Zunächst muss ich sagen, dass ich den kompletten Inhalt nicht verstehen konnte. Dafür war das Manifest m. E. teilweise zu wissenschaftlich verfasst. Aber die Punkte, die ich verstanden habe, haben mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich habe mich häufig dabei erwischt, wie ich vielen Erläuterungen sehr oft kopfnickend zugestimmt habe.
Für mich persönlich hat sich Salomon- Schmidt jedoch zu sehr an den Religionen „ abgearbeitet“ . Er hatte super Punkte. Gerade im Bezug auf Traditionsblindheit und wie überholt die meisten Religionen eigentlich sind. Meiner Meinung nach, hätte dies kürzer zusammengefasst werden können. Etwas mehr Differenziertheit hätte ich mir aber zudem auch noch gewünscht. Toll fand ich am Ende des Buches die „ 10 ANgebote des Humanismus“ . Vorangestellt hatte er die 10 Gebote . Im Vergleich merkt man total die Diskrepanz im Inhalt. Darauf kommt es eben an.
Für mich wäre es besser gewesen, hätte er das Manifest noch zugänglicher für eine breitere Masse verfasst. Denn es ist - gerade zu Krisenzeiten, Flüchtlingswellen, Kriegszeiten- so immens wichtig , dass wir einen humaneren Umgang miteinander pflegen. Auch fände ich es schön, wenn es Ausgaben für Kinder gäbe, damit so wichtige , essenzielle Umgangsformen und Gedanken zum friedlichen Leben miteinander schon früh an Kinder herangetragen werden. Das wäre ein guter Anfang, wenn man den Religionsunterricht in der Schule durch die Theorie des Humanismus ersetzen oder zumindest ergänzen könnte. Tatsächlich fände ich es noch positiver, wenn der Religionsunterricht in Religionskritik umbenannt werden würde und man Schüler:innen lehrt, Sachverhalte nicht als gegeben hinzunehmen, sondern sehr kritisch zu hinterfragen. Dies sollte man dann konsequenter Weise mit allen Weltreligionen machen.