Liebe, die das Herz verbrennt. Leyla und Max sind seit einem Jahr ein ungleiches Paar. Max, der gutaussehende Typ aus gutem Hause, und Leyla, "Mauerblümchen mit Migrationshintergrund", wie sie sich selbst charakterisiert. Dennoch scheint alles perfekt, bis der geheimnisvolle Red auftaucht. Red, der Geocacher, der sich ständig aufregende Caches ausdenkt. Red, der Romantiker, der nachts bei Gewitter im See badet. Red, der so anders ist als Max: spontan, verrückt, leidenschaftlich. Leyla verliebt sich Hals über Kopf und gegen ihren Willen in Red. Was Leyla nicht ahnt: Max, dem es so schwer fällt, seinen Gefühlen Ausdruck zu geben, liebt sie über alle Maßen, verzweifelt, mehr als sein Leben. Was Leyla ebenfalls nicht ahnt: Red ist ein Spieler, ein Jäger und ein Blender. Leyla lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, das in einer Katastrophe endet.
Marlene Röder beschreibt in atmosphärisch dichten Bildern und einer außergewöhnlichen Sprache die Geschichte einer großen, verzweifelten, maßlosen Liebe, die tragisch endet. Mit großer Subtilität und Sensibilität entwirft sie einen neuen Werther im jetzt und heute. Ein Buch über große Gefühle, Leidenschaft und Verrat, das noch lange nachwirkt.
Max ist in den Herbstferien im Schwimmcamp, denkt jedoch die ganze Zeit an seine Freundin Leyla. Schon ein Jahr sind die beiden nun ein Paar, doch Leyla ist doch etwas neidisch, dass er sich eine schöne Zeit in Spanien macht. Und dabei möchte Max nur eines: Leyla beweisen, wie sehr er sie liebt und zwar mit einem Schloss mit ihren eingravierten Namen, das sie gemeinsam an einer Brücke befestigen können.
Endlich haben Max Leyla einen Moment für sich und er möchte ihr seine Überraschung geben. Doch dann bekommen sie von Red eine geheimnisvolle sms. Doch auch Red selber ist mysteriös. Sie wissen kaum etwas von ihm, nur dass er ein leidenschaftlicher Geo-Cacher ist. Nun fordert er sie zu einem ganz persönlichen Cache auf und die Suche nach Red beginnt.
Leyla hat es momentan nicht ganz einfach. Ihre Grossmutter ist erst vor kurzem gestorben und so muss sie oft auf ihre kleine Schwester aufpassen. Zudem ist sie sehr unsicher. Wie kann ein so perfekter Junge wie Max sie wirklich lieben? Ist er wirklich der Richtige für sie? Max ist ein Einzelkind und stammt aus einem reichen Elternhaus. Er schwimmt erfolgreich und Leyla findet alles an ihm perfekt - bis auf seine Hände, die sie aus diesem Grund so mag. Der charismatische Geocacher Red ist in dieser Geschichte die grosse Unbekannte. Leyla reagiert sehr stark auf ihn, denn er ist alles andere als perfekt und kommt so gut mit ihrer Schwester aus. Und Red drängt sich immer mehr zwischen Max und Leyla.
"Cache" ist sehr spannend und bekommt mit dem Geo-Caching eine ganz besondere Note. Gekonnt lässt Marlene Röder Lelya immer wieder zurückzublicken, so dass sich uns als Leser nach und nach die ganze Geschichte offenbart. Schonungslos zeigt die Autorin, was passieren kann, wenn man zu wenig miteinander redet, einander nicht vertraut.
Ich mag es, wenn ein Buch mich zu überraschen vermag, doch "Cache" hat mich total auf dem falschen Fuss erwischt und schockiert. Obwohl man Max in der ich-Perspektive erlebt, war dieses Ende nicht absehbar. Und obwohl mir bewusst ist, dass dies genau so gewollt ist, stimmt es mich nachdenklich.
Marlene Röders Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen. Sie schafft eine dichte Atmosphäre, die einen ans Buch fesselt. Sie begleitet abwechselnd Leyla und Max. Wo er in der ich-Perspektive erzählt, bleibt Leyla in der 3. Person. Speziell ist auch, dass die Geschichte im Präsens geschrieben ist.
Fazit: "Cache" ist überraschend anders, facettenreich und tragisch. Geo-Caching ist die Thematik, die sich quer durchs Buch zieht, doch hier geht es noch um viel mehr als um ein Hobby: Vertrauen, Kommunikation und die Suche, die Leben verändert. (4.5 Sterne)
Der 16-jährige Max liebt die türkischstämmige Leyla aufrichtig. Während der Ferien ist er mit seiner Schwimmmannschaft verreist, doch die ganze Zeit denkt er an seine Freundin. Als Liebesbeweis kauft er für sie beide ein Schloss mit ihren Namen, welches er nach seiner Rückkehr gemeinsam mit ihr an einer Brücke befestigen möchte. Doch als Max zurückkehrt, muss er feststellen, dass Leyla sich mehr Gedanken über den mysteriösen Red macht, der mit ihnen beiden seit ein paar Wochen regelmäßig Geo-Chaches unternimmt. Als Leyla und Max endlich ein paar Minuten für sich alleine sind, erhalten sie beide eine Nachricht von Red, der sie zu einem ganz persönlichen Cache auffordert. Damit beginnt die Suche nach Red und die unfreiwillige Offenbarung Leylas über die Zeit, die Max im Schwimmcamp verbracht hat…
„Cache“ ist ein weiterer Roman, der beim Fischer Verlag unter der Rubrik ‚Die Bücher mit dem blauen Band‘ erschienen ist. Dieser Jugendroman entspringt der Feder von Marlene Röder, die in dieser Geschichte die Protagonisten Max, Leyla und Red zum Leben erweckt.
