Ein Fürst möchte den Thron besteigen. Er heuert eine Auftragsmörderin, die Krähe, an, um den Kronprinz, Karek, zu ermorden. Um seinen Sohn zu schützen, schickt sein Vater in daraufhin zur Soldatenausbildung auf eine entfernte Feste. Dieser versucht außerdem die Bedeutung einer geheimnisvollen Karte, die in der alten Sprache der Myrnen verfasst wurde, zu entschlüsseln.
Die Reihe von Sam Feuerbach ist klassische Fantasie. Zwar gibt es keine Elfen und Drachen, aber die Storyline folgt dem Schema der Suche. Das Buch wäre eigentlich nichts besonderes. Die Handlung ist überschaubar. Beispielsweise lautet der Klappentext des ersten Bandes, dass Karek die Krähe trifft. Dies geschieht aber tatsächlich erst kurz vor Schluss. Ein halber Absatz fasst den gesamten ersten Teil zusammen.
Das Buch sticht einzig durch seinen Humor aus der Masse. Es hagelt am laufenden Band dumme Bemerkungen. Wenn die Krähe ihre Umgebung beschreibt bzw. ihre Anschauungen zur Diplomatie schildert, entfuhr mit immer wieder ein Lachen.
Karek ist auch nicht auf den Mund gefallen. Zusammen mit seiner Bande von pubertierenden Freunden wird es aber noch amüsanter. Am Ende des Sammelbandes stellt sich ein Scherge die Reaktion des Fürsten auf sein erneutes Versagen vor. Bei dieser Konversation habe ich Tränen gelacht.
Ab dem zweiten Buch wird dann auch die Handlung spannender. Dank der zu lösenden Geheimnisse, einem durchwegs sympathischen Cast und einem nicht auf den Mund gefallenen, herrlichen Bösewicht, werde ich zumindest auch dem zweiten Sammelband eine Chance geben.