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Moonatics

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Hippies auf dem Mond


Die nahe Zukunft: Webdesigner Darian Curtis ist ein begeisterter Globetrotter, der schon so gut wie jedes Land der Erde besucht hat. Als er eines Tages ein beträchtliches Vermögen erbt, erfüllt er sich einen lang gehegten Traum: Da die Erde aufgrund des Klimawandels und wachsender Terrorgefahr sowieso kein angenehmer Ort mehr zum Leben ist, besteigt Darian kurzerhand eine Rakete und fliegt zum Mond, um dort drei Wochen entspannt Urlaub zu machen. Es ist der Beginn des größten und verrücktesten Abenteuers seines Lebens, denn auf dem Mond geht die Party erst richtig los …


576 pages, Paperback

First published November 14, 2016

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About the author

Arne Ahlert

2 books

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Community Reviews

5 stars
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15 (30%)
2 stars
10 (20%)
1 star
4 (8%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Bella (Bella's Wonderworld).
706 reviews37 followers
February 6, 2017
Rezension | Moonatics von Arne Ahlert Beschreibung
 
Die Erde steht aufgrund des Klimawandels kurz davor zu kollabieren. Die nahe Zukunft der Menschen liegt somit im Weltall. Darian Curtis ist als Globetrotter schon viel durch die Welt gereist und hat sich bisher seinen Lebensunterhalt als Webdesigner verdient. Als er eines Tages ein kleines Vermögen erbt erfüllt er sich den Traum, drei Wochen Urlaub auf dem Mond zu machen. Im Weltall angekommen beginnt Darians wohl verrücktestes Abenteuer seines Lebens…
 
Meine Meinung
 
Der Science Fiction Roman „Moonatics“ von Arne Ahlert ist ein außerordentlich abgefahrenes sowie gelungenes Debüt!
 
Gemeinsam mit Darian Curtis tritt man eine aufregende Reise zum Mond an, dort angekommen hat man das Gefühl in eine nicht enden wollende Party der interessantesten Charaktere zu stürzen. Zum einen sind da die Hippies, auch Moonatics genannt, dann gibt es da noch einen wirklich außergewöhnlichen Roboter Buzz sowie viele freundliche Mitmenschen und die Katze Schrödinger, bei der ich unwillkürlich an The Big Bang Theory und das physikalische Gedankenexperiment Schrödingers Katze denken musste.
 
Es hat mir riesigen Spaß gemacht durch Arne Ahlerts klaren und detaillierten Schreibstil eine sagenhafte Reise auf den Mond anzutreten. Dabei sind vor allem die unterschiedlichen Charaktere eine wahrer Vollgenuss! Lediglich der Hauptprotagonist Darian scheint als Art „Beobachter“ den Geschehnissen beizuwohnen, ohne seine eigene Gedanken und Meinungen einzubringen. Dies hat mich allerdings wenig gestört, da es bereits genügend andere schillernde Figuren auf dem Mond gibt!
 
Einen Großteil des Romans wird man nach und nach Zeuge diverser und ziemlich außergewöhnlicher Ereignisse auf dem Mond. Dies liest sich fast schon wie eine Art Tagebuch oder Bericht, wobei so gut wie keine Spannung aufkommt – dennoch bleibt es die ganze Zeit über auf jeden Fall interessant. Auf den letzten 100/150 Seiten nimmt die Geschichte eine rasante Wendung und der bisher fehlende Spannungsbogen schnellt von 0 auf 100 in die Höhe. Auf einmal passiert alles Schlag auf Schlag, die Ereignisse überstürzen sich und Darian steckt mitten drin.
 
Der Debütroman von Arne Ahlert hat mich sagenhaft gut unterhalten, dabei verbindet er gekonnt ein überaus nachvollziehbares Weltuntergangsszenario mit Humor und seiner eigenen Idee wie das Leben auf dem Mond aussehen könnte. Ich vergebe für dieses farbenprächtige und eindrücklich geschilderte Mondabenteuer 4 von 5 Grisekatzen!
 
Noch ein Wort zum Schluss: Das Ende von „Moonatics“ bietet der eigenen Fantasie viel Raum für eigene Gedanken – aber vielleicht dürfen wir ja auch auf ein weiteres Werk von Arne Ahlert hoffen?
 
