In this charming fantasy set in the Renaissance, the Archbishop wants a nephew, but a perfect one-so an artisan fashions one for him of Venetian glass. Problems arise when the glass nephew falls in love with a flesh-and-blood woman. A subtle, sensitively written allegory of life and art, with humour.
"Ein Neffe aus venezianischem Glas" - welch ein interessanter Titel! Schon länger hatte ich den Wunsch, diese Geschichte zu entdecken, um herauszufinden, was es mit diesem ominösen Neffen auf sich hat...
Zu Beginn sei gesagt, dass die Autorin Ende des 19. - Anfang des 20. Jahrhunderts gelebt hat, weswegen der sprachliche Ausdruck kaum mit dem heutiger Autoren zu vergleichen ist.
Das Werk ist in drei Teile geteilt - zu Beginn begleiten wir Kardinal Peter Innozenz, ein betagter älterer Herr, dem gegen Ende seines Lebens bewusst wird, dass er Zeit seines Lebens auf einen Neffen verzichten musste. Im Gefolge von Papst Pius V. kehrt er in seine Heimatstadt Venedig zurück und trifft dort auf zwei finstere Gesellen - der eine geschickter Glasbläser, der andere im Bereich der arkanen Künste bewandert. Gemeinsam wollen diese Beiden, gegen einen gewiss hohen Preis, einen Neffen für Peter Innozenz erschaffen... Virginio wird erschaffen - ob dieser aus venezianischem Glas ist, ob er die Fähigkeit zu Gefühlen und Emotionen besitzt und wie er sich gegebenenfalls in eine ihm fremde Welt eingliedern kann, solltet ihr natürlich selbst entdecken!!
Ich bin unglaublich begeistert von diesem Werk!!! Staunend habe ich die Erschaffung Virginios verfolgt, ich war bezaubert, aber auch bedrückt. Hin- und hergerissen zwischen Sympathie und Antipathie zu den involvierten Charakteren - jeder einzigartig auf seine Weise.
4,5 🖤 gibt es in diesem Fall von mir!! Einzig über Rosalba hätte ich gerne mehr erfahren... (Wer das ist?! findet es heraus 😉)
Das Nachwort ist von Jörg Kleudgen verfasst - beinhaltet nicht nur eine Rezension, sondern auch einige Hintergrundinformationen zu Elinor Wylie.