Was bedeutet es zu lieben? Inwiefern ist Lieben politisch? Dieses Buch zeigt auf: Lieben ist politisches Handeln!
Lann Hornscheidt entwirft in diesem neuen, ungewöhnlichen und inspirierenden Lebensratgeber einen konkreten Ansatz zu Lieben als politischem Handeln: Analytisch und essayistisch, literarisch und mit aktivierenden Übungen, diskriminierungskritisch und kapitalistische Logiken verlassend.
Was kann es konkret bedeuten, selbstliebend zu handeln, eigene Privilegierungen und Diskriminierungen wahrzunehmen und sich mit Welt respekt- und liebevoll zu verbinden? Das Buch entwirft anschaulich, anregend und aktivistisch ein konkretes Konzept von Lieben als politischem Handeln. Dazu werden postkolonial-feministische, intersektional-genderkritische, buddhistische, literarische und essayistische Perspektiven schreibend in Dialog gebracht.
Politisches Lieben ist das Gegenteil von kapitalistischen Logiken. Dies wird in dem zweiten Buch dieses Bandes diskutiert, anhand einer Analyse von Vorstellungen von Liebe als etwas Privates, Romantisiertes und Konsumierbares. Kritisch thematisiert werden Mutter- und Familienliebe, Vaterlandsliebe und nationale wie persönliche Grenzen, Paarliebe sowie Sexualität als Ausdruck von Liebe.
Dieser Doppelband besteht aus zwei Büchern in einem, die Lektüre kann von zwei Seiten an beginnen, eher politisch-aktivistisch oder analytisch. Beide Bücher zusammen zeigen: Zu Lieben als politisches Handeln ist jederzeit und für alle möglich – und ist eine wichtige aktuelle politische Veränderung zur Überwindung struktureller Gewaltlogiken.
Das Buch ist ein Wendebuch, auf der einen Seite »Kapitalismus entlieben«, auf der anderen »Zu Lieben. Lieben als politisches Handeln«, ersteres war super, mit dem anderen konnte ich leider nicht allzu viel anfangen, weswegen ich es bei der Hälfte abgebrochen habe. Mir hat der analytische Teil viel mehr zugesagt.
Unfassbar. Danke für dieses Buch, es hat meine Haltung und meine Sichtweisen nachhaltig verändert. Ich habe das Gefühl meine Seele ist ein wenig leichter und befreiter. Es war ein wenig anstrengend und psychisch aufwendig, aufwühlend. Aber ich kann dieses Buch jeden Menschen ans Herz legen. Danach ist die Welt ein bisschen, schöner, ein bisschen leichter, vielleicht aber auch ein bisschen komplizierter aber immerhin ehrlicher.
[CN: Rape / dubious consent / rape culture - „Kapitalismus entlieben“, S. 106-111 und S. 121-124]
Ein wirklich tolles Buch über Normen des Liebens in der kapitalistischen Gesellschaft um uns herum und den rebellischen Akt des Liebens, Selbstliebens und der Solidarität dagegen. Geschlechtergerechte Sprache, hinterfragte Sprachkonstruktionen, alles awesome. Ergänzt durch einige Anstöße zu eigenen Gedanken, Fragen zum darüber Nachdenken, und Ideen für die eigene Reflexion. Einziger negativer Punkt: Leider keine Abgrenzung zur Frage, ob mensch für diese Art der Rebellion auch Nazis und Täter*innen lieben sollte.