In der Stadt Skargakar, an den Gestaden des geheimnisvollen Wolkenmeeres, leben die Bewohner von der Jagd auf Drachen, die es in den dunstig weißen Weiten jenseits der großen Klippe in schier endloser Zahl gibt. Auch Lian trägt seinen Teil bei. Als Kristallschleifer verarbeitet er magische Kyrilliane, die die Flugschiffe der Jäger in die Lüfte heben. Eines Tages jedoch macht sich Lian einen gefährlichen Mann zum Feind und ist gezwungen, aus Skargakar zu fliehen. In seiner Verzweiflung heuert er auf dem erstbesten Flugschiff an, dessen Kapitän ihn mitnimmt. Ein Fehler, wie sich bald herausstellt: Denn Adaron, der fanatische Kapitän der Carryola, jagt nicht irgendwelche Drachen. Sein Ziel ist der Urdrache Garganthuan selbst, ein Geschöpf der Legenden – und er ist bereit, für diese Jagd alles zu opfern.
Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Filmwissenschaft und Germanistik in Mainz. Parallel zu einer Anstellung beim Deutschen Filminstitut (DIF) in Frankfurt am Main, wandte er sich nach dem Studium dem professionellen Schreiben zu. Heute ist er in Vollzeit als Schriftsteller und Übersetzer tätig. Seine Werke - darunter die "Magierdämmerung"- und die "Carya"-Trilogie - sind mehrfach preisgekrönt. Zuletzt ist von ihm "Nachtmeisters Erben" erschienen, ein Dark-Future-Roman im "Shadowrun"-Rollenspiel-Setting, der von einer gefährlichen Überlandtour zweier abgebrühter Transportfahrer handelt. Außerdem verfasste er unter dem Pseudonym Wes Andrews die Space-Western-Reihe "Frontiersmen". Bernd Perplies lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart.
+++
Bernd Perplies was born in Wiesbaden/Germany in 1977. After graduating in Movie Sciences and German Literature he started working at the Film Museum in Frankfurt am Main. At the same time he became a freelance journalist and translator, writing for movie magazines as well as science fiction and fantasy publishers. His first novel was published in 2008. Since then he has penned more than 30 science fiction, fantasy and steampunk novels, earning him about a dozen nominations for prestigious German genre awards. He won the RPC Fantasy Jury Award in 2010 and was awarded the Deutsche Phantastik Preis twice (2013 and 2015). Bernd Perplies lives with his family near Stuttgart.
Ich mochte das Setting. Das Wolkenmeer mit den Flugschiffen hätte viel Potenzial für eine richtig tolle Geschichte gehabt. Tatsächlich gab es dann eine Menge Sexismus, einen Protagonisten, der vermutlich ein self-insert für den Autor war und ein Ende, das extrem unterwältigend war. Ganz viele Andeutungen, die vorher gemacht wurden, hatten einfach keine Bedeutung. Und dann war nicht einmal die Darstellung der Drachen gut...
Bernd Perplies kann Drachen. Nach drei Büchern um und mit Drachen, die ich von ihm gelesen habe, wage ich das gern zu behaupten – für den ersten Teil vom Imperium der Drachen gab es schließlich auch den Deutschen Phantastik Preis 2015 – und ich freue mich gleichzeitig, dass noch weitere Bücher auf mich warten. Bei Fischer TOR erschien nun der Auftakt zur Drachenjäger-Reihe, in dessen Klappentext von Drachen, Flugschiffen, fanatischen Jägern und einem Wolkenmeer die Rede ist. Ich war aufgeregt und zwar, wie sich beim Lesen herausstellte, zurecht.
Der Rahmen dieser Geschichte ergibt sich aus einem Schicksalsschlag, den Kapitän Adaron vor fast 20 Jahren erlitten hat. Der Urdrache Garganthuan hat Adarons Gefährtin und viele seiner Freunde getötet, nur er selbst und Ialrist, ein Vogelmensch, konnten dem Kampf entkommen. Fast forward zur Gegenwart: Lian lebt in Skargakar, direkt an der Küste zum Wolkenmeer, und muss dringend auf einem Flugschiff anheuern. Natürlich handelt es sich dabei ausgerechnet um Adarons Schiff, die Carryola. Von da an begleiten wir Lian und den Rest der vielfältigen Besatzung durch viele Abenteuer, rasche Gebiets- und Szenenwechsel durch das Wolkenmeer und seine Insel und Völker.
Das Wolkenmeer befindet sich in einer Welt, die Leser*innen von Bernd Perplies Werken bereits kennen, nur eben in einer bisher unbekannten Ecke. Völlig neue Charaktere und Völker erwarten uns allerdings beim Drachenjäger, Vorkenntnisse aus anderen Büchern sind also nicht erforderlich. Ich denke allerdings, dass es sicher wäre zu warnen: Nach der Lektüre dieser Geschichte werdet ihr noch mehr von dieser Welt lesen wollen.
