Wolfgang Hohlbein is a German author of science fiction, fantasy and horror fiction who lives near Neuss, North Rhine-Westphalia. His wife, Heike, is also a writer and often works with her husband. She often comes up with the story ideas and therefore is generally credited as co-author. Their daughter, Rebecca, is also a writer.
Writing short stories since age 15, Hohlbein was first recognized as an author after sending in a manuscript he and his wife had written at a fantasy and science fiction writing contest in 1982. They won and their book, Märchenmond (English title: "Magic Moon"), was published by Ueberreuter Publishing, soon becoming a bestseller and winning several awards. It is one of their greatest successes till today.
Many of his more than 200 books are translated and published in many European countries as well as in South Korea. Yet for many years none of his works had been translated into English. In 2006, Magic Moon was translated into English and published in the United States.
Meine Review zum Erscheinen des TBs in den 90ern: So wie auf dem Cover muss man sich Captain Charity Laird, Raumpilotin der „Space Force“ Vereinigten Staaten nicht vorstellen, kann es aber tun. Das Covergirl mit der dem diekten Blick, dem sinnlichen Mund und der weitgeöffneten Kombi vermittelt einen falschen Eindruck, verspricht mehr als das der Text dahinter einlösen können, denn bei ihm handelt es sich um Romane, die sich inhaltlich knapp über Heftromanniveau bewegen, und da kommt Sex so gut wie nicht vor. Dieser Band fasst die ersten drei Romane der Serie, die als Taschenbücher bei Bastei-Lübbe bereits erschienen sind, zusammen. Der erste Band „Die beste Frau der Space Force“ handelt vom Überlebenskampf einer kleinen Gruppe von Soldaten, die sich in einen atombombensicheren Bunker verschanzt hat. Charity stößt zu ihr, sie hat sich dabei mit spinnenartigen Ungeheuern, die die Invasoren auf die Menschen losgelassen haben, auseinander zusetzen. In Rückblenden wird von der Invasion erzählt, die zu spät als solche erkannt worden ist. Man schreibt übrigens das Jahr 1998. Im zweiten Band „Dunkel ist die Zukunft“ wacht Charity nach rund sechzig Jahren aus dem Kälteschlaf auf und findet eine im wörtlichen Sinne verwüstete Erde vor. Die Außerirdischen haben die Erde vertrocknen lassen und einige Menschen am Leben gelassen, aber jede Art von geschichtlicher Erinnerung und Bildung unterdrückt. Die Sharks erledigen Aufträge für Daniel, die Stimme der sogenannten Herren von Moron, wie die Invasoren mittlerweile genannt werden. Sie glauben sich frei, doch am Ende des zweiten Roman erkennen sie, das sie für Daniel und die „Herren von Moron“ nur Menschenmaterial sind. Und es gibt noch die „Tiefen“, die schon in der dritten Generation in einem Regierungsbunker leben und sich damit begnügen bis Charity bei ihnen auftaucht und im Gefolge die Sharks, die Charity gefolgt sind. Doch die als die Sharks ihre Gefangenen umbringen sollen, begehrt ihr Anführer auf. Zu Daniel, der sich als Kamerad von Charity herausstellt, und der der Statthalter der sich verborgen haltenden Invasoren ist, will die Gruppe um Charity, zu der auch der mysteriöse kleinwüchsige Gurk gehört, im dritten Roman „Die Königin der Rebellen“ vordringen um mit ihm abzurechnen. Sie müssen dazu eine mysteriöse Bastion der Fremden vordringen und nehmen erst einmal Kontakt mit den „Rebellen“ auf. Es gibt vielfältige Reaktionen auf die neue Situation auf der Erde. Darin sind die Romane stark, die Menschen werden differenziert geschildert. Selbst der Kollaborateur Daniel kann man nicht verurteilen, er hat Argumente für seine Zusammenarbeit mit den Unterdrückern. Andere versuchen einfach nur zu überleben. Wie die Shaitan-Priesterinnen fügen sich freiwillig in die Verhältnisse und liefern den Außerirdischen die Kinder ihrer eigenen Leute aus. Man kann sie auch nicht verurteilen, denn sie dienen den „Herren von Moron“ wie Göttern. Das Manko: Beschreibungen der Hintergründe gibt es kaum, man weiß nicht, wie die Menschen sich auf dieser unfruchtbaren, kargen