Über den Autor
 
Arne Ahlert wurde 1968 in Lüneburg geboren und ist im Rheinland aufgewachsen. Er lebte insgesamt mehrere Jahre in den USA, Kanada und Australien und ist regelmäßig, vorzugsweise in Asien, als Backpacker unterwegs. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen beschäftigt er sich mit Literatur, dem Lauf der Dinge und dem Sinn des Ganzen. Heute lebt er in Berlin-Kreuzberg. Moonatics ist sein erster Roman. (Quelle: Heyne Verlag)
 
Fazit
 
Ein originelles und zum Schluss auch noch sehr spannendes Mondabenteuer mit jeder Menge Partyspaß!
Profile Image for Bianca.
147 reviews8 followers
aussortiert
June 18, 2017
"Eine Reise zum Mond war der ultimative Eskapismus, ein kaum zu überbietender Unsinn. Genau darin lag der Reiz."


Mehrere Wochen habe ich an "Moonatics" rumgekaut, Abends immer nur 1 - 2 Seiten geschafft bevor ich über dem Buch eingeschlafen bin (kein Scherz!). Denn es passierte einfach nichts in diesem Buch. Ehrlich: Jemand reist in ein Hotel auf dem Mond und dort passiert dann… nichts. Und der "jemand" könnte wirklich irgendjemand sein, denn obwohl der Protagonist Darian viel erzählt, erzählt er auch irgendwie nichts. Man erfährt kaum was von ihm, er zeigt kaum eine Empfindung und das obwohl er gerade zum ersten Mal auf dem Mond ist.

Nachdem mich das Seite für Seite knabbern in den Wahnsinn getrieben hat, habe ich mir andere Rezensionen durchgelesen. Das mache ich normal nie bevor ich das Buch nicht beendet habe, aus Angst vor Spoilern. Auf den letzten 100 Seiten soll es angeblich endlich spannend werden. Ist das für ein 535 Seiten Buch nicht etwas sehr spät?

»Warum fliegt man auf den Mond? Weil er da ist, oder nicht?«


Auch die Beziehung vom Leser zu Darian wird wohl nicht besser, er ist und bleibt ein Beobachter ohne Meinungen und Gefühle. Für das "Abenteuer" Moonatics ist mir meine Lesezeit 2017 einfach zu schade. Daher breche ich das Buch nach knapp 150 Seiten ab, ohne es zu bewerten. Mir hat es mit Darian auf dem Mond einfach keinen Spaß gemacht…

Sollte es mal ein Hörbuch zu "Moonatics" geben, werde ich der Geschichte aber gerne eine zweite Chance geben. Beim Hören macht es mir eher weniger aus, nur zu beobachten was nicht passiert… hoffentlich wählt man dann aber einen angenehmen Sprecher, dem man auch länger zuhören kann…
Profile Image for Andi.
276 reviews
June 6, 2020
Die Prämisse dieses Buches klang wirklich toll: Die Welt geht zu Grunde, ein Weltenbummler kommt auf den Mond und wird dort in ein neues Leben verstrickt. Es klang toll, aber wenn man nach den Sternen-Beschreibungen geht, die Goodreads einem anbietet, dann war dieses Buch leider nicht mehr Wert als zwei Sterne. Zwar vom reinen Lesefluss nett zu lesen und zwischenzeitlich sogar ganz interessant, aber ansonsten...

Zunächst einmal schien das ganze Buch keine wirkliche Story zu haben. Es schien nur wie eine Beschreibung der Zukunft, spannend und teilweise sehr erschreckend, weil durchaus möglich. Damit das ganze einen Zusammenhang hat, hat man halt immer den gleichen Protagonisten genommen und ihn so viel wie möglich erleben lassen. Was schon einmal als Story einfach nicht funktionieren kann. Der Hauptfigur flogen so viele Dinge in den Schoss und alle Leute um ihn herum waren alle sofort freundlich und so auf "Komm mit, ich zeig dir was, das eigentlich nur für Eingeweihte ist." usw. Gleich zu Beginn wurden viel zu viele Charaktere vorgestellt, eine Fülle, die man in einer guten Story erst nach und nach kennengelernt hätte. So hat man eigentlich keinen kennengelernt und manche von denen konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich zuordnen.
Eine echte, wirklich greifbare Story habe ich erst in den letzten 150 Seiten oder so gesehen. Aber selbst da sind dann zu viele Dinge auf einmal passiert. Abgesehen davon, dass es hier wirklich darum ging, dass echt alles schiefgeht und jede Katastrophe eintritt, die auch nur irgendwie eintreten kann. Was zwar möglich ist, aber beim Lesen irgendwie lächerlich wirkt. Bei manchen Szenen habe ich wirklich gedacht: Nein bitte, das ist jetzt wirklich nicht mehr wahr. Zum Beispiel, dass es für einen wichtigen Schutzkeller, nur einen einzigen Schlüssel in einem ganzen Hotel gibt! So blöd kann man ja fast gar nicht sein (ich weiß, man kann, aber die Charaktere wirken nicht so).
Mitten im Ende erfährt man dann irgendwelche Informationen, die absolut keinen weiteren Einfluss mehr auf die Geschichte haben, den Hauptcharakter zwar beschäftigen aber ansonsten nur unnötig sind, weil mit diesen Informationen nichts mehr passiert.

