Snowed Under is an episodic novel composed of thirteen connected short stories. The action takes place in a small eastern European ski resort called Harrachov, during the chaotic period following the fall of the Wall. Though the rapid process of Westernization has already begun making inroads into the sleepy town, traces of the defunct socialist regime cannot be erased from its residents' memories or their way of doing things: The postmaster continues to "inspect" letters even if the old secret service has long since been deposed; the barkeeper blackmails a West German investor so he can finance a trip around the world; Adina, the last teen-ager in the town, searches for a new identity over the internet.
Through the alternating perspectives of the town residents we learn about two Germans, Evy and Vera, who have come to the resort for a weeklong ski vacation. Their relationship, already on the brink of collapse, threatens to break completely when they find themselves unable to leave the mountain village during a snow storm.
Antje Rávic Strubel (geb. 1974) lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Potsdam. Nach dem Abitur machte sie in Berlin eine Ausbildung zur Buchhändlerin, bevor sie an der Universität Potsdam und der New York University Literaturwissenschaften, Amerikanistik und Psychologie studierte und 2001 ihr Studium abschloß. In New York arbeitete sie als Beleuchterin an einem Off-Off-Theater in Greenwich Village, das später zum Schauplatz ihres ersten Romans „Offene Blende“ wurde. Mit Erscheinen des Buches entschied sie sich für einen Autorinnamen; sie ergänzte ihren bürgerlichen Namen um den Namen Rávic, der eine Erfindung ist. Er bezeichnet eine weitere Identität, die ihrer Person während des Schreibens zukommt.
Es schneit in dem tschechischen Ort, in den Evy und Vera zum Skifahren gereist sind. Sehr heftig schneit es und deswegen schließt alles vor Ort. Und so müssen die beiden Frauen sich mit ihrer Beziehung auseinandersetzen, die leidenschaftlich und gleichzeitig distanziert ist. Kennengelernt haben sie sich ebenfalls beim Skifahren. Ineinander gekracht sind sie, ein Unfall, der böse hätte enden können. Stattdessen hat er sie zueinander geführt - und doch scheinen sie sich kaum zu kennen. So wie auch die Leser:innen dieses Paar nur vage kennen lernen, weil sie das meiste aus den Augen anderer erfahren. In 13 Kapiteln erzählt Antje Ravic Strubel von den Bewohner:innen und Gästen vor Ort, lässt sie auf Vera und Evy blicken. Das ist manchmal sehr unterhaltsam, etwa wenn ein Postbeamter heimlich ihre Postkarten liest oder die Leiterin der Pension über sie nachdenkt, während sie mit der verschneiten Tür kämpft. Nicht immer aber sind die Geschichten spannend, die Figuren interessant genug, um das Interesse zu wecken. Die Episodenidee ist hübsch und wie die Kapitel alle ineinander greifen, ist toll komponiert. Ich hätte mir trotzdem einen genaueren, längeren und direkten Blick auf Vera und Evy gewünscht, deren Gedanken, Emotionen, Charakterzüge mich mehr interessiert hätten.
Unter Schnee ist ein Roman über das Warten und Aufbruchstimmung und zeigt aus vierschiedenen Perspektiven die Unterschiede menschlicher Wahrnehmung, ohne dabei darüber zu urteilen. Wir werden hineingezogen in die Nachwendezeit im Schnee und Eis, atmosphärisch beobachten wir die junge Beziehung zwischen den beiden unterschiedlichen Frauen Vera und Evy, die sich für den Moment nichts mehr zu sagen zu haben scheinen. Ein bisschen melancholisch, vor allem detailreich und dadurch auf unkonvontionelle Weise spannungsgeladen. Empfehlenswert für alle, die eine besondere Beobachtungsgabe zu schätzen wissen.
This Story was an absolute waste of my time. The idea for the book was original and promising, but fell apart pretty soon. The parade of actors in this tale was a bit too far from reality for my taste and for a flight of fancy they seemed too humdrum. I found it boring.