Drei Künstler und Tagediebe stolpern in dieser tragisch-komischen Geschichte durch das neblige Olten: Jackpot, der erfolglose Schriftsteller, der auf Hunde und Pferde wettet, und die beiden Maler Louis und Grunz, die das Leben und die Schönheit lieben. Ihre Hingabe zur Kunst und zu den kleinen Freuden des Alltags scheint die drei Freunde zu erfüllen. Das Schicksal meint es gut mit denen, die wenig verlangen und viel geben. Doch dann tritt die schöne Fanny in ihr Leben. Allein durch ihre Präsenz bringt Fanny das scheinbar stabile Gleichgewicht der Männerfreundschaft ins Wanken. Mit der Leichtigkeit des Seins ist es bald vorbei. Jeder begehrt Fanny, aber keiner scheint zu verstehen, was Fanny begehrt.
Erst dachte ich, dass wird nicht so meins, aber dann freute ich mich doch immer wieder aufs weiterlesen. Ich mochte sogar den Berner Dialekt (welcher mir sonst nicht gefällt). Schöne Geschichte.
Wenn Pedro Lenz schreibt, dann liest das gesamte Mittelland der Schweiz mehr als gerne mit. Der momentan in Olten lebende Autor verzaubert mit seinen, in Mundart gehaltenen Geschichten, Menschen in allen Schichten - egal ob Alter oder Vermögen. Und auch mit seinem neusten Roman "Di schöni Fanny" hat er wieder alles richtig gemacht und verführt einmal mehr in der kleinen Stadt an der Aare.
Das Buch ist ein wunderbares Zwischending von Liebesgeschichte, Alltagsaufnahme und Milieustudie. Man verfolgt drei Künstler in Olten, die sich durch den normalen Tagesablauf schlagen und findet dabei immer wieder Parallelen zum eigenen Leben - oder möchte die lebensecht beschriebenen Figuren gleich zu sich nach Hause einladen. Lenz versteht es nämlich prächtig, das Tun und Lassen der Schweiz in tollen Sätzen perfekt zu formulieren, lässt den Leser dabei glücklich grinsen und verbreitet mit seinen Einfällen ein gutes Gefühl.
Wer somit kein Problem mit geschriebenem Schweizerdeutsch hat und auch bei unzähligen Vokalen und Umlauten nicht stolpert, der findet hier eine hübsche Geschichte, die eigentlich genau so passiert sein muss. Und wer danach nicht selber schreiben, im Galicia einen trinken oder an der Aare spazieren möchte, der hat zu wenig Herz.
Im Gegensatz zur Hauptfigur "Jackpot" seines Romans findet Pedro Lenz den Flow seiner Geschichte gleich von Anfang an. Sie liest sich leicht und geschmeidig. Wem der Charakter, die Weltanschauung und die Perspektive vom Rande der Leistungsgesellschaft des "Goalies" sympathisch war, wird auch an Jackpot Gefallen finden.
Its one of the books where the city, where the events take place, becomes like one of the main characters. While reading, one wants to take a train to Olten, pass the wooden bridge, take a cup of coffee in one of the bars and walk on the shores of Aare.
Being in Olten few times, I would associate it with everything but a bohemian city. But then I read about ‘Gruppe Olten’ and learnt much about the city, its special location as a hub between main swiss cities, as a workers city, city of artists etc. I even found there is a special hike called ‘Swiss Writers Path ‘ taking people to places mentioned in books plotted in Olten.
Not being comfortable with Swiss German, I read the translated version and even in high German, the book takes the reader into swissness of many things.
To me, Fanny was the background and the book above everything was a story of friendship. As such, it had many touching paragraphs of empathy, care and understanding of others’ feelings. I did not understand the end though or it was by purpose to leaving it to open interpretation.
Männerphantasie. Zuviel Alkohol im Spiel. Und ein Schriftsteller mit Schreibstau als Protagonist. Normalerweise zwei Garanten für trostlose Langeweile. Nach 100 Seiten stellt sich dann doch noch ein Plot ein und die Atmosphäre der provinziellen und liebessehnsüchtigen Loser ist zunehmend dicht und stimmig gemalt. Gut für eine leichte Sommerlektüre. Spricht weibliche Leser wohl weniger an, eine Einsicht, die der Autor intuitiv (selbstreflexiv?) auch am Ende seines Werkes verarbeitet hat.
