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In einem stillgelegten Schlachthaus findet die Berliner Polizei die Leichen von drei jungen Menschen, allesamt blond und blauäugig. Ihre Körper sind bizarr in Szene gesetzt und enthalten fast keinen Tropfen Blut mehr. Der Verdacht fällt auf Freya von Rittberg, eine exzentrische Künstlerin, die mit dem Blut ihrer Fans Gemälde malt und deren Familie eine dunkle Vergangenheit in der NS-Zeit hat. Doch jemand in der Regierung scheint eine schützende Hand über Freya zu halten, und so sieht sich das BKA gezwungen, seine beste Undercover-Ermittlerin einzuschleusen: Targa Hendricks heuert bei Freya als Bodyguard an. Sie verspürt keine Angst und hat nichts zu verlieren – bis Freya die einzige Schwäche von Targa entdeckt ...

400 pages, Paperback

Published May 14, 2018

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B.C. Schiller

59 books19 followers

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Community Reviews

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25 (39%)
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12 (18%)
2 stars
3 (4%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Tanja.
276 reviews29 followers
June 7, 2022

"Es macht keinen Unterschied, ob sie groß oder klein, hässlich oder schön sind. In der Stunde des Todes sind alle gleich."
(S. 20)



Meine Meinung:
Erstmal muss ich wirklich sagen, dass ich Targa als Person einfach unglaublich liebe. Wenn eine Protagonistin in einem Buch eine gewaltige Entwicklung durch macht und trotzdem sie selbst bleibt, dann ist es Targa. Bereits im ersten Buch (Link oben) begegnet uns Targa als ein sehr gefühlskalter und emotionsloser Mensch, genau deshalb macht sie ihre Arbeit ja auch so perfekt. Sie lebt zurückgezogen mit ihrem Hund und ihrem VW-Bus und hilft der Polizei dort bei den Serienmördern, wo sie nicht mehr weiter kommt.
Und ich finde es einfach bemerkenswert, wie die Autoren eine Persönlichkeit erschaffen haben, die einfach besonders ist und vor allem auch einen großen Wiedererkennungswert hat, was zudem auch noch sehr authentisch ist. In diesem Buch jedoch versucht Targa sich ein wenig in das soziale Umfeld einzugliedern, da sie doch merkt, dass es einige Vorteile birgt. Wie sie es versucht, fand ich ebenso interessant und realistisch. Und auch dieses Mal ging es um einen Serienmörderin, wohl eher um eine Serienmörderin, die Targa überführen muss. Und hier wird wirklich deutlich, wie Targa sich verändert. Denn hier geht es nicht nur noch darum, eine Serienkillerin zu schnappen, sondern Targa kümmert sich um ihre eigene Vergangenheit und will einige Fragen geklärt haben. Und wer hätte gedacht, dass die Serienmörderin Freya nicht nur Targa selbst wieder fühlen lässt, sondern auch noch etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun hat?


Die Handlung war auch dieses Mal wirklich wundervoll und ereignisreich. Es ist viel passiert, der Leser lernt Targa noch besser kennen und bekommt sehr viel mit. Es ist kein Spoiler, dass Freya die Serienmörderin ist, aber genau das ist, was die Autoren so spannend gemacht haben. Denn ich wollte unbedingt wissen, wie sich die Beziehung zwischen Targa und Freya entwickelt und ob Targa es wirklich schafft, diese zu überführen. Denn wer den ersten Teil kennt, weiß, dass Targa gegen die böse Seite nicht gerade immun ist. Es war einfach spannend und interessant diese Geschichte weiter zu verfolgen und ich hoffe sehr, dass es einen weiteren Teil gibt, denn ich will mehr Targa!


Der Schreibstil hat mir auch wirklich gut gefallen. Ich bin durch die Kapitel geflogen und es lag nicht nur daran, dass die Kapitel schön kurz gehalten wurden und doch war alles Wichtige vorhanden. Die Sichten wechselten immer wieder von Targa, Freya und zwei weiteren Personen, die in der Geschichte eine große Rolle gespielt haben. (Und genau deshalb denke und hoffe ich, dass es ein weiteres Buch geben wird!) Und doch hat man natürlich gemerkt, dass Targa hier die Hauptrolle spielt. Wie auch im ersten wird in der Erzählerperspektive geschrieben, was ich eigentlich in solchen Büchern ganz gerne habe.


Fazit:
Auch dieses Buch konnte mich vollkommen überzeugen, auch wenn der erste Teil einen kleinen Ticken besser war. Ich liebe Targa, ich liebe ihre Persönlichkeit und vor allem ihre Sprüche. "Warum?" Weil es einfach so ist! :-)

Es bekommt dementsprechend 4,5 von 5 Krönchen!
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
May 9, 2018
„Targa ahnt mit einem Mal, dass dieser Auftrag die dunkle Seite ihrer Seele zum Klingen bringt“ (Zitat Seite 84)

Inhalt:
Nach ihrem ersten Einsatz ist Targa in Südfrankreich untergetaucht, als Volker Lundt sie anruft. Er ist ihr Vorgesetzter im Sonderdezernat K2 und er braucht sie sofort in Berlin für einen wichtigen Undercover-Einsatz. Man hat drei junge Menschen gefunden, blutleer, drapiert wir ein Gemälde – und tot. Hat die erfolgreiche Künstlerin Freya von Rittberg, die ihre Gemälde mit Blut malt, etwas mit diesen grausamen Morden zu tun? Doch sie hat einflussreiche Freunde. Gelingt es Targa, als persönlicher Bodyguard das Vertrauen von Freya zu gewinnen und heimlich Informationen zu sammeln?
Gleichzeitig ist Targa immer noch auf der Suche nach dem Namen ihres Vaters und als völlig überraschend eine Spur aus dem aktuellen Fall direkt in Targas Vergangenheit zeigt, gerät sie in einen gefährlichen Konflikt …

Thema und Genre:
Das Autorenteam hat hier wieder einen spannungsgeladenen Thriller mit Tiefgang geschrieben. Die Handlung führt in die NS-Vergangenheit und zu einer Institution, deren ideologisch-verbrecherischer Hintergrund auch Jahre später noch nicht umfassend erkannt worden war. Ein wichtiges Thema sind auch die Möglichkeiten, über Social Media bis in Bereiche des Darknet junge Menschen in ihren Entscheidungen zu beeinflussen. Hier geht es um harte Mut-Challenges, die mit den bekannten Eiswürfel-Eimern nichts mehr zu tun haben, sich aber durch entsprechende Hypes ähnlich rasch verbreiten. Wieder hinterfragt auch dieser Roman, wie sehr gravierende Ereignisse in der Kindheit das Leben eines Menschen dauerhaft formen können.

Charaktere:
Targa hat sich bereits im ersten Band dieser Serie durch ihre Eigenheiten, aber auch ihren Mut, unbeirrbar ihr Leben nach ihren eigenen Regeln zu leben, bei den Lesern einen fixen Platz als spezielle, aber liebenswerte Ermittlerin geschaffen. Diesen Platz teilt sie mit Hund. Doch auch Lundt, ihr Vorgesetzter ist sehr sympathisch, da er in jedem Fall und unerschütterlich für Targa da ist.
Mit der charismatischen Künstlerin Freya hat das Autorenteam hier einen extrem starken Gegenpol geschaffen, einen schillernden Charakter, wie Targa der dunklen Seite zugeneigt.
Diese beiden einprägsamen Frauenfiguren bilden den Kern dieser Geschichte, ergänzt durch weitere dominante und gefährliche Protagonisten, die im Hintergrund die Fäden ziehen.

Handlung und Schreibstil:
Der Thriller beginnt wieder mit einem kurzen Prolog in der Vergangenheit, um dann sofort in die Handlung, 30 Jahre später, einzusteigen. Die Geschichte findet an mehreren Schauplätzen statt, die oft gleichzeitigen Ereignisketten sind verknüpft. Durch die Einteilung in entsprechend kurze Kapitel bleibt der Lesefluss jedoch klar strukturiert und die extreme Spannung, die sich rasch aufbaut, bleibt erhalten. Die Handlung ist durch einige erklärende Rückblicke in den Gedanken des jeweiligen Protagonisten verständlich und nachvollziehbar.
Der Schreibstil passt zum Genre, doch wird auf den Humor nicht vergessen, zum Beispiel durch die sympathische Nebenfigur Edgar, ein Schauspieler, der seine Rollen nur vor sich drehenden Waschmaschinen lernen kann.

Fazit:
Autorenpaare sind immer ein Gewinn für den Leser, weil Geschichten und Figuren, entstanden aus zwei unterschiedlichen Gedankenkreisen, irgendwie anders sind. B.C. Schiller, das kongeniale Thrillerpaar, versorgt uns Leser mit extrem spannenden Page-Turnern, die eine schlaflose Lesenacht garantieren, uns aber gleichzeitig traurig stimmen, wenn das letzte Wort der letzten Seite gelesen ist. Es gab einmal einen Werbespot: „wenn i nur aufhörn könnt“ – dieser Thriller weckt ähnliche Gefühle.

Profile Image for Jasbr.
932 reviews13 followers
June 13, 2018
Künstlerische Morde - und schon zu Beginn eine Verdächtige. Als Leser weiß man deshalb auch sofort, wer die Mörderin ist. Miträtseln funktioniert hier also nicht. Spannend ist der Thriller dann aber aufgrund des Katz-und-Maus-Spiels zwischen den Ermittlern und der Künstlerin Freya von Rittberg.

Die Aufgabe, die Mörderin zu überführen, erhält Targa Hendricks. Sie ist sehr rational, ist am liebsten mit ihrem Hund zusammen und kann sich gut in die Gedanken von Verbrechern eindenken. Deshalb wird sie ausgewählt, sich an Rittbergs Fersen zu heften und Beweise für die Morde zu sammeln.

Targas Figur war sehr interessant, auch wenn sie mich nicht zu 100% überzeugen konnte. Sie ist mir zu emotionslos, auch wenn das natürlich ihren Charakter ausmacht. Außerdem unterhält sie sich mit ihrer Zwillingsschwester, die allerdings schon tot ist. Das fand ich ein bisschen komisch. Überhaupt nimmt ihr Privatleben eine große Rolle im Buch ein, was sie auch manchmal sehr unvernünftig handeln lässt. Hier hat mir sogar etwas der erste Teil gefehlt, den ich nicht kenne. Auch wenn der Fall ins sich abgeschlossen ist, hatte ich schon öfter das Gefühl, das mir irgendwas fehlt bzw. ich etwas überlesen habe.

Ich war bei diesem Buch vor allem darauf gespannt, wie man eine exzentrische Künstlerin mit nationalsozialistischem Gedankengut zusammenbringt - und ich finde das Ergebnis sehr gelungen.
Die Malerin Freya von Rittberg malt am liebsten mit dem Blut ihrer Fans. Allerdings braucht sie es nicht nur als Farb-Ersatz, sondern auch zur Inspiration. Sie hat eine sehr dunkle Seite und ist vom Tod fasziniert. Mit ihren Handlungen konnte ich gar nichts anfangen. Trotzdem habe ich mir mehr vor den Menschen geekelt, die ihre Kunst so toll finden, dass sie sie nicht nur anschauen, sondern auch noch für viel Geld kaufen. Ihren NS-Hintergrund lernt man im Laufe der Geschichte kennen. Das fand ich sehr gut eingeflochten und passend. Außerdem wird damit ihre Handlungen erklärt, wenn natürlich nicht entschuldigt.

Gut gefallen haben mir die unterschiedlichen Perspektivenwechsel. Man erlebt alle Morde "live" mit, die Mörderin verliert sich öfter in ihrer Vergangenheit und man "besucht" einen alten Mann in einem Pflegeheim in Skandinavien, von dem man anfangs gar nicht weiß, wie er in die Geschichte passen will. Und dann gibt es natürlich noch die Passagen von Targa. Alles war gut miteinander verknüpft. Es gab immer wieder kleine Cliffhanger und die Kapitel hatten eine angenehme Länge.

Die Sprache war sehr sachlich und emotionslos. Das hat gut zu Targas Charakter gepasst, war aber auch manchmal etwas unheimlich - vor allem wenn Menschen gestorben sind.

Insgesamt war der Thriller mal etwas anderes, der Plot interessant und die Ermittlerin sehr speziell. Trotzdem konnte ich nicht ganz überzeugt werden. Deswegen gibt es 3,5 Sterne.
Profile Image for Melie.
178 reviews
June 3, 2020
Das Cover des Buches lässt vermuten, dass es sich bei diesem Buch wieder um einen spannenden Thriller handelt wie auch schon im ersten Band.

Unsere Hauptprotagonistin Targa hat sich meiner Meinung nach ziemlich weiterentwickelt. In diesem Band schafft sie es sogar ein paar Gefühle zu erfassen und zu erleben. Nun handelt sich nicht mehr alles in ihrem Leben um Theorie, da sie langsam beginnt gelesenes aus ihren Zeitschriften in die Tat umzusetzen. Leider kam der Polizist Lundt meiner Meinung nach zu kurz in dem Band. Ich hatte mir mehr Dialoge zwischen ihm und Targa gewünscht. Aber was mir sehr zugesagt hat war, dass wir mehr über seine Vergangenheit erfahren haben, um die er ja normalerweise überhaupt nicht spricht.

Wie auch schon in Targas erstem Fall hat sie es hier mit einem psychotischen Serienkiller zu tun, welcher aber diesmal weiblich ist. Wir haben hier eine exzentrische Künstlerin, welche mit dem Blut ihrer freiwilligen sowie unfreiwilligen Opfern Gemälde malt und diese danach auch ausstellt. Ich fand die Darstellung unserer Serienkillerin sehr authentisch.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch Ist, dass das Autorenduo in der Geschichte über ein psychiatrische Sanatorium erzählt und nicht näher auf die umliegenden Patienten und deren Krankheiten eingegangen ist. Ich hätte mir dies dann noch bildlicher vorstellen können.

Ansonsten hat mir dieses Buch wieder toll gefallen und ich bin schon gespannt auf den nächsten Band, auch weil die Geschichte mit einem riesigen Cliffhanger aufgehört hat. Das Buch bekommt von mir volle 5 Sterne.
Profile Image for Rosa | mewshmallow_.
166 reviews5 followers
September 16, 2018
INHALT: Sei mutig! Für Freya von Rittberg ist das, dass höchste Gebot. Wenn Du nicht mutig bist, ist dein Blut nicht rein. Wenn dein Blut nicht rein ist, kannst Du nicht durch ihre Kunst weiter leben. Freya ist keine gewöhnliche Künstlerin. Sie malt, nicht mit Farbe, sie malt mit Blut. Jede Mut-Challenge ist ein Weg an frisches, junges und unbeflecktes Blut zu kommen. Blond musst du sein und helle Augen haben, nur so kannst du zu den Auserwählten gehören.

Geprägt durch die NS-Vergangenheit ihres Großvaters, verfügt Freya über schützende Hände aus der Regierung, denn ihre Mut-Challenges können tödlich enden. Ihre Bilder sind so inszeniert, dass sie den Schauplätzen eines Serienkillers zum Verwechseln ähnlich sehen. Steckt doch Freya und ihre Kunst hinter den Morden?

Targa Hendricks ist die Beste in Ihrem Job. Eiskalt und präzise wie ein Auftragskiller arbeitet sie für die Spezialeinheit K2 des BKAs. Um auf Konkrete Spuren gegen Freya zu kommen, schleust sie sich als Bodyguard bei ihr ein. Zwischen Intrigen, Erotik und Rachegelüsten versucht Targa noch ein weiteres Rätsel zu lösen. Ihre Schwester Yella ist auf den kalten Treppen eines Berliner Krankenhauses vor 30 Jahren gestorben. Sie sucht ihren Vater und möchte ihn dafür büßen lassen. Dafür setzt Targa ihre Tarnung aufs Spiel und die Spannung, um Freyas und Targas Vergangenheit steigt. Denn so verschieden sind die zwei Frauen nicht.

FAZIT: Wenn Du die Serie Die Brücke kennst, wird dir Targas Charakter sehr bekannt vor kommen. Ich musste sofort an Saga Norén denken. Ihr Aussehen, ihr Wesen und ihre Art sind stark an der Figur angelehnt. Targa scheint an einer Form von Autismus zu "leiden", welche durch ihre schwere Vergangenheit ans Licht kommt. Ich kenne den ersten Fall nicht, vielleicht liege ich hier total falsch. Targa arbeitet an sich und an ihrer Schwäche mit Menschen zu Kommunizieren und Beziehungen aufzubauen. Das war manchmal richtig lustig und hat für eine schöne Abwechslung zu den ganzen Makaberen Aspekten der Geschichte gesorgt. Jetzt weiß ich schon mal, dass ein Waschmaschinen-Date durchaus funktionieren kann.

