Manchmal reicht ein einziger Moment, um zwei Herzen zu vereinen
Als Ole und Leon sich das erste Mal treffen passiert nichts. Jedenfalls nach außen hin. In Leons Innerem passiert eine ganze Menge. Schmetterlinge, Feuerwerke, das ganze Programm. Leider steht Ole auf Frauen, ganz eindeutig sogar. Und deswegen ist es umso besser, dass die Wege der beiden sich schon bald wieder trennen. Als sie sich nach einem halben Jahr wieder gegenüber stehen hat sich an Leons Gefühlen nichts geändert. Doch leider auch nichts von Oles Vorliebe für Frauen. Erst ein Kuss verändert alles. Plötzlich finden sich die beiden in der Liebesgeschichte ihres Lebens wieder. Die Frage ist nur, ob sie auch ein Happy End hat…
Das Buch "Just two hearts" wurde von Iris Fox verfasst und erschien 2018 im Verlag Forever.
Ole und Leon kennen sich flüchtig, da Oles Freund Aidan Leon verletzt hat. Doch keiner glaubt, dass diese innige Verbundenheit, tatsächlich mehr werden kann.
Der Autorin gelingt es mit diesem Buch uns in eine Welt zu entführen, die jeden noch nach der wahren Liebe suchenden ereilen kann. Doch ist wirklich alles so einfach oder kompliziert, wenn sich die Liebe auf einmal auf das gleiche Geschlecht schlägt? Kann man sich ohne Gefahr darauf einlassen? Denn Gedanken, was die anderen von einem denken könnten, beeinflussen so manche Entscheidung. Hat es überhaupt einen Sinn, um die Liebe zu kämpfen? Gemeinsam mit Ole und Leon begeben wir uns auf einen Weg, der nicht immer einfach ist. Gepflastert von Hindernissen, die man nie für möglich gehalten hat. Man kann mit ihnen lachen, weinen, begeistert auf den anderen warten, Entscheidungen missbilligen und natürlich selbst über so manche Situation nachdenken. Der Schreibstil und die Wortwahl sind perfekt für dieses Buch gewählt, denn Ole und Leon erzählen uns, wie es ihnen geht, was sie plagt, was sie fühlen, machen oder wollen.
Jeder, der Liebesgeschichten gerne liest, muss einfach auch zu diesem Buch greifen. Meiner Meinung nach, ist es sogar noch besser, als der erste Teil der Reihe. Man sollte auch noch erwähnen, dass dieser Band auch ohne Vorwissen zu lesen ist, jedoch wird auch auf manche Situation eingegangen, die man nur aus dem ersten Teil kennen kann. 100%ige Kauf- und Leseempfehlung.
Es fällt mir schwer, "Just two hearts - Ole & Leon" zu bewerten. Ich war sehr gespannt darauf, die Geschichte der beiden zu lesen, da ich sie im ersten Band sympathisch fand, und die Autorin hat hier auch gezeigt, dass sie gut zusammen passen. Es gibt süße Momente zwischen ihnen, die Probleme, die sie lösen müssen, passen an sich sehr gut zu ihrer Situation und ihre Beziehung hat sich glaubwürdig entwickelt. Dennoch ist es mir nicht leicht gefallen, richtig mit den beiden mitzufiebern, selbst in den letzten Kapiteln, als es einiges an Drama gab und beide leiden mussten. Dies lag unter anderem daran, dass ich Schwierigkeiten damit hatte, mich in Leon hineinversetzen. Seine Sichtweise war gut dargestellt, doch es gab ein paar Momente, in denen ich ihn überhaupt nicht verstehen konnte und seine 'Stimme' kam mir nicht durchgängig authentisch vor, auch wenn ich leider nicht genau beschreiben kann, woran das lag. Es war trotzdem leicht, mit ihm zu fühlen, da die Erfahrungen mit seinem Exfreund ihn sehr geprägt haben und dies sein Handeln verständlicherweise immer noch beeinflusst hat; ebenso war er mir nach wie vor sympathisch und seine Freundschaft zu Lea (der Protagonistin des ersten Bandes) sowie seine aufkeimende Romanze mit Ole haben mir gefallen.
