‚Der Fluch der Maorifrau‘ erzählt die Geschichte einer ganzen Familie über viele Generationen hinweg. Wir lernen Sophie kennen, die im heutigen Hamburg lebt. Ihre Mutter ist überraschend bei einem Unfall verstorben hinterlässt ihr ein Haus in Neuseeland. Doch woher kommt auf einmal dieser Familienbesitz? Sophie weiß von nichts und reist deshalb nach Neuseeland um ihre Familiengeschichte zu erforschen. Sie hofft vor allem durch das Tagebuch ihrer Mutter etwas Licht ins Dunkel zu bringen…
Da ich ein Fan von Familiengeschichten bin und auch Neuseeland liebe, war das Buch die ideale Mischung für mich. Wir bewegen uns abwechselnd in der heutigen Zeit und der Vergangenheit, die uns durch Tagebucheinträge näher gebracht wird. Hier beginnen wir recht frühzeitig um 1860 herum und begleiten so nach und nach die verschiedenen Frauen der Generationen.
Die Frauen haben alle eines gemeinsam – sie sind zwar allesamt recht liebenswert, aber durch die Bank weg sehr naiv, leichtgläubig und teilweise leider etwas doof. Es scheint sich durch die Generationen hindurch vererbt zu haben, dass alle Figuren es lieben, äußerst blöde Entscheidungen zu treffen.
Das war in Generation 1 und 2 noch recht amüsant und hat eher zum Augenrollen geführt, mit der Zeit jedoch wurde es etwas anstrengend. Ich wollte am liebsten in die Geschichte greifen und die Damen kräftig schütteln – allen voran Sophies Mutter, die sich blauäugig ins Chaos gestürzt hat.
Die Geschichte insgesamt ließ sich sehr gut lesen, da der Schreibstil sehr leicht zugänglich war. Leider fand ich, dass einige Aspekte etwas schnell abgehandelt wurden. Auch das Ende kam sehr plötzlich und wurde gefühlt auf den letzten 5 Seiten abgehandelt.
Alles in allem eine recht unterhaltsame Geschichte, die zwar nicht in sehr in die Tiefe geht, aber mich vor allem durch das Setting begeistern konnte. Die Geschichte des Landes wurde ein wenig angeschnitten und auch die Kultur der Maori, was mir wirklich sehr gefallen hat.