Zwar wird die Handlung aus der Erzählperspektive beschrieben, dennoch liegt der Fokus abwechselnd auf Max oder Leyla, die dadurch zur Hauptfigur des Geschehens werden.
Max entstammt reichen Verhältnissen und ist wohlbehütet aufgewachsen. Seit Jahren schwimmt er und darin liegt seine ganze Freude. Doch er liebt Leyla und träumt bereits von einem gemeinsamen Urlaub im kommenden Sommer. Leyla ist seit langem in Max verliebt, doch erst seit etwa einem Jahr mit ihm zusammen. Ihr Leben ist nicht immer so einfach, erst kürzlich ist ihre geliebte Großmutter gestorben und sie muss sich mit um ihre jüngere Schwester kümmern. Von Max fühlt sie sich manchmal missverstanden, weshalb sie auf die Worte von Red so leicht und intensiv reagiert. Red ist das große Fragezeichen in der Handlung, denn über den jungen Mann erfährt nur Stück für Stück nähere Informationen. Früh vom Vater im Stich gelassen, sucht er sich einen eigenen Weg durchs Leben, dabei nimmt er wenig Rücksicht auf andere Personen. Doch kann er sich ändern und ist er vielleicht der richtige Partner an Leylas Seite?
Die Handlung baut sich logisch und leicht verständlich auf. Regelmäßig macht der Leser gemeinsam mit Leyla einen kurzen Sprung in die Vergangenheit und beschreibt ein paar Erlebnisse, die sich er kürzlich zugetragen haben. Dinge, die vor Max Rückkehr geschehen sind. Das bringt viele aufregende, aber auch traurige Details ans Licht.
Marlene Röder verwendet bei ihrem Werk eine bildliche Ausdrucksweise. Obwohl alles um die drei Protagonisten recht unwirklich erscheint, hat der Leser dennoch das Gefühl, alles hautnah mitzuerleben. Die Suche bei den Caches führt durch ganz Berlin, was der Kulisse viel Potenzial verleiht. Die Familien der drei Jugendlichen werden zwar kurz vorgestellt, erhalten aber nur wenig Raum, sich zu entwickeln. Das ist aber auch nicht notwendig, denn die eigentliche Geschichte wird auf den gut 250 Seiten erzählt und fühlt sich einfach vollständig an.
Überraschend, dramatisch und erschreckend!
Mein persönliches Fazit: In jedem Roman, den ich lese, gibt es meistens eine Person, die ich am meisten mag, mit der ich mitfiebere und mit der ich mich identifizieren kann. In diesem Werk ist es der junge Max, dessen Schicksal mir einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Er kommt nach Hause und muss sich mit Dingen beschäftigen, die er nicht hat kommen sehen. Er tat mir unglaublich leid und ich habe mit ihm mitgefühlt. Zeitgleich habe ich aber auch Leyla verstanden, die sich ihrer Liebe zu Max unsicher war und von Red verstanden fühlte. Nur dadurch hat sie sich überhaupt auf das gefährliche Spiel mit dem Unbekannten eingelassen.
Wer ein Buch mit großem Happy-End und Lovestory erwartet, sollte von diesem die Finger lassen. Alle anderen, die miterleben wollen, was durch zu wenig Vertrauen, zu wenig Kommunikation, passiert, dürfen hier bedenkenlos zugreifen. Denn diese Geschichte ist vielschichtig, tragisch und voller Gefühl. Mich hat das Buch noch lange nach dem ich es beendet hatte, beschäftigt und ich wünsche mir, dass es noch ganz viele weitere, begeisterte Leser finden wird.
Max und Leyla sind seit einem Jahr ein Paar. Zurzeit trainiert Max in Spanien im Schwimmcamp; doch seine Gedanken sind bei Leyla, die in Berlin geblieben ist. Rückblenden blättern die Vorgeschichte des jungen Paars auf. Orts- und Zeitangaben zu Beginn jedes Kapitels verstärken die filmische Wirkung der Rückblicke. Leyla zeigt sich darin sehr unsicher, als könne sie noch immer nicht glauben, dass ein Typ wie Max wirklich ein unscheinbares Mädchen wie sie liebt. Einige Wochen vorher hat Leyla in der S-Bahn „Red“ kennengelernt, einen charismatischen Geocacher, der sich auf raffinierte Art in die Beziehung der beiden drängt. Red ist der Cachername des Typen in der Cacher-Community, d. h. Leyla bleibt lange verborgen, wer Red wirklich ist. Max dagegen fühlt sich von Geocachen in bröckelnden Industrieruinen gestresst - sein Freund ist Red nicht. Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Leyla, Max und Red wird mit wechselndem Focus sehr glaubwürdig und beklemmend authentisch erzählt.
Das Geocachen und der Spreepark Plänterwald als Schauplatz bilden die leicht morbide Kulisse für eine tragisch endende Liebe. Marlene Röder streift mit ihrem dicht formulierten Jugendroman das Thema Manipulation und die Frage, ob ein Gegenüber die Person ist, die es zu sein vorgibt. Die Erkenntnis, dass es Menschen gibt, die andere manipulieren, ist für die Zielgruppe ab 14 - und deren Eltern - ein höchst aktuelles Thema.
anfangs Tat ich mich schwer mit den verschiedenen Zeiten und Personen, aber das Buch packte mich schnell. es musste an einen Tag ausgelesen werden. Das Ende kam völlig unerwartet und lässt mich nachdenklich zurück. Ich habe mit etwas anderem gerechnet.