Ein Buch, das an eine Kette gelegt ist. Der Florentiner Poggio Bracciolini erkennt sofort, dass er einen Schatz vor sich hat. Er ist Meister im Aufstöbern antiker Texte - ein Bücherjäger, der sich in Klosterbibliotheken einschleicht. Doch diesmal kommt ihm jemand Kaum hat Poggio die ersten Zeilen gelesen, ist das rätselhafte Buch verschwunden. Entschlossen nimmt er die Verfolgung der Diebe auf. Denn wenn dieser uralte Text in die falschen Hände gerät, wird er die gesamte abendländische Welt ins Wanken bringen.
Dieser historische (Kriminal?-) Roman spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils, also um das Jahr 1417. Es beginnt mit einer sehr amüsanten Szene, in der der Papst um sein Leben rennt. Genauer gesagt einer der Päpste, denn gerade sind drei von ihnen im Amt. Doch es ist weniger der Papst, der in diesem Buch die Hauptrolle spielt, sondern Poggio, der Bücherjäger. Gemeinsam mit Oswald von Wolkenstein reist er in ein Kloster, das abgelegen in den Bergen liegt, um dort in der Bibliothek nach anderweitig verschollenen Büchern zu suchen. Tatsächlich finden Sie ein ausgesprochen interessantes Exemplar, das vom Abt des Klosters für so gefährlich gehalten wird, dass es sogar angekettet wurde. An diesem Ort begegnet ihnen auch Agnes von Mähren, eine Figur, die bald eine größere Rolle in der Geschichte spielt und für Poggio eine noch größere einnimmt. Oskar von Wolkenstein hat eigene Pläne und hält sich nicht an die Absprache mit Poggio. Dieser ist ein begnadeter Bücherkünstler und würde niemals ein Buch stehlen. Stattdessen würde er es lesen und abschreiben, um es dann nach Rom zu bringen. Doch von Wolkenstein interessiert sich nicht dafür, er legt sogar Feuer der Bibliothek, um mit dem Buch entkommen zu können. Das lässt Poggio nicht auf sich beruhen und jagt ihm hinterher. Der Autor, Dirk Husemann, arbeitet als Wissenschaftsjournalist und Archäologe, studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Ethnologie und schreibt Reportagen und Sachbücher, und gelegentlich eben auch den einen oder anderen historischen Roman. Seine Kenntnisse kommen ihm dabei ausgesprochen gelegen. Vollständige historische Korrektheit liegt ihm allerdings nicht so sehr am Herzen, wie ein spannender Plot oder die zugrunde liegende Figur, deren Beweggründe er darstellt. Besonders gut hat mir an diesem historischen Roman gefallen, dass er sich trotz aller historischen Hintergründe und einer in gewisser Weise an die Zeit, über die erzählt wird, angepassten Sprache geschrieben ist, ausgesprochen flüssig und leicht lesen lässt. In den normalen Erzählfluss eingebunden sind immer wieder Kapitel, die mit einem Stundenglas gekennzeichnet sind. In diesen Kapiteln erzählt der Autor die Vorgeschichte Poggios, wie er zu dem Mann geworden ist, als der er sich den Leserinnen und Lesern heute präsentiert. Husemann gelingt es, seinen Figuren Leben und Tiefe einzuhauchen. Sowohl die Sympathieträger als auch die Bösewichte gestaltet er nachvollziehbar, sodass man als Leserin mit ihnen mitfiebert oder mitleidet. Das Buch hält die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und ist damit wirklich ein historischer Roman, den man auch Leserinnen und Lesern empfehlen kann, die keine ausgesprochenen Geschichtsfans sind.
