Erschaffung der Menschen – Zorn der Götter
Nach langen Jahren des Krieges hatte die Ordnung das Chaos verdrängt. Zeus und seine Geschwister warfen die besiegten Titanen in den Tartaros. Doch schon bald begannen sich die Götter im Olymp – hoch über den Wolken – zu langweilen. Sie suchten nach einem intelligenzbegabten Spielzeug, um die Erde mit Leben zu erfüllen, das sie unterhalten sollte.
Der Titan Iapetos, der gegen die anderen Titanen treu an der Seite der Olympier gekämpft hatte, hatte einen klugen Sohn, Prometheus. Dieser wurde von Zeus angewiesen, aus Wasser, Erde und Feuer, ein intelligentes, aber sterbliches Lebewesen zu formen, das den Planeten in Harmonie besiedeln sollte. So entstand der Mensch. Doch Prometheus verliebte sich in seine Schöpfung zu sehr. Er stahl Feuer aus Hephaistos' Schmiede und das Rad aus Athenes Tempel, um die Entwicklung der Menschen
voranzutreiben. Ein Fehler! Die Evolution ging zu schnell. Die Menschheit zeigte Arroganz und begann die restliche Natur zu zerstören. Das Comic zeigt auch, wie Epimetheus, Prometheus‘ Bruder, die Tiere erschuf.
Aus Zorn ließ Zeus den Prometheus an einen Felsen im Kaukasus schmieden, wo jeden Tag ein Adler seine nachwachsende Leber fraß. Und als Strafe für die Menschheit wurde Pandora, die schönste Frau aller Zeiten, dem Epimetheus als Verführerin geschickt. Und mit ihr die berühmte Büchse (hier: Amphore), die einmal geöffnet, Unheil über das der Hybris verfallene Menschengeschlecht bringen sollte.
Luc Ferry folgt mit seiner Erzählung der sehr moralischen Version Platons. Im Anhang kann auch Hesiods Zugang zu Prometheus und Pandora nachgelesen werden. Wie gewohnt, ein toll bebilderter "Mythen der Antike"-Band, der einen die Geschichten der griechischen Mythologie gerne wieder auffrischen lässt.