Lian ist von Beginn an ein reflektierter Protagonist, der im Laufe der Geschichte immer mehr seine eigene Meinung entwickelt und dadurch stets nachfühlbare Entscheidungen trifft. Nicht nur Lian selbst ist vielschichtig, sondern auch die weiteren Charaktere und insbesondere die Crew der Carryola vermögen zu überzeugen und zu unterhalten. Einige sehr unterschiedliche Nebenfiguren mit den verschiedensten Zielen und Eigenschaften begleiten Lian und den fanatischen Kapitän Adaron (der eben wegen seines Fanatismus zu den interessantesten Charakteren gehört) durch die Geschichte und bilden ein tolles Team auf dem Flugschiff. Überhaupt – die Reise! Wir befinden uns hier zum größten Teil des Buches im Wolkenmeer, um uns herum, wage ich dreist zu behaupten, unendliche Weiten und natürlich Wolken, Wolken, Wolken. Außerdem das ein oder andere Flugschiff, der ein oder andere Drache und die ein oder andere schwebende Insel. Warum sie da schweben und warum die Flugschiffe nicht herunterfallen? Bernd Perplies hat sich dafür übrigens auch eine schöne und neue Möglichkeit einfallen lassen. All diese Gegenden, die wir hier kennenlernen, werden anschaulich beschrieben; durch viele rasche Szenenwechsel musste ich die meisten Gebiete jedoch leider zu schnell wieder verlassen, um sie komplett fühlen zu können. Andererseits entsteht hierdurch eine tolle und schnelle Dynamik, die Leser*innen durch viele unterhaltsame Seiten und unerwartete Wendungen fliegen lässt. Fast im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich wollte etwas mit Drachen lesen, egal was, und genau das hat das Buch auch erfüllt. Mir gefällt die Mischung aus klassischer Seefahrt und Luftschifffahrt sehr. Das Wolkenmeer ist dann quasi die Meeresoberfläche und der Boden darunter die Tiefsee voller bizarrer Lebensformen. Oftmals fühlte es sich wirklich an wie eine Seefahrt - nur hoch über den Wolken. Der Roman ist quasi Moby Dick mit Drachen. Auf der anderen Seite bietet der Roman aber auch nicht sonderlich mehr. Die Charaktere sind jetzt nicht die allerspannendsten und die Handlung selbst, wenn auch mit einigen interessanten Elementen (vor allem den bereits genannten), ist selbst doch auch sehr, sag ich mal, klassisch. Einige Dialoge sind sehr klischeehaft für die Fantasy und wirkten mitunter steif und aufgesetzt auf mich. Alles in allem ein Roman, den man mal gelesen haben kann, und der gibt, was er verspricht, aber darüber hinaus nicht so viel mehr.
Inhalt: Der junge Lian arbeitet in Skargakar als Kristallschleifer, träumt aber davon, eines Tages ein Drachenjäger zu werden. Als er sich eines Abends mit einem der mächtigsten Männer Skargakars anlegt, muss er gezwungener Maßen den ersten Schritt tun. Er heuert gemeinsam mit seinem Freund Canzo auf der Carryola an, dem Schiff des berüchtigten Kapitän Adaron. Von Rache zerfressen ist der Kapitän seit Jahren auf der Jagd nach Garganthuan, dem ältesten und größten aller Drachen.
Meine Meinung: "Der Drachenjäger - Die erste Reise ins Wolkenmeer" ist der neue Fantasy-Abenteuerroman von Bernd Perplies. Es handelt sich hierbei zwar um den Auftakt einer Reihe, doch die Geschichte ist in sich abgeschlossen, so dass man keine Angst vor einem fiesen Cliffhanger haben muss. Dennoch kann man gespannt auf weitere Geschichten aus dieser Welt sein.
Die Welt ist interessant aufgebaut. Es gibt die Stadt Skargakar, die am Rande einen großen Wolkenmeeres liegt. Dieses kann man sich wie einen riesigen Abgrund voller Nebel und Wolken vorstellen. In diesem Wolkenmeer leben Drachen und es gibt einige Inseln, die aus schwebenden Felsen bestehen, die von den sogenannten Kyrillan-Kristallen in der Luft gehalten werden. Bereisen kann man das Wolkenmeer mit Flugschiffen, die ebenfalls von den Kyrillian-Kristallen in der Luft gehalten werden.
In der Geschichte begleiten wir Lian, der in Skargakar in einer Kristallschleifer Werkstatt arbeitet um die Kyrillian-Kästen für die Flugschiffe herzustellen. Schon lange träumt er davon, mal das Wolkenmeer zu bereisen und ein Drachenjäger zu jagen. Als er aus Skargakar fliehen muss, zögert er nicht lange und heuert auf einem Flugschiff an, ausgerechnet von Kapitän Adaron, der auf einer fanatischen Suche nach dem gewaltigsten aller Drachen ist. Ab da beginnt ein Abenteuer, das mich immer wieder überraschen konnte mit seinen Wendungen. Das Ende war vielleicht ein klein wenig vorhersehbar, doch es hat super zur Geschichte gepasst und ich hätte mir ehrlich gesagt nichts anderes vorstellen können.
Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich allerdings am Anfang, dass die Drachen in diesem Buch gejagt wurden. Natürlich war das von Anfang klar bei dem Titel und dem Klappentext, aber dennoch war es eine Umstellung und sie taten mir durchaus leid. Trotzdem waren die verschiedenen Kämpfe mit den Drachen spannend zu lesen und wurden auch nicht langweilig, denn der Autor hat die verschiedensten Drachenarten erschaffen und lässt sich bei jedem Kampf was neues einfallen.
Lian war mir als Hauptcharakter insgesamt sehr sympathisch, er ist loyal, pflichtbewusst und hat ein gutes Herz. Auch seinen Freund Canzo mochte ich gerne, auch wenn er in Liebesangelegenheiten ein klein wenig naiv gewirkt hat. Meine Lieblingscharaktere waren allerdings der Sidhari (Wüstenelf) Hanonka, der ziemlich geheimnisvoll gewirkt hat und als Lians Mentor fungiert hat, und der geheimnisvolle Vogelmensch Ialrist. Dieser begleitet den Kapitän schon von Anfang an und ist nicht so leicht zu durchschauen. Anders Adaron, dessen Motive, Rache an Garganthuan, von Anfang an relativ klar waren.
Fazit: Bernd Perplies' neuer Roman "Der Drachenjäger - Die erste Reise ins Wolkenmeer" nimmt einen, wie der Titel schon sagt, mit auf eine abenteuerliche Flugschiff-Reise auf der Jagd nach Drachen. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn sich dieser Suchtfaktor, den man bei vielen Büchern hat, nicht ganz eingestellt hat. Für die vielen überraschenden Wendungen und die nicht langweilig werdenden Kämpfe gibt es von mir insgesamt 4,5 von 5 Muscheln.
Der Autor Bernd Perplies entführt uns in die mittelalterliche Fantasywelt der Stadt Skargakar, die im Wolkenmeer liegt und dessen Bewohner von der Drachenjagd leben, und zu dem jungen Kristallschleifer Lian. Als dieser eines Tages plötzlich gezwungen ist, die Stadt zu verlassen, heuert er auf dem Flugschiff Carryola des Kapitän Adaron an, einem fanatischen Kapitän, dessen beständiges Ziel es ist, den Urdrachen Garganthuan zu erlegen, der ihm seine erste große Liebe geraubt hat.
In der Fantasywelt ist der Drachen ein sehr bekanntes Wesen, der in unterschiedlichen Formen und Größen auftritt. In dieser Geschichte erfahren wir, warum Kapitän Adaron Jagd macht auf den Urdrachen Garganthuan macht, auf den er einen tief sitzenden Hass entwickelt hat. Dabei lernen wir auch Lian kennen, der sich der Mannschaft der Carryola angeschlossen hat.
Der Autor Bernd Perplies nimmt uns mit auf eine abenteuerliche und spannende Reise in die Welt des Wolkenmeeres, die uns in unterschiedlichste Gegenden führt und auf der uns interessante Wesen begegnen. Bei dieser Reise müssen wir immer wieder mit neuen Überraschungen rechnen.
Lian muß sich auf dieser Reise schnell behaupten, denn die Gefahr lauert überall. Der Autor hat es gut verstanden, Lians Gedanken und Gefühle darzulegen, so daß man mit dem Protagonisten mitfiebern und mitleiden kann.
Die Geschichte ist so detailreich und wortgewaltig erzählt, daß man sie wie in einem Film in seinem Kopf ablaufen lassen könnte.
Die Geschichte ist für sich in dem ersten Band abgeschlossen. Auf die Folgebände bin ich schon jetzt sehr gespannt!
Wer in die fantastische Welt der Flugschiffe und Drachen abtauchen möchte, wird hier nicht enttäuscht!
Das Buch hat einen starken Anfang, dann im zweiten Drittel schwächelt es ein wenig und das letzte Drittel ist wieder sehr gelungen. Die rollenspielartige Abfolge der Ereignisse im zweiten Drittel hat verhindert, dass sich die ein Spannungsbogen aufbaut und was mich sehr gestört hat war, dass mich die Sterbeszenen in diesem Drittel einfach nicht berührt haben. Dafür waren die Charaktere zu dem Zeitpunkt zu eindimensional. Das wurde mit einem starken letzten Drittel wettgemacht.
Insgesamt genommen ist das Buch gelungen und ich habe es gern gelesen. Mit meinen Lieblingsbüchern kann es sich allerdings nicht messen.
It started off well, giving me a sense of adventure I haven't felt in quite a while. I think it reminded me of the books I read as a kid and teenager, because that's who it's aimed at, I realized later. It's an OK book. A bit too quick with advancements in the story at times, the protagonist a bit too lucky, the story a bit too cliched. But still a nice a read for a younger audience who are looking for mystery and adventure. I think younger me would've loved this.