An alle Leute, die noch keinen Plan haben oder denken, sie hätten einen
Nach dem Bestseller Teenie Leaks jetzt das neue Buch über den nächsten Schritt im Leben: das Gap Year zwischen Abi und Studium
Was tun nach dem Abi? Eine ganze Generation sucht nach Orientierung
"Hey, ich bin’s wieder, Paul, Paul Bühre von Teenie Leaks. Ich bin jetzt 19 und habe tatsächlich mein Abitur geschafft, aber die großen Fragen meines Lebens sind offen: Wie will ich später leben? Was macht mich glücklich? Wie will ich Geld verdienen? Um das herauszufinden, bin ich ein Jahr durch die Welt gereist.Ich habe eine Kung-Fu-Schule in China besucht. Dort lernte ich unter anderem zwei kanadische Gangster kennen, trank viel Tee aus winzigen Tassen und brach mir (SPOILER!!) den Arm in einem Kickbox-Match. Dann war ich Lehrer in einer Dorfschule in Indien, wo ich ab und zu auch eine Kakerlake oder zwei getötet habe. Auf einem Bauernhof in Schottland habe ich mich anschließend von Indien erholt und Drechseln gelernt, ohne einen Finger zu verlieren. Am Ende der Reise bin ich zurück nach Hause gewandert. Im Gepäck ein Zelt und ein paar Antworten auf die Fragen, die ich mir am Anfang gestellt habe."
Das Buch beginnt schon mit einer klischeehaften Beschreibung der schul-fertigen Millennials, die anscheinend so gar keine Ahnung von ihrem Leben haben und in ihren sozialen Gruppen gefangen sind. Ja, es ist ein Problem, dass im derzeitigen Schulsystem innere persönliche Reife und Interessensbildung nicht gefördert wird, aber sind wirklich alle Jugendlichen so (in Ermangelung eines besseren Wortes) lahmarschig und im Gruppenzwang gefangen? Ich hatte schon auf den ersten Seiten mehrmals die Hand am Kopf.
Sprung zu seinem Kung-Fu-Kloster Aufenthalt in China: Alleine schon die Idee für solch einen Aufenthalt ohne tiefe innere Überzeugung ist Beispiel für unsere privilegierte westliche Anspruchshaltung. Er kann nicht mit dem Unterricht mithalten, erwartet aber dann persönlichen Unterricht, den er logischer Weise auch bekommt denn sonst, und das kann man der Schule nicht verdenken, geht er mit seinem Geld wo anders hin. Aber natürlich ist es keine 24h-rund-um Betreuung und das findet er dann auch doof. Dieses Geld fällt für den Autor übrigens vom Himmel; das ganze Buch über wird nicht auf seine finanziellen Hintergründe eingegangen. Warum? Ist es etwa doch zu mundan, dass die Verwandten für alles aufkommen? Vor Ort hat er auch nur Kontakt mit anderen Ausländern aus ähnlichen Kulturkreisen - Eintauchen in die andere Kultur? Nada.
Nächster Abschnitt: Englisch Lehrer in Indien: Der Autor hat keine Ahnung wie er unterrichten soll, er hat keine Ahnung wie er mit Kindern umgehen soll und zudem spricht er kein Wort der Umgangssprache. Man kann ihn nicht mit den Kindern alleine lassen denn schon kleinste Mengen überfordern ihn und eigentlich muss immer einer des angestellten Personals mit beaufsichtigen. Auch zu seinen Gastgebern kann er keine Verbindung herstellen, ja, hat eher Ansprüche an sie. Aber Hauptsache, das Essen schmeckt.
Im letzten Abschnitt, seinem Aufenthalt auf einem Bauernhof, habe ich dann das Lesen endgültig aufgegeben. Nur so viel sei gesagt: der Autor stellt mal wieder fest wie anders das Leben so ist - oh Wunder! - und beschreibt wortreich wie hart die körperliche Arbeit doch ist - nein wirklich? Immerhin scheint er hier anfangs besser für seine Aufgaben gewachsen, aber nach eigener Beschreibung ist er ja auch ein sportlicher Mensch, da kann man ihm schon mal zutrauen Holz zu hacken oä.
Allgemein ist mir aufgefallen, dass der Autor sich mehrmals ignorant bis abfällig über die jeweiligen Personen/ Kulturen bei/ in denen er gerade zu Gast ist äußert.
