Norwegen ist gerade zum glücklichsten Land der Erde aufgestiegen. Das liegt sicher auch daran, dass sich die Norweger keine Sorgen um Geld machen müssen. Der Grund dafür? Norwegen hat Öl. Und aus den Verkaufserlösen speist sich der größte Staatsfonds der Welt: der norwegische Ölfonds. Clemens Bomsdorf hat aus der Strategie des Fonds die norwegische Finanzformel extrahiert und sie an die Bedürfnisse von Privatanlegern angepasst. Mit den Ratschlägen aus der Schule des passiven Investierens können auch sicherheitsorientierte Anleger ein solides Vermögen aufbauen. Und da einer der Grundsätze das ethische Investieren ist, tun sie mit ihrer Geldanlage auch noch Gutes.
Clemens Bomsdorf ist Journalist und wurde an der Stockholm School of Economics sowie der Universität zu Köln zum Ökonomen ausgebildet. Über den norwegischen Ölfonds berichtet er seit gut 15 Jahren. Das brachte ihn dazu, die norwegische Finanzformel zu entwickeln, nach der er seither selbst erfolgreich investiert.
An und für sich ein sehr strukturiertes und leicht verständliches Buch über eine mögliche Anlagestrategie auf Grundlage der Anlagestrategie des Ölfonds Norwegens mit vielen meiner Meinung nach schlüssigen und vernünftigen Tipps. Was ich als kritisch erachte ist der rechtfertigende Punkt des nachhaltigen und ethischen Anlegens. Grundsätzlich ist das natürlich lobenswert, keine Frage, aber wenn der Nichtbesitz von Aktien bestimmter Unternehmen auf Grund von nichtethischen Unternehmensgebaren und der gleichzeitige Besitz von Aktien unethischer Unternehmen durch das Mitspracherecht auf Hauptversammlungen gerechtfertigt wird, dann ist das in meinen Augen etwas heuchlerisch und sinnfrei überhaupt davon zu sprechen.