Der Krieg, der einen Großteil der Welt Rodinia vernichtet und die Grundfesten der Menschheit erschüttert hat, ist vorüber. Die Magier gingen als Sieger aus der Schlacht gegen die Zauberer hervor, die von der Erdenscheibe getilgt und über deren Rand hinaus verbannt wurden. Sie waren es, die die Welt wieder aufbauten, Wettertürme errichteten und Rodinia mit einer immerwährenden Nebelwand umschlossen.
Fast eintausend Jahre später taucht ein Schiff vor der Küste Rodinias auf. An Bord befindet sich ein Zauberer, und mit ihm nimmt das Schicksal seinen Lauf …
Man gönne mir eine kurze Auszeit zum Luft holen… Nach 401 Seiten Dauerfeuer hat man sich das dann ja wohl auch mal verdient!
Da segelt man noch ruhig über das Meer, schmeckt die salzige Luft auf seinen Lungen und im nächsten Moment geht’s um’s nackte Überleben! Die salzige Luft ist dem unerbittlichen Reißen der Wellen gewichen, ich atme die Gischt ein und ringe nach Atem… schwärze…
Mein Gott – ICH BEKOMME KEINE LUFT! Ich darf nicht… – ähm, ja… alles gut! Ich lese es ja nur…
Jaja, jetzt denkt man an’s verdiente Luft holen und gemächliche Weitergehen: von wegen! Jetzt geht’s erst richtig los! Die Jagd ist eröffnet – und sie ist gnadenlos!
IHR KLEINEN MADEN GLAUBT ERNSTHAFT MICH RICHTEN ZU KÖNNEN??!! ICH WERDE EUCH… – vielleicht steigere ich mich da als Leser gerade ein wenig rein… weiter geht’s!
So… ist ja nochmal alles gut gegangen. Trotzdem traue ich ihr einfach nicht. Dieses Grinsen auf ihren Lippen…
MÄDEL, DAS MUSST DU DOCH SEHEN! PASS AUF…!!
Laurence Horn hat hier nicht einfach nur einen weiteren High-Fantasy-Roman veröffentlicht – er lässt hier ein High-Fantasy-Action-Gewitter mit Blockbuster-Ambitionen auf den Leser niederprasseln, dass selbst T.S. Orgels „Orks vs. Zwerge“ gelegentlich blass aussehen lässt!
Horn begrüßt den Leser mit seiner persönlichen Schlacht um Helms Klamm, donnert durch das Land, wie Kokain-beseelte Hobbits, haut dem Leser nebenbei noch einen Entwicklungsroman um die Ohren, in dem er Momo mal eben neu interpretiert und verpackt das alles in ein greifbares Unikum, welches er hier in Buchform präsentiert.
Und hier ist auch die Besonderheit von „Rodinia – Die Rückkehr des Zauberers“: es bleibt eine (be)greifbare High-Fantasy. Horn hat es geschafft, die Brücke, zwischen dieser und jener Realität, nicht zum Einsturz zu bringen. Es bleibt ein wunderbares Wechselspiel zwischen dem Heute und Jetzt, zwischen dem Hier und dem Dort…
Als äußerst gelungen möchte ich auch den andauernden Perspektivenwechsel nennen – man springt (bei Horn wird nicht gewandert!) immer wieder von einem Protagonisten zum anderen und erlebt Situationen aus den verschiedenen Blickwinkeln. Tatsächlich „erlebt“ man sie und wird nicht von ihnen überrannt oder verwirrt. Horn hat hier die perfekte Nähe und optimale Distanz zu seinen Protagonisten geschaffen, um dieses Wechselspiel vollführen zu können.
Vielleicht nicht sofort wahrnehmbar, im nachhinein jedoch so herrlich umgesetzt, ist auch die Einteilung des Buches; es setzt sich aus zwei Teilen zusammen – der erste Teil spielt im Herbst und Winter, der Zweite im Frühling und Sommer. Betrachtet man nun die Geschichte und Art der Erzählweise von Horn, stellt er hier durch Wort und Handlung die Jahreszeiten dar!
Der Herbst, so bunt und voller Wechselspiele – wird immer wilder, kälter und die Herbststürme bereiten dem Winter ein Heim… Der Winter, der in seiner weißen Unschuld alles zu verschlingen droht – gnadenlos nimmt er sich, was der Herbst noch nicht verwehte und schenkt dem Frühling neues Land… Der Frühling, der entstehen lässt, was tot geglaubt und neues schafft – der aus dem erschafft, was der Herbst zusammen gebracht und der Winter unter seinem Weiß gebettet… Der Sommer, der in seinem Strahlen auch die Unerbittlichkeit verbirgt – der die Frucht nicht nur gedeihen, der sie leben lässt, denn stolz und stark, soll sie den Herbst begrüßen…
Gemeinsam ein Kreislauf, der ohne den anderen nicht bestünde und um das Morgen weiß, das durch’s Gestern auf das Heute folgen kann…
…und das ist Rodinia! Ein Kreislauf, eine Entwicklung, die ohne von dem anderen zu wissen, doch um dessen Wohlsein trachtet, ein wundersamer Tanz der Bestimmung, der frei wie ein Vogel nicht nur die Welt – nein! – die Welten zu bereisen weiß!
Heute mal wieder Lust auf einen Film? Lest „Rodinia – Die Rückkehr des Zauberers“!
Bibliophilie meets Cinephilie – großes Kino in Buchform.
"Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers" von Laurence Horn Mit diesem 420 seitigem Buch erschien nicht nur der Auftakt der geplanten Trilogie, sondern zugleich auch das erste Fantasybuch dieses Autors am 10.11.2016 im Papierverzierer Verlag.
Cover Mittig auf dem Cover leuchtet in goldener Schrift der Buchtitel "Rodinia" mit darunter in kleinerer Schrift angeordnetem Untertitel "Die Rückkehr des Zauberers". Die Buchstaben an sich sind abgerundet, aber schnörkelfrei und heben sich hervorragend, von dem in rötliches Sonnenlicht getauchtem Himmel, ab. Oberhalb des dargestellten Titels findet sich ein vom rechten Bildrand kommender Baum an dessen Ästen Unmengen grüner Blätter hängen. Einige davon haben sich gelöst und sind im Begriff hinab zu fallen, was den Gesamteindruck des Covers wunderbar auflockert. Unterhalb des geschriebenen Titels findet sich rechtsseitig eine sehr hell angeleuchtete Festung mit unzählbar vielen größeren und kleineren Türmen. Die sich stetig verkleinernden Burgausläufer gehen schlussendlich auf der linken Seite des Covers in eine nebelige Hügellandschaft über. Fazit: Ein phantastisches Cover, hervorragend stimmige Arbeit, passt 100% zum Inhalt des Buches.
Einstieg, Schreibstil und Informationen: Der Schreibstil des Autors hat mich von der ersten Zeile an in seinen Bann gezogen mit bewundernswerter und unfassbar vielfältiger, mir teilweise unbekannter aber auffallend schöner Wortwahl. Die ersten Kapitel sind wie im Flug vergangen und ich fühlte mich sehr schnell durch den Nebel des Neuen angekommen in der magischen Welt von Rodinia. Sehr selten habe ich die Informationen als zu geballt empfunden. An diesen Stellen hätte ich lieber ohne diese Flut, gelegentliches Erleben als Überraschung besser gefunden. In sehr großen Teilen gelingt das gut, an seltenen Stellen fällt es aber genau deshalb umso mehr auf. Außerdem ist in wenigen Kampfmomenten für mich zu viel beschrieben und Hektik, da musste ich zum besseren Verständnis wieder kurz zurück blättern. Aber dieses Buch kann man auch locker doppelt lesen und hat vermutlich noch immer nicht alle Schichten der Vielseitigkeit entdeckt. Von daher ist es kein Problem. Eindeutiges Jammern auf sehr hohem Niveau.
