"Experience is, for me, the highest authority. The touchstone of validity is my own experience. No other person's ideas, and none of my own ideas, are as authoritative as my experience. It is to experience that I must return again and again, to discover a closer approximation to truth as it is in the process of becoming in me." -Carl Rogers, On Becoming a Person
DEVELOPED THEORIES - THERAPIES Person-Centered; Humanistic; Client-Centered; Student-Centered
TIMELINE 1902 - Carl Rogers was born in Oak Park, Illinois. 1919 - Enrolled at University of Wisconsin. 1924 - Graduated from University of Wisconsin and enrolled at Union Theological Seminary. 1926 - Transferred to Columbia. 1931- Earned Ph.D. from Columbia. 1940 - Began teaching at University of Ohio. 1946 - Elected president of American Psychological Association (APA). 1951 - Published Client-centered Therapy. 1961 - Published On Becoming A Person.
Was man von so einem kleinen Buch sicherlich nicht erwarten kann ist, dass es einen zu einem Experten macht. Man war ein Laie als man es angefangen hat und bleibt ein Laie, wenn die letzte Seite gelesen ist. Und doch vermittelt "Therapeut und Klient" freilich einen guten Blick für die Kernelemente von Rogers' Therapieform.
Wenn ich diese in einem einzigen Satz zusammenfassen müsste; ich würde behaupten alles drehe sich um folgende Auffassung: "Sei, als Therapeut, der verständnisvollste Freund, den sich der Klient wünschen kann". Sicher. "Freund" müsste hier etwas weit gefasst sein und vielleicht tut es "Zuhörer" in den meisten Fällen auch. Aber der letztere würde implizieren, dass man nicht unbedingt helfen wollen müsste, damit die Therapie wirkt. Und das gilt es sicherlich zu vermeiden.
Dieses Buch ist für Laien ein brauchbarer Einstieg, finde ich. In meinem Fall zumindest. Mir ist klar, dass ich das eigentlich nicht beurteilen kann - schließlich kenne ich von Rogers' Theorien ja kaum mehr als die paar Seiten und einige YouTube-Videos. Trotzdem. Ich glaube fest, dass es dabei helfen kann zu bestimmen, ob es für einen (als Klienten) die richtige Therapieform sein kann. Und für diese Leute - also jene, die nach einer Therapiemethode suchen, an die sie glauben und von der sie sich Heilung versprechen können - würde ich es auch empfehlen.
Sehr coole andere Perspektive auf Psychotherapie. Eine Art Gegenentwurf, der im starken Kontrast zu traditionellen Systemen steht. Eine Therapiemethode, die aus der Psychoanalyse entstanden ist und doch einen anti-analytischen Charakter hat. Horizonterweiternd und empfehlenswert.