Der 1969 geborene Michael Peinkofer ist sowohl Autor wie auch Übersetzer und Filmjournalist, außerdem betreibt er an seinem derzeitigen Wohnort Kempten zusammen mit einem weiteren Gesellschafter die Firmen "Dreamagix Studios Leising" und "Peinkofer GbR". Seine Tätigkeiten im Bereich Journalismus orientieren sich an seinem Studium als gelernter Germanist mit den Nebenfächern Geschichte und Kommunikationswissenschaften - abgeschlossen hat er dies als Magister. Geschrieben hat Michael Peinkofer bereits 180 Romane und benutzt dafür sehr unterschiedliche Pseudonyme - auch auf Genre hat er sich nicht festgelegt, wurde aber vor allem für Fantasy-Romane bekannt. Einige seiner Pseudonyme sind beispielsweise "Marc van Allen" oder "Michael J. Parrish". Größere Bekanntheit erlangte er mit dem Roman "Die Bruderschaft der Runen" und der Romanreihe "Die Orks".
Schnee und Eis drohen das Land Allagain zu überziehen. Denn das Böse versucht die Welt nach langer Zeit wieder zu erobern und friert dazu das Grundmeer ein, so dass die Welt in Kälte und Finsternis zu versinken droht. Von den ersten Vorboten, blutrünstigen Erlen, aufgerüttelt machen sich der Druide Yvolar, der Jäger Alphart und der Bauer Leffel auf ihre Welt vor dem Untergang zu retten. Auf ihrer Suche nach dem magischen Horn der Sylfen, die nach dem letzten Krieg gegen das Böse aus der Welt verschwunden sind, finden sie weitere tapfere Gefährten, mit denen sie sich schließlich zu siebent zum Gipfel des Berges aufmachen, wo einstmals die große Schlacht geschlagen wurde. Doch während die Gefährten alles daran setzen das Böse aufzuhalten, droht ein Krieg zwischen den Menschen auszubrechen…
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass „Unter dem Erlmond“ von Michael Peinkofer einfach nur eine Herr-der-Ringe-Imitation ist. Vor allem die fremd klingenden Namen lassen schnell eine Parallele zu Tolkiens Werken ziehen. Doch „Unter dem Erlmond“ ist was die Handlung betrifft grundverschieden von dem bekannten Fantasyromanen.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die unterschiedlichen Menschen, die später zu Gefährten werden sollen. Das Gewicht wird dabei nicht auf eine Person vordergründig gelegt, sondern alle Protagonisten werden gleichwertig eingeführt und während des Handlungsverlaufes bekommt der Leser mal Einsicht in die Denkweise des einen, mal in die des anderen Charakters. Ein sehr schönes Konzept, denn so ist nicht zu Beginn klar, wer denn genau das Schicksal der Welt nun entscheiden wird. Vielmehr werden die vielen verschiedenen Einzelheiten beleuchtet, die Einfluss auf die Geschichte haben. Auch wenn, gerade zu Beginn des Buches, dem Leser nicht klar ist, warum gerade dieses Geschehen wiedergegeben wird.
Genau das macht den Einstieg beim Lesen auch etwas schwer. Denn anfänglich reiht der Autor einige Kapitel aneinander, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, in denen die Personen später auch nicht noch einmal wirklich auftauchen. Doch sobald der erste Charakter vorgestellt wird und sich die Handlung schnell verdichtet, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Besonders gut ist bei „Unter den Erlmond“, dass die Handlung nicht geradlinig verläuft. Also hier muss kein „Auserwählter“ einen Ring zum „Schicksalsberg“ bringen, um das Böse zu vernichten. Vielmehr müssen die Helden sogar einige Rückschläge in Kauf nehmen. Ohne zu viel zu verraten: So müssen die Gefährten beispielweise nach einer neuen Möglichkeit suchen das Böse zu besiegen, nachdem die erste Lösung einfach einmal nichts geworden ist.
Michael Peinkofers Roman „Unter dem Erlmond“, dem ersten Band der zweibändigen Reihe Land der Mythen, ist ein Fantasyroman ganz in der Manier Tolkiens, der aber was die Handlungsverläufe mal etwas anderes präsentiert. Ein wahres Lesevergnügen für Fantasyfans und solchen, die es nach der Lektüre dieses Buches bestimmt noch werden.
"Unter dem Erlmond" war seit langer Zeit das erste Buch, welches ich mir in einer Buchhandlung gekauft habe (und nicht als eBook). Ich fand das Cover total ansprechend und als ich las, dass es etwas mit Sagen und Mythen aus dem Allgäu zutun hat, fand ich es noch interessanter. Ich selbst komme zwar nicht aus dem Allgäu, aber ich finde die Idee, bekannte Landschaften für eine Fantasy-Welt zu benutzen, cool.
Michael Peinkofer kenne ich bisher durch "Splitterwelten", dessen Fortsetