Lina Sattler ist Geldeintreiberin. Im Hamburger Milieu kennt man sie, sie ist berüchtigt wegen ihrer Wutausbrüche, Gefühle wie Angst oder Mitleid sind ihr fremd. Lina hat keinerlei Erinnerung an ihre Kindheit, sie weiß nur, dass ihre Eltern brutal ums Leben kamen. Doch warum? Als sie Hinweisen folgt, die mit ihrer Vergangenheit zu tun haben könnten, stößt sie auf die Spur eines Profikillers: Avram Kuyper. Er kann ihr helfen, weiß er doch um das Komplott, das seinerzeit von einer mächtigen verschwiegenen Organisation aus Wirtschaftsbossen und einflussreichen Politikern geschmiedet wurde. Sie wissen ihre Interessen zu verteidigen, selbst höchste Kreise von Interpol sollen involviert sein. Gemeinsam mit Interpol-Agentin Emilia Ness versuchen sie, diese Gruppe zu zerschlagen, auch wenn ihrer aller Leben nur mehr an einem seidenen Faden hängt. Post Mortem - Die Spiegel-Bestsellerserie geht weiter! In Band 4 geraten Interpol-Agentin Emilia Ness, Profikiller Avram Kuyper und die junge Lina Sattler ins Visier einer Gruppe von mächtigen, skrupellosen Männern, die alles tun, um ihre Interessen zu wahren.
Der vierte Band der Post Mortem- Reihe hat mir gut gefallen, allerdings fand ich ihn eher interessant als spannend, und auch das nicht durchgehend. Am besten haben mir die Abschnitte gefallen, die von Lina Sattler handeln, einer jungen Frau ohne Erinnerung an ihre Kindheit. Sie wurde damals als Achtjährige entführt und dann adoptiert, doch was passierte vorher, und was führte zu diesen Ereignissen? Was da ans Tageslicht kommt, ist wirklich erschreckend... Als Kritikpunkt empfand ich hier die Schreibweise, die mir sehr sachlich erschien. Für das, was hier geschildert wird, kam es mir beinahe emotionslos rüber. Dennoch ein gutes Buch, aber ich bin mir noch unschlüssig, ob ich auch den fünften Band noch lesen möchte.
Viel Verwirrung, wenig Spannung und teilweise fehlende Glaubwürdigkeit: „Spur der Angst“ ist für mich der bisher schwächste Band der „Post Mortem“-Reihe, obwohl eine neue interessante Hauptfigur eingeführt wird.
Fehlender Übergang von Band 3 Band 3 hatte sich mit einem ganz schönen Knall verabschiedet. Umso gespannter war ich, wie es mit Emilia in dieser Fortsetzung weitergehen würde. Von dem „Weiter“ merkte ich aber lange Zeit nichts. Vielmehr fragte ich mich, ob ich in irgendeinem Zwischenband gelandet sei, denn ganz abgesehen davon, dass der Klappentext bereits massiv spoilert, ist ganze 235 Seiten so gut wie gar keine Rede von den vergangenen Ereignissen. Es wird mal kurz eingeworfen, dass seitdem über ein Jahr vergangen ist, aber mehr nicht. Auf die Handlung und die Charaktere konzentrieren konnte ich mich dadurch nicht, denn die Frage, warum Band 3 gar keine Rolle mehr spielt und die Charaktere einfach weitermachen, als wäre nichts gewesen, war nahezu omnipräsent.
Wenig Spannung Den Hauptteil der Handlung nimmt eine Spurensuche ein, die sich extrem zäh gestaltet. An der Stelle hilft es leider auch nicht, dass die Perspektive immer mal wechseln. Eine schleppende Suche bleibt schleppend. Spannung kam dadurch kaum auf. Auch die paar actiongeladenen Szenen konnten wenig retten, denn letztlich kehrte die Handlung danach immer wieder in ihre lahme Bahn zurück.
Interessante neue Hauptfigur Neu an Bord ist dieses Mal Lina Sattler, eine Geldeintreiberin ohne Erinnerungen an ihre Kindheit. Sie wird dieses Mal zur treibenden Kraft der Geschichte und bringt mit ihrer Mischung aus Naivität und Draufgängertum wenigstens etwas frischen Wind in die ansonsten leider sehr ausgelutscht und müde wirkende Runde.
SPOILER: Lügen und Unglaubwürdigkeit Ganz abgesehen davon, dass der Klappentext spoilert, enthält er auch eine Lüge, deren Sinn ich immer noch nicht verstehe. Er behauptet, Linas Eltern seien ermordet wurden, was einfach mal nicht stimmt. Hier hätte ich mir einen passenderen Text gewünscht. Zudem erscheint mir Avrams Erklärung für seine Flucht ziemlich fadenscheinig. In dem letzten Teil aus seiner Perspektive in Band 3 realisiert er, dass seine Beine beinahe taub sind. Trotzdem behauptet er jetzt, er hätte alles nur gespielt und konnte daher fliehen. Überzeugt hat mich das nicht.
Es wird einen 5. Teil in der Post-Mortem-Reihe geben und ich werde mir auch den kaufen und vermutlich über die Probleme motzen, über die ich schon seit Band 1 motze. Emilia Ness ist die dööfste Agentin überhaupt. In echt würde die noch nicht mal den Job als Kaufhausdetektivin bekommen. Außerdem nervt mich, dass der Autor sie mehr oder weniger auf 1. ihre Kopfschmerzen und 2. ihre Doofheit reduziert. Versteh ich nicht. Die männliche Hauptfigur ist m.E. dem männlichen Autor ganz gut gelungen. Ich denke, da spielt viel Projizierung mit rein, eine Psychologin hätte am Autor vermutlich ihre Freude. Ansonsten ist der Grundplot spannend, vermasselt wird's aber weil sich der Autor verzettelt und das u.a. durch übermäßige Gewalt. Und wenn gar nichts mehr geht wird halt noch eine Frau vergewaltigt.
Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht. Entweder rafft sein Verlag mal, was man draus machen könnte oder ich motze hier noch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.
Der Plot funktioniert nur, weil die Charaktere strohdumm sind. Die Vergewaltigung war wohl nur für den Schockfaktor drin - unnötig und ekelhaft. Das Mysterium um Lina, an dem sich die Handlung eigentlich aufhängt, wurde nur halbherzig aufgelöst. Und jemand sollte dem Autor erklären, dass Neffen und Enkel nicht dasselbe sind... Unterhaltsam ist es trotzdem, wenn man sich beim Lesen manchmal gern ein bisschen über Schrott aufregt
Mit "Spur der Angst" hat uns Mark Roderick bereits den 4. Roman der Reihe POST MORTEM geschrieben. Es ist wieder ein Thriller, bei dem es an nichts fehlt, kriminelle Energien, kriminalistische Finessen und atemlose Spannung eingeschlossen. Dieses Buch kann aber auch von denen gelesen werden, die die vorherigen nicht kennen.
Einer jungen Frau fehlt ihre Vergangenheit, das heißt, die Zeit bis zu ihrem achten Lebensjahr. Sie wurde bei Eltern groß, die nicht die ihren sind. Nun ist sie als skrupellose Geldeintreiberin tätig, als sie plötzlich auf ihre Vergangenheit angesprochen wird. Sie wird sofort tätig und tatsächlich, der Tipp war korrekt. Sie findet eine Spur und einen Mann, der sie damals in Sicherheit hat bringen lassen. Sie erfährt, dass sie unter einem Gen-Defekt leidet und es gibt ein Bild. Das Bild wird der Startschuss für die Suche nach Linas Vergangenheit.
Der Mann, der sie in Sicherheit hat bringen lassen, bringt sie mit Avram Kuyper zusammen, der allerdings ist ein Profi-Killer. Gut für ihn ist, dass auch Lina durch ihre Tätigkeit im Hamburger Milieu mit fast allen Wassern gewaschen ist. Sie rettet ihn aus einer brenzligen Lage, aus der er sich nicht selbst hätte befreien können.
Gemeinsam mit der Interpol-Agentin Emilia Ness, die ebenfalls noch einen alten Fall innerlich verarbeitet, kommen sie einem Netzwerk einflussreicher Politiker und Wirtschaftsbossen auf die Spur, die vor nichts haltmachen.
Das Buch fängt recht leise an und nimmt erst langsam Fahrt auf. Das liegt wahrscheinlich daran, dass den "neuen" Lesern die Interpol-Agentin Emilia und der Profi-Killer Avram aus den vorherigen POST MORTEM-Bänden zunächst vorgestellt werden. Doch dann geht es rasant weiter. Grauenhafte Dinge geschehen.
Ich verrate hier bewusst nicht mehr vom Inhalt des Buches, lediglich, dass es Abgründe (auf)zeigt, die es sicherlich heutzutage noch geben kann.
Mark Roderick hat uns, so glaube ich, schon einen Hinweis gegeben, dass es noch einen weiteren Band geben wird. Nach dem abrupten Ende bleibt doch noch so einiges offen, dass wir gerne über die Protagonisten erfahren möchten.
Der Spiegel Bestseller-Autor Mark Roderick hat uns wieder einen tollen Roman geschrieben; der Titel "Spur der Angst" hat seine für das Buch reale Bewandtnis.
Es wurde im Mai 2018 bei Fischerverlage veröffentlicht und ist als Taschenbuch, Hörbuch und eBook erhältlich.