Ole selbst war ebenfalls gut ausgearbeitet und er hatte, wie Leon, seine Stärken und Schwächen. Ich mochte sehr, wie er damit umgegangen ist, dass er sich plötzlich - zum ersten Mal - zu einem Mann hingezogen gefühlt hat, da er zwar unsicher war, den für ihn neuen Gefühlen aber nicht ausgewichen ist. Diese Reaktion passte zu seiner vorherigen Charakterisierung und es ergab sich dadurch eine interessante Dynamik zwischen den Protagonisten. Ihre Annäherung wurde schön dargestellt und ich mochte, wie sie damit umgegangen sind und dass sie (weitgehend) miteinander kommuniziert haben. Die Geschichte war zwar ein bisschen kitschig, doch das hat mich nicht gestört.
Da die beiden recht früh eine Beziehung beginnen, war mir klar, dass sich ihnen noch Hindernisse in den Weg stellen würden, da das Buch sonst vorbei gewesen wäre. Tatsächlich passiert noch so einiges und ich muss leider sagen, dass das Drama für mich ein wenig konstruiert wirkte, obwohl die Probleme sich aus der Handlung ergeben haben; durch die Vorgeschichte und die Ansichten der Figuren waren ihre Reaktionen stimmig und es war weitgehend nachvollziehbar, wieso sie so handelten, aber diese Entwicklungen haben mir trotzdem nicht richtig zugesagt und ich fand sie teilweise unnötig, vor allem, wenn man bedenkt, wie sich am Ende alles aufgelöst hat. Die Konflikte an sich waren realistisch, doch der Umgang damit beziehungsweise die Umsetzung konnten mich nicht überzeugen; die Darstellung kam mir irgendwie überspitzt vor, weshalb es mir wie bereits erwähnt schwer gefallen ist, mit den Charakteren zu fühlen.
Bei der Bewertung schwanke ich zwischen 3 und 3,5 Sternen. Die erste Hälfte des Buches fand ich, von kleineren Kritikpunkten abgesehen, schön und die Entwicklung der Liebesgeschichte hat mir sehr gefallen; die zweite Hälfte fand ich dagegen ein wenig frustrierend und obwohl die Probleme der Charaktere theoretisch gut zu ihrer Situation gepasst haben und hier viel Potential für emotionale Momente bestand, konnte mich die Umsetzung nicht wirklich bewegen oder fesseln. _________________ Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.
* Ich habe dieses Buch dankenswerterweise via NetGalley erhalten *
Ach, wie schade... Ich hatte mich so auf "Just two hearts" gefreut, vor allem weil ich dachte, dass einer der beiden Hauptcharakere bi ist...
Ich möchte aber erst mal mit ein paar positiven Dingen anfangen: Man bekommt auf jeden fall das, was drauf steht, nämlich eine seichte und leicht kitschige Romanze im Chick-Lit-Stil. Das finde ich völlig in Ordnung, denn sowas mögen einige (ich auch). Die romantische Szenen waren ansprechend und die meisten (Haupt-)Charaktere sympathisch. Ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte um Leon und Ole insgesamt für viele ein netter Schmöker zwischendurch ist.
Den Vorgänger muss man nicht kennen, man kommt auch so wunderbar in die Geschichte rein. Wer diesen jedoch gelesen hat, wird sich sicher über ein Wiedersehen mit den Charakteren freuen.
Das Cover gefällt mir außerdem auch ausgesprochen gut.