Mitten in der Story bekommt dann das ganze Buch irgendwie einen mystischen Aspekt hinzu, der irgendwie so gar nicht zum Rest des Weltenkonzeptes zu passen scheint. Ich habe an sich nichts gegen eine Mischung aus Fantasy und Science Fiktion, so lange sie gut gemacht und mehr oder weniger von Anfang an aufgebaut ist und eine echte Rolle in der Story spielt. Das ist aber auch hier einfach nicht der Fall. Das Element ist da und ab und zu wird damit interagiert, aber nicht auf einem Level, der das irgendwie wirklich sinnvoll und storyrelevant erscheinen lässt. Naja.

Und ja, dann hat mich das Ende auch noch gestört. Es wurde ein richtig "sinnvolles" Ende für dieses Buch begonnen, mit dem hätte ich Leben können, das hätte zur vorhergehenden Story und zur restlichen Absurdität gepasst und einen vernünftigen Abschluss gebildet. Aber nein, auch das musste zerstört werden. Letztendlich endet das Buch mit einem Nicht-Ende, von dem man ausgehen könnte, dass es einen zweiten Teil geben wird. Ob das passiert oder nicht, ist mir in diesem Fall allerdings wirklich egal, denn ich werde ihn so oder so nicht lesen.
Profile Image for Lächeln.
57 reviews1 follower
January 20, 2017
Arne Ahlert - Moonatics oder Der Traum vom Gras aus dem Mond

Moonatics ist Arne Ahlerts Debütroman. Ich habe den Roman aufgrund des Themas Mondtourismus in Kombination mit dem wirklich viel versprechenden Klappentext gewählt. Als SciFi-Leserin bin ich weit im All herumgekommen, habe viele Planeten besucht und viel gesehen. Aber Hippies auf dem Mond? Das klang für mich neu. Moonatics ist ein fast 600 Seiten langer Wälzer. Ob es sich für euch lohnt, ihn zu lesen, erzähl ich euch jetzt.

Setting: Das Aussterben der Menschheit naht

2044. Der Golfstrom ist versiegt. Es gibt keinen Sommer mehr in Europa. Schwedische Klimaflüchtlinge drängen gen Süden. Die Erde wird von schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Müll treibt auf den Weltmeeren. Die Zeit der Menschheit läuft ab.

Was passiert?

Darian Curtis reiste sein Leben lang um die Welt. Eine Erbschaft eröffnet ihm neue Möglichkeiten. Wer alles auf der Erde gesehen hat, und nichts gefunden, wo es sich zu bleiben lohnt, der sucht weiter. Und so reist Darian zum Mond.

Im Hotelkomplex Levania, inmitten staubiger Mondlandschaft, trifft Darian auf sonderbare Charaktere. Als Tourist trifft er bald auf die ersten Residents, reiche Aussiedler, die zum Abendessen ins Hotel kommen. Das Hotelpersonal ist Teil der Moonatics, der Hippie-Kommune in Pleroma, die ihre eigenen Ziele verfolgen. Ob Resident oder Moonatics - hinter beiden Seiten scheinen große Geldgeber zu stecken, die ihre eigenen Pläne zur Zukunft der Menschheit auf dem Mond verfolgen.

Worum geht´s dabei eigentlich?

Darian beobachtet, hört zu und feiert mit. Niemals würde er eine Einladung zu einer guten Party ablehnen. Und so lernt er die Mondbewohner schnell kennen, ihre Ansichten und Eigenheiten. Er wird zum Teil der Gesellschaften, die auf dem Mond heimisch sind. Außerhalb der Stadt wohnen die Residents in ihren teuren Villen. Frei nach dem Motto „Wenn es keine Zukunft mehr gibt, müssen wir uns um sie auch keine Sorgen mehr machen.“ (S. 142) klirren dort die Gin-Tonic-Gläser, während die Menschheit sich auf der Erde langsam ausrottet. Die Mitglieder der Hippie-Kommune Moonatics, die im Hüttendorf Pleroma wohnen, träumen von Gras auf dem Mond. Nein, wirklich. Sie wollen den Planeten bepflanzen und der Menschheit eine neue Heimat schaffen. Doch zum Feiern treffen alle Parteien aufeinander. Und wo richtig gefeiert wird, werden Pakte geschlossen. Wo dunkle Mächte regieren, gibt es Opfer.