Die Bücherjäger von Dirk Husemann Bastei Lübbe Herzlichen Dank an Netgalley und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar. Cover: Historisch gehalten, schwere Ketten und ein Siegel, welche ein Buch verschließen und dieses so dem Leser verbergen. Die Farben sind passend zum Zeitalter gewählt. Rezension: Als allererstes muss ich über dieses Buch folgendes sagen, es wurde akribisch recherchiert und besticht durch fundiertes Wissen über die Zeit, Geschehnisse und die Sprache in jener. Genau dies zeichnet das Buch auf den ersten Blick vorrangig aus. Doch auch Poggio, der Protagonist besticht durch sein Wesen und seine übergroße Liebe zu den Büchern. Seine Entwicklung und sein Leben wird einem in Stundengläsern näher gebracht und diese Idee finde ich besonders gelungen. Durch die zeitgetreuen Dialoge und das Geschehen fühlt man sich als Leser mitgenommen auf eine Reise in eine andere Epoche und man fliegt nur so über die Seiten des Buches und Poggio wächst einem immer mehr ans Herz. Spannend sind auch die wechselnden Ort und das erreignisreiche Geschehen, welches geschildert wird. Dies ist ein Buch, das an keiner Stelle langweilig wird und Liebhaber historischer Romane vollkommen anspricht. Darum vergebe ich 5/5 Sterne.
Historický román o pátraní po starých knihách ukrytých v kláštoroch. V podstate je tam niekoľko nemožných únikov, zima, násile, pápež, panovník a palimpsesty, na ktorých je tajomstvo, ktoré by mohlo zničiť svet v 15. storočí. Najzaujímavejší je popis, ako vyzeral svet kníh ešte pred Guttenbergovým vynálezom. Kláštory, kde sa ručne prepisovali a iluminovali vzácne zväzky s mizerným osvetlením, knihy prikované na reťazi, index zakázaných kníh, mecenáši, ktorí podporovali kláštory, dary... atď.. Celkovo knihe vyčítam nelogické správanie postáv, najmä ich mega úteky na poslednú chvíľu sú ako zo sveta superhrdinov, takže nedokážem nad tým privrieť oči. Veľkým plusom je, že sa tam mihne pár reálnych osobností z histórie, v doslove je porovnanie, čo bolo historicky doložené, a čo je autorovou fikciou. Krásne ilustrovaná predsádka s mapou je fajn bonusom. Zaujímavé čítanie, postavy sa správajú v podstate tak, ako by som si predstavovala, že sa v danom období správať aj budú (napr. scéna s pútnikmi, kde reálne postavy zhodnotia, kedy sa im čo oplatí spraviť a ako prežiť). Lepšie ako romantické zlátaniny, lebo je to celé o knihách. ☺️
"Die Bücherjäger" erzählt vor dem Hintergrund des berühmten Konzils von Konstanz und des Abendländischen Schismas eine sehr fesselnde, spannende Geschichte. Der Protagonist ist Sekretär des Gegenpapstes Johannes XXIII. und bekommt als solcher sehr viel über die historischen Ereignisse mit; dem Autor ist es auf jeden Fall gelungen, Fakt und Fiktion miteinander zu verbinden und auch wenn er sich, wie er im Nachwort erklärt, einige Freiheiten genommen hat, wirkte die Darstellung insgesamt authentisch. Durch viele kleine Details wirkt die damalige Zeit lebendig und greifbar und es gibt einige Szenen, die zur eigenen Recherche anregen.
Der Fokus der Erzählung liegt auf einem geheimnisvollen, sehr brisanten Text, den Poggio Bracciolini in einem Kloster entdeckt. Dieses Buch berichtet von Geschehnissen, die das Potential hätten, die ganze Welt zu erschüttern, und alleine schon die Idee, die hinter diesem Werk steckt, fand ich sehr faszinierend. Man macht sich beim Lesen unweigerlich Gedanken darüber, welche Konsequenzen es hätte, falls tatsächlich alles Niedergeschriebene der Wahrheit entspräche, und es hat weitreichende Implikationen, sodass absolut verständlich ist, wieso verschiedene Personen versuchen, das Buch in ihren Besitz zu bringen und die enthaltenen Informationen für ihre Zwecke zu benutzen. Mir hat dabei besonders gut gefallen, dass viele der Figuren komplexe Motivationen hatten und sie manchmal gezwungenermaßen zusammen arbeiten mussten, selbst wenn ihre Ziele nicht unbedingt übereinstimmten. Jeder hat eigene Pläne und da diese oft im Widerspruch zueinander stehen, gibt es ein paar spannende Szenen, zum Beispiel Verfolgungsjagden oder direkte Auseinandersetzungen um den so potentiell bedeutsamen Text. Dadurch war die Geschichte spannend und durch die vielen verschiedenen Wendungen, die Husemann eingebaut hat, war die Entwicklung der Handlung bis zuletzt nicht vorhersehbar. Zwar fand ich das Ende ein bisschen knapp, doch es war davon abgesehen zufriedenstellend und hat gut zur Geschichte gepasst.
