Als die 17-jährige Leo auf den undurchschaubaren Alexei trifft, gibt der ihr nicht nur Rätsel auf, sondern bringt auch ihre Gefühle ganz schön durcheinander. Doch dann passiert ein Mord, und Leo muss sich fragen, ob Alexei etwas damit zu tun hat. Dass sie trotzdem weiterhin an ihn glaubt, bringt sie am Ende sogar in Lebensgefahr. Aber es macht Leo auch stärker. Kann sie ihrer Liebe wirklich trauen?"In einer Sommernacht wie dieser" von Bestseller-Autorin Tanja Heitmann verbindet atmosphärische Romantik mit einer guten Portion Thrill.
Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren. Sie studierte Politikwissenschaften und Germanistik und arbeitet in einer Literaturagentur. Bereits als kleines Mädchen war sie eine Büchernarrin und liebt bis heute die Geschichten von Astrid Lindgren, Hans Christian Andersen und Tove Jansson. Von ihrem ersten Taschengeld kaufte sie sich »Die Unendliche Geschichte« von Michael Ende. Mit ihrem Debütroman »Morgenrot« wurde sie bekannt und befand sich monatelang auf den Bestsellerlisten. Zusätzlich schreibt sie auch unter dem Pseudonym Thea Lichtenstein. Zusammen mit ihrer Familie lebt Tanja Heitmann auf dem Land.
Reine Liebesgeschichten mag ich ja nicht so, deshalb hat mich das Buch auch direkt angesprochen, weil es zwar auch Romantik, aber auch Spannung und Thrill versprochen hat. Und genau das hab ich auch gefunden und es wird Freunden des Genres sicher gefallen, in jedem Alter, aber es ist definitiv ein Jugendbuch.
So richtig komme ich mit Jugendbüchern momentan nicht klar, wobei ich hier gar nicht genau festlegen kann, woran es lag. Vielleicht, weil alles etwas zu überzogen gewirkt hat, zu aufbauschend und dadurch etwas unecht.
Trotzdem hab ich es gerne gelesen, gerade die Jugendlichen waren trotz den etwas zu dramatischen Aktionen und Hintergründen sehr authentisch. Vor allem die Dialoge waren klasse und wirkten immer frisch und locker, da hab ich mich direkt in meine Teenagerzeit zurückversetzt gefühlt. Auch mit dem schnellen Verliebtsein kam ich klar, obwohl das ja oft kritisiert wird, aber ich denke, da haben diese Menschen in ihrem Leben einfach was verpasst. Manchmal hat man so Momente, wo man jemanden trifft und sich sofort hingezogen fühlt. Viele setzen das sofort mit Liebe gleich, die allerdings erst später kommt, aber gerade in dieser ersten Verliebheit fühlt man sich noch so völlig eins mit dem anderen und würde alles für ihn tun, ohne Rücksicht auf Verluste.
"Er war ja nicht einfach Schritt für Schritt in ihr Leben getreten, sondern hatte plötzlich mittendrin gestanden und alles andere wie eine übermächtige Naturgewalt verdrängt ..." S. 182
Genauso ergeht es der 17jährigen Leo, die im Sommerhaus ihres Vaters Alexei kennenlernt. Einen verschlossenen jungen Mann, der nichts von sich Preis geben will und jeden auf Abstand hält. Ein Schläger, heißt es im Dorf am Potsdamer See, genau der richtige Umgang zusammen mit seinem Freund Joschi, dem Kiffer, denen man tunlichst aus dem Weg gehen sollte. Leo lässt sich allerdings davon nicht abhalten, doch als ein Mord geschieht, gerät die Lage immer mehr außer Kontrolle. Das Geheimnis von Alexei ist dunkel und sehr tief in ihm vergraben - ein Geheimnis übrigens, dass ich schon fast etwas zu dramatisch fand, aber es war doch sehr spannend, dem Verlauf der Geschichte zu folgen. Auch wenn die Aufklärung mich nicht von den Socken gerissen hat, ist es insgesamt fesselnd aufgebaut.
Die Sichtweisen wechseln zwischen Leo und Alexei und zeigen so sehr deutlich, wie aufgewühlt ihre Gefühlswelt ist und wie schwer die Entscheidungen, die sie zu treffen haben. Auch wenn hier oft Naivität durchklingt, sind ihre Gedanken und Handlungen durchaus nachvollziehbar und trotz mancher kitschiger Szenen hat es doch einen gewissen Ernst. Diese Mischung hat jedenfalls viel Spaß gemacht und man fliegt regelrecht durch die Seiten
Erwähnen muss ich unbedingt noch Viktor, den alten russischen Gärtner, der mir trotz seiner kleinen, großen Nebenrolle sehr ans Herz gewachsen ist.