Moonatics schildert Darians Erlebnisse auf dem Mond mit toller atmosphärischer Beschreibung der Szenerie. Die Charaktere sind bunt und schrill, und oft redet man über Gott und die Welt. Der Roman scheut hier auch keine Tiefe in Dialogen. Es geht um Themen wie das Bewusstsein künstlicher Intelligenz, Besitz im Allgemeinen und den Begriff der Kunst. Dabei sind die Gespräche wirklich clever und knackig geschrieben. Das Leben auf dem Mond ist elitär, mit Sicherheit nie langweilig, doch auch weit entfernt von friedlichem Zusammensein. Die Spannung, die dabei entsteht, ist aber eher eine durchgehende Neugier, die Verwicklungen der Strippenzieher zu entwirren.

Besonders gefallen hat mir aber, dass der Roman sich dank vieler Details und verträumter Atmosphäre tatsächlich wie ein Kurzurlaub auf dem Mond anfühlt. Fast konnte man den Staub riechen, fast nahm es einem die Luft zum Atmen. Schwerelose Lektüre mit philosophischem Anker. So lesen sich auch 600 Seiten in 4 Tagen.

Und, wie war´s so?

Untechnisch, philosophisch und verrückt. Arne Ahlerts Moonatics ist ein Wahnsinnstrip durch die Partygesellschaften auf dem Mond. Trotz der allgegenwärtigen Gefahr, die Menschheit möge aussterben, wird hier nicht mit erhobenem Zeigefinger die Welt verbessert. Nein, vielmehr scheint die „Carpe Diem“-Einstellung die Mondbewohner zu noch verrückteren Aktionen zu ermutigen. Moonatics ist ein gesellschaftskritischer Roman, der mir aber jederzeit Spaß gemacht hat. Neugierig aufs Ende war ich bis zuletzt. Unterm Strich hätte ich mir etwas mehr Abwechslung in der Gesamtstimmung gewünscht, die sich (von Party zu Party) stets ähnelte. Besonders toll fand ich die philosophischen Dialoge, die jeder Party Tiefe verliehen.

Ich empfehle Moonatics jedem, der gern verrückte Zukunftsvisionen mag, auf Storys mit Kunstfiguren steht, gern tief philosophiert oder einfach schon mal von Urlaub auf dem Mond geträumt hat. Dabei ist es völlig egal, ob Science Fiction zu eurer üblichen Lektüre zählt.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für dieses Rezi-Expemplar.
Profile Image for Tina (Sips & Scares).
277 reviews20 followers
August 6, 2017
Wie enttäuschend! Ich hatte mich richtig auf Arne Ahlerts „Moonatics“ gefreut und täglich am Briefkasten Wache gehalten, doch leider entpuppte sich der 600 Seiten starke Sci-Fi Schmöker leider als Flop. Im Juni konnte mich bereits „Dark Matter“ von Blake Crouch nicht so richtig begeistern, aber „Moonatics“ hat dies traurigerweise noch überboten. Dabei fing unsere Liebesgeschichte so vielversprechend an… bevor sie mitten auf dem Mond gecrasht ist. Wie es dazu kam, erfahrt ihr weiter unten, zuerst möchte ich noch etwas mehr auf den Inhalt eingehen:

Im Jahre 2044 liegt die Erde in ihren letzten Atemzügen: die Überbevölkerung ist mittlerweile außer Kontrolle geraten, das Klima hat sich unwiderruflich verändert, viele Länder gibt es bereits nicht mehr und die verbleibenden werden von Taifunen und Erdbeben heimgesucht. Ein Atomunfall nach dem anderen löscht erhebliche Teile der Weltbevölkerung aus und mit ihr auch die Natur. Der Planet kocht. Da passt es doch ganz gut, dass Webdesigner Darian von seinem Vater ein nicht geringes Häufchen Geld geerbt hat, das es ihm nicht nur möglich gemacht hat, alle noch vorhandenen Fleckchen der Erde zu bereisen, sondern nun die ultimative Reise anzutreten: Zum Mond! Das Hotel Levania und seine Mitarbeiter empfangen Darian wie einen alten Freund und bald entdeckt er, dass auch bereits Menschen auf dem Mond wohnen. Diese lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: die Schnösel in schicken Villen in „Beverly Hills“ und die „Moonatics“, ein kleines Rudel Hippies. Darian lernt die Anwohner kennen und gemeinsam schmeißen sie eine Party nach der anderen. Dass dabei Unfälle geschehen, ist dabei keine Seltenheit: so vertritt beispielsweise jemand aus Darians Bekanntenkreis im Vollsuff ohne Raumanzug, aber in Unterhose, ungeschützt mal die Beine. Dass das kein gutes Ende nimmt, ist klar. Doch das Partyvölkchen nimmt an diesem Ereignis nicht sehr viel Anteil und weiter geht’s. Zwischen allerhand Partys, Vernissagen oder Jachtausflügen (okay, technisch gesehen zählt das auch zu Partys) führen Moonatics sowie die Schnösel-Fraktion philosophische Gespräche, die durchaus anregend sind, teilweise aber auch einfach nur unlesbar. Spannende Gedankenkonstrukte werden aufgebaut, nur um diese später zu verwerfen, und wieder andere tauchen erst gegen Ende des Buches auf und erhalten keine große Beachtung. „Moonatics“ versucht dem Leser die Geschichte einer sterbenden Erde zu vermitteln, an der die Mondbewohner allerdings wenig Anstoß nehmen und ihren Aufenthalt dort gefühlt nur als Party-Urlaub sehen.

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com
Profile Image for Petra Donatz.
302 reviews8 followers
May 9, 2017
Klappentext
Hippies auf dem Mond

Die nahe Zukunft: Webdesigner Darian Curtis ist ein begeisterter Globetrotter, der schon so gut wie jedes Land der Erde besucht hat. Als er eines Tages ein beträchtliches Vermögen erbt, erfüllt er sich einen lang gehegten Traum: Da die Erde aufgrund des Klimawandels und wachsender Terrorgefahr sowieso kein angenehmer Ort mehr zum Leben ist, besteigt Darian kurzerhand eine Rakete und fliegt zum Mond, um dort drei Wochen entspannt Urlaub zu machen. Es ist der Beginn des größten und verrücktesten Abenteuers seines Lebens, denn auf dem Mond geht die Party erst richtig los …

Der Autor
Arne Ahlert wurde 1968 in Lüneburg geboren und ist im Rheinland aufgewachsen. Er lebte insgesamt mehrere Jahre in den USA, Kanada und Australien und ist regelmäßig, vorzugsweise in Asien, als Backpacker unterwegs. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen beschäftigt er sich mit Literatur, dem Lauf der Dinge und dem Sinn des Ganzen. Heute lebt er in Berlin-Kreuzberg. Moonatics ist sein erster Roman.

Meine Meinung

Story
Im Jahre 2044 ist es möglich, Urlaub auf dem Mond zu machen. Der Globetrotter Darian Curtis, der schon die ganze Welt bereist hat, macht sich nach einer Erbschaft auf zum Mond. Hier angekommen stürzt sich der Webdesigner gleich in das pralle Mondleben. Jachtpartys, Golftuniere, als Darian sich einer Gruppe Hippies, die schon lange auf dem Mond leben anschließt, ist er von ihrem Leben vollends begeistert. Noch ahnt Darian nicht, das einige ein düsteres Geheimnis hüten.

Schreibstil
Die Geschichte ist einfach zu lesen und wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Dem Autor gelingt es, die Welt auf dem Mond gut zu beschreiben , auch das Leben im Jahr 2044 ist nachvollziehbar erklärt.

Charaktere
Mit Darian kann man sich gut identifizieren. er Charakter wirkt echt und glaubhaft. Bei der Vielzahl der anderen Charaktere ist es unterschiedlich, sie sind aber gut gezeichnet und wirken echt und authentisch in ihren Rollen. So richtig Sympathie aufbauen konnte ich dennoch nicht.