Erde ernähren, besonders diejenigen, die im Untergrund leben. Manchmal bleiben die Motivationen der Figuren unklar. Net, das rebellische Mädchen, das in den Bergen, dem Shark-Territorium auftaucht, trifft man ein paar Tage wieder bei ihren Eltern, ohne dass klar wird, warum sie denn abgehauen ist. Die Sharks, die man sich allenfalls als Pendant einer Rockern ansehen muss, scheinen nur aus Männern zu bestehen, von ihrem Leben in der verstrahlten Ruinenstadt erfährt man nichts. Diverse populäre Filme haben ihre Spuren hinterlassen, das postapokalyptische Szenario und seine abgerissen wilde Personnage von „Mad Max“ spricht Hohlbein - oder der Autor, der gerade unter dem Namen Hohlbein schreibt -, selbst an. Man kann auch an den T100 aus „Terminator 2, Judgements Day“, denken, wenn man von der Wandlungsfähigkeit und der Unverwundbarkeit des Megamannes, der auf Charity angesetzt wird, liest. Die Serie ist für Leser ein ausreichender Perry Rhodan-Ersatz: Action, aggressive und mysteriöse Außerirdische, die über schier unerschöpfliche Resourcen verfügen und technologisch weit überlegen sind. Hohlbein hat sich lange als Heftromanautor und als Lovecraft-Epigone betätigt, da bereitet ihm die Darstellung finsterer Außerirdischer, die kaum vor etwas zurückschrecken und per se grässlich sind, keine sonderlichen Probleme. Und nichts sorgt besser für eine moralisches Fundament von Action, als sich gerade gegen solche Kreaturen zu wehren. „Charity“ fügt der deutschen Science Fiction kaum neue Facetten hinzu, ist aber rasant geschrieben und ganz gut konsumierbar. Dass Charity ein weiblicher Charakter ist, das wird nur in wenigen Situationen richtig deutlich. Für Erotik ist hier bei der Nonstop-Action auch kein Platz. Als Leser ist man darüber nicht gerade unglücklich. Die interessantere Figur ist Skudder, ein Hopi-Indianer, der am Anfang als Anführer der Sharks (also der „Haie“) in Erscheinung tritt und später Kampfgenosse von Charity wird. Wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt darüber vermag der Rezensent nur zu spekulieren, aber die beiden scheinen etwas für einander übrig zu haben, zumindest Skudder für Charity. So gesehen ist Charity keine wirkliche Alternative, allenfalls eine unvermeidliche Variation zu ihren männlichen Pendants, denn sie schießt, kämpft und hat auch in Angesicht überlegener Gegenspieler die coolen Sprüche wie die männlichen Helden drauf. Die Konzeption ist auch nicht wirklich originell. Thomas Ziegler hat mit „Flaming Bess“ schon dieses Gebiet bei demselben Verlag beackert. Aber es scheint Nachfrage nach solcher Art von Science Fiction zu bestehen. Bei Lübbe ist eine Miniserie von Wolfgang Hohlbein mit dem Titel „Intruder“ für den Herbst geplant. Es geht um eine Invasion. Heftromanstoffe erobern nun auch den Hardcoverbereich. Die Kleinverlage haben es vorgemacht, das serienfreudige Haus Bastei-Lübbe scheint nachzuziehen.
Das Buch rief so'n bisschen Kindheitserinnerungen wach. Klingt ungewohnt, ist aber so. Ich hab ja als Kind, so ab 10, fast nur den Hohlbein gelesen. Alles. Ständig. Manches mehrmals. Und eben noch lange bevor ich Harry Potter in die Hände bekommen habe.
Damals hat mich die Charity ganz doll fasziniert. Weil das eins der wenigen Bücher mit Heldin war. Und wie die rumgeheldet hat! Total coole Science Fiction.
Jetzt beim Nochmallesen, und wenn man eben keine 12 mehr ist, fallen einem schon hier und da gewisse Schwachstellen auf. Das ist schon irgendwie ein komisches Gefühl, dass man gar nicht mehr so gefesselt ist wie früher, sondern denkt, heh, hm, das war jetzt irgendwie unsinnig. Man merkt aber doch sehr deutlich, dass es schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. So generell, für die Kurzweil eignet es sich doch gut. Und hier waren jetzt 3 Romane in einem Band und die hatte man doch recht fix durch. (Ganz im Gegensatz zu den Sachen, die ich vorher gelesen hab.)
Mal gucken, ob ich auch noch die restlichen Teile der Reihe noch mal lese. (Ich weiß noch, dass mir der letzte Band damals auch nich mehr so gut gefallen hatte. Hm!)