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Stadt der Feen und Wünsche

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Er schlendert durch die Stadt, während die anderen mit Funktionieren beschäftigt sind: Leander Steinkopf erzählt die Geschichte eines modernen Flaneurs.
Ein Sommermorgen, die Stadt leuchtet. Die Menschen sind unterwegs, und einer läuft ihnen entgegen und hat nichts vor. Er läuft von der Mitte, wo jeder ein Ziel hat und junge Eltern auf deprimierende Weise alles richtig machen, an die Ränder, wo es zwischen Spielkasinos und Backshops auch nicht besser ist, nur anders. Wer ist er? Kein Rebell, eher ein zärtlicher Menschenfeind, ein romantisch veranlagter Pessimist, der Verfall sieht, wo andere Pläne schmieden. Ein absichtsloser Flaneur, der die verhasste Stadt mit dem Blick eines Verliebten betrachtet. Man folgt ihm, und hinterher möchte man selbst rausgehen, Zeit haben, Gegenwart erleben.

112 pages, Hardcover

Published January 29, 2018

36 people want to read

About the author

Leander Steinkopf

6 books1 follower

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Community Reviews

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8 (16%)
1 star
1 (2%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Steffi.
1,126 reviews276 followers
July 8, 2019
Die Idee klingt ja sehr einnehmend: Ein junger Mann, der sich dem Ehrgeiz und den Konventionen, denen sich die anderen hingeben, entzieht, wandert durch die Straßen Berlins und beschreibt, was er beobachtet. Ein Flaneur in der Tradition der 20er Jahre?

So mancher Satz ist auch gut formuliert, so manche Beobachtung überraschend und neu. Aber dennoch, da stört mich etwas.
Vielleicht ist es etwas engstirnig, dass mich, die Radfahrerin, gerade dieser Passus stört:
Mitte ist voll mit Radfahrern, die belästigen mich mit ihrem bessserwisserischen Klingeln, wenn man ihnen auf den Radweg latscht, mit diesem hochgezüchteten Individualismus, der daher kommt, dass sie überall langfahren können und überall einen Parkplatz finden. […] Und dann ist es gleichzeitig sportlich, praktisch, ökologisch, meditatitv und auch noch cool, so eindeutig gut, dass es mir Angst macht. Die Radfahrer verpesten die Umwelt mit ihrer Vorbildlichkeit.

Aber es geht noch weiter. Der Erzähler mag sich auch nicht über Nazis aufregen wie seine Freunde. Wenn er im PrenzlBerg beobachtet wie ein Elternpaar (wie aus dem Lehrbuch) dem Nachwuchs gemeinsam die Grenzen aufzeigt, findet er die Ohrfeige im Wedding liebevoller. Wenn sich bei einer „Minderheitenparty“ die anderen darüber brüskieren, dass er den Ausdruck Zigeuner verwendet, kann er das nicht nachvollziehen.
Zu sehr erkenne ich da hin und wieder die inzwischen häufige Kritik an zu viel Political Correctness und sogenannten „rot-grün versifften“ Milieus. Vermutlich wäre es übertrieben, dem Erzähler eine rechtskonservative Haltung zu attestieren, aber so ganz überzeugend ist die Geschichte dann eben auch nicht, wenn der Erzähler zunächst als distanziert, unpolitisch, meinungsarm eingeführt wird und dann vielleicht doch ein politisches Programm bedient.

Dabei ist das oft aber ganz nett formuliert, wie:
Ich habe so viel Kaffee in meinem Leben getrunken, vielleicht nicht mehr als die anderen, aber ich bin dabei stehengeblieben und die anderen sind weitergegangen, sie haben „to go“ gesagt und ich „für hier“. Deswegen bin ich dort, wo ich bin. Der Unterschied zwischen Pappe und Porzellan ist der Unterschied zwischen denen, die einen Weg gehen, und denen, die ihnen nachschauen.

Gemischter Leseeindruck!
Profile Image for Isabella.
506 reviews118 followers
December 6, 2020
Geht es hier wirklich um einen (post)modernen Flaneur oder wollte jemand einfach nur seine Meinung über die ach-so-böse Großstadt unter dem Banner des "Man wird das ja wohl mal sagen dürfen" loswerden?
Profile Image for Sonja.
111 reviews16 followers
April 22, 2018
3,5 -4 stars
Finally read „Stadt der Feen und Wünsche“ a debut by Leander Steinkopf.
We are following a floating, restless soul paused in total numbness and feeling lost in the big city full of individuals focusing on their own life. Lost in the time being without any purpose, any destination. But secretly wishing to feel needed, to fit in. He is strolling through the city against the main stream without any destination. Time‘s lost. Nothing really matters, no one really cares...
A book where the reader gets lost in the protagonist‘s mind and hopelessness and desperation. Though written very good with sometimes philosophical and atmospheric passages I loved, I could not relate to the protagonist. In parts he was thinking too much in stereotypes and prejudices. As a nonbiased optimist always trying to get up when life strikes me down and trying to make the best of circumstances, I felt somewhat alienated by his pessimistic view on life and society.
However I can understand the loneliness one might feel living in a big city where you may be just a number whereas in the country-side everyone knows each other.
Aside from the character I liked the book for its writing and will definitely look for new writings by the author.
14 reviews
February 3, 2020
Ich habe das Buch auf einer Zugfahrt an einem Stück gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Es hat so eine Leichtigkeit und Zärtlichkeit zu den unschönen/ungewöhnlichen Teilen einer Stadt, fernab von Tourismus.
Profile Image for tadado.
236 reviews5 followers
January 8, 2024
Habe ich in zwei Stunden runtergelesen, naja, ab der Mitte hat es mich nicht mehr so sehr gefesselt… der Anfang war noch spannend, aber dann hab ich irgendwie abgeschaltet. War ok.
Displaying 1 - 5 of 5 reviews

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