Richard Der Tod Georgs Berlin, S. Fischer, 1900 Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2017. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Egon Schiele, Selbstportrait, 1912. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Der Tod Georgs ist definitiv keine leichte Lektüre. Zwar liest sich der Stil des Autors sehr flüssig, doch manchmal auch zu flüssig. So ist es sehr schwer zwischen der Traum- und der realen Welt Pauls zu unterscheiden. Manchmal sind es nur 2 Worte, welche die Welt unterscheiden.
Das Werk an sich ist sehr melancholisch eingefärbt, zeugt jedoch auch von einer gewissen Ästhetik. Um diese zu verstehen ist mehrfaches Lesen nötig, und auch das in der aktuellen Reclamausgabe angefügte Nachwort sollte zum genauen Verständnis gelesen werden.
Mir persönlich gefiel Der Tod Georgs sehr gut, so gut, dass ich es wohl als Prüfungsthema im Staatsexamen nehmen werde. 4 Sterne.