger Hilfsarzt studiert die als unlesbar geltenden heiligen Bücher des Sonnenhauses, beginnt gar, die leeren letzten Blätter mit eigenen Beobachtungen zu füllen. Er tut es heimlich, gegen jedes Gebot – während eine rätselhafte Wesenheit aus den Tiefen des Marsgesteins heraufdrängt an die Oberfläche des Planeten.
Auf der Erde, im Freigebiet Germania, am Westrand der chinesischen Protektorate, hat der alte Spirthoffer sein «Elektronisches Hospital» eröffnet. Er scheint alle Geräte, die den Großen Winter überdauert haben, reparieren zu können. Der freundliche Greis heuert die sibirische Zuwanderin Elussa an, angeblich um seine Russisch-Kenntnisse aufzufrischen. Elussas kleine Tochter Alide schließt den Tüftler sofort ins Herz. Mutter und Tochter ahnen nicht, wie weit der alte Mann tatsächlich in die Zukunft plant.
Ein Roman über den Zauber der Zukünftigkeit, der dem Lesen und Schreiben innewohnt, dem Erzählen und der Sprache.

384 pages, Paperback

First published August 30, 2013

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About the author

Georg Klein

46 books11 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Matt.
752 reviews627 followers
January 13, 2019
The Future of Mars is the most unusual book I read in a long while, maybe ever. I wish I could tell you what it is about, but even after almost 400 pages I’m not quite sure of that myself, and what I think I’m sure of would probably spoil the experience. I just read the blurb again, and find that, although it’s not wrong, it’s doesn’t do the book justice and doesn’t capture the spirit of the text at all. Except for the last sentence: A novel about the magic of the futurity that is inherent in reading and writing, narration and language.

With words we build our reality. And with words (including a lot of rather neat inventions), the author builds the reality on the two planets. Most say it’s Science Fiction, but I would rather use the word alternate reality for it. It was curiosity and the joy of the enchanted prose that kept me reading although I hardly knew what was going on for most of the time. And I still have no idea what “Mockmock” is; I don’t even know if I’m supposed to put “a” or “the” in front of it. Infatuating, entrancing, mesmerizing, but also unsettling, outlandish and disconcerting. It’s all in here, but I can’t say exactly why. Great read at the start of the year.

Creative Commons License
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported License.
Profile Image for Hendrik.
440 reviews111 followers
March 15, 2021
Aus einem Buch der Brüder Strugatzki ist mir folgende Definition in Erinnerung geblieben: »Echte Phantastik – das ist Wunder-Geheimnis-Glaubwürdigkeit.« Alle drei Kriterien treffen meines Erachtens auf Die Zukunft des Mars in höchstem Maße zu, so dass man wohl von einem echt phantastischen Roman sprechen kann. Er zeigt uns eine nicht allzu ferne Zukunft, in welcher die Menschheit in ihrem Fortschrittsglauben schwer erschüttert wurde. Sowohl auf der Erde als auch dem Mars gab es disruptive Ereignisse, in deren Folge es zu einem Zusammenbruch der Zivilisation kam. Der Kontakt zwischen den Planeten ist vollständig abgebrochen. Auf dem Mars hat sich in der Isolation eine sehr fremdartige Gesellschaft herausgebildet, die unter absolut primitiven Verhältnissen ihr Überleben organisieren muss. Auf der Erde sieht es nicht besser aus. Fast die gesamte Elektronik ist unbrauchbar geworden und es kam zu erheblichen geopolitischen Veränderungen. Die Chinesen stehen an der Wolga, es gibt eine Eurasische Union, im Freigebiet Germania kämpfen drei Warlords um die Vorherrschaft und das Zahlungsmittel sind Eurubel. Trotz aller Umstände scheint es aber zwischen den beiden Planeten mysteriöse Verbindungslinien zu geben.