"Trotzdem war Leo sich ziemlich sicher, dass zumindest Großväter so sein sollten wie Viktor Kranz: alt und schief, kratzig und in jeder Hinsicht vertrauenserweckend. Sie sollten Häuser haben, die genauso als und schief aussahen wie sie selbst. Außerdem sollten sie einen jederzeit willkommen heißen, ohne Fragen zu stellen, und Eintöpfe kochen, die nach Trost dufteten und leise blubbernd auf dem Herd standen." S. 219
Tanja Heitmann und ich hatten es in der Vergangenheit ein wenig schwer miteinander, da mir manche ihrer Bücher nicht gefallen haben. Da "In einer Sommernacht wie dieser" allerdings recht spannend klang, wollte ich dem Buch trotz einiger Skepsis dennoch eine Chance geben und muss sagen, dass es zwischen der Autorin und mir wohl einfach nicht sein soll.
Die Autorin hat die Geschichte zwar an sich recht gut geschrieben und auch die Figuren gut ausgearbeitet, allerdings plätscherte für mich alles zu sehr vor sich hin, sodass für mich leider nie die Spannung aufkam, die ich mir im Vorfeld erhofft habe. Dazu muss ich leider sagen, hat mir stellenweise doch der berühmte rote Faden gefehlt, denn zwischendurch hatte ich das Gefühl, als wüsste die Autorin selbst nicht, wohin sie mit der Geschichte eigentlich hin möchte. Dennoch muss ich auch sagen, dass an der Geschichte nicht alles schlecht ist. Die Schauplätze sind gut gewählt und auch die Figuren waren jetzt nicht zwingend unsympathisch, nur wollte es zwischen ihnen und mir einfach nicht funken.
An sich hätte der Mordfall sowie die Geschichte rund um Alexei und Leo zwar ganz interessant werden können, allerdings war die Liebesgeschichte, die ebenfalls in dem Buch enthalten ist, weitaus größer als die Thriller-Elemente, sodass das Buch immer mehr sein Thema verfehlte. Dies ist sehr schade, denn damit wurde eine Menge Potential verschwendet und sorgte dafür, dass ich immer mehr das Interesse an der Geschichte verloren habe.
Das Cover ist dagegen wunderschön anzusehen und für mich ein absoluter Hingucker. Auch die Kurzbeschreibung hat ein Lob verdient, da diese mich trotz aller Skepsis dazu animiert hat, der Geschichte eine Chance zu gehen. Sehr schade, dass es dann am Ende doch nicht sein sollte.
Kurz gesagt: "In einer Sommernacht wie dieser" besitzt zwar durchaus den ein oder anderen spannenden Moment und auch gut ausgearbeitete Figuren, konnte mich allerdings nie so richtig fesseln, sodass ich der Geschichte stellenweise nur wenig abgewinnen konnte. Sehr schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.
Leo,Alexei// romantik+thrill: ich lese eigentlich kein thrill aber dieses Buch war mal ein guter Einstieg. Nach jedem zweiten Kapitel hatte man ein neuen vermuteten Täter. Am Ende macht es dann aber Sinn. Das Ende war sehr emotional. Schönes Buch!
Die siebzehnjährige Leo verbringt ihren Sommer in der neuen Villa ihres Vaters am Potsdamer See. Doch schon bei ihrer Ankunft muss sie feststellen, dass dort vor allem Schwarzarbeiter aus Osteuropa beschäftigt sind. Dann trifft Leo auf den undurchschaubaren, schweigsamen Alexei, der für Prügeleien bekannt ist. Dennoch gibt sie nicht klein bei und erhascht immer wieder einen Blick hinter seine Fassade. Aber dann passiert ein Mord und Leo muss sich fragen, ob sie Alexei entgegen ihrer Gefühle wirklich vertrauen kann - und welche dunklen Abgründe er versteckt ...
Meine Meinung:
Gerade im letzten Drittel wurde der Thrill-Faktor immer deutlicher. Durch den Mord und die Frage nach dem Täter und danach, inwieweit Alexei vertrauenswürdig ist, wird von Anfang an Spannung aufgebaut, sodass das Buch durchaus fesselnd war, obwohl es anfangs noch eher ruhig ist. Der Grundaubau ist allerdings nicht sonderlich neu und im letzten Drittel reimte ich mir die Zusammenhänge dann endgültig zusammen, auch wenn das der fesselnden Spannung keinen Abbruch tat und ich mir trotzdem nie hundertprozentig sicher war. Zwischendurch gibt es kurze Passagen auf gräulichen Seiten, die anfangs nicht klarzuzuordnen sind und dadurch noch mehr zu dem Spannungsaufbau beitragen.