Mein Fazit

Ein verrückter Roadtrip zum Mond, etwas durchgeknallt, mit Humor und einer Prise Sozialkritik. Arne Ahlert hat ein S/F Roman geschrieben mit einer neuen Idee. Ich hätte dem Buch gerne mehr Leseratten gegeben, allein schon für die Idee, aber leider hat das Buch auch eine Schwäche , nicht nur das Ende, auch einige Handlungsstränge werden nicht aufgeklärt und lassen den Leser mit einigen Fragezeichen zurück. Ich vergebe gute drei von fünf Leseratten/Sternen und eine Empfehlung für S/F Fans.
Profile Image for Jens Walter.
82 reviews2 followers
June 10, 2019
Moonatics ist kein schlechtes Buch. Im letzten Viertel ist es sogar ein recht gutes Buch. Aber die ersten 75 Prozent sind recht zäh und ereignislos. Genau wie viele Bücher von Neal Stephenson hat es einen Haufen interessanter Ideen, die aber nur kurz angedeutet und nicht ausgestaltet werden. Die Geschichte, die alles zusammen halten sollte, ist quasi nicht vorhanden und so bleiben die einzelnen Abschnitte episodenhaft und oberflächlich.
Ereignisse, vor allem auch die Entwicklung auf der Erde, bleiben meist Randnotizen, die meisten Personen eher fremd und am Ende macht sich dadurch eine gewisse Gleichgültigkeit breit, die der Autor auch nicht mehr wirklich eindämmen kann.
Profile Image for Sylvia.
124 reviews1 follower
June 26, 2017
Nice premise, but then it goes blablabla... meh.
Profile Image for Lisa.
137 reviews17 followers
February 6, 2017
Willkommen in der nahen Zukunft!
Darian Curtis ist ein Weltenbummler. Nirgendwo hält es ihn lange und er hat schon fast jedes Land auf der Welt bereist. Als ihn eine mysteriöse Einladung nach Italien führt und er dort erfährt, dass ihm ein beträchtliches Erbe hinterlassen wurde, entscheidet sich Darian die Erde hinter sich zu lassen und sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen. Urlaub auf dem Mond.
Drei Wochen will er in einem Hotel auf dem Mond verbringen, um dieses Mal nicht nur ein anderes Land, sondern den Weltraum zu erkunden. Auf dem Mond angekommen, wird schnell klar, dass sich der dreiwöchige entspannte Urlaub schnell zum größten Abenteuer seines Lebens entwickelt. Darian lernt die verrücktesten Typen von Menschen kennen. Über einen französischen Yachtenbesitzer, einem durchgeknallten Gärtner und den sogenannten 'Moonatics', einer Hippiekommune, ist alles dabei. Völlig fasziniert von dem bunten Treiben, schließt sich Darian den 'Moonatics' an. Nicht ahnend, dass nicht nur er selbst mit jeder Menge Geheimnissen und einer dunklen Vergangenheit zum Mond gereist ist...

