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Vergessene Erfindungen: Geniale Ideen und was aus ihnen wurde

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Ob Natronlok, Hydraulischer Widder oder Ionentriebwerk: Christian Mähr macht auf dem Abstellgleis der Erfindungsgeschichte unerhörte Entdeckungen. Zehn spannende Erfindungen, die zu ihrer Zeit keine Chance hatten, heute aber verblüffend zeitgemäß sind.

221 pages, Paperback

First published January 15, 2004

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Christian Mähr

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Mario the lone bookwolf.
805 reviews5,676 followers
March 23, 2018
Foray into inventions erased from the collective memory by ominous ways

Please note that I put the original German text at the end of this review. Just if you might be interested.

The author has competently described more than just neglected developments and machines. Their disappearance often had nothing to do with the failure due to design flaws or poor functioning, but merely as a potential, an annoying competition was preventively swept under the table.
Some examples: With the Flettner engine, the higher efficiency of conventional engines and the visually somewhat questionable design of a few meters tall towers on ships are good arguments in favor of the fuel solution. However, why the use of this efficient form of using wind energy did not receive any resonance even in alternative applications remains nebulous.
The soda locomotive would have been an environmentally friendly and safe alternative to steam locomotives, but with the flimsy argument that boiler wear would never pay for itself due to the caustic power of the leach, it was withdrawn from circulation. Thus, the already proven in practice and reliable Natronlok was pulled quite abruptly to this day behind the curtain of silence.
The semaphore as a lightning-fast transmission method is more interesting because of its effect on the transmission of news, warfare and the preservation of power, as it can be considered a forgotten invention. It is the only example of the book that has been replaced by more efficient successors and did not seem to disappear for no apparent reason.
While the hydraulic ram is more of a real gimmick that pays off in specialized applications, but otherwise has no chance against the alternatives, the wood carburetor was a victim of the time of its use. Due to the 100,000-fold construction at the end of the Second World War on the part of the Germans, he could never put off the dark nimbus of his flight and was therefore no longer built. Today, as the dawn of the renewable energy age is coming, it could be a renaissance.
The bad luck of the Seebeck generator first has to blossom for an invention. If the creator begins to rant against his creativity, the early end of success has already been adequately prepared. It would have been a revolution of unprecedented proportions to be able, to begin with, the widespread use of thermoelectricity in the 19th century.
Absorber refrigerator and heat transformer would have been predestined from, as waste product accumulating and mostly wholly unused, the residual heat of various industrial processes to gain energy, instead of letting them fizzle senseless.
As a slight censure, you can accuse the author, from time to time to let the chemist properly with him and to speak in anything but a reader-friendly manner of his hobbyhorse, if he explains in detail to functionalities. Even the interspersed, sometimes semi-silk comments and slight influence of personal opinions as a matter of taste did not have to be.
All in all, however, it beautifully illustrates how frequently a discovery and invention is traded according to a recurring scheme. If those were a potentially dangerous competitor to petroleum-based fuels and centralized fossil-fuel power, the devices were immediately ennobled with the spell of oblivion. The alternative would have always been a decentralized, more end-customer-friendly form of energy generation and propulsion from renewable resources, with the independence from energy- and oil companies, with concomitant savings and principally no environmental pollution and excessive waste of resources.
It is therefore much more the question of how many discoveries have not even made it into a register of forgotten inventions but instead were transported directly from the drawing board in the sinking. Also, still are, because they are contrary to lobby interests.

Streifzug durch auf mitunter ominösen Wegen aus dem kollektiven Gedächtnis getilgte Erfindungen