Zum sprachlichen sei noch erwähnt, dass dieses Buch in sehr einfachen Sätzen mit einem limitierten Wortschatz geschrieben ist.
Noch kurz eine Info zu meiner Person für den geneigten Leser hier: Ich bin selber nur wenige Jahre älter als der Autor und habe mehrere Jahre Auslandsaufenthalt hinter mir.
- - - - - - - - - - - - - - - Tl;dr Rich, white, male mit Realitätsferne zieht in die Welt und ist schockiert, dass ihn dort nicht jeder wie zu Hause verhätschelt. Andere Kulturen kennenlernen? Nein. Reflektion? Fehlanzeige. Antworten auf seine Fragen? Nur solche die ihn im Leben in seiner Blase bestätigen. Literarisch? Maximal durchschnittlich, da sieht man im Deutsch- Abi besseres. Dieses Buch ist eine absolute Geld-, Zeit- und Ressourcenverschwendung. Diese Person wäre besser bei einem Blog geblieben, da hätten wenigstens keine Bäume für sterben müssen.
Meine Meinung zum Buch: Leider habe ich dieses Buch bereits nach ca 40 Seiten zur Seite gelegt, da mir der Erzählstil dieses "Ratgebers " leider so überhaupt nicht gefallen hat. Der Autor berichtet hierbei über seine eigenen Erfahrungen nach dem Abitur und die unterschiedlichen Wege, die ebenso unterschiedliche Personen einschlagen. Leider war mir persönlich der Stil zu jugendlich und wenig ausgefeilt bzw. flüssig zu lesen. Natürlich richtet sich dieses Buch an eine bestimmte Zielgruppe, dennoch erwarte ich etwas mehr als das. Der Humor war an der ein oder anderen Stelle durchaus nett zu lesen, traf aber auch nicht gänzlich meinen Nerv. Durch die schleppende Erzählweise, kam ich schnell an meine Grenzen und verlor das Interesse....
Zum Inhalt: Was tun nach dem Abi? Eine ganze Generation sucht nach Orientierung Paul Bühre, der bereits Teenie Leaks erfolgreich geschrieben hat, berichtet über das Jahr nach dem Abi und wie er nach Orientierung sucht. Meine Meinung: Ich bin mit diesem Buch aber so gar nicht warm geworden. Ich hatte ein wenig auf ein humoriges Buch gehofft, soll es wahrscheinlich sogar sein, aber der Humor kam bei mir nicht an. Auch thematisch hin ich wahrscheinlich einfach zu weit weg von der Altersgruppe. Ich konnte mich auch mit dem Schreibstil so gar nicht anfreunden. So gewollt locker und betont jugendlich. Manche Bücher sind eben doch nicht für jeden geeignet und das ist meiner Meinung nach eher ein Buch für junge Menschen. Fazit: Bin eindeutig außerhalb der Zielgruppe.
Zum Inhalt: Was tun nach dem Abi? Eine ganze Generation sucht nach Orientierung Paul Bühre, der bereits Teenie Leaks erfolgreich geschrieben hat, berichtet über das Jahr nach dem Abi und wie er nach Orientierung sucht. Meine Meinung: Ich bin mit diesem Buch aber so gar nicht warm geworden. Ich hatte ein wenig auf ein humoriges Buch gehofft, soll es wahrscheinlich sogar sein, aber der Humor kam bei mir nicht an. Auch thematisch hin ich wahrscheinlich einfach zu weit weg von der Altersgruppe. Ich konnte mich auch mit dem Schreibstil so gar nicht anfreunden. So gewollt locker und betont jugendlich. Manche Bücher sind eben doch nicht für jeden geeignet und das ist meiner Meinung nach eher ein Buch für junge Menschen. Fazit: Bin eindeutig außerhalb der Zielgruppe
Anfangs stand ich dem Buch sehr kritisch gegenüber und hatte Angst, dass es um den Klischeehaften Selbstfindungstrip nach der Schule geht. Das was Paul in seinem Roman über sein Leben beschreibt ist eigentlich genau das und irgendwie auch total anders... Auf den 300 Seiten beschreibt Paul Bühre, in unglaublich charmanter Art, seine Reise nach China, Indien und Schottland. Versehen ist das ganze mit ganz besonderen Skizzen und Zeichnungen vom Autoren zum Geschehen des Buches. Man merkt Pauls Leidenschaften für bestimmte Themen und seine Jugendliche Art spiegelt sich gut in seinem Schreibstil wieder. Dieser ist sehr direkt und schnörkellos gehalten, was am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig ist, aber nach einer gewissen Zeit zum Charme der Erzählung beiträgt. Außerdem konnte mich das Buch sehr fesseln, sodass ich es innerhalb weniger Tage beenden konnte (eine Besonderheit für mich ;))! Alles in allem eine nette, fesselnde Geschichte, aber nicht revolutionäres daher nur die 4 Sterne von mir :)
Wider Erwarten eigentlich ganz cool am Anfang, besonders sein Aufenthalt in China. Aber danach sackt es leider stark ab. Am Ende (in Schottland) hat mir komplett das Verständnis für seine Gedanken und Handlungen gefehlt und dementsprechend hat er mich nur noch genervt.
