»Bei Philipp Möller wäre selbst Jesus zum Atheisten geworden.« Vince Ebert, Physiker und Kabarettist Das neue Buch von Philipp Möller, Autor des SPIEGEL-Bestsellers ›Isch geh Schulhof‹ – ein Plädoyer für ein erfülltes Leben ohne Gott Bestsellerautor Philipp Möller glaubt nicht an Gott – und ist damit nicht allein. Knapp 40 Prozent aller Deutschen fühlen sich keiner Religion zugehörig. Umso erstaunlicher findet es Möller, wie sehr die Religionen dennoch unsere Gesellschaft beeinflussen. Vom Kirchengeläut bis zum Kopftuch der Kindergärtnerin, das Religiöse behelligt auch die, die nicht an Gott glauben. Dabei sind sich heute die meisten Deutschen einig: Religion ist vor allem Privatsache. Zudem: Alle kostspieligen Großbaustellen der Religionen müssen auch von den Atheisten mitbezahlt werden – oder wussten Sie zum Beispiel, dass Bischöfe ihr Gehalt aus allgemeinen Steuern erhalten? Fünf Millionen Menschen haben Möllers religionskritischen Debattenclip im Netz mittlerweile aufgerufen. In ›Gottlos glücklich‹ führt Möller aus, warum Religion und Glauben Privatsache sein sollten. »Ich möchte zeigen, dass ein Leben ohne Gott für extrem viele Menschen absolut selbstverständlich und wunderschön ist, und ein Gegengewicht bieten zu religiöser Werbung, so wie sie heute – im Verborgenen wie im Öffentlichen – absolut wieder üblich ist.« Respektlos, unterhaltsam und unkonventionell trifft Philipp Möller mit seinen Fragen und Thesen einen Nerv. In ›Gottlos glücklich‹ nimmt er uns mit auf eine unglaubliche Reise hinter die Kulissen der »Kirchenrepublik« Deutschland.
Offiziell gilt seit der Weimarer Republik in Deutschland die Trennung von Kirche und Staat. Dass die Kirchensteuer der christlichen Gemeinschaften vom Staat eingezogen wird, sorgt deshalb ebenso für Konflikte wie der Einfluss mächtiger Wohlfahrtsverbände, deren Tätigkeit bei geringer Eigenbeteiligung staatlich finanziert wird (= zu 98,2%), die jedoch arbeitsrechtliche Sonderregelungen für sich beanspruchen, mit denen sie Arbeitnehmerrechte beschneiden. Auch christliche Privatschulen sind keine Eigenleistungen der beiden großen Kirchen, sondern werden zu 85% öffentlich finanziert, zu 10% durch Elternbeiträge und nur zu 5% von den Kirchen.
Als 2009 in Berlin Kampagne und Gegenkampagne um die Einführung eines gemeinsamen Ethik-Unterrichts für Schüler aller Konfessionen tobt, gerät Philip Möller in die Rolle des ehrenamtlichen Pressesprechers der „Gottlosen Sieben“, einer Initiative pro Ethikunterricht und für die Freiheit, konfessionslos leben zu dürfen. Dass gerade in Berlin mit allen Mitteln um den Religionsunterricht einer christlichen Minderheit gerungen wurde, ist kein Zufall und wirkt dennoch absurd; rund 60% der Berliner sind konfessionslos, rund 30% gehören einer christlichen Kirche an, der Rest anderen Konfessionen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern war konfessioneller Religionsunterricht in Berlin bis zum Gesetzesentwurf kein versetzungsrelevantes Lehrfach, sondern ein staatlich finanziertes, frewilliges Zusatzangebot. Man könnte argumentieren, dass die Initiative Pro Reli eine Rolle rückwärts gerade des Bundeslandes darstellte, in dem aufgrund erheblicher Probleme mit Parallelgesellschaften eine gemeinsame Werteerziehung aller Religionen Priorität haben sollte. Im Möllers unterhaltsamer Anekdotensammlung weitgehend vernachlässigt wird das Problem des Föderalismus in der Bildungspolitik, ohne den es weder den Berliner Gesetzesentwurf noch Initiativen pro und contra gegeben hätte. Möller entwickelt sich im Glaubenskampf der Berliner in der Folgezeit zum begehrten Talkshowgast und setzt sich öffentlichkeitswirksam u. a. mit den Missbrauchs- und Finanzskandalen der katholischen Kirche auseinander. Weiteres Thema seiner Intiative war die Beschneidung von Kleinkindern aus religiösen Gründen, zu der 2012 ein Gesetz verabschiedet wurde, aus Möllers Sicht sind es seine Erfahrungen als quereinsteigender Grundschullehrer, als Vater und Mitglied in einer privaten Kita-Initiative in der Rolle des Arbeitgebers, der Erzieher/innen einstellt, und Privates aus dem Leben einer atheistischen Familie.
Möller schreibt im lässigen Stil des „Chill mal-Genres“, setzt mit dem Buch seine Talkshow-Auftritte mit anderen Mitteln fort und kommt in seiner Argumentation nicht immer direkt auf den Punkt. Mehr Fakten als Storytelling und eine stärkere Gewichtung des Themas Werteerziehung hätten seinem Buch meiner Ansicht nach gutgetan.