Kompetent hat sich der Autor einigen mehr als nur stiefmütterlich behandelten Entwicklungen und Maschinen angenommen. Deren Verschwinden hatte des Öfteren nichts mit dem Scheitern aufgrund von Konzeptionsmängeln oder schlechter Funktionsweise zu tun, sondern die schlicht als potentielle, lästige Konkurrenz präventiv unter den Tisch gekehrt wurden.
Ein paar Beispiele:
Beim Flettner- Motor sind die höhere Effizienz herkömmlicher Motoren und die optisch doch recht fragwürdige Konstruktion einiger Meter hoher Türme auf Schiffen gute Argumente für die Kraftstofflösung. Warum der Einsatz dieser effizienten Form der Nutzung von Windenergie hingegen auch in alternativen Anwendungsbereichen keinerlei Resonanz erfuhr, bleibt nebulös.
Die Natronlok wäre eine umweltfreundliche und sichere Alternative zu Dampflokomotiven gewesen, wurde jedoch mit dem fadenscheinigen Argument, der Verschleiß an Kesseln aufgrund der Ätzkraft der Lauge würde sich niemals amortisieren, aus dem Verkehr gezogen. Somit wurde die bereits in der Praxis erprobte und zuverlässige Natronlok recht unvermittelt bis heute hinter den Vorhang des Schweigens gezogen.
Der Semaphor als blitzschnelle Übermittlungsmethode ist mehr wegen seiner Wirkung auf die Nachrichtenübertragung, Kriegsführung und den Machterhalt interessant, als dass er als vergessene Erfindung gelten kann. Er stellt das einzige Beispiel des Buches dar, das durch effizientere Nachfolger verdrängt wurde und nicht scheinbar grundlos verschwand.
Während der hydraulische Widder eher eine physikalische Spielerei darstellt, die sich in speziellen Anwendungsbereichen lohnt, ansonsten aber gegen die Alternativen chancenlos ist, wurde der Holzvergaser ein Opfer der Zeit seines Einsatzes. Bedingt durch den 100.000-fachen Bau gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf Seiten der Deutschen konnte er den düsteren Nimbus seines Höhenflugs niemals recht ablegen und wurde deshalb nicht mehr gebaut. Heute könnte ihm im Zuge der Morgendämmerung des Zeitalters der erneuerbaren Energien eine Renaissance gelingen.
Das Pech des Seebeck-Generators muss einer Erfindung erst einmal blühen. Wenn der Erschaffer beginnt, gegen die eigene Erfindung zu wettern, ist dem baldigen Ende des Erfolgs schon einmal ordentlich Vorarbeit geleistet worden. Dabei hätte es eine Revolution ungeahnten Ausmaßes mit sich bringen können, mit der flächendeckenden Nutzung von Thermoelektrizität bereits im 19. Jahrhundert beginnen zu können.
Absorberkühlschrank und Wärmetransformator wären prädestiniert dazu gewesen aus, als Abfallprodukt anfallende und meist gänzlich ungenutzte, Restwärme verschiedenster Industrieprozesse Energie zu gewinnen, anstatt sie sinnlos verpuffen zu lassen.
Als leichten Tadel kann man dem Autor vorwerfen, von Zeit zu Zeit den Chemiker ordentlich mit sich durchgehen zu lassen und in alles anderem als leserfreundlicher Manier von seinem Steckenpferd zu sprechen, wenn er bis ins Details Funktionsweisen erläutert. Auch die eingestreuten, mitunter halbseidenen Kommentare und leichter Einfluss persönlicher Meinungen sind Geschmackssache hätten nicht sein müssen.
Alles in allem aber schön veranschaulicht, wie häufig nach einem wiederkehrenden Schema mit Entdeckungen und Erfindungen verfahren wird. Wenn sie eine potentiell ernsthafte Konkurrenz zu Treibstoffen auf Erdölbasis und zentraler Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen darstellten, wurden sie umgehend mit dem Bann des Vergessens geadelt. Die Alternative wäre immer eine dezentrale, für den Endkunden günstigere Form von Energiegewinnung und Antriebskraft aus nachwachsenden Ressourcen, samt Unabhängigkeit von Energie- und Ölkonzernen mit damit einhergehender Geldersparnis und weitgehendem Ausbleiben von Umweltverschmutzung und exzessiver Ressourcenverschwendung gewesen.
Es stellt sich daher viel mehr die Frage, wie viele Entdeckungen es nicht einmal bis in ein Register vergessener Erfindungen geschafft haben, sondern stattdessen direkt vom Reißbrett weg in die Versenkung befördert wurden. Und noch immer werden, weil sie entgegen zu Lobbyinteressen stehen.
Profile Image for Bastian.
78 reviews1 follower
February 23, 2021
Flapsig geschrieben, teils clever, teils ein bisschen peinlich und überheblich. Mir stellte sich während des Lesens mehrere Male die Frage, warum gerade diese Erfindungen ausgesucht wurden. Manche waren tatsächlich unbekannt und faszinierend, andere klangen eher nach Füllwerk.

Insgesamt hatte ich Spaß an dem Buch. Aber eine besser geschriebene Variante über weniger skurille, dafür mehr unbekannte Erfindungen, hätte mir noch deutlich mehr Freude gemacht.
Profile Image for Michael.
613 reviews74 followers
September 25, 2016
Die Idee an sich war gut.
Leider war das Buch stellenweise einfach zu technisch.
Ich denke, die Zeit wird kommen, dass wir auf bestimmte
Erfindungen aus der Vergangenheit zurückgreifen sollten.
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