Die berühmten Pariser Manuskripte des jungen Marx, eingeführt und erläutert in einer Edition, die die Anordnung des handschriftlichen Textes wahrt und die zentralen Ausführungen zu Hegels Theorie der Anerkennung nicht in den Anmerkungsapparat verbannt. Der Grundtext des undogmatischen Marxismus.
Marx‘ Pariser Manuskripte sind nur fragmentarisch erhalten und zum Teil nicht ganz einfach zu lesen (bzw. verstehen). Was sie dennoch lesenswert macht ist ihre Bedeutung für die Marx Interpretation des 20. Jhd. und die Idee sie repräsentieren einen „humanistischeren“ Marx als den des doktrinären Marxismus Leninismus — was sich zumindest teilweise aus dem Text herauslesen lässt.
Der Kommentar von Michael Quante ist anspruchsvoll und nicht ganz voraussetzungslos was philosophischen Kontext angeht aber durchaus hilfreich das Wert und seine Rezeption einzuordnen.
Eher fragwürdig ist der Textsatz der Suhrkamp Ausgabe, der sich auf Kosten von Lesbarkeit und Sinnzusammenhang strikt nach den Manuskript-Papierseiten richtet - das ist in der MEW (Band 40) und Meiner Ausgabe mE die richtige Entscheidung getroffen worden den Text näher an die von Marx (vermutlich) intendierte Reihenfolge zu bringen (Vorrede an den Anfang, Hegelkritik en bloc an den Schluss).