Oft gelingt es mir persönlich nicht eine emotional passende Beziehung zu den Protagonisten von Büchern, die in der dritten Person geschrieben sind auf zu bauen. In diesem Buch ist mir wissentlich erst im sechsten Kapitel aufgefallen, dass es in dieser Form geschrieben ist. Dort auch nur weil ich über eine schöne Formulierung gestolpert bin, die mich sehr berührt hat. Dies spricht ebenfalls sehr für das Können des Autors. Außerdem gelingen die Beschreibungen des Geschehen so ineinandergreifend, dass ich stets nur so viel erfahren habe, wie ich im jeweiligen Moment benötigte, das hat das Lesen zu einer immens spannenden Angelegenheit gemacht und mich damit über alle Maßen begeistert.
Besondere Szenen, die mich begeistert haben: 1. Die Magier und ihre Fähigkeiten: Ein ganz wunderbarer Moment für mich als Mutter, war die Szene mit der Müdigkeit und dem Fazit "Es wird nicht besser, es wird nur anders." im Verlaufe der elterlichen Begleitung von alternden Kindern. Die Beschreibung der Zauberanwendungen und grundsätzlich die Ideen der Magieanwendungen haben mich überragend begeistert. Die brutalere Beschreibung der todbringenden "Magievergeudung" und die erst danach entdeckte fehlerhafte Information zu dieser Entscheidung hat mich nicht aufgrund der Darstellung an sich schockiert, sondern nur wegen der anschließenden Trauer über die Verschwendung der Energie, nicht aber über den Verlust oder gar Reue einer Person.
Ebenso faszinierend ist die Beschreibung der "inneren Magie eines Menschen" >Weil du zu jeder Person ...nett bist. Wir sind auch freundlich zu jedem Zuschauer, aber du machst es auf eine besondere Art, selbst ohne Worte.< Und direkt hinterher die ebenso oft bei Ihresgleichen vorhandenen Selbstzweifel: >Nett. Sag doch gleich, ich kann nix. Na ja, wenigstens ist es eine nette Umschreibung.<
>Der Magister bezahlt dich nicht fürs Denken. Du sollst gehorchen, Befehle befolgen - mehr nicht.< Das erinnert mich an unterschiedliche Kapitel der deutschen Geschichte mit den diesbezüglichen Degradierungen und Absprache des eigenen Denkvermögens.
2. Explizite erotische Szenen, ohne vulgäre Sprache nutzen zu müssen: Die Fähigkeit mit wenigen beschreibenden Worten ohne vulgäre Sprache eine prekäre Eindeutigkeit zu beschreiben hat mich so sehr beeindruckt, dass ich sprachlos war. Es ist alles hinreichend beschrieben, aber ohne es auf herablassende Art und Weise zu tun. Ein Geniestreich. "Als der Magister XXXX´s Gemächer verließ, säuberte sie lächelnd ihren Mund." DAS ist mein Lieblingssatz! Für die einen ein Skandal, für die anderen ein Grund für noch mehr Liebe: Ebenso natürlich, wie vieles andere in diesem Buch scheinbar einfach vollkommen normal ist, passiert auch die homosexuelle Anziehung einfach so. Mit einer Natürlichkeit und Leichtigkeit beschrieben - mir gehen die Superlative aus.
3. Die allseits beliebte und ungelöste "Sind alle gleich böse oder gut?" - Frage "Wenn er an diesen XYZ dachte, waren vielleicht doch nicht alle Wesen dieser Welt schlecht. Vielleicht musste er nicht gleich ganz Rodinia auslöschen. Es gab sicherlich eine Menge Menschen, die nichts mit dem Tod seiner Mannschaft zu tun hatten. Dafür waren die Magier verantwortlich. Aber auch in Bezug auf sie: Waren alle Magier schuldig? Rechtfertigte seine Rache den Tod eines ganzen Volkes, eines ganzen Landes?"