Die Geschichte an sich ist sehr bildhaft erzählt und nichts für einen sensiblen Magen. Die Spannung ist dezent, aber die Neugier zu erfahren wie es weiter geht, stellt das total in den Schatten und man vermisst es auch nicht. Der Cliffhanger macht definitiv Lust auf Mehr. Ein sehr guter Thriller mit interessanten Charakteren.
Profile Image for Monerl.
482 reviews11 followers
June 21, 2018
(3,5 Sterne)

Meine Meinung
Mit dem zweiten Teil der Targa-Reihe, knüpft das Autorenpaar an das Ende des ersten Teils, der mit einem interessanten Cliffhanger sein Showdown hatte. Targa ist aufgrunddessen eine Weile untergetaucht und soll sich erholen. Doch ein neuer Auftrag winkt, der Targa wie auf den Leib geschnitten ist. Werden Freya von Rittbergs außergewöhnliche Bilder für schlimme Morde missbraucht oder ist etwa sie die Mörderin? Die Polizei geht von Letzterem aus und Targa soll Freya überführen. Was gar nicht so einfach ist, denn sehr starke Verbinungen von ganz, ganz oben scheinen sie zu schützen? Wo gibt es eine Verbinung? Wird Targa diesen Auftrag ohne physische und psychische Schäden abschließen können?

Dieser Thriller ist abwechslungsreich, sehr blutig und voller Gewalt mit einem schweren Thema aus dem Zweiten Weltkrieg, den Lebensborn-Heimen, in denen die nordisch-arische Rasse gezüchtet werden sollte.

Wir lernen Targa wieder ein Stück besser kennen. Sie arbeitet an ihrer sozialen Kompetenz. Dabei begegnet sie dem Schauspieler Edgar, der Targa scheinbar nehmen und akzeptieren kann, wie sie ist. (Noch) stört er sich nicht an ihrer Andersartigkeit. Diese Szenen lockerten den Thriller etwas auf und sorgten hin und wieder für ein Schmunzeln während des Lesens.

Mit Freya von Ritterberg führen B.C. Schiller einen sehr interessanten Hauptcharakter ein. Von
ihrer Vergangenheit getrieben und nach Vergebung suchend, gibt es an Freya viele Facetten. Leider fehlte mir irgendwie der gewisse Pep an ihr. Ihre Tiefe Zuneigung Targa gegenüber kam bei mir nicht so richtig an. Targa verachtet sie und gleichzeitig fühlt sie eine bestimmte Sympathie ihr gegenüber, die so widersprüchlich ist, wie sie selbst.

Targa kommt in diesem Band dem Geheimnis ihrer Herkunft ein kleines Stück weiter, das mit ihrer Adoptiv (Zieh)mutter Margarete zusammenhängt. Und auch über Lundt erfahren wir etwas mehr Privates, was seine Tochter und Frau betrifft. Die beiden Ermittler werden so nach und nach greifbarer und ich bin sehr gespannt, wohin das ganze führen wird und welche Geheimnisse am Ende der Reihe stehen werden.

Viele, recht kurze Kapitel sorgen für ein schnelles Vorankommen und lassen den*die Leser*in kaum aufatmen. Die Spannung steigt im Gegenzug aber etwas verhalten, da einiges vorhersehbar ist. Die verschiedenen Handlungsstränge werden zusammengeführt. Dabei gibt es doch noch die eine oder andere Sache, die für Überraschung sorgte.

Auch dieses Mal muss ich anmerken, dass manche Dialoge nicht ganz so flüssig rüberkommen und etwas hölzern klingen. Insbesondere zum Schluss, der aus vielen Dialogen besteht. Der Schreibstil ist jedoch ziemlich flüssig. So düster und brutal dieser Thriller ist, fehlte mir dennoch eine gewisse Atmosphäre. Zum Protagonisten Gerd Kraft hätte ich mir etwas mehr Informationen gewünscht, vor allem, wie er ins Sanatorium nach Hammerfest in Norwegen gekommen ist. Da er ebenso eine tragende Rolle spielt, hätte ich eine intensivere Einführung sehr positiv bewertet.

