Jürg Reinhart, à la recherche de sa vérité et de son destin, renonce à la peinture parce que l'ivresse de créer ne lui semble pas une raison suffisante de vivre, puis il renonce successivement à l'amour, à l'amitié, à l'espoir de procréer lorsqu'il découvre ses origines. Mais cette défaite est une victoire. Blessé, humilié, Jürg s'enrichit à mesure qu'il se dépouille. Par son inquiétude, Reinhart séduit tour à tour deux femmes : Yvonne, déçue par la faiblesse de son premier mari archéologue ; indépendante, dominatrice, elle abandonnera Jürg dont elle attend un enfant pour un homme qui lui apportera la sécurité. Hortense, une de ses anciennes élèves, séduite par l'aventure qu'incarne à ses yeux le peintre, y renonce en définitive pour une vie plus terrestre, plus quotidienne, plus concrète. Mais le personnage principal de ce roman est le destin qui tisse une toile ténue entre des êtres qui ne peuvent se rejoindre. Pour Reinhart, vivre est la quête angoissée d'une vérité qui fait la noblesse de l'homme, mais il succombe parce que tout lui interdit de devenir ce qu'il est et veut être.
Max Rudolph Frisch was born in 1911 in Zurich; the son of Franz Bruno Frisch (an architect) and Karolina Bettina Frisch (née Wildermuth). After studying at the Realgymnasium in Zurich, he enrolled at the University of Zurich in 1930 and began studying German literature, but had to abandon due to financial problems after the death of his father in 1932. Instead, he started working as a journalist and columnist for the Neue Zürcher Zeitung (NZZ), one of the major newspapers in Switzerland. With the NZZ he would entertain a lifelong ambivalent love-hate relationship, for his own views were in stark contrast to the conservative views promulgated by this newspaper. In 1933 he travelled through eastern and south-eastern Europe, and in 1935 he visited Germany for the first time.
Some of the major themes in his work are the search or loss of one's identity; guilt and innocence (the spiritual crisis of the modern world after Nietzsche proclaimed that "God is dead"); technological omnipotence (the human belief that everything was possible and technology allowed humans to control everything) versus fate (especially in Homo faber); and also Switzerland's idealized self-image as a tolerant democracy based on consensus — criticizing that as illusion and portraying people (and especially the Swiss) as being scared by their own liberty and being preoccupied mainly with controlling every part of their life.
Max Frisch was a political man, and many of his works make reference to (or, as in Jonas und sein Veteran, are centered around) political issues of the time.
Ich habe gekämpft mit diesem Buch! Es geht wieder um Jürg Reinhart - dieser junge Mann aus dem gleichnamigen Debütroman von Frisch, den ich nicht gelesen habe.
Das Buch ist ein bisschen chaotisch, aber grundsätzlich ringt Frisch (wieder mal) mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, der Ehe, dem Gegensatz zwischen bürgerlichem Spiessertum und künstlerischer Freiheit. Das Ganze ist auf fast 300 Seiten ausgewälzt und durchdrungen von schwülstigen Naturbeschreibungen.
Jürg Reinhart ist ein ziemlich passiver und unschlüssiger Charakter. Er findet seinen Platz nicht im Leben und irgendwann ist dann einfach Schluss.
Wie in Frisch's vorherigem Buch kommen hier wieder zwei Frauen vor, die auch vom Charakter her einigermassen ähnlich sind wie dort: Yvonne ist die ältere, erfahrenere und stärkere; Hortense die jüngere, die sich in Reinhart verliebt.
Nach dem Lesen weiss ich nicht so recht was mir das Buch sagen will, und ob ich ihm zwei oder drei Sterne geben will. Ein valider Grund zur Lektüre ist einzig, einen großen Autoren am Anfang seines Schaffens zu erleben.
Ein grossartiges Buch. Das frühe Werk von Max Frisch zeigt sein grosses erzählerisches Talent, das bereits die für ihn knappe Form offenbart, aber gleichzeitig bezüglich Wortklang und Begriffsschöpfungen an Hesse oder Rilke erinnert. Die Themen von Vergänglichkeit, Sinn des Lebens, Ausbruch aus dem Spiessertum und das manchmal resignierte Konstatieren, dass das Leben sich in Wiederholungen erschöpft, werden auch in nachfolgenden Werken stets Leitmotiv bleiben. Max Frisch, kraftvoll, unverbraucht und literarisch top.