4. Die Verwendung von ungewöhnlichen Worten (Moropus) oder Abwandlungen bestehender Sprichwörter (Scherzkuchen) begeistern mich einfach nur.
5. Fantasiewesen der anderen Art Das Zitat "Sollte man nicht jedes Wesen zuerst kennenlernen bevor man über seinen Charakter urteilt?" passt exakt zu meinen Gedanken der Fantasywesen in diesem Buch. Jeder hat so seine ganz eigenen Vorstellungen zu Feen, Trollen, Magiern und anderen fantastischen Wesen. Vergesst einfach alles, was ihr wisst und lernt die Figuren als charmante geflügelte Boten, naive Magier, niesende feuerspeiende Jungdrachen und einmalige Trolle im Schein der Stundenkerzen Rodinias ganz neu kennen und lieben. Trollkacke ist von nun an mein neues Lieblingsschimpfwort. Es ist wirklich herzerfrischend. >Dann hat sich unsere Jahrhunderte andauernde Kampagne gelohnt. Es steckt viel Arbeit darin, sich einen Ruf zu erschaffen.<
6. Verlauf der Wendungen/ Einführung weiterer Aspekte: Mit der Gauklerriege tritt im späteren Verlauf eine neue Facette in diese Geschichte ein. Die Beschreibungen und Einführung gelingen ebenso, wie am Anfang, überwältigend gekonnt. Das Gauklertreiben ist so bildhaft und wunderbar detailreich beschrieben, dass ich mich wie mitten darin gefühlt habe.
7. "Alles hat einen Sinn" als Zitat aus dem Epilog steht für sich selbst allumfassend ausreichend erklärend.
Die Danksagung als kleine Zusatzgeschichte zu gestalten hat mich sehr berührt. "Begib dich stets dorthin, wo es dein Feind am wenigsten erwartet...." oder für Autoren "Schreib stets das, was der Leser am wenigsten erwartet." Gelungen umgesetzt.
Weitere Zitate: "Mögest du deinen inneren Frieden finden. Wo auch immer dich dein Weg hintreibt." Was kann man einem anderem schöneres wünschen? Eine berührende Formulierung, finde ich. "Schatten zu Licht. Hell zu dunkel. Leben zu Tod" Riesig große gelungene Aktion. Fantastisches Finale. >"Tretet in meinen Dienst. Das Volk braucht einen neuen Magister.< > Und einen König. Euer Wunsch ist mir Befehl mein königlicher Magister."< "Purgator." Was würde ich darum geben, die menschlich vergifteten Räume auch unschädlich machen zu können.
Ich bedanke mich sehr herzlich beim Verlag für das digitale Rezensionsexemplar und versichere, dass ich keine Vorgaben für die inhaltliche Gestaltung erhalten habe. Diese Rezension bildet mein eigenes subjektives Leseempfinden ab.
Dieser Fantasy-Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Autor hat eine wundervolle neue Fantasy-Welt erschaffen und konnte mich in manche Geheimnisse von "Rodinia" entführen. Der Leser befindet sich am Anfang in einem scheinbar undurchdringbaren Nebel, der sich nach und nach lüftet. Man befindet sich sofort im Geschehen ohne das Ziel der Reise auch nur zu erahnen. Und doch beginnt die Geschichte mit der später wiederkehrenden Prophezeiung.
"Schatten und Licht, Nacht und Tag, Asche und Schnee Kommen und Gehen tagein, tagaus. Leben und Sterben und wieder Leben. Zauber und Magie noch getrennt. Nach eintausend Jahren, wenn Bruder und Schwester vereint, eine neue Königin erscheint." (Seite 214 - aus "Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers")
Viele Fäden werden nach und nach mit einander verwebt und genau so fügt sich nach und nach auf spannende und vor allem aktionreiche Art und Weise das Konstrukt "Rodinia" zusammen und kommt dem ein oder anderen Geheimnis auf die Spur. Man stolpert von einem Kampf in den nächsten oder bekommt nach und nach Antworten auf während des Lesens auftauchende Fragen. Magier vs. Zauberer - ich dachte immer das wäre dasselbe? Geschickt erfährt man durch den Autor, das es eben nicht so ist, das wie und warum. Grandios!