Durch mehrere Rückblicke bekommt der Leser Einblicke in den bisherigen Werdegang des Protagonisten und erfährt mehr über seine Motivation sowie das, was ihn antreibt. Poggio hat einige klare Schwächen, die ihn in brenzlige Situationen bringen, doch er war mir sympathisch. Die Charaktere waren insgesamt alle recht gut ausgearbeitet, selbst wenn ein paar der Nebenfiguren etwas blass geblieben sind, weshalb ich ihr Handeln nicht hundertprozentig verstehen konnte. Allerdings hatte ich bis zum Ende des Buches eine gewisse Distanz zu sämtlichen Charakteren, weshalb ich sie (und besonders ihre Dynamik untereinander) zwar interessant fand, aber in gefährlichen Situationen nicht richtig um sie bangen konnte. Deshalb habe ich einen halben Stern abgezogen.
Gianfrancesco Poggio Bracciolini ist Handschriftenjäger und Kopist. Als er in einem abgelegenen Kloster ein Buch entdeckt, dessen Inhalt einer Verschwörungstheorie nahekommt, wird er allerdings zum Bücherjäger, denn das gefundene Buch ist nicht das einzige seiner Art. Bei der Suche nach den weiteren Exemplaren erhält Poggio mal mehr, mal weniger Hilfe von Baldassare Cossa, dem frisch abgesetzten Papst, und Agnes von Mähren, einer Witwe, die noch eine Rechnung mit dem König offen hat. Und dann ist da noch Oswald von Wolkenstein, der die Bücher gerne für sich hätte.
Die Handlung in Dirk Husemanns Roman „Die Bücherjäger“ spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils, welches das Ende der Kirchenspaltung innerhalb der römischen Kirche bedeutete. Im Vordergrund des Romans steht jedoch die Geschichte rund um Poggio und seine Begleiter, sowie die Suche nach den Büchern. Der Autor erzählt spannend und lässt an mehreren Stellen durch temporeichen Erzählstil auch tatsächlich das Gefühl einer Jagd aufkommen. Den Gegensatz dazu bilden die einzelnen Stationen, die die Charaktere im Laufe ihrer Suche erreichen. Zwar kommt die Jagd nach den Büchern dort nicht zum Erliegen, doch wird der Erzählstil ruhiger und es findet sich Platz für Details und ausführlichere Details zu Gebäuden, Räumen oder der Umgebung. Zusätzlich gibt es einige Rückblenden, die dem Leser von Poggios Vergangenheit erzählen. Einerseits werden dadurch einige Motive und Beweggründe des Protagonisten deutlicher, andererseits bringt es ihn dem Leser auch näher.
Wenn man möchte, dann lässt sich der Roman flüssig runterlesen. Die Geschichte selbst gewinnt allerdings, wenn man bereits während des Lesens, immer mal wieder einen Blick in das Nachwort und das angefügte Glossar wirft und auch selbst ein paar Nachforschungen anstellt. Neben der Haupthandlung finden einige zeitpolitische Ereignisse ihren Weg in die Erzählung und auch die vier Bücherjäger haben tatsächlich gelebt. Die Recherche parallel zur Lektüre lohnt sich allemal, schließlich geht es im Roman um ein nicht unbedingt allgemein bekanntes Kapitel der Geschichte.
Im Mittelalter war Pergament für Bücher ein kostbares Gut, das oft auch mehrmals beschrieben wurde. So verbergen sich manchmal antike Texte unter neueren Schriften. Unser Protagonist Poggio ist auf der Suche nach genau solchen antiken Texten, die er mit speziellen Werkzeugen freilegt und abschreibt, um sie zu erhalten und weiter verbreiten zu können. Auf einem seiner Ausflüge findet er ein an die Wand gekettetes Buch in dem er einen Text freilegt, der die Machtpositionen der Welt verändern kann. Doch bevor er die gesamte Schrift lesen kann, ist das Buch verschwunden und die Bücherjagd beginnt.