Philipp Möller bringt für mich teils neue, aufschlussreiche und sehr interessante Argumente gegen den Gottesglauben. Der Schreibstil ist sprunghaft und dadurch oft unangenehm. Auch wenn sich die meisten Gläubigen durch dieses Buch angegriffen fühlen, wäre es gerade für diese eine wichtige Literatur.
Kein rein argumentatives (wie der Titel implizieren könnte) sondern autobiographisches Buch.
Anhand teils witziger, teils todtrauriger Geschichten erklärt Möller die derzeitige Lage, wie es Deutschland denn nun mit der Religion hat, unterlegt mit einem detaillierten Quellenverzeichnis.
Zwar sind die Argumente und Themen, die er aufgreift, nichts Neues, die Erzählart und der Humor machen das Buch jedoch wahnsinnig unterhaltsam.
Bin dank Spotify bei diesem Buch gelandet und hängen geblieben. Denn Möller kann verdammt gut erzählen. Dabei argumentiert er rund und umfassend, belegt Behauptungen mit Zahlen und gibt es zu, wenn diese ihm fehlen. Das ganze Hörbuch habe ich an einem Stück durchgehört.
Den Untertitel würde ich eher streichen: Das Buch zeigt anhand verschiedener Begegnungen und Erlebnisse vor allem, warum man sich nicht, wie oft üblich, in seinem Halbwissen rund um Kirche und Staat zurücklehnen und Religion als Privatsache abtun sollte, sondern sich ein aktives Befassen mit der Rolle der christlichen Kirche in Deutschland lohnt. Das Buch hat mich aufgeklärt und zum Nachdenken gebracht, und das auf denkbar unterhaltsame Weise.
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Eins vorweg: ich habe mit Religion nix am Hut und ich verrate es jetzt schon mal, dieses Buch hat mich in meiner Einstellung gestärkt. Sehr gut hat mir gefallen, dass Möller sein Buch selber eingesprochen hat. Denn er kann es und die Pointen wurden so gesetzt, wie er es beim Schreiben im Kopf hatte. Er erzählte von seinem Werdegang, wie er überhaupt in die Situation kam, Fakten zu recherchieren und sich mit Religion auseinanderzusetzen. Dies ließ mich häufig schmunzeln, denn der schwarze Humor des Autors ist treffend, pointiert und wohldosiert. Dass die Kirche über immense finanzielle Mittel verfügt, aber trotzdem staatliche Unterstützung erhält, war mir ja bereits bekannt. Aber von welchen Summen wir sprechen, hat mich fassungslos gemacht. Besonders schockiert war ich über die Fakten zu Mutter Theresa: 1991 wurden 5,3 Mio DM an Spenden eingenommen, doch nur 360.000 DM tauchten als Ausgaben in den Büchern auf. Der große Rest wurde an die Vatikanbank überwiesen, die nachweislich Verbindung zur organisieren Kriminalität besitzt. Also da blieb mir fast die Luft weg. Und was Abtreibung und Selbstbestimmung der Frau über ihren Körper betreffen, da habe ich eine klare Einstellung und die deckt sich überhaupt nicht mit den Aussagen der Kirche. Dieses Buch sollten sich all jene anhören, die gern mal punktuell auf die Aussagen der Kirche hinweisen, denn die Fanatiker sind eh für Fakten nicht offen. Ich vergebe mit Überzeugung 5 gottlose Sterne und halte mich weiterhin von der Kirche fern. ‘*‘ Klappentext ‘*‘ Auch wenn es uns nicht immer gleich auffällt: Unser Alltag ist durchdrungen von Religion. Vom Kirchengeläut bis zum Kopftuch der Kindergärtnerin, das Religiöse behelligt auch die, die nicht an Gott glauben. Dabei sind sich heute die meisten Deutschen einig: Religion ist vor allem Privatsache. Philipp Möller zeigt, wie man sich mit Religion kritisch auseinandersetzen kann, ohne dass es mit Islamophobie zu tun hat. Er beweist uns streitlustig, unverkrampft und anhand vieler Fakten, wie es geht: sich von den Zumutungen des Religiösen nicht einschüchtern zu lassen - und gleichzeitig die Menschen gelten zu lassen, ob sie nun an einen Gott glauben oder nicht.
Einige wichtige Punkte zur Verflechtung von Religion und staatlichen Institutionen in unserem eigentlich säkularen Land. Das Buch ist allerdings furchtbar geschrieben. Stark autobiographisch, nur stellenweise gespickt mit Fakten. Viel zu wortreich und ausufernd, dabei versucht-witzig. Einzig die Kapitel über die rechtliche Beurteilung vom Tragen religiöser Symbole am Arbeitsplatz und zur Beschneidung waren für mich wirklich lesbar, weil einigermaßen sachorientiert statt wortreich-erzählerisch geschrieben.
Короткая и очень крутая книга (не с литературной точки зрения) о великом лицемерии и двойных стандартах. Каждое утверждение в книге подтвержается ссылками на источники (к сожалению, многие на немецком, но гугл перевод в помощь). Книга есть на литресе в русском переводе. Если кто-то увидит книги/ресурсы про настоящую мать терезу, дайте знать.
3,5 Sterne. An den Argumenten und den Überzeugungen habe ich kaum etwas auszusetzen. Ich fand das Buch teilweise aufschlussreich und teilweise langatmig. Der Schreibstil hat mir nicht immer gut gefallen und ich hätte mir mehr Argumente und Details gewünscht, als Anekdoten. Insgesamt kann ich aber am Inhalt nicht viel aussetzen.