Ich kann mich an kein Buch aus meiner breit gefächerten Lesevergangenheit erinnern, bei dem es mir so schwer gefallen ist, eine Bewertung abzugeben. Ein Bewertungssystem habe ich persönlich auch nicht, und nachdem ich Arne Ahlerts Debütroman "Moonatics" gelesen habe, kann ich nur sagen, zum Glück nicht.
Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft, in einer Welt, in der sich die Erde, so wie wir sie kennen, verändert hat. Die Klimaerwärmung, die wir heute nur aus den Nachrichten kennen, ist so weit fortgeschritten, dass Naturkatastrophen an der Tagesordnung sind, die Meere sind übersäuert, das Eis an den Polen existiert fast nicht mehr. Der Protagonist, Darian, kehrt dem allen den Rücken und fliegt zum Mond. Urlaub machen. Dort angekommen, lernt er die verrücktesten Typen kennen und beginnt sich schon bald heimisch zu fühlen.
Kommen wir nun zu den Problemen, die ich bei "Moonatics" hatte und zwar passierte einfach auf zu langen Strecken nichts. Natürlich war es aufregend einen Protagonisten auf den Mond zu folgen, um dort Urlaub zu machen. Man fragt sich, wie das Hotel wohl aussehen wird und wie das Prozedere allgemein funktionieren sollte. Als dieser Punkt allerdings abgehakt wurde, verlor man sich lange in eine Art Urlaubsalltagstrott der Hauptfigur. In den Kapiteln funkelten noch zwischendurch kleine Spitzen und man zog überrascht die Augenbrauen zusammen, aber im Großen und Ganzen passierte nichts Neues mehr.
Kommen wir nun zu den Punkt, der es mir so schwer macht diese Geschichte zu bewerten. In den bereits erwähnten langatmigen Stellen tritt plötzlich - aus heiterem Himmel - eine so absurde Situation auf, dass ich des Öfteren ein paar Zeilen zurückspringen musste, um sicherzugehen, dass das gerade wirklich passiert ist. Die ganze Absurdität eines Urlaubs auf den Mond wird in eine kleine Szene gesteckt und anhand dieser Szene kann man nicht glauben, dass die Handlung einfach so weitergehen kann. Und das passiert nicht nur einmal, sondern direkt mehrmals, während der Lektüre. Und ich kann mich nicht entscheiden, ob ich persönlich dieses Phänomen gelungen fand oder einfach nur komplett verrückt, es ist wohl irgendetwas dazwischen.
Was mir aber besonders gefallen hat an "Moonatics", war die Botschaft, die zweifelsohne hinter dieser Geschichte stand. Arne Ahlernt hält unserer Spaßgesellschaft einen Spiegel vor. Einer Gesellschaft, die immer wieder zu vergessen scheint, dass das Problem der Klimaerwärmung ein reales Problem ist. Die Menschen in dem Roman haben ihren Heimatplaneten bis auf das Letzte ausgebeutet und anstatt aus ihren Fehlern zu lernen, suchen sie sich einfach einen neuen Platz zum Leben, um dort genau die gleichen Fehler zu machen. Auch die philosophischen Stellen in "Moonatics", die mit der Botschaft der Geschichte zusammenhängen, fand ich besonders gut gelungen.
Zusammenfassend kann ich also durchaus sagen, dass mir die Geschichte gefallen hat. Sie ist besonders, durch und durch. Trotzdem würde ich das Buch nicht allen Leuten weiterempfehlen, da ich glaube, dass nicht jeder mit der Handlung etwas anfangen kann. Wer allerdings auf Science-Fiction steht, die auf der einen Seite völlig verrückt ist und auf der anderen Seite ein durchaus mögliches Szenario in der Zukunft behandelt, der wird mit "Moonatics" nichts falsch machen. Man wird eine Menge ungewöhnlicher Menschen kennen lernen und an komplett außergewöhnlichen Parties teilnehmen. Aber vor allem gehört "Moonatics" zu den Büchern, die nachwirken, wenn auch auf eine völlig verrückte Art und Weise.
Profile Image for Nurvilya,.
54 reviews
June 6, 2017
Der Klappentext zu Moonatics las sich so vielversprechend. Ich habe eine interessante Geschichte über die Besiedelung des Mondes erwartet, nachdem die Erde von der Menschheit beinahe gänzlich zu Grunde gerichtet und nahezu unbewohnbar gemacht wurde.
Die ersten 50+ Seiten waren auch noch ganz gut zu lesen. Ich erfuhr etwas über die momentane Lebenssituation von Darian, und wie er zum Geld für den teuren Mondurlaub kam. So weit, so gut.
Aber kurz nach der Ankunft auf dem Mond begann dann mein Dilemma ... es passierte nämlich so gut wie nichts mehr. Die Geschichte plätscherte so dahin, und ich langweilte mich zu Tode. Und das gut 400 Seiten lang.
Streckenweise habe ich an aufgeben gedacht, was mir wirklich extrem selten passiert. Ich habe die, manchmal sehr unpraktische, Angewohnheit mich wirklich durch fast jedes Buch hindurch zu beißen. Immer mit der Hoffnung all die positiven Reviews müssen doch einen Grund haben, und es wird bestimmt bald auch bei mir der Funken überspringen.
Aber bei Moonatics kann ich getrost mitteilen - NEIN, es wird nicht wirklich besser. Ich habe mich gequält, und musste mich jeden Tag zum weiterlesen zwingen. Zwar zieht die Handlung auf den letzten ca. 80 Seiten doch noch ein bisschen an ... aber das war dann doch etwas spät um für mich noch was zu retten. Vor allem weil ich auch fast alle Akteure ich diesem Buch von Grund auf als unsympatische Arschlöcher empfunden habe, und für kaum einen von ihnen auch nur einen Funken Empathie aufbringen konnte.
Dieses Buch war für mich wirklich der Inbegriff von Langeweile, und selbst der dramatische Cliffhanger, so es denn einer sein sollte, könnte mich nicht dazu bringen, eine Fortsetzung zu lesen.
Profile Image for Beta.
359 reviews15 followers
February 4, 2017
Wir starten locker-leicht in dieses Buch. Im Jahr 2045 ist die Erde ein erschreckender Ort, der Golfstrom ist versiegt, die Nordhalbkugel versinkt im Eis, die Wälder brennen, der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten. In 25 Jahren ist der Planet Toast, das Leben ausgelöscht, kein alternatives Ende in Sicht. Was liegt da näher als sich mit einer unverhofften Erbschaft auf den Weg zum
Mond zu machen? Heimat einer wilden Mischung aus Hippies, Aussteigern, Exterroristen, Militärs und natürlich den Touristen. Wir erleben den Mond durch die Augen von Darian Curtis, Kind der Generation Golfstrom, zunächst noch Tourist, später Einheimischer. Er lernt Menschen kennen, erfährt mehr über die Hintergründe und Abläufe dieser Welt für sich, das nahende Ende der Erde, nimmt an Ritualen der Moonatics teil und gehört irgendwann dazu zu diesem Ableger Gaias unter einem Himmel voller Sterne und einem blaugrünen Planeten. Dann wird es ernster, philosophischer, die großen Fragen nach dem Sinn und Sein, nach dem Warum und dem "Wie konnten wir es so weit kommen lassen und was soll das ganze überhaupt?". Der Ton wird rauer, politische Machtkämpfe erreichen Levanias fröhliches Aussteigerleben und Darian erlebt, wie seine neue Heimat vor seinen Augen zerbricht. Stück für Stück wird ihm alles genommen und er ist immer mittendrin im größten Ärger. Unabwendbare Ereignisse überschlagen sich und dann rollt eine nie dagewesene Naturkatastrophe auf den Mond zu...
Ein Feuerwerk, eine perfekte Mischung aus Komik und Tragödie, nie langweilig, immer interessant und spannend und so voller neuer/alter Ideen, das man sich reinlegen möchte.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Philipp.
2 reviews1 follower
April 15, 2017
Eines der abwechslungsreichsten Bücher die ich seit einer ganzen Weile gelesen habe:
Teils Reisebericht, teils Abenteuergeschichten sind die verschiedenen Eskapaden, die Dorian bei seinem Trip auf den Mond erlebt, mal witzig und dann doch wieder tiefenphilosophisch gestrickt.
Gemein ist höchstens das Ende, mit einem wahnsinnigen Cliffhanger.
Profile Image for Jürgen Zeller.
200 reviews14 followers
April 18, 2017
Dieses dicke Buch habe ich mir als Lektüre für die Osterfeiertage ausgesucht. Eine rund 570 Seiten lange Geschichte zu lesen braucht Musse und Zeit und dies ist am ehesten im Urlaub oder über kalendarische Feiertage gegeben. Ich bin kein Science-Fiction Leser, ich habe sogar etwas Mühe mit diesem Genre, aber Ostern lesend und gedanklich auf dem Mond zu verbringen hat seinen Reiz und ist mal etwas komplett anderes.

