Oliver E. Williamson geht von der Annahme aus, dass Menschen sich nur in begrenztem Masse rational verhalten und dazu neigen, im Eigeninteresse zu handeln. Er zeigt, wie es im Rahmen von Leistungsbeziehungen, die einer hohen Umweltunsicherheit unterliegen und spezifische Investitionen erfordern, zu nachvertraglichen Problemen kommt. Kapitalistische Wirtschaftssysteme stellen fur die Bewaltigung dieser Probleme zahlreiche Institutionen bzw. Koordinationsmechanismen zur Verfugung, die auf ihre Effizienz untersucht werden. Wirtschaftliche Leistungsbeziehungen (Transaktionen) werden aus okonomischer, rechtlicher und organisatorischer Sicht untersucht. Die einzelnen Transaktionen werden nach den Kriterien Spezifitat, Unsicherheit, Komplexitat und Haufigkeit unterschieden. Jedem Transaktionstyp wird dabei die effizienteste, d.h. kostengunstigste Koordinationsform zugeordnet. Den hohen praktischen Stellenwert dieser Vorgehensweise beweisen die zahlreichen Anwendungsmoglichkeiten (Vertikale Integration, Unternehmensstrukturierung, Kontrolle in Aktiengesellschaften und kartellrechtliche Fragestellungen) sowie hochsignifikante empirische Befunde. Die deutsche Ubersetzung der erfolgreichen amerikanischen Originalausgabe wendet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Praktiker, die an einer Integration von okonomischen, rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen interessiert sind.
Ich wünsche mir mehr Nobelpreis-Träger, deren Werke ich mit so einer Leichtigkeit und nicht vorgetäuschtem Interesse lesen konnte! Ich gebe ehrlich zu, dass ich nur ungefähr ein Fünftel dieses Buches gelesen habe. Mehr habe ich für meine Arbeit nicht gebraucht und (zu meinem eigenen Nachteil) gehören Wirtschaftstheorien nicht zu meiner gewöhnlichen Freizeitlektüre. Die übrigen vier Fünftel wurden nur „schnellgelesen“. Dennoch stehe ich zu meinen drei (und halb) Sternen. Plausibel, wunderbar strukturiert, minimal Geplauder und größtenteils nur wenig oberflächliche Generalisierungen.
This book changed the way that I look at the world.
The area of Organizational Economics is one that I have found to be quite intriguing. The ideas that Williamson presents are often connected to business and traditional economics. To think this way would be limiting the true value of these theories and concepts. They apply to any and all areas of life.