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Corruption in the Communist World: Anti-corruption Campaigns and Legitimation Crisis

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Using an analytical, comparative approach that examines communist regimes from Moscow and Beijing to Havana and Kampuchea, Leslie Holmes argues that the extraordinarily rapid decline and collapse of communism in the USSR and Eastern Europe between 1989 and 1992 had its roots in the anti-corruption campaigns introduced in the early 1980s. Originally created to combat the disastrous economic reforms of the 1960s and '70s, the anti-corruption campaigns could not meet citizen expectations, and ultimately had the unintended effect of provoking a legitimation crisis throughout the communist world. Holmes studies this crisis in detail, investigating campaigns against official corruption in more than twenty communist states, with particular emphasis on the former USSR and the People's Republic of China. In a final chapter, Holmes locates the failure of communist power in the larger debate about the crisis of modernity, and argues—controversially—that the collapse of communism is not necessarily of much relevance to this alleged crisis.

300 pages, Paperback

First published May 6, 1993

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Leslie Holmes

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March 26, 2026
Leslie Holmes’ The End of Communist Power untersucht die Ursachen für den Zusammenbruch kommunistischer Regime im späten 20. Jahrhundert. Holmes identifiziert insbesondere strukturelle Korruption und das Scheitern wirtschaftlicher Reformen der 1960er- und 1970er-Jahre als zentrale Faktoren einer sich beschleunigenden Legitimationskrise, die schließlich in einen umfassenden Systemkollaps mündete.
Gegen Deutungen, die diese Umbrüche primär als Symptom einer allgemeinen Krise der Moderne verstehen, argumentiert Holmes konsequent aus der Binnenlogik der Systeme heraus und verortet die Ursachen in den inneren Widersprüchen des Kommunismus selbst. Das Werk bietet damit eine präzise Analyse der Mechanismen politischen Machtverfalls und zeigt, wie sich strukturelle Defizite über Jahrzehnte hinweg akkumulierten und das Fundament dieser Staaten untergruben.
Holmes liefert so einen wichtigen Beitrag zum Verständnis politischer Transformationsprozesse und der inhärenten Fragilität autoritärer Systeme. Es ist eine analytisch dichte und zugleich gut zugängliche Studie für Historiker und Politikwissenschaftler, die die komplexen Dynamiken hinter den Umbrüchen der jüngeren Zeit nachvollziehen möchten.
Letztlich bestätigt Holmes mit kühler Distanz, was Solschenizyn unter Lebensgefahr aus dem Gedächtnis niederschrieb: Die wahre Legitimationskrise des Kommunismus war kein ökonomisches Versehen der 70er-Jahre, sondern ein Geburtsfehler. Wer wie Holmes die inneren Widersprüche seziert, erkennt im ‚Ende der Macht‘ die Spätfolgen jenes Terrors, den der Archipel Gulag als das wahre, unhaltbare Gesicht des Systems entlarvte. Die Geschichte hat lediglich das vollzogen, was das kollektive Gedächtnis der Opfer längst wusste: Ein Staat, der seine Bürger im Inneren bekriegt, wird am Ende an seiner eigenen Leere ersticken.
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