Linkshänder wissen es meist besser als Rechtshänder: Seitigkeit spielt in unserem Leben eine größere Rolle als uns bewusst ist. Rechtshänder und Linkshänder unterscheiden sich nicht nur in ihren physischen Fähigkeiten, sondern auch mental, denn ihre Gehirne arbeiten unterschiedlich. Je nach Händigkeit wird das Gehirn nämlich unterschiedlich beansprucht - die rechte Gehirnhälfte mehr bei Linkshändern und umgekehrt. Bestsellerautorin Christiane Stenger und Antje Tiefenthal beschreiben auf unterhaltsame wie lehrreiche Weise, was es bedeutet, Rechts- oder Linkshänder zu sein und was genau dahinter steckt. Warum eine Körperseite bei uns dominant ist und warum wir beide Seiten stärken sollten. Denn: Neuer kann es und Neureuther auch - bei den Ausnahmesportlern sind die Gehirnhälften optimal miteinander verknüpft. Mit vielen Selbsttests, Übungen und spannenden Anekdoten, die Ihnen einen ganz neuen Blick auf Ihre Fähigkeiten erlauben!
Die letzten ca. 60 Seiten waren echt ganz gut und interessant, aber davor habe ich mich bei der Lektüre häufig für ein wenig dumm verkauft gefühlt. Die Idee hinter bildlichen Metaphern ist, dass man Sachverhalte schneller versteht und sich Dinge besser merken kann, aber wenn sie übermäßig und für Selbstverständliches verwendet werden, dann entsteht der oben beschriebene Effekt. Auch wird häufig Allgemeinwissen wiederholt, was auch nicht dadurch besser wird, dass solches, oder zumindest sehr schnell verständliches Sachverhalte, auch innerhalb des Buches mehrfach wiederholt werden. All diese Punkte zusammen haben dafür gesorgt, dass ich mich für weite Teile der Lektüre so gefühlt habe, als würde ich das Skript eines Podcasts und nicht ein Buch lesen.
Insgesamt habe ich deutlich weniger gelernt als ich mir erhofft hätte, meist, weil es schlicht an Tiefe und detailierterer Diskussion der psychologischen und physiologischen Hintergründe gefehlt hat. Wie eingangs erwähnt, haben es die letzten 60 Seiten deutlich besser gemacht, und sei es nur, weil die Metaphern deutlich abgenommen haben und stattdessen mehr interessante Berichte von Einzelschicksalen von Linkshändern in Sport oder Musik folgten.