Das Großartige an Georg Kleins Zukunftsvision liegt in der besonderen Mixtur aus Vertrautem und Fremdem. Die Welt die er beschreibt ist uns wohlbekannt, gleichzeitig aber seltsam unheimlich. In Teilen hat die Geschichte etwas romantisch Märchenhaftes, was durch die sehr gewählte Sprache noch unterstrichen wird. Das gibt dem Ganzen eine geheimnisvolle Note und schafft eine Atmosphäre von eigentümlicher Schönheit. So mahnt Die Zukunft des Mars einerseits an die Fragilität unserer Existenz, auf der anderen Seite steckt darin eine hoffnungsfrohe Botschaft von der Macht des Erzählens und der Fantasie. Ein sehr spezieller Science-Fiction-Roman.
Profile Image for Ira Therebel.
731 reviews47 followers
May 27, 2019
The book is really complicated. I didn't get most of it. I am not talking about the language. I understood every word and every sentence but what was going remained a mystery. The first part I didn't get at all. It talks about life on Mars, it doesn't explain anything just takes you in there and tells some parts of what is going on. As I got to the second part on Earth it was a bit easier yet I can't say that I understood everything. When the two worlds were brought together in the third part is where many things were supposed to start making sense but by that time I was already confused, wasn't sure who is who when it comes to Mars people so I understood only the most simple plot lines. When after reading the book out of curiosity I looked up what reviews have to say I understood that I missed about half of what was going on. So while I often say that some complex books are worth reading again because one might find something that one missed I usually never go back to reread it. There are so many books out there that I haven't read yet, so why do it. But in this case I can guarantee that I will read it again. The book is just fascinating and I simply have to understand it on my own. I will give myself a bit of a break for at least half a year and give it another try. My brain needs some easier reads for now before I can start this again.
Profile Image for Frank Schiersner.
2 reviews1 follower
December 21, 2018
Georg Kleins "Die Zukunft des Mars" nimmt durch seinen in Marsrot eingefärbten Buchschnitt schon gefangen, bevor es aufgeschlagen wird. Was folgt, ist das zunächst in verstörend langsamer Schlagzahl beschriebene Leben derer, die auf dem Mars nach einer Katastrophe mit einfachsten Mitteln zurecht kommen müssen. Daran schließt sich ein spannender Handlungsstrang auf einer ebenfalls dystopischen Erde an. Beide Handlungsstränge, die Leser ahnen es, hängen irgendwie zusammen. Doch dieser Zusammenhang ist zunächst schwer greifbar und später 'phantastisch'. Wenn am Ende nicht alles aufgelöst und nicht alle Fragen beantwortet sind, so hat dies auch einen wesentlichen Anteil daran, dass die Zukunft des Mars auch nach dem Lesen noch länger im Kopf herum spukt.
142 reviews2 followers
March 2, 2015
Ein erfrischend seltsames Buch. Außerordentlich atmosphärisch und in einer fremdartig anmutenden und dadurch dem Thema angemessenen Sprache verfasst, malt dieses Buch eine zeitlich nicht sehr ferne, doch überraschend fremde Zukunft, wie ich sie in der deutschsprachigen Literatur noch nicht erlebt habe. Einziger Wermutstropfen ist, dass vielleicht ein paar zuviele Figuren und Elemente eingeführt werden, die dann nicht so recht genutzt werden - selbst für ein offenes Ende fühlt sich das Ende des Buches seltsam "unfertig" an, so als ob noch einige Kapitel folgen sollten (oder vielleicht auch mitten im Buch hätten eingefügt werden sollen).
Profile Image for Cedric.
56 reviews17 followers
February 1, 2014
Ein-Satz-Review

Auf den ersten Blick ist diese Geschichte -- quasireligiös im Erklärungsmangel und sprachlich in sperrigem Ton gezimmert -- ein Rückfall zu einer Primitivität der postapokalyptischen Erzählung, die das Wilde, zu dem sich die vormalig russische Kolonie und heute völlig verwahrloste Marsbevölkerung hingezogen fühlt, naiv zelebriert, und es fällt erst im Laufe der Lektüre das Zeitgemässe und Versponnene daran auf, das in der Überspitzung der Kommunikation zu finden ist: Lange nach dem Zusammenbruch des Internets auf der Erde ist der Versuch einer Aufrechterhaltung von Ferngesprächen mit dem Don-Phon ebenso schwierig wie die Sprachvielfalt, die in dieserPost-Globalisierung zum Problem wird, dennoch ist dieses 'kommunikative Nicht-Handeln' durchbrochen vom Dialogischen Terrorismus und von Bruderbanden, die durch das ganze Buch als genealogische Anker verstreut sind und einen religiösen Anspruch vorzubringen scheinen ("Dialogische Brüder" der Terroristen; verblüffend ähnliche Zwillinge der beiden Opa Sprithoffer; Zwillinge auf dem Mars, die nur für einander verständliches Brabbeln von sich geben; sowie die politischen "Brüder": Der weisse Khan, Der Alte Ogo und Don Dorokin), und es zeigt sich ein Zukunftsentwurf, in dem der Kommunikationsteilnehmer in der Kommunikation völlig aufgegangen und überflüssig geworden ist -- wie Freund Mockmock, der aus dem Innern des Mars hervorbrechende Lebensspender, der ein Kollektiv von einzelnen kleinen Kugeln mit Beinchen ist, vaporisiert die Menschheit in ihrem Verschwistern in einem grossen, überindividuellen, erlöserbildartigen, leblosen Ganzen.
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