»Da bohrt einer dicke Bretter, das dicke Brett Leben und das andere dicke Brett Sprache.« Andreas Altmann »Weltherz« erzählt die Geschichte von Markus Steiner, der sich mit 37 Jahren auf die Suche nach Wirklichkeit und echter Verbindung in einer Gesellschaft, die zunehmend künstlich und leer wird, von der Natur entkoppelt. Er kündigte seinen Job als Marketingmanager in einem Online-Start-up, verließ die paradiesische Monotonie des einsamen Großstädters und ging auf Weltreise - langsam und ohne festen Wohnsitz. Er lief zum Mount Everest, durchquerte den australischen Kontinent mit dem Zug, fuhr per Anhalter in Japan, litt an indischem Fieber, meditierte in einem Kloster in Thailand, fand in Israel das Glück im Zufall und in Indonesien einen Guru. Seine Storys sind intensiv und poetisch, abenteuerlich und verlockend. Durch seine Sprache werden Begegnungen lebendig und die Welt ein farbiger Ort, den man braucht, um Frieden zu finden, um frei zu sein.
Schreiben ist eine Kunst, Markus Steiner versteht diese unfassbar gut. Ich hatte eine Art Reise-Journal erwartet, aber es ist viel mehr als das - philosophisch wird über Freiheit, Meditation und das Reisen berichtet. Selten das mir ein Schreibstil im Deutschen so gefallen hat.
Sowohl der Inhalt der Erzählungen als auch die Vermittlung desselben durch eine sehr präzise und originelle Sprache haben mich zu 100 % abgeholt. Der Autor hat eine unglaubliche Beobachtungsgabe und außerdem die Fähigkeit, das Gesehene und Erlebte inklusive Gefühle in Worte zu verpacken. Sehr schön, sehr bewegend!