Der Autor hat definitiv ein Händchen dafür einen Spannungsbogen aufzubauen und aufrechtzuerhalten und gekonnt durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Es ist spannend von Anfang bis Ende, es wird nie langweilig oder langatmig, da sich die Ereignisse geradezu überschlagen. Bis zum großen Showdown am Ende, das auch hier wieder spektakuläre Wendungen bereit hält. Leider habe ich hier persönlich manchmal den Faden verloren und hätte mir vielleicht, die ein oder andere Seite mehr gewünscht.
Neben der ganzen Action, bindet der Autor auch noch geschickt ein paar Hintergrunddetails ein, ohne das sich der Leser davon belästig fühlt, hier hätte ich mir persönlich manchmal etwas mehr gewünscht. Aber hey, es wird ja noch zwei weitere Bände geben.
Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und haben allesamt mein Herz erobert. Manche mehr und manche weniger. Keiner von Ihnen ist perfekt, irgendwie haben sie alle ihre kleinen Macken, aber genau das macht sie so authentisch und sympathisch - und konnte mit ihnen lachen, bangen, fluchen und weinen. Ich fand es spannend zu erleben wie jeder Charakter sich weiter entwickelt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Manchmal klang es leicht geschwollen, passte aber gerade zu perfekt in die Geschichte. Erzählt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive meist aus der Sicht von Kyrian und Mira, aber auch aus der Sicht von anderen Charakteren bekommt der Leser ab und zu einen kleinen Blick. Mir hat das sehr gefallen, so hatte ich die Gelegenheit die einzelnen Charaktere noch besser kennen zu lernen und so manche Handlung besser nachvollziehen.
Im Großen und Ganzen ist dem Autor ein wundervoller und gelungener Auftakt der "Rodinia"-Trilogie gelungen, so dass ich über die zwei-drei kleineren Handlungen, die ich nicht nachvollziehen konnte, liebend gern drüber weg sehen konnte. Zumal es der Geschichte in dem Sinn keinen Abbruch tat und auch nicht relevant waren.
Das Ende des ersten Bandes war für mich sehr zufriedenstellend, die offensichtlichsten Fragen wurden geklärt und die anderen werden, da bin ich mir sicher, in der Fortsetzung sicherlich noch entwirrt, so dass weitere Fäden zu einem Ganzen verwebt werden können. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, denn noch muss so manches Rätsel gelöst und entwirrt werden.
Fazit: "Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers" ist ein gelungener Auftakt der "Rodinia"-Trilogie, der durch eine spannungsgeladene Reise, der Erfüllung einer Prophezeiung und einer fantasievollen neu erschaffenen Welt überzeugt. Die liebevoll und wunderbar gezeichneten Protagonisten runden die fantasievolle Handlung ab und hauchen der Geschichte Leben ein. Ich hatte definitiv wundervolle Lesestunden und kann es nur jedem ans Herz legen, in die Welt von Rodinia einzutauchen.
Der Durst nach Rache … zu oft schon hat er geblendet und fehlgeleitet …
FAKTEN Das Buch „Rodinia: Die Rückkehr des Zauberers“ von Laurence Horn ist erstmals am 10.11.2016 im Papierverzierer Verlag erschienen. Es handelt sich um den ersten Band der geplanten Trilogie. Es ist als eBook und Print erhältlich.
KURZMEINUNG Fantasy die einfach mitbringt, was wundervolle Geschichten brauchen: Eine tolle Atmosphäre, greifbare Charaktere und lebendige Beschreibungen!