Der Autor dieses Buchs, Paul Bühre, wurde schon in jungen Jahren durch sein Buch „Teenie Leaks“ bekannt. Mit seinem Verdienst als Autor erfüllt sich der Abiturient einen langgehegten Traum. Ein Jahr lang reist er in verschiedene Länder.
Seine erste Station ist eine Kung-Fu-Schule in China. Schon immer von Action-Helden begeistert, möchte er diese Kampfsportart erlernen. Er staunt über die kleinen Kinder, die in dieser traditionellen Schule leben. Sie trainieren jeden Tag viele Stunden und werden bei Fehlern körperlich gezüchtigt. Als zahlender Gast hat Paul natürlich wesentlich mehr Freiheit. Da er keine Vorkenntnisse hat, ist der Unterricht schwerer als erwartet und der Meister nur selten zufrieden.
Nach mehreren Monaten reist er weiter zur nächsten Station. In einer ärmlichen Dorfschule in Indien soll er die Grundschüler unterrichten. Er sehnt sich zurück nach den chinesischen Kindern, denn seine Schüler sind kaum zu bändigen. Der Unterricht scheitert auch an der Sprache – die Kinder können nur sehr wenig Englisch, und Paul Bühre kann kein Tamil. Das Zusammenleben mit seinen Gastgebern wird immer unangenehmer, und schließlich reist der Autor weiter.
Nach einem kurzen Stopp Zuhause, geht es nach Schottland. Sein Gastgeber dort sucht einen Helfer für verschiedene Aufgaben auf seinem Grundstück. Paul Bühre merkt schnell, dass praktische Arbeiten ihm überhaupt nicht liegen. Nach einer kurzen Phase, in der er sehr glücklich ist, geht es auch hier schnell bergab, und schneller als erwartet ist er wieder in Deutschland.
Wer vor allem an fremde Länder und Kulturen interessiert ist, wird vermutlich von diesem Buch enttäuscht sein. Zwar erfährt der Leser ein paar Einzelheiten über das Leben in diesen drei Ländern, aber sehr viel mehr ist von dem Frust des Autors die Rede. In China fühlt er sich am wohlsten, aber auch da ärgert er sich immer wieder, z.B. über Mit-Lernende, oder auch über den Meister, wenn dieser ihm nicht genug Aufmerksamkeit zuteilwerden lässt. In Indien geht es bergab. Er beschwert sich ständig über seine Gasteltern, sieht aber nicht, dass er in ihren Augen vielleicht mehr Last ist, als Hilfe. Schade auch, dass er nicht mit seinen Schülern warm wird; seine Berichte sind gespickt von lieblosen Bemerkungen über seine Schar. Auch in Schottland geht es ihm nicht besser. Mit seinem Gastgeber kommt er sehr schlecht aus, bis er schließlich aus dem Haus geworfen wird. Natürlich könnte die Schuld in jedem Fall nur auf der anderen Seite liegen, aber das ist nicht sehr realistisch. Auf jeden Fall ist es unangenehm die vielen Schimpftiraden des Autors zu lesen.
Fazit: Stellenweise gut und humorvoll geschrieben, ist dieses Buch dennoch eine Enttäuschung. Der Leser erfährt weniger als erwartet über fremde Kulturen und Menschen. Wenn auch die Offenheit des Autors gut ist, wäre es sicher hilfreich, wenn er auch sein Verhalten hinterfragen würde, anstatt nur auf seine Gastgeber zu schimpfen. Dadurch ist das Lesen weder angenehm noch erfreulich. Zweifelhaft ist auch, ob die Überlegungen des Autors anderen Abiturienten helfen können, denn nur die Wenigsten werden das nötige Kleingeld für eine solche Reise haben.