Nun komme ich zu mehr Kritik und damit erstmal auf die Bi-Sache zurück: Das Problem bei diesen Gay-for-You Stories ist nämlich leider häufig das Unsichtbarmachen. Ole steht eigentlich auf Frauen, das hat er auch nie infrage gestellt. Dann kommt Leon und plötzlich ist alles anders. Anstatt zu erkennen, dass seine Sexualität anscheinend doch nicht so sehr in Stein gemeißelt und er vermutlich bi ist, ignoriert Ole das alles und behauptet weiterhin, dass er eigentlich auf Frauen steht und Leon eine Ausnahme ist. Ich verstehe den Reiz daran natürlich. Da ist eine Liebe, die so stark ist, dass man vom Gewohnten abweicht und selbst Geschlecht keine Rolle mehr spielt. Allerdings ist Bisexualität eben ein Spektrum und ein Mann kann sich da durchaus hauptsächlich zu Frauen und nur sehr selten zu Männern hingezogen fühlen. Ich würde mir einfach Wünschen, dass sich Autorinnen und Autoren auch trauen, das so zu benennen, denn das Wort taucht nicht ein mal im Buch auf (die Möglichkeit wird also nicht mal in Betracht gezogen) und Stigmata haben wir genug. Womit ich mich in dem Zusammenhang auch überhaupt nicht anfreunden konnte, war Oles plötzliches Desinteresse an Frauen. Er findet sie nach einer Nacht mit Leon einfach nicht mehr so heiß, aber natürlich ist er trotzdem nicht schwul oder bi. Und sein Kumpel Aidan sagt dazu: "Seit ich Lea kenne und mit ihr zusammen bin, bin ich immun gegen andere Frauen." Ja, nee, so funktionieren Menschen leider nicht, aber ich kann auch hier wieder die Intention verstehen: diese Art Bücher richten sich ja vorwiegend an Frauen und irgendwie hat die Vorstellung von der einen großen Liebe, bei der andere Menschen keine Rolle mehr spielen, ja was sehr Romantisches.
Mein nächstes Problem sind leider mal wieder ein bisschen die Frauen im Buch und hier meine ich vor allem die, mit denen Ole irgendwie flirtet, Sex hat usw. Ich fand es schade, wie sie als Störfaktor inszeniert wurden, außerdem als unreif, irrational und manchmal als regelrecht durchgeknallt. Ole hat einen ziemlichen "Frauen-Verschleiß", redet aber dann nicht allzu nett über die, mit denen er geschlafen hat. Ich bin mir nicht mal sicher, ob er sie überhaupt als vollwertige Personen wahrnimmt, meistens wirkte es auf mich nicht so. Der kleine Auftritt von Aidans Ex war leider auch ein ziemlich übles Klischee und als sie mit dem Wort "Schlampe" um sich geworfen hat, musste ich kurz stutzen. Genau wie bei der Szene, in der die Frauen einen Tarantino Film zu blutig und eklig finden - persönlich kenne ich überhaupt keine Frau, die so reagieren würde. ;)
Mega positiv überrascht war ich dagegen beim Wort "Mädchen", das hier einmal als eine Art Beleidigung dient: "Du verhältst dich wie ein Mädchen, Mann." Diese Dinge sind für mich riesen pet peeves und ich war schon richtig sauer. Die Autorin nimmt dem ganzen dann ein paar Seiten später aber den Wind aus den Segeln, indem Leon sagt: "Ich hab kein Problem damit, wenn man mich mit einem Mädchen vergleicht. Frauen sind cool. (...) rede nie wieder so, als wäre es etwas Schlechtes, eine Frau zu sein." So macht man es in meinen Augen richtig, denn ja, Menschen sagen leider diesen Quatsch und das muss man in Geschichten auch darstellen können - allerdings sollte es erkannt und benannt werden. Das fand ich hier richtig gut!
Das Buch wird aus der Sicht von beiden Protagonisten in der Ich-Form erzählt, dadurch hat man einen guten Einblick in deren Gefühlswelten. Leider fühlte es sich für mich aber nicht immer so an, als hätte ich es hier mit zwei Männern zu tun. Das Wort "süß" fällt zum Beispiel viel zu oft und der ganze Ton war irgendwie komisch. Mir fehlen da grade ein bisschen die Worte, um das genauer zu beschreiben, aber einige wissen glaube ich, was ich meine. Das Problem ist hier vielleicht, dass die Geschichte von einer Frau geschrieben wurde - allerdings gibt es wiederum eine Menge Frauen, die sehr realistische und auch von Männern geliebte M/M Bücher schreiben. Richtig greifen kann ich das also nicht, aber mir hat definitiv der Echtheits-Faktor gefehlt.