Fazit
Eine Reihe mit einer verschlossenen Protagonistin, die viel von sich verlangt und ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Meine Erwartung an das Buch hat sich nicht ganz erfüllt. Für den nächsten Fall wünsche ich mir mehr Spannung und einen*eine spitzfindigere*n und teuflischere*n Serienkiller*in. Insgesamt ein lesenswerter Thriller, wenn man es mag, von Beginn an zu wissen, wer der Mörder ist und wenn man beim Wort “Blut” nicht gleich in Ohnmacht fällt.
Profile Image for Elizzy.
497 reviews25 followers
June 28, 2018
Rezension, kurz zusammengefasst
Die Reihe rund um Targa Hendricks geht weiter und wir begleiten sie bei einem neuen Fall rund um die exzentrische Künstlerin Freya von Rittberg. Diese wird verdächtigt mehrere junge Menschen ermordet zu haben, dies meistens auf eine sehr brutale Art und Weise. Das groteske daran, sie malt mit dem Blut ihrer Opfer Bilder – doch ihr Alibi ist Wasserdicht und die Polizei kommt ihr so leider nicht auf die Schliche.

„Sie findet dich.
Sie tötet dich.
Alles was bleibt,
ist ein Bild
aus deinem Blut.“
Somit sind wieder die Fähigkeiten von Targa gefragt! Wird sie es schaffen sich Freya anzunähern? Doch das gefährliche bei diesem Fall; Targa muss sich für diese Aufgabe auf die dunkle Seite begeben.
Ob sie dem Drang widerstehen kann, erfährt ihr bei „Immer wenn du tötest“…
Darüber Gedanken gemacht
Ich war sehr gespannt wie es mit Targa weitergehen würde und besonders die Geschichte aus ihrer Vergangenheit, interessierte mich sehr. Bei „Immer wenn du tötest“ stand aber an erster Stelle der Fall rund um Freya, dieser konnte mich jedoch nicht so sehr überzeugen, wie der Fall im ersten Band bei „Der Moment bevor du stirbst„. Jedoch fand ich die Verlockungen, denen sich Targa stellen musste durchaus interessant und fesselnd.

„Immer wieder kreisen ihre Gedanken um den Tatort und die Perfektion der Inszenierung.“ – Targa S. 91
Auch das Ende fand ich durchaus gelungen und der gemeine Cliffhanger, lässt einen schon sehnsüchtig auf Band 3 warten!
Gefiel mir sehr
Mir gefiel bei „Immer wenn du tötest“, dass man mehr aus der Vergangenheit von Targa erfahren hat. Ausserdem fand ich es toll, wie der Übergang von Band 1 zum zweiten Buch fliessend verlief und man so schnell wieder in der Geschichte ankam.
Targa finde ich als Protagonistin zwar sehr eigen aber dies macht ihren Charme auch irgendwie aus, besonders witzig waren die Szenen, in denen sie versuchte zu flirten. Und auch sonst finde ich, dass ihr Charakter wieder sehr gut ausgearbeitet wurde und man sie durchaus wieder erkennt.

„Wut und Hass gehen oft Hand in Hand. So ist es jetzt bei Targa. Das ist nicht gut und macht sie verletzlich.“ S. 213
Gefiel mir nicht
Doch leider gab es bei „Immer wenn du tötest“ auch einige Schwächen, die mich doch etwas störten. So gab es den ein oder anderen Moment, wo ich nicht wirklich begriff wieso Targa oder Freya so handelten. Einige Abläufe kamen mir so etwas unlogisch rüber und etwas zu übertrieben. Dies führte auch dazu, dass ich nur schwer wieder in die Geschichte kam. Einzig die Vergangenheit von Targa interessierte mich so sehr, dass ich durchbiss und das Buch zu Ende las.
Schreibstil & Cover
Beim Schreibstil war okay, jedoch manchmal etwas zu eintönig. Das Cover von „Immer wenn du tötest“ passt perfekt in die Reihe und ist auf jeden Fall ein Eyecatcher!
Fazit
Eine tolle Fortsetzung mit ein paar kleinen Schwächen. Für mich ist jedoch klar; Band 3 wird auf jeden Fall gelesen!
Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)
Profile Image for Anna.
833 reviews48 followers
June 28, 2018
Das Buch war sehr intensiv und am Ende auch recht spannend. Ich habe relativ schnell geahnt, wie die Erzählstränge zusammenhängen und deshalb konnte mich auch das Finale nicht hundert pro überzeugen. Das Konstrukt um die Morde und der Wahnsinn der Killerin haben mich jedoch sehr für sich einnehmen können, auch wenn das meiner Meinung nach nichts für schwache Nerven ist.
39 reviews1 follower
August 9, 2018
Originelle Story, mal was anderes - Lesenswert, Empfehlenswert, Gut - aber für 5 Sterne hats nicht gereicht.
Displaying 1 - 9 of 9 reviews