Als nicht Sci-Fi Leser habe ich mir von der Kurzbeschreibung einen sanften Einstieg in diese Art Literatur oder zumindest eine etwas anders gestaltete Weltraumgeschichte erhofft. Auch ohne grossen Erfahrungswerte im Sci-FI Bereich glaube ich schreiben zu dürfen, dass diese Geschichte sehr ungewöhnlich ist und sie die Leserschaft in ihrem Urteil spalten wird. Ich vermute, dass der Autor sich durchaus bewusst ist, dass er einen speziellen Roman geschrieben hat und dieser unterschiedliche Reaktionen/Bewertungen auslösen wird. Aber manchmal muss man etwas wagen oder ein Projekt konsequent durchziehen. Der renommierte Heyne Verlag hat ihn bei diesem Vorhaben unterstützt und gewährt einem Autoren beim Debüt stattliche 570 Seiten zu um seine Geschichte zu erzählen. Mutig.

Die Ausgangslage ist in der Kurzbeschreibung zusammengefasst. Der Einstieg klappt problemlos und die ersten 102 Seiten lese ich in einem Rutsch. Die Handlung spielt im Jahre 2044 und die Menschheit hat es geschafft, das Klima und somit die Erde aus dem Lot zu bringen mit drastischen Konsequenzen. Der Mond wurde bewohnbar gemacht und zieht allerlei interessante und zumeist extrovertierte Menschen an. In seinem Handeln bleibt sich der Mensch treu, mit all seinen Marotten und Schwächen … Starke aber gegensätzliche Charaktere schaffen ein Spannungsfeld das die Leser fesseln soll. Was im ersten Drittel des Romans gut funktioniert flacht im Verlaufe der Geschichte leider etwas ab und gute Passagen mischen sich mit solchen die man hätte weglassen können. Der Unterhaltungs- und Spannungsbogen ist ein stetes auf und ab. Philosophische Komponenten werden mit eingebunden und ich hab mich zeitweise gefragt, warum mir das der Autor das alles erzählt und wohin das bis zum Schluss führen soll?

Eine gute und eine originelle bis spleenige, ab und zu aber auch etwas belanglose Geschichte die insgesamt zu umfangreich ausgefallen ist. Trotz einem anerkennenswert guten Erzähl-/Schreibstil verliert sie über die Seiten etwas an Spannkraft. Die Bewertung fällt mir schwer, ich schwanke zwischen drei und vier Sternen.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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