Der Spannung zwischen den Protas hätte außerdem ein bisschen mehr showing und weniger telling gut getan, soll heißen, dass zwar immer wieder die Rede davon ist, dass da was zwischen den beiden ist, dass es knistert usw. aber ich habe mich da einfach gefragt warum. In anderen Stories versucht man dieses Problem häufig zu lösen, indem man die beiden Hauptcharaktere in eine Situation bringt, in der sie miteinander interagieren müssen (z.B. zusammen arbeiten, ein Problem, das nur gemeinsam gelöst werden kann) und dadurch gezwungen sind, sich besser kennenzulernen. Ich konnte mich einfach nicht ganz so einfühlen, habe mich manchmal (leider, leider) sogar gelangweilt, an anderen Stellen dafür aber wieder gut unterhalten gefühlt.
Das größte Problem hatte ich eigentlich mit der zweiten Hälfte des Buches. Mein Kindle zeigte knapp über 50 % an, da war die Geschichte für mich eigentlich schon durch und ich habe mich gefragt, was da denn jetzt noch kommen soll. Und tatsächlich fühlten sich die dann folgenden Dramen doch sehr konstruiert und unrealistisch an und über eine psychische Krankheit als kleinen Plot-Twist, bin ich meistens auch eher nicht so begeistert... Mal ganz abgesehen von der Darstellung und Beschreibung von Merle (die (zumindest anfangs) "hinterhältig" ist und sich mit ihren "geschminkten Klimperwimpern" anbiedert, während ihre "Zunge den Strohhalm umspielt"), die dann von Ole auch noch zum Eifersüchtigmachen ausgenutzt und danach wie Dreck behandelt wird - um dann ernsthaft nochmal ausgenutzt zu werden und, als sie erfährt, dass Ole Leon liebt, natürlich sofort flötet: "Geh zu ihm!" und "Zum Glück haben wir nicht miteinander geschlafen, sonst hätte ich mich hinterher ziemlich mies gefühlt." Sie! Die gar nichts von den beiden wusste und nichts falsch gemacht hat!
Über den Schreibstil möchte ich gar nicht meckern, denn auch wenn er nicht ganz so meins war, passte er sehr gut zum Buch und war solide.
Fazit: Manche Stellen haben mich gelangweilt, manche ziemlich gut unterhalten... ich entscheide mich für die goldene Mitte und vergebe 2,5 Sterne - aufgerundet auf 3, weil die Geschichte sicher ein bisschen darunter leiden musste, dass ich vorher Cordelia Kingsbridges Bücher gesuchtet und geliebt habe und das Vergleichen nicht so ganz lassen konnte.
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Iris Fox - Just two hearts
Klappentext
Als Ole und Leon sich das erste Mal treffen passiert nichts. Jedenfalls nach außen hin. In Leons Innerem passiert eine ganze Menge. Schmetterlinge, Feuerwerke, das ganze Programm. Leider steht Ole auf Frauen, ganz eindeutig sogar. Und deswegen ist es umso besser, dass die Wege der beiden sich schon bald wieder trennen. Als sie sich nach einem halben Jahr wieder gegenüber stehen hat sich an Leons Gefühlen nichts geändert. Doch leider auch nichts von Oles Vorliebe für Frauen. Erst ein Kuss verändert alles. Plötzlich finden sich die beiden in der Liebesgeschichte ihres Lebens wieder. Die Frage ist nur, ob sie auch ein Happy End hat… __ Mein Fazit
Vielen lieben Dank an NetGalley Deutschland und Forever by Ullstein für das Leseexemplar.
Was für ein wunderschönes Cover. Der Klappentext um Ole und Leon hat mich total neugierig gemacht auf die Story.
Der Schreibstil der Autorin ist echt sehr toll und die Zeilen fliegen förmlich dahin.. man vergisst die Zeit beim lesen, da man so mitfiebert.
Die Handlung ist echt toll und sehr authentisch. Ich finde die beiden haben echt wundervolle Freunde. Dennoch finde ich die Gesellschaft in ihrer Denkweise oft sehr mittelalterlich. Es ist doch egal wenn man liebt, Hauptsache man liebt sich. Aber leider ist die Handlung so realistisch. Ob die Liebe siegt und was die beiden erleben, müsst ihr natürlich selbst heraus finden. Nur so viel, ich finde das Buch echt toll.