Der Schreibstil ist poetisch, gerade bei den Beschreibungen der Gefühle werden eindrucksvolle Vergleiche wie die mit einem Blumengarten verwendet, sodass die Gefühle nachempfindbar vermittelt werden. Auch die Kulisse der Villa mit ihrem ausgedehntem Garten, dem Wald und dem See lässt eine eindrucksvolle Atmosphäre entstehen. Auf der anderen Seite ist die Sprache teilweise aber auch sehr umgangssprachlich gehalten, und manchmal fand ich die ganzen Anglizismen fast schon übertrieben. Hin und wieder blitzt aber auch ein wenig Ironie auf. Zwischendurch gibt es kurze Sichtwechsel, auch wenn die Protagonistin Leo die meiste Zeit aus ihrer Sicht, ebenfalls aus der dritten Person, erzählt. Obwohl diese nicht weiter gekennzeichnet waren, gelang es mir in der Regel schnell, mich zurecht zu finden, zudem trugen sie oft zum Spannungsaufbau bei.
Leo war mir sofort sympathisch, da sich nicht klein beigibt. Besonders nicht gegenüber dem unnahbaren Alexei, dem sie sich entschieden entgegenstellt. Sie fragt vielleicht manchmal etwas viel, ist aber direkt und selbstbewusst. Trotz der sofortigen Faszination für Alexei hinterfragt sie weiterhin ihre Gefühle. Was diese angeht, so kam es mir am Anfang ein wenig schnell vor, da sie aber so eindrucksvoll vermittelt wurden, störte das nicht weiter, zumal sich die Beziehung dann doch entwickelt und manchmal echt süß war. Alexei ist ein Bad Boy mit düsterer Vergangenheit, der zwar nicht viel sagt, gegenüber Leo dann aber doch charmant ist und der außerdem unter inneren Konflikten leidet, die dem Leser nachvollziehbar in den Passagen aus seiner Sicht vermittelt werden. Er war auch sehr vielschichtig und tiefgründig und ich musste ihn einfach ins Herz schließen.
Insgesamt begrenzt sich die Geschichte auf eine übersichtliche Zahl an Charakteren. Leos Vater Clemens ist der egoistische, ignorante Reiche, der sich von ihrer Mutter getrennt und sie in ein Internat abgeschoben hat - sehr unsympathisch also. Aufgrund von Kindheitserinnerungen fällt es Leo trotzdem nicht immer leicht, das zu akzeptieren - hier hätte ich mir gewünscht, dass ein kleiner Einblick in diese Erinnerungen gegeben würde, um Clemens‘ Charakter tiefgründiger zu gestalten. Die anderen Nebencharaktere sind aber durchaus vielschichtig aufgebaut, gerade Joschi lockert die Schlagabtausche zwischen Alexei und Leo durch sarkastische Kommentare auf.
Fazit: Fesselnder Thriller mit nachempfindbarer Liebesgeschichte und vielschichtigen Charakteren, gerade gegen Ende wird viel Spannung aufgebaut, Grundkonzept nicht neu, allerdings macht da der poetischer Schreibstil viel wieder wett
Ich würde dem Buch auch sechs Sterne geben, wenn ich könnte. Nachdem ich anfänglich etwas Schwierigkeiten mit dem Buch hatte, bin ich grade nur so unendlich froh, dass ich es nicht abgebrochen habe. So oft wurde mein Herz in so kurzer Zeit selten gebrochen, aber auf meist wunderbare Weise.
MEINUNG Ich bin recht leicht in die Geschichte reingekommen, Der Prolog bzw. die ersten Seiten haben mir schon sehr gut gefallen. Gleich zu Anfang gibt es schon ein Waldkapitel, diese sind richtig gut gelungen und bauen Spannung auf.
Zum Schreibstil: Es liest sich wirklich schnell und flüssig. Diese Wald-Story ist echt sehr cool gemacht, ich fragte mich die ganze Zeit, ob es nun um wen es wohl geht... Außerdem hat mich das Pärchen auch emotional berührt und die vielen Momente zwischen den beiden waren auf ihre Art spannend. Die beiden sind irgendwie so 'echt'. Bei manchen Paaren in Büchern hat man das Gefühl, dass die sich nur oberflächlich gut finden und damit man eine Lovestory hat, doch hier finde ich das Paar echt gelungen.
Leo, die Protagonistin, ist echt sympathisch. Alexei kann ich auch sehr gut leiden. Joschi mag ich sehr gern auf seine verpeilte Art. Auch die anderen Charaktere haben ihren Beitrag zur Story gemacht.
Insgesamt bringt es richtig Spaß das Buch zu lesen, es ist eine coole Mischung aus Mystery, Liebe und gemütlichem Sommer :) Außerdem hat es mir sehr gefallen, dass es noch den ernsteren Aspekt der illegalen Arbeit in Deutschland aufgegriffen hat. Dadurch wurde es noch ein wenig interessanter.
Was für ein Ende! Obwohl ich an sich einen richtigen Verdacht hatte, wurde ich nochmal richtig überrascht. Auch dass es etwas offen gehalten wurde, finde ich gut. Für mich eine sehr gelungene Geschichte, die sich richtig gut hat lesen lassen!
FAZIT Insgesamt bringt es richtig Spaß das Buch zu lesen, es ist eine coole Mischung aus Mystery, Liebe und gemütlichem Sommer :) -> Leseempfehlung!