»Seine Gedanken sind heute für uns jung, denn sie kommen aus einem Weltteil, der sich rascher und unter anderen Bedingungen entwickelt hat, als der unsrige. Aber sie werden auch in späteren Zeiten niemals altern und den Zeitgeschmack überdauern, denn Emerson schöpft aus zwei Quellen, die immer frisch bleiben: aus der Natur und aus seinem Herzen. Daher hat er allen Menschen und allen Zeiten etwas zu sagen.« Egon Friedell »Ich sehe in ihm eines der wertvollsten Vermächtnisse des nachgoetheschen Jahrhunderts. « Ernst Robert Curtius His thoughts are young for us, because they come from a part of the world, which has developed rapidly, and in other conditions than ours. But they will never age even in later times and survive the current taste, because Emerson draws from two sources that are always fresh: from nature and from his heart. Therefore he has to say something to all people and all times. "Egon Friedell "I see in him one of the most valuable legacies of nachgoetheschen century. «Ernst Robert Curtius
Ralph Waldo Emerson was born in Boston in 1803. Educated at Harvard and the Cambridge Divinity School, he became a Unitarian minister in 1826 at the Second Church Unitarian. The congregation, with Christian overtones, issued communion, something Emerson refused to do. "Really, it is beyond my comprehension," Emerson once said, when asked by a seminary professor whether he believed in God. (Quoted in 2,000 Years of Freethought edited by Jim Haught.) By 1832, after the untimely death of his first wife, Emerson cut loose from Unitarianism. During a year-long trip to Europe, Emerson became acquainted with such intelligentsia as British writer Thomas Carlyle, and poets Wordsworth and Coleridge. He returned to the United States in 1833, to a life as poet, writer and lecturer. Emerson inspired Transcendentalism, although never adopting the label himself. He rejected traditional ideas of deity in favor of an "Over-Soul" or "Form of Good," ideas which were considered highly heretical. His books include Nature (1836), The American Scholar (1837), Divinity School Address (1838), Essays, 2 vol. (1841, 1844), Nature, Addresses and Lectures (1849), and three volumes of poetry. Margaret Fuller became one of his "disciples," as did Henry David Thoreau.
The best of Emerson's rather wordy writing survives as epigrams, such as the famous: "A foolish consistency is the hobgoblin of little minds, adored by little statesmen and philosophers and divines." Other one- (and two-) liners include: "As men's prayers are a disease of the will, so are their creeds a disease of the intellect" (Self-Reliance, 1841). "The most tedious of all discourses are on the subject of the Supreme Being" (Journal, 1836). "The word miracle, as pronounced by Christian churches, gives a false impression; it is a monster. It is not one with the blowing clover and the falling rain" (Address to Harvard Divinity College, July 15, 1838). He demolished the right wing hypocrites of his era in his essay "Worship": ". . . the louder he talked of his honor, the faster we counted our spoons" (Conduct of Life, 1860). "I hate this shallow Americanism which hopes to get rich by credit, to get knowledge by raps on midnight tables, to learn the economy of the mind by phrenology, or skill without study, or mastery without apprenticeship" (Self-Reliance). "The first and last lesson of religion is, 'The things that are seen are temporal; the things that are not seen are eternal.' It puts an affront upon nature" (English Traits , 1856). "The god of the cannibals will be a cannibal, of the crusaders a crusader, and of the merchants a merchant." (Civilization, 1862). He influenced generations of Americans, from his friend Henry David Thoreau to John Dewey, and in Europe, Friedrich Nietzsche, who takes up such Emersonian themes as power, fate, the uses of poetry and history, and the critique of Christianity. D. 1882. Ralph Waldo Emerson was his son and Waldo Emerson Forbes, his grandson.
Emerson hat ein sehr interessantes Gehirn. Seine Ideen sind sehr frei von allem anderen, was ich bisher so gelesen habe. Ich weiß gerade nicht genau, was ich aus der Sammlung der kurzen Texte mitgenommen habe, doch irgendwie fühlt es sich nach etwas an.
Ganz zu Beginn macht Emerson klar, dass er in all seinen Texten garnicht den Anspruch hat, irgendwelche Wahrheiten oder etwas Absolutes auszusprechen. Ich denke er sagt dies und hat die kognitive Eingeschränktheit des Menschen im Hinterkopf. Die Worte, mit denen er das dem Leser vermittelt, klingen für mich irgendwie trotzdem absolut und auf ewig ohne Wiederspruch behaftet.