Danke für das Leseerlebnis, welchem ich sehr gern 5 von 5 Sterne gebe. _ Quelle Coverfoto und Klappentext www.ullein-buchverlage.de _ #IrisFox #JustTwoHearts #Büchereule #bücherliebe #leseverrückt #liebsteshobby #leseratte #leseliebe #lesewahnsinn #buchblog #buchbloggerin #bücherliebhaberin #lesenistliebe #derrealitätentfliehen #bücherjunkie #büchernerd #bücherwurm #ohnebücherohnemich #lesewurm #meineleidenschaft #lesesucht #lesesüchtig #büchersüchtig
Das E-book habe ich freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt bekommen.
Es war sehr einfach in das Buch reinzukommen, auch ohne den ersten Band der Reihe gelesen zu haben. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Das Buch lässt sich also schnell weglesen. (Leider hat mir meine Leseflaute das Lesen dennoch etwas erschwärt, was aber nichts mit dem Buch selbst zu tun hat.)
Leider konnte mich die Geschichte nicht so, wie der Schreibstil, überzeugen. Ich fand die Beziehung der Protagonisten wirkte sehr überstürzt und daher nicht sehr realistisch. Auch den weiteren Verlauf des Buches fand ich nicht sehr überraschend und teilweise auch ein wenig zu Klischee belastet für meinen Geschmack. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich schon sehr viele Geschichten im LGBT+ Bereich gelesen/gesehen habe.
Dennoch ist es ein gutes Buch für zwischendurch, dass sich schnell weglesen lässt und das einem ein paar entspannte Stunden bescheren kann, da es kein allzu anspruchsvolles Werk ist und gut an einem gemütlichen Nachmittag gelesen werden kann.
Ole und Leon kenne ich bereits aus "Just one dance". In dem ersten Band der Just-Love-Reihe hat es ganz offensichtlich zwischen den beiden gefunkt. Doch da Ole eigentlich nicht an Männern interessiert ist, habe ich mich sehr auf die Geschichte gefreut. Denn natürlich ist es spannend, wenn ein Womanizer plötzlich merkt, dass er sich von einem Kerl angezogen fühlt.
Und tatsächlich hat mich der Anfang dieses zweiten Bandes sofort überzeugt. Ole ist extrem sympathisch und Leon trotz seiner unschönen Vergangenheit einfach süß, wenn es um Ole geht. Außerdem ist es toll, wieder Zeit mit Lea und Aidan zu verbringen und ihren Weg auch nach dem Ende des ersten Teils zu begleiten. Die Gruppendynamik ist erfrischend und wirklich liebenswert. Besonders weil trotz der vielen Stichelei deutlich spürbar ist, wie sehr sich die Jugendlichen mögen und dass sie fest zusammenhalten.
Auch Kiki ist natürlich wieder mit von der Partie. Ob sie in Zukunft wohl mit Simon zusammenkommt? Sie behauptet zwar, nicht an dem Mitbewohner von Oles Cousin Ben interessiert zu sein, aber das halte ich für ein Gerücht. Vermutlich erfahren wir im nächsten Band mehr, wenn es um die Beziehung zwischen Ben und Aidans Schwester Pat geht.
Aber zurück zu Ole und Leon: So überzeugend das Buch auch beginnt, so offensichtliche Defizite zeigen sich im Verlauf. Wie schon im ersten Band ist hier der Anfang am stärksten. Die ersten Begegnungen der beiden, die Annäherung und das Zusammenkommen sind nahezu perfekt und richtig bewegend. Doch danach fängt die Geschichte an zu schwächeln. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto weniger glaubhaft erscheint sie. Zu Beginn hatte ich jedes Mal Herzklopfen, wenn Ole und Leon sich näherkamen - leider ging das nach den ersten Meilensteinen Stück für Stück verloren.
Das liegt vor allem an der Sicherheit, mit der Ole auf seine romantischen Gefühle für Leon reagiert. Und das, obwohl sein Leben gerade eine 180-Grad-Wendung erfahren hat. Diese Klarheit und Zuversicht sind zwar süß, aber eben auch ziemlich realitätsfern. Leon hingegen stellt sich zu sehr an und macht leider aus allem ein Drama. Das Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End ist dann völlig unrealistisch - und der Epilog bildet dabei das Sahnehäubchen.
