Schon früh ist Christina Hachfeld von Afrika fasziniert. Angeregt durch Missionszeitschriften und Fotos ist ihr kindlich-naiver Berufswunsch folgerichtig "Missionsschwester im Kongo". Jahre später, nach einer glücklichen Ehe, die durch den tragischen Unfalltod ihres Mannes jäh beendet, erfüllt sich Christina in der zweiten Lebenshälfte ihren Kindheitstraum und reist zum ersten Mal nach Afrika. Noch weiß sie nicht, dass diese Reise ihr Leben auf undenkbar radikale Weise verändern wird. Christina verliebt sich in einen schönen Krieger der Samburu und wird seine Frau. Fernab der Zivilisation, im wilden Norden Kenias, beginnt ein Leben, das geprägt ist von Gefahren, unglaublichen Entbehrungen, fremdartigen Traditionen - und unvorstellbarem Zauber. Ein Leben, dass für eine Liebe zwischen zwei Menschen steht, die bis heute hält, trotz aller Widrigkeiten und kultureller Unterschiede.
Interessantes Buch. Die Einordnungen der Handlungen von Frau Hachfeld-Tapukai fällt mir schwer. Einerseits scheinen ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar, andererseits ist das Buch sprachlich gut zu lesen und Sie bietet interessante Einsichten und ist durchaus zur Reflexion fähig.
Was mir aufgefallen ist: - keine Altersangaben, wie alt waren die eigenen Kinder, als sie diese in Deutschland zurück lies - noch nicht erwachsen? - Der erste Mann will sie nur als Zweitfrau und am nächsten Abend hat sie schon einen neuen Bräutigam, den sie aber dann genauso liebt. Das scheint komisch. Ist das gekürzt für das Buch, oder hat sie wirklich so schnell die Liebhaber gewechselt? - Der fremdgehende Ehemann ist "natürlich" verhext. - Warum kommt die Beziehung mit dem Sänger so kurz? Der ist für mich interessanter als der Stammeskrieger, mit dem ich geistig nicht so viel anfangen konnte. - Elefanten können Böses anrichten.
Das Buch ist sehr gut geschrieben, allerdings schwärmt die Autorin Anfangs fast nur von dem schönen Land Afrika und ihrem Mann, den sie dort kennenlernt. Erst ab der Hälfte wird es wirklich spannend. Man erfährt, wie die Autorin unter den Einheimischen als Deutsche gelebt hat und wie sie ihre Probleme bewältigen musste. Das Buch ist empfehlenswert für alle, die auch 'Die weiße Massai' gelesen haben.