Was. Ist. Das. Vor allem das Ende. Was soll das darstellen? Es fühlt sich für mich an, als hätte der Autor keine Lust mehr gehabt, die ganze Geschichte zu einem runden Ende zu bringen, und hat daher die Protagonist*innen das Problem auf eine andere Generation verlegen lassen.
Der Roman lässt sich in der Tradition von Joe Haldemans Ewigen Krieg lesen, da es auch hier darum geht, dass ein Feind von sehr weit weg die Menschheit bedroht, durch Zeitdilatation aber enorm viel Zeit zwischen den eigentlichen Phasen des Krieges vergeht. Nur ... dass es exakt einen Zeitsprung im Roman gib und der eigentlich auch nur als Ausrede herhällt, warum beide Protagonist*innen im weiteren Verlauf Erwachsene sind.
Das Worldbuilding ist ... okay. Hab schon schlimmeres gesehen und es erscheint mir schon irgendwie plausibel, dass in der fernen Zukunft die Menschheit ihr Genom so variiert und anpasst, dass sie unter verschiedenen Umweltbedingungen überleben können. Nur was das mit der Farbe des Blutes zu tun hat, erscheint mir nicht logisch. Unser Blut ist wegen des Hämoglobin rot, das Sauerstoff transportiert, die Farbe hat also eine ganz bestimmte Funktion. Warum das ändern und was hat das mit der Rolle der Menschen in der Gesellschaft zu tun?
Nur eines ist hochkritisch: Frauen sind umso angesehener, je mehr Eizellen sie produzieren, sie werden also sprichwörtlich auf ihre Gebärfähigkeit reduziert. YIKES! Außerdem hat sich die Menschheit zu einer extrem kollonialistischen Gesellschaft entwickelt, die gnadenlos andere Planeten erobert, kollonialisiert und die endemischen Kulturen ausrottet. Und keine Sau spricht das mal wirklich an. Der Protagonischt, dessen Name ich schon wieder vergessen habe, weil er mich so gar nicht interessiert hat, jammert mal kurz und das wars. Die ganze sexistische Scheiße wird gar nicht erst angesprochen und der Kollonialismus auch nicht dekonstruiert. What the fuck.