Durch einen rasanten Einstieg ist man direkt mitten im Geschehen. Das Buch lässt sich leicht lesen und ist durchweg spannend. Besonders hervorzuheben ist der Schreibstil des Autors, der einen an manchen Stellen tatsächlich inne halten lässt um den ein oder anderen Satz zu bewundern.
Ebenfalls sehr gelungen finde ich die Verknüpfungen von tatsächlichen Ereignissen wie den 3 Päpsten auf dem Konstanzer Konzil und den Charakteren der Hauptfiguren und der Geschichte des Romans. So kann man sich auf sehr unterhaltsame Weise ein bisschen geschichtlich weiterbilden!
Was ich nicht so gut konnte, war die Beweggründe für das Handeln der einzelnen Charaktere zu verstehen. Für meine Begriffe bekommt man zu wenig Einblicke in das Denken der Figuren, um nachvollziehen zu können was sie bewegt und welche Ziele sie verfolgen. Dadurch konnte mich die Geschichte auch nicht zu 100% packen.
Nichtsdestotrotz habe ich hier bereits ein weiteres Buch von Herrn Husemann stehen, dass ich demnächst lesen möchte!
„Die Bücherjäger“ spielt im sehr kalten und erbarmungslosen Winter des Jahres 1417, am Rande des Konstanzer Konzils. Eine unruhige und bedrohliche Zeit, in der niemand weiß, wem er trauen kann. Unerwartet tauchen mehrere geheim gehaltene Folianten auf, die die Macht haben, der ohnehin schon angespannten Situation weitere Tragik zu verleihen. Der Bücherjäger Poggio ist genauso wenig auf derartige Entwicklungen vorbereitet wie sein Gefährte Baldassare.
Sowohl die Haupthandlung des Romans als auch Poggios Vorgeschichte, die nach und nach eingeflochten wird, sind überaus spannend und voller unerwarteter Wendungen.
Mittels einer ungewöhnlich präzisen Schreibweise und Wortwahl lässt der Autor die Zeit des Mittelalters und die zum Teil historischen Persönlichkeiten wieder aufleben. Besonders die Passagen, in denen es um die Buch- und Schreibkunst oder das Leben in den Klöstern geht, in denen Poggios Werkzeuge und seine Arbeit beschrieben werden, sind sehr interessant.
Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet, ihre Beweggründe sind transparent, der historische Rahmen wird geschickt mit der Handlung verwoben. So erhält der Leser mehr als nur Eindrücke in die Zeit des Mittelalters. Der Roman liest sich rund und ist zudem eine angenehme und kurzweilige Möglichkeit, sich geschichtliches Wissen anzueignen.
Unbedingt empfehlenswert für alle Leser, die sich für das Mittelalter und Buchgeschichte interessieren oder gern spannende historische Romane lesen.
Konstanz 1417: Poggio Bracciolini ist ein Meister im Aufstöbern antiker Texte - ein Bücherjäger, der sich in altehrwürdige Klosterbibliotheken einschleicht. In einem Bergkloster am Bodensee entdeckt er ein Buch, das an eine Kette gelegt ist. Doch kaum hat Poggio die ersten brisanten Zeilen entziffert, ist der Foliant verschwunden. Entschlossen nimmt der Bücherjäger die Verfolgung der Diebe auf. Denn wenn der Text in die falschen Hände gerät, wird er die gesamte abendländische Welt ins Wanken bringen.
Die Geschichte die sich unter den Ketten befindet ist so brisant, dass es vergangenes in einem neuen Licht wiederspiegelt und darüber hinaus kann es auch für die Gegenwart sehr heiß werden. Mich hat der Titel des Buches sofort angesprochen, deswegen wollte ich es unbedingt lesen. Welche Geschichte sich dahinter verbirgt das konnte ich mir nicht vorstellen, man muss natürlich Liebhaber der vergangenen Zeit sein und historische Bücher mögen.
