Herta Müller was born in Niţchidorf, Timiş County, Romania, the daughter of Swabian farmers. Her family was part of Romania's German minority and her mother was deported to a labour camp in the Soviet Union after World War II.
She read German studies and Romanian literature at Timişoara University. In 1976, Müller began working as a translator for an engineering company, but in 1979 was dismissed for her refusal to cooperate with the Securitate, the Communist regime's secret police. Initially, she made a living by teaching kindergarten and giving private German lessons.
Her first book was published in Romania (in German) in 1982, and appeared only in a censored version, as with most publications of the time.
In 1987, Müller left for Germany with her husband, novelist Richard Wagner. Over the following years she received many lectureships at universities in Germany and abroad.
In 1995 Müller was awarded membership to the German Academy for Writing and Poetry, and other positions followed. In 1997 she withdrew from the PEN centre of Germany in protest of its merge with the former German Democratic Republic branch.
The Swedish Academy awarded the 2009 Nobel Prize in Literature to Müller, "who, with the concentration of poetry and the frankness of prose, depicts the landscape of the dispossessed".
„Jeder Satz ist ein von seinen Sprechern so und nicht anders geformter Blick auf die Dinge. Jede Sprache sieht die Welt anders an, hat ihr gesamtes Vokabular durch diese andere Sicht anders gefunden — ja sogar anders eingefädelt ins Netz seiner Grammatik. In jeder Sprache sitzen andere Augen in den Wörtern.“
„Was ich sagen wollte, musste bezahlt werden mit entsprechenden Worten und viele kannte ich nicht, und die wenigen, die ich kannte, fielen mir nicht rechtzeitig ein. Aber heute weiß ich, dass dieses nach und nach, das Zögerliche, das mich unter das Niveau meines Denkens zwang, mir auch die Zeit gab, die Verwandlung der Gegenstände durch die rumänische Sprache zu bestaunen. Ich weiß, dass ich von Glück zu reden habe, weil das geschah.“
„Erst im Herbst kam der Tag der Kriegsgefallenen und meine Großmutter ging mit in die Kirche. Ich flüsterte ihr ins Ohr: 'Schau mal, das Herz der Maria ist eine halbe Wassermelone.' Sie wippte, da wir zwischen anderen Leuten saßen, einige Male mit dem Knie, erst dann streifte sie wie zufällig mein Knie und flüsterte zurück: 'Kann sein, aber darüber muß man nicht reden.'"
Diese waren die erste Wörter von Herta Müller, dass ich gelesen habe, und ich bin sehr beeindruckt mit ihnen. Ihre Gedanken über den Einfluss der verschiedenen Sprachen auf die Perspektive einer ganzen Menschen waren sehr Interessant und erinnernd an die Gedanken von Wilhelm von Humbolt zu diesem Thema. Ebenso ihre Diskussion über die manchmal dunkle Erbe unserer Muttersprache, war besonders bemerkenswert.