„Um keinen meiner Leser durch meinen Eigensinn und meine Launenhaftigkeit irrezuführen, möchte ich darauf aufmerksam machen, daß ich nur ein Experimentierer bin. Legt nicht den geringsten Wert auf das, was ich tue, und setzt nicht das geringste Mißtrauen in das, was ich nicht tue; denn das würde so aussehen, als ob ich von irgend einer Sache feststellen wollte, daß sie wahr oder falsch sei.“
Doch hier beginnt ein Dilemma. Manches scheint für uns so bodenständig, so objektiv, so unangreifbar. Jedoch wird unser Gehirn, sind wir kritisch und uns selbst bewusst, niemals ausreichen, um eine absolute Wahrheit zu erfassen.
Etwas, mit dem ich lange Zeit kämpfte, ist dass ich bei allen das ich dachte, die geistige Eingeschränktheit des Menschen nicht ausblenden konnte. Das ging sehr weit und ich traute mich bei manchen Konversationen nicht etwas beizusteuern, weil ich oft den Gedanken hatte, dass wir als Menschen in der fatalen Lage sind, nichtmal eine einzige Wahrheit über das Universum herauszufinden. Wenn im Universum durch irgendetwas eine rein objektive Wahrheit zu stande kommt, wären wir als Mensch doch nicht in der Lage diese Wahrheit nur ansatzweise zu kompensieren.
Ich erinnere mich an eine Nacht als ich nach einer Geburtstagsparty betrunken und melancholisch an den Snackautomat eines Bahnhofs gelehnt, das absurde Geschehen der Menschen um mich herum beobachtete. Ich zückte mein Handy und schrieb: „Wir können niemals under Gehirn verlassen“. Ich steckte es wieder ein und schaute dem Treiben weiter zu.
Irgendwie habe ich es aus diesem Denken und meiner Unmündigkeit etwas beizusteuern herausgeschafft. Ich weiß nicht wie. Ich glaube ich habe mich damit abgefunden, dass ich nicht aus meinem Gehirn herauskommen werde. Ich habe gemerkt, dass mein Gehirn trotz seiner Beschränktheit unglaublich Leistungsfähig ist. Man Wahrheit vielleicht nicht fassen, aber man kann sich ihr annähern, und das Streben danach ist etwas nobles.
Ich habe gelernt, dass als Mensch der Drang in mir steckt, Dinge zu erkunden und herauszufinden wie sie funktionieren. Diesem Drang sollte ich zulassen, auch wenn ich manchmal falsch abbiege. Der Anspruch, all mein Handeln und meine Worte an objektiver Wahrheit zu messen, war dämlich und ist im Alltag unangebracht. Vielleicht kam dieser Anspruch durch mein Unfeld und der regelmäßigen Auseinandersetzung mit Wissenschaft.
Heute bin ich mir des unendlichen Geschenkes meines Gehirns bewusst. Meine Anstrengungen auf der Suche nach kleinen Wahrheiten, die ich erfassen kann, genügen mir und sind das nobelste, was ich tun kann. Ich traue mich eine Meinung anzunehmen und versuche dabei nicht ignorant zu sein. Ich bin mir bewusst, dass dies fatal sein kann. Als Mensch, der so viel nicht sieht und vielleicht immer nur durch ein dunkles Kellerloch kriecht. Ich sehe aber auch den Menschen, dessen Verstand, genauso hell wie die Sterne strahlen kann, wenn er in den Nachthimmel sieht und sich vornimmt im Namen des Guten und der Vernunft zu Handeln. Denn dann erhellt er sein Kellerloch.
Ich möchte mir meiner Subjektivität immer bewusst sein. Ich möchte nicht ignorant sein. Ich möchte in der Lage sein, mein Nichtwissen zuzugeben. Ich möchte dumme Fragen stellen und für den Moment als Narr darstehen. Ich möchte meinen Standpunkt noch heute ändern können, auch wenn das bedeutet, das komplette Gegenteil von gestern anzunehmen.
EIN SEHR SPEZIELLES BUCH. NICHT FÜR JEDEN ETWAS. ICH HAB MICH SEHR SCHWER DAMIT GATAN. ES WAR TEILWEISE ECHT NICHT EINFACH ZU LESEN UND MANCHE SÄTZE MUSSTE MAN 5 MAL LESEN, BIS MAN SIE VERSTANDEN HAT. ABER ICH MUSS AUCH SAGEN, DASS EINIGE INTERESSANTE DINGE DARIN STEHEN UND VIELE KLUGE WEISHEITEN, DIE MAN SICH ZU HERZEN NEHMEN KANN.
"Wer ein Mensch sein will, der muss Nonkonformist sein"
"Nichts verschönt Gesichtsausdruck, Haltung und Gestalt mehr als der Wunsch, Friede unter den Menschen zu verbreiten."
Liebe: "Es stört die Sonne nicht, dass fast alle Strahlen vergeblich in den undankbaren Weltraum fallen und nur wenige auf einen rückstrahlenden Planeten."
"Von der Schönheit des Guten" liefert Gedankenanstöße eines interessanten Menschens.