INHALT Die Magier herrschen über Rodinia – sind sich sicher, sie kann nichts mehr bedrohen. Ein Mädchen so weiß wie Schnee – ein Mann, der ihrem Ruf folgt, sich beweisen will. Ein Mädchen ohne Hoffnung, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort – oder etwa doch nicht? Es gibt keine Zauberer mehr, vor 1.000 Jahren haben die Magier sie besiegt, ist es nicht so? Was wenn all das zusammen kommt und Rache die Sicht verschleiert? Machtbesessenheit und Gier, besiegt geglaubte Vergangenheit und Hoffnung – wo führt all das hin? Was geschieht in Rodinia, dem Land der Magier?
SCHREIBSTIL / CHARAKTERE Ich lebe für gute Fantasy, neue Ideen, greifbare Charaktere und Stories mit einer packenden Handlung. Wie gut, dass es Laurence Horn gibt – denn er hat genau dieses Paket geschnürt. Mein Rundum-sorglos-Fantasy-Lese-Paket ^^
Auch die Umgebung, die Beschreibungen seiner Magie- und Zaubersprüche, das alles konnte mich in seinen Bann ziehen. In Rodinia gibt es eine eigene Dynamik, denn Zauberer ist nicht gleich Robenträger, Magier nicht gleich zurückgezogen lebender Mann mit Spitzhut. Vor allem ist es eben nicht einerlei, ob man Magier oder Zauberer sagt.
Die Charaktere sind wandelbar und verändern sich. Erkennen, lernen und begehen Fehler. Sie sind vielschichtig und für mich greifbar, wie ich es eben liebe. Man prallt nicht gedanklich an ihnen ab, sondern kann sich mit ihnen identifizieren, ihr Tun und ihre Emotionen nachvollziehen und leidet gemeinsam mit Ihnen. Sie sind authentisch und dem Leser zugewandt.
Mira ist zu Beginn sehr verträumt, einsam und schüchtern – sie verliert das nicht gänzlich, aber sie wird erwachsener durch ihre Situation.
Kyrian ist beinahe ein Antiheld, denn er begeht Fehler, ist von seinen Emotionen geleitet und tut schreckliche Dinge. Trotzdem, oder gerade deshalb, mag ich ihn, das war von Anfang an der Fall.
Auch Bralag konnte mir nicht wirklich unsympathisch werden … ja ich mag eindeutig die Menschen, die aus der Rolle fallen ^^
MEIN FAZIT Ich bin schlicht begeistert und hoffe sehr, dass ich nicht allzu lange auf den nächsten Band warten muss. Denn hier haben wir Qualität, Fantasie und ein wundervolles Setting – eben alles, was tolle Geschichten in meinen Augen brauchen. Bitte mehr davon! :) Eine gern gegebene Empfehlung ab ca. 14 Jahren aufwärts.
Ich finde, über Rodinia hört man in den sozialen Netzwerken wesentlich weniger als über andere Bücher, dabei hätte es das Buch mehr als verdient, wenn es noch mehr Leute kennen würden. Es ist nämlich wirklich toll.
Bei "Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers" handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie. Leider dauert es bis zum Erscheinen des zweiten Teils noch eine ganze Weile, was euch jedoch keinesfalls davon abhalten sollte, es jetzt schon zu lesen. Wer High Fantasy mag, dem wird Rodinia sicher gefallen.
In diesem Buch wird zwischen Magiern und Zauberern unterschieden, was ich ziemlich interessant fand, da das bisher immer dasselbe war für mich und in den Büchern, die ich so gelesen hab. Allerdings macht das die Geschichte auch erst so richtig zu dem was sie ist. An dieser Stelle wiederhole ich mich gerne noch einmal: Rodinia ist echt toll!