Man taucht in eine vergangene und auch gegenwärtige Welt ein, man fiebert mit den Protagonisten mit und nimmt die Jagd auf. Schließlich will man ja wissen wie es ausgeht und was das große Geheimnis war. Für mich wieder ein Buch mit absoluter Kaufempfehlung 😉
"Die Bücherjäger" von Dirk Husemann spielt zu Beginn des 15. Jh. Der Gelehrte und Sekretär des Papstes Poggio Bracciolini ist das, was man einen "Bücherjäger" nennt: Er ist Meister im Aufstöbern antiker Texte. Zusammen mit dem Papst führt in seine Reise zum Konzil nach Konstanz. In einem abgelegenen Bergkloster entdeckt er ein an die Kette gelegtes Buch, dessen Inhalt, sollte dieser der Welt bekannt werden, alles verändern würde! Doch schon ist das Buch verschwunden und Poggio begibt sich auf die Jagd nach den Dieben ...
In diesem historischen Roman ist es dem Autor Dirk Husemann gelungen wahre Geschichte und Fiktion gekonnt miteinander zu verbinden. Der Mix ist sehr gut gelungen und so fällt es dem Leser leicht sich in die Handlung fallen zu lassen und gemeinsam mit Poggio auf Bücherjagd zu gehen. Gewürzt ist die Handlung mit einer charmanten Prise Humor und makabren Details aus der Welt im 15. Jh.: Stichwort "Schweineschlagen".
Ich bin von der Geschichte und ihren liebenswerten und chaotischen Charakteren vollauf begeistert und werde mir nun auch die anderen Werke von Dirk Husemann vornehmen.
Fazit: Eine klare Leseempfehlung für Fans historischer Romane mit einer gehörigen Prise Abenteuer und Witz.
Asi tak, tahle kniha není pro každého. Je to historická detektivka zasazená do skutečných reálií a historických událostí. Odhaluje existenci lidí, o nichž se moc nemluvilo, ale byli. V minulosti totiž knihy měly ohromnou cenu. Vědění bylo drahocené a jelikož knihtisk byl teprve v plenkách, nebylo jich mnoho. Velkou knihovnu měl papež a pak i šlechticové a kláštery schraňovaly různé knihy, nechali sidělat opisy a podobně. Velmi ceněné byly i na univerzitách. A je logické, že se pro svou cenu i kradly a zloději byli schopni pro ně i vraždit. Proti ukradení se proto často dávaly na řetízek, podobně jako jsou na poštách knihy s PSČ. Paradox pak je, když se lidi pachtí, včetně hlavního hrdiny za knihou, vypustí málem duši a pak král Zikmund, který neumí číst, předstítá, že ji čte a potom znale usoudí, že nestojí za to, tak ať ji spálí :D. Kniha dává nahlédnout do chodu 15. století. Takže nakonec zajímavé i přes ten styl psaní, který mi prostě moc nesedí. I proto bych v reálu dala spíše 3,5*.
Nebudu se k ní vracet. Myšlenka ne úplně zlá a jsem zvědavá dozvědět se více o Bracciolinim a Janu XXIII., ale míra umělecké licence a překrucování známé historie byla na mě zas jednou příliš. Navíc mě kniha ponoukla trochu se zajímat o osobnost Jošta a místní (brněnskou) historii, ale to hlavně tím, jak z mého pohledu necitelně autor vyzobával jednotlivá fakta a epizody - opora v realitě mi nepřišla (zdůrazňuji: na můj vkus) dostatečná.
Spoiler alert: I když, jak autor naznačuje, co to je známá historie? :) to byl v podstatě nejzajímavější prvek knihy.... a zrovna ten vybásněný. Navíc, neustálé nakládání Zikmundovi Lucemburskému kde to jde a jeho stylizace do arcizlouna už by také mohly z literatury zmizet... to si rovnou otevřu Jiráska 🫣
Suma sumárum: jako oddechovka asi ještě v pohodě (čtivá kniha byla), ale autor má podařenější pokusy a v rámci žánru věřím, že se toho najde také dost kvalitou výše.
Durchaus spannende Jagd durch die mittelalterliche Welt des Abendlandes auf der Suche nach einem alten Text, dessen Entdeckung die damals bekannte Ordnung zum Einsturz gebracht hätte. Der Spannungsbogen wird durchweg aufrechterhalten. In Anbetracht dessen erscheint das Ende vergleichsweise abrupt. Die meisten Protagonisten wechseln im Laufe der Geschichte mehrfach ihre Motivationen und Seiten, was einerseits die Spannung aufrechterhält. Andererseits wird es dadurch auf Dauer anstrengend, den Überblick zu behalten.