Das erste Mal gehört habe ich von diesem Roman im Literaturclub. Das ist eine Sendung die sich ausschließlich neuen Büchern widmet und diese im Rahmen einer Diskussion mit Gästen bespricht. Ausgestrahlt wird sie im 3sat und im SRF. Die schöne Fanny vom Schweizer Autoren Pedro Lenz wurde dort auf sehr witzige und charmante Weise diskutiert, so dass ich neugierig wurde und den Verlag kurzerhand um ein Rezensionsexemplar bat.
Darum gehts Frank, genannt Jackpot ist ein eher erfolgloser Schriftsteller und durch seine Freunde Louis und Grunz kunstinteressiert. Als er Louis, einen Kunstmaler eines Tages besucht, läuft ihm die Kunststudentin Fanny über den Weg, welche Louis als Aktmodell zur Verfügung stand. Jackpot ist sofort hin und weg von der jungen Frau und fortan geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Auch die anderen Freunde von Jackpot kennen Fanny und alle scheinen auf die ein oder andere Weise fasziniert von der Zwanzigjährigen. Unbewusst stiftet Fanny Unruhe in der Clique rund um Jackpot. Aber wer genau ist Fanny?
Die Geschichte beginnt peppig und rasant. Ich war sofort mittendrin im Geschehen und konnte mir ein Bild von Jackpot machen. Ganz reizvoll fand ich die Tatsache, dass die Story in der Schweiz spielt. Ich habe bisher noch kein Buch eines Schweizer Autoren gelesen und fand viele Textpassagen sehr witzig. Natürlich ist das Buch ins Hochdeutsche übersetzt, dennoch kommt der Charme von Lenz zweifelsfrei durch und ich fühlte mich an viele Ortschaften in der Schweiz versetzt.
Der Charakter des Jackpot wird authentisch und identifizierbar gezeichnet. Er besticht durch seinen Humor und seine zeitweilig ungebremsten Emotionen. Ich hatte gleich zu Beginn den Eindruck, dass Jackpot ein geselliger Mensch ist, der dennoch sehr einsam zu sein scheint. Seine Freunde Louis, Koni und Grunz spielen in seinem Leben eine wichtige Rolle. Dennoch piesacken sie sich gegenseitig, was der Geschichte viel Amüsanz verleiht. Lenz verführt den Leser in ein Milieu von Aussenseitern und schafft damit eine raue aber durchaus charmante Atmosphäre.
Das Cover ist so wunderschön und gehört schon jetzt zu meinen Liebsten. In Anlehnung an die Kunst, welche in dem Roman nicht zu kurz kommt, gleicht das Bild von Fanny einem Gemälde. Die Farben harmonieren wunderbar und geben der Geschichte Persönlichkeit.
Ein sehr lesenswertes Buch, welches viele Emotionen bedient, die verliebte Menschen kennen. Darunter auch und vor allem die Eifersucht, die Jackpot quält. Mir gefielen die warmherzigen Passagen, aber auch die etwas schrofferen Töne sehr gut. Pedro Lenz gelingt eine tolle Mischung. Ich kann das Buch allen ans Herz legen, die ihren Lesehorizont erweitern wollen.
Ich danke dem Kein&Aber-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Was mi bitzeli gstört het isch, dass es e chli fescht en manne roman isch. D fraue chömed fast nüd vor, sind im beste fall objekt und vu ihrem innelebe erfahrt mer nür. Mengisch ischs unangnehm als jungi leserin i die Mannefantasie abztauche.
Das liegt in der Natur der Sache, dass die Liebe normalerweise vor der Erkenntnis kommt. Ich verliebe mich auch heute noch immer unwissend. Es gibt nichts Schöneres.
Jackpot, ein mitteloser Schriftsteller auf der Suche nach der Bestseller-Geschichte, erzählt uns vom Künstlerleben in der Provinz, und wie die schöne Fanny sein Gleichgewicht und das seiner Männerfreundschaft ins Wanken bringt.
Ich schätze den Autoren sehr nur leider hat er mich mit diesem Buch enttäuscht. Das einzige, was mich wirklich zu überzeugen vermochte ist sein Schreibstil in Schweizer Mundart.
Die Geschichte langweilte mich. Fanny blieb mir zu distanziert und ich konnte dieses Theater um ihre Person nicht verstehen. Sie liebt das Leben und schliesst daher engere Freundschaften aus. Diese Einstellung zum Leben war mir nicht sympathisch und ich konnte nicht nachvollziehen warum sie so dachte.
Questa settimana ho avuto l’occasione di leggere in anteprima LA BELLA FANNY di Pedro Lenz, edito da Gabriele Capelli Editore e tradotto dallo svizzero tedesco da Amalia Urbano.
La bella Fanny è un romanzo dal carattere fresco e dinamico, ambientato nello sfondo del contesto bernese. Protagonisti assoluti, due pittori e un romanziere, la cui indissolubile amicizia viene profondamente scossa dall’incontro con una donna speciale. “E’ come un cielo d’inverno. Ha lo sguardo di un vitellino e un’espressione raggiante da far rizzare i capelli in testa anche a un calvo.”.
Il libro è il racconto in prima persona di Frank, detto Jackpot dagli amici, e si dipana attraverso una sagace narrazione degli eventi, impreziosita da brillanti dialoghi.
Centro nevralgico della trama, l’incontro con Fanny, che destabilizza i tre amici. In particolare Jackpot, romanziere alla perenne ricerca d’ispirazione, rimane molto colpito dalla donna la quale diventa per lui quasi un ossessione, al punto da sentirsi spinto perfino a seguirla di nascosto, e provare gelosia nei confronti di Louis e Grunz, amici pittori settantenni, che stanno lavorando con lei per realizzare dei quadri. Questa infatuazione diventa una sorta di lente, attraverso la quale l’aspirante romanziere osserva i suoi amici e il mondo. Le domande che pone loro, con un inedito interesse, danno vita a sfavillanti discorsi e considerazioni sull’amore, l’arte e l’esistenza in generale. Interessanti le incursioni nel passato di Jackpot attraverso i suoi pensieri estemporanei che, alla stregua delle macchie di Rorschach, evocano collegamenti con episodi della sua vita passata, volti a spiegare alcuni aspetti del suo carattere. Come, per esempio, il momento in cui l’uomo riflette sulla motivazione, e come questa sia qualcosa di impagabile; ritorna con la mente a quando da ragazzino ha risparmiato per potersi comprare una bici da corsa, coadiuvato dal fatto che suo padre era un accanito tifoso delle corse ciclistiche. L’improvvisa perdita del padre gli fa capire che per lui “quello che abbiamo dentro è il motore e quello che abbiamo fuori è la scintilla. E quando suo padre è morto, il motore c’era ancora, ma senza la scintilla per l’accensione non poteva più farlo partire.” Queste riflessioni di Jackpot, assieme ai dialoghi assolutamente umoristici, mondani e brillanti, sono il punto di forza di questo romanzo. A fare la parte del leone anche il sentimento dell’amicizia, indissolubile e forte. Una storia positiva, vivace, adatta a tutti.
Un libro curioso e interessante, tradotto in italiano direttamente dal Bernese (berndeutsch), senza la traduzione intermedia in hochdeutsch. Non è una storia d'azione, ma più di conversazione e dialoghi tra amici a Olten, e di pensieri di scrittori e pittori, la maggior parte mentre bevono troppo e sono alla ricerca di buon cibo.
"Chi compera un quadro cerca l'esotico, vuole che l'artista abbia un aspetto malsano, che viva storie d'amore complicate, che faccia le ore piccole, che alzi il gomito e che tiri la cinghia".
Ovviamente c'è anche la storia che circonda Fanny e il narratore, ma difficile discuterne senza svelarne la trama.
Rilevante il fatto che sia una storia di uno scrittore con due buoni amici, tutti innamorati della stessa donna, e che al contempo lo scrittore stesse scrivendo un libro su tre amici tutti innamorati della stessa donna. Mi chiedo dunque se i livelli estendono anche dalla parte opposta e se sia una storia di Lenz e i suoi amici. Indubbiamente almeno qualcosa di autobiografico c'è, che si capisce anche dalle ultime due frasi del libro: "Le storie, non siamo noi a cercarle. Sono loro che vengono a bussare alla nostra porta"
La bella Fanny è un romanzo fluido e diretto che, partendo dal tema generale dell’amore, giunge ad analizzare tutte le incertezze che possono albergare nel cuore e nella mente di un giovane innamorato... http://www.piegodilibri.it/recensioni...