Die Erzählung handelt von einer passionierten Leserin, dieein Buch kauft, darin zu lesen beginnt und sich im Geschriebenen wiederfindet. Fasziniert schreibt sie an den ihr unbekannten, aber so vertraut scheinenden Freund
Ivan Alekseyevich Bunin (Russian: Иван Алексеевич Бунин) was the first Russian writer to win the Nobel Prize for Literature. He was noted for the strict artistry with which he carried on the classical Russian traditions in the writing of prose and poetry. The texture of his poems and stories, sometimes referred to as "Bunin brocade", is considered to be one of the richest in the language.
Best known for his short novels The Village (1910) and Dry Valley (1912), his autobiographical novel The Life of Arseniev (1933, 1939), the book of short stories Dark Avenues (1946) and his 1917–1918 diary ( Cursed Days, 1926), Bunin was a revered figure among anti-communist White emigres, European critics, and many of his fellow writers, who viewed him as a true heir to the tradition of realism in Russian literature established by Leo Tolstoy and Anton Chekhov.
In dem Büchlein befinden sich mehr Seiten als tatsächlich Text und noch weniger Gehalt. Die erste Erzählung "Ein unbekannter Freund", in der eine gelangweilte, unglückliche Leserin einem Autoren Briefe schreibt, bot immerhin einen feinsinnigen sprachlichen Rahmen. Von der Protagonistin allerdings fühlte ich mich schnell genervt. In gewisser Weise schämte ich mich sogar für ihre verbale Entblößung vor einem Fremden, einem Desinteressierten, obwohl ich ihre Unzufriedenheit gleichzeitig nachvollziehen, wenn auch nicht nachempfinden, konnte. Neben der schöngeistigen Sprache reizte mich allein die Vorstellung darüber, was der Adressat bei den Briefen gefühlt haben mag, egal ob er nun fiktiv oder wirklich ist, oder ob sie ihn überhaupt gar erreicht haben.
Im zweiten Teil des Buches schildert Bunin seine Reise nach Schweden, um dort den Nobelpreis für Literatur entgegenzunehmen. Aus einer solchen außergewöhnlichen Begebenheit sollte sich literarisch Einiges schöpfen lassen. Doch blieb sie mir letztlich überraschend oberflächlich, steril und einem Tick zu großspurig erzählt für meinen Geschmack.
Dieses Büchlein enthält auf knapp über 60 Seiten zwei Kurzgeschichten von denen mir die titelgebende weniger gut gefiel. Nobelpreis-Tage fand ich deutlich zugänglicher und auch interessanter obwohl auch recht unspektakulär. Eine schnelle Lektüre um am Ende des Jahres des SuB zu reduzieren.