Die Bücherjäger: Historischer Roman von Dirk Husemann, erschienen im Bastei Entertainment Verlag am 29. Juni 2018.
Der Schreiber Poggio Bracciolini macht sich mit dem Minnesänger Oswald von Wolkenstein auf den Weg um in einem versteckt liegenden Kloster auf die Jagd nach seltenen Büchern zu gehen. Derweilen rennt der Mann den er eigentlich begleitet hat um sein Leben. Papst Johannes XXIII ist einer von drei Päpsten die um Anerkennung buhlen. Sigismund von Luxemburg, der König von Deutschland hat ihn gerade abgesetzt und so sucht er sein Heil in der Flucht.
Derweilen findet Poggio mit Hilfe von Anges, einer Frau die in dem Männerkloster eine seltsame Rolle spielt, ein Buch das in dem Kloster versteckt wurde. Dieses Buch birgt eine Geschichte, die die Geschichtsschreibung ins wanken geraten lassen wird. Oswald stiehlt das Buch und Poggio und Agnes machen sich auf den Weg um das Buch in die Hände zu bekommen. Jeder hat aber grundsätzlich verschiedene Auffassungen was mit dem Buch und seinem Inhalt zu geschehen hat. Es ist nicht das erste Buch was Dirk Husemann schreibt, aber das Erste welches ich von ihm gelesen habe. Wir erfahren in Rückblenden wie Poggio zum Schreiber des Papstes wurde und wie aus Baldassare Cossa, einem Piraten, der Papst Johannes XXIII wurde. Am Ende des Buches gibt es eine Auflistung der wichtigsten Personen und ein Glossar welches einem die Orte der Handlung und einige Begriffe sehr gut erklären. Auch ohne diese Hilfsmittel zu benützen kommt der Leser aber sehr gut mit der Geschichte zurecht. Es ist durchgängig spannend und sehr flüssig geschrieben. Die Protagonisten sind schön beschrieben und wirken authentisch. Das Leben im 15. Jahrhundert wirkt lebendig und nachvollziehbar erzählt. Die Geschichte ist nicht nur unglaublich spannend geschrieben, sie enthält auch wunderbare Beschreibungen und hat auch einen gewissen Witz der die Geschichte leicht lesbar macht. Geschichte wird mit diesem Buch sehr interessant und lebendig. Der Autor erklärt am Ende auch welche Teile geschichtlich verbürgt sind, was erfunden und was geändert wurde. Eine wunderbare Reise in die Vergangenheit und eine spannende Jagd nach Büchern. Alles was ein Bücherfreund gerne lesen mag. Klare Leseempfehlung.
Die Bücherjäger von Dirk Husemann Bastei Lübbe Herzlichen Dank an Netgalley und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar. Cover: Historisch gehalten, schwere Ketten und ein Siegel, welche ein Buch verschließen und dieses so dem Leser verbergen. Die Farben sind passend zum Zeitalter gewählt. Rezension: Als allererstes muss ich über dieses Buch folgendes sagen, es wurde akribisch recherchiert und besticht durch fundiertes Wissen über die Zeit, Geschehnisse und die Sprache in jener. Genau dies zeichnet das Buch auf den ersten Blick vorrangig aus. Doch auch Poggio, der Protagonist besticht durch sein Wesen und seine übergroße Liebe zu den Büchern. Seine Entwicklung und sein Leben wird einem in Stundengläsern näher gebracht und diese Idee finde ich besonders gelungen. Durch die zeitgetreuen Dialoge und das Geschehen fühlt man sich als Leser mitgenommen auf eine Reise in eine andere Epoche und man fliegt nur so über die Seiten des Buches und Poggio wächst einem immer mehr ans Herz. Spannend sind auch die wechselnden Ort und das erreignisreiche Geschehen, welches geschildert wird. Dies ist ein Buch, das an keiner Stelle langweilig wird und Liebhaber historischer Romane vollkommen anspricht. Darum vergebe ich 5/5 Sterne.