Einige Themen werden angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt - oder einfach zu keinem Abschluss gebracht. So etwas finde ich immer ärgerlich. Zudem ist Leon regelmäßig von bestimmten Äußerungen oder Verhaltensweisen überrascht und irritiert, die schon lange nichts Neues mehr sind. Oles Liebeserklärung zum Beispiel verwundert ihn nicht nur einmal. Sie schockiert und rührt Leon bei jeder einzelnen Wiederholung - als würde er gerade erst realisieren, dass Ole Gefühle für ihn hat. Das ist schon ein bisschen befremdlich.
Das Buch ist deshalb nicht schlecht. Bis zur Hälfte ist es sogar richtig gut. Aber danach gibt es für meinen Geschmack zu viele Unstimmigkeiten, zu viel unnötiges Drama und zu wenig echte Hürden. Dafür ist das Happy End zu perfekt. Die Geschichte bleibt eher seicht, die inneren und äußeren Konflikte zu oberflächlich. Dennoch hat mich das Paar mitgenommen und mir ein paar entspannte Lesestunden beschert.
Fazit: Wer eine realitätsnahe Gay Romance sucht, wird hier nicht fündig. Es ist eher ein modernes Märchen mit vertauschten Rollen. Denn eigentlich sollte Leon der sichere Part sein, der Ole die Augen öffnet - doch es ist seltsamerweise genau umgekehrt. Was ja durchaus charmant, aber eben nicht authentisch ist.
Wertung: 3,5 Punkte
Anmerkung: In Band 1 könnt ihr die Geschichte von Aidan, Oles bestem Freund, und Lea, Leons ehemaliger Tanzpartnerin, nachlesen. Aidans Schwester Patricia - kurz Pat - und Ben, Oles Cousin, bekommen ihre Lovestory in Band 3.
Aber Achtung: Diese Geschichte enthält explizite Sexszenen zwischen zwei Männern.
Nach dem ersten Buch war ich gespannt auf die Geschichte von Ole und Leon. Anfangs war die Geschichte auch spannend. Nach ein paar Kapiteln habe ich mich fast gezwungen dieses Buch weiter zu lesen. Die "coole" asoziale Sprache hat mich etwas genervt. Es war eine Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen wie jeder anderen, ohne Sonderheiten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass einen Mann der fast im erwachsenen Alter seine Homosexualität entdeckt, so gelassen damit umgehen kann. Wenn es für Ihm tatsächlich so einfach sein sollte, seine Sexualität so zu akzeptieren, dann hätte er viel früher bbemerkt, was an seine ganzen Beziehungen mit Frauen nicht gestimmt hat. Das einzige Problem was auftritt lässt sich zum Schluss mit einen einfachen Gespräch auflösen.
Eine Geschichte mit großes Potential, was leider nicht ungesetzt wurde.
Ole hat es sich zur Gewohnheit gemacht, fast jede Nacht mit einer anderen Schönheit ins Bett zu gehen - mit einer weiblichen Schönheit, wohlgemerkt. Doch als er Leon das erste Mal begegnet, gerät alles, woran er bisher immer festgehalten hat, in Aufruhr und nichts ist mehr wie zuvor. Und als sie sich einige Zeit später wieder treffen, ist es auch Leon, der es nicht mehr verleugnen kann - seine Gefühle für Ole. Und damit beginnt das Chaos seinen Lauf zu nehmen - ob es die beiden nun so geplant haben oder nicht ...
Fazit:
Eine nette Story für zwischendurch. Um mehr zu sein war sie mir jedoch leider zu vorhersehbar und zu klischeebehaftet. Sorry dafür. Dennoch mochte ich die Protagonisten ganz gerne, waren sie doch recht bodenständig und grundsolide. Ansonsten mag ich es ganz gerne, Bücher zu lesen, deren Protagonisten schon mehr oder weniger bekannt sind durch Vorgängerbände oder so - wobei ich hier jedoch den ersten Band der Reihe noch zu lesen habe. Alles in allem ganz gut, das Buch.