Geschrieben ist aus mehreren Perspektiven (nicht nur aus einer oder zwei) und in der 3. Person. Obwohl nicht angegeben ist, aus welcher Sicht gerade geschrieben ist, findet man sich schon nach wenigen Sätzen zurecht. Die meisten Teile sind aus der Sicht der beiden Protagonisten, Kyrian und Mira, geschrieben. Ob ich Perspektivenwechsel mag, hängt für mich sehr oft mit der Geschichte zusammen. Im Fall von "Rodinia" fand ich es super, da es gewissermaßen mehrere wichtige Handlungsstränge gibt, die verzweigt parallell verlaufen und sich nicht auf längeren Zeitraum überschneiden. Demnach hat man durch die verschiedenen Perspektiven einen ziemlich guten Überblick über das Geschehen und auch über die Beweggründe der einzelnen Personen.
Das ganze Buch über hab ich mich gefragt, was Mira und Kyrian groß miteinander zu tun haben. Zwar gibt es auf beiden Seiten den ein oder anderen Hinweis, allerdings widersprechen sich beide Seiten, wodurch man als Leser auf die Folter gespannt wird. Ich hatte erwartet, dass die Wege der beiden früher zusammenlaufen, aber auf diesen Moment musste ich länger warten als gedacht. Dann wurde es jedoch so spannend, dass die Wartezeit auf diesen Moment unwichtig geworden ist.
Die Welt Rodinia stelle ich mir wirklich schön vor, wenn man von bedeutenden Kleinigkeiten wie der Existenz der Magier mal absieht. Man merkt beim Lesen, dass Laurence die Welt wirklich gut durchdacht und ausgearbeitet hat.
Alles in allem, war das ein richtig toller Trilogie-Auftakt und ich freu mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzung. Esgibt zwar keinen direkten Cliffhanger, aber neugierig bin ich trotzdem, weil ich unbedingt wissen will, wie die Geschiichte von Kyrian und Mira weitergeht.
Eine komplette Welt zu erschaffen, diese so zu gestalten, dass sie in sich stimmig wirkt, ist keine leichte Aufgabe aber in diesem Buch absolut gelungen. Die Charaktere sind großartig herausgearbeitet, ihre Entscheidungen und Entwicklung sinnug, ohne dabei vorhersehbar zu sein. Und die Story macht Spaß, reißt einen mit und schwächelt auch zur Mitte hin nicht, wie es bei manch anderem ersten Teil einer Reihe hin und wieder vorkommt. Man fällt gefühlt im ersten Absatz in diese zauberhafte Welt, sieht die Handlung förmlich um sich herum passieren. Großartiger Start einer fantastischen Reihe, die einen Ehrenplatz in meinem Regal einnimmt
Mein Dank geht an den Autor Laurence Horn und den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar von Rodinia – Die Rückkehr des Zauberers
Meine Meinung: Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, habe ich Rodinia im Zuge einer Blogtour gelesen. Gott sei Dank! Ich hätte wirklich etwas verpasst, wenn ich es nicht gelesen hätte. Danke! Cover: Das Cover hat mich völlig verzaubert. Es erzählt schon seine ganz eigene Geschichte. Das Cover alleine erzählt eine magische Geschichte mit ganz viel Magie. Der Schreibstil: Der Autor hat einen wahnsinnig flüssigen und spannenden Schreibstil. Ich konnte, einmal angefangen, nicht mehr aufhören zu lesen und wollte immer weiter und immer weiter lesen. Die Geschichte spitzt sich bis zum Ende immer weiter zu, hält aber ab dem ersten Kapitel ein hohes Niveau an Spannung. Die Kapitel sind aus verschiedenen Sichten geschrieben, was auch sehr viel Aufschluss über die Gefühle der Personen gibt. Die Charaktere: Da der Klappentext nicht viel über die Charaktere verrät will ich nur kurz etwas über den Zauberer schreiben. Der Zauberer mit dem Namen Kyrian, ist eine sehr spezielle Person. Er hat sehr viele Facetten und wird oft unterschätzt, auch von mir wurde er definitiv unterschätzt. Jeder Charakter des Buches hat seine eigenen Geheimnisse und Überraschungen. Die Geschichte: Der Plot ist sehr komplex. Deswegen kann man dieses Buch nicht mit manch anderen seichten Romanen vergleichen. Die Story zieht total in seinen Bann und lässt mich auch nach einiger Zeit noch nicht los. Das Ende ist sehr offen und damit kann ich mich einfach nicht abfinden. Ich möchte unbedingt wissen wie es weitergeht.
Empfehlung: Lest es! Es ist einfach so toll!
Mein Fazit: Ein geniales Fantasyabenteuer mit einem sehr hohen Niveau.
Meine Bewertung: 10/10 Bücher für Rodinia – Die Rückkehr des Zauberers
Das Buch ist sehr gut geschrieben; es ist spannend, und unvorhersehbar. Die Welt ist faszinierend, desgleichen die Wesen, die sie bevölkern. Die Sprache ist leicht und stimmig, und obwohl es Tote und Verletzte gibt wird nicht in detaillierten Beschreibungen geschwelgt, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Die Charaktere sind, bis auf einige Ausnahmen, nicht nur gut oder schlecht, sondern haben ihre Stärken und Schwächen und entwickeln sich. Auch die Nebenfiguren sind gut beschrieben. Alles wir aufgelöst, trotzdem ist da Potential für eine Fortsetzung, denn da gibt es noch so vieles was ich gerne wüsste. Inzwischen habe ich erfahren, dass Fortsetzungen geplant sind, worauf ich mich jetzt schon freue.
High-Fantasy vom Feinsten. Im Vordergrund stehen die Geschichten um Mira und Kyrian und deren Anteil an der gesamten Story. Der Schreibstil ist wahnsinnig mitreißend und ist man einmal in den Fängen von Laurence Horn und Rodinia lässt es einen nicht mehr so schnell los.
Magier, Zauberer, Hexer oder Beschwörer, oftmals werden all diese Figuren über einen Kamm geschert. Das zumindest Magier und Zauberer nicht der selben Art angehören, möchte "Rodinia" in einer spannenden Geschichte erzählen. Das ehemalige Rodinia ist jetzt ein Land der Magier und wird von einem dicken Nebel umgeben. Durch ihn hindurch zu kommen scheint unmöglich. Doch ein junger Zauberer schafft es und beginnt einen Rachefeldzug gegen die Magier die seine Freunde auf dem Schiff untergingen ließen. Dabei erlebt er das Abenteuer seines Lebens in dem er am Ende erkennt was wirklich wichtig ist. Die Anzahl der Charaktere ist hoch, jedoch kann man schnell unterscheiden wer wichtig ist und wer nicht. Zum einen wäre da Kyrian, der Zauberer, der um sein ehemaliges Land kämpft, Mira, das hellhäutige Mädchen, das mir leider viel zu oft weinte, die Gaukler Ruven, Rahia und Umma und die Magier Bralag ,die Magierin Valhelia sowie den Magister der Magier. Wir wechseln zwischen all diesen Personen, was jedoch nicht verwirrend ist, da man sehr schnell erkennt aus wessen Sicht man diesmal das Abenteuer verfolgt. Auf was ich mich am meisten im Buch freute, war zu erfahren was der Unterschied zwischen Magiern und Zauberern ist. Diese Frage wurde mir leider nicht wirklich erklärt, was ich sehr schade fand. Denn ich empfand die Handlungsweisen als zu ähnlich. Was mir sehr gut gefiel war der lockere und sehr einfache Schreibstil, der es jedoch sehr gut schaffte Spannung im Buch aufzubauen. Die Seiten flogen nur so an mir vorbei weil man einfach immer weiter lesen wollte. Zusammengefasst ein echt tolles Werk welches sein Ziel, Magier und Zauberer unterscheiden zu können, leider verpasste. Ansonsten hätte ich gerne mehr Bücher aus diesem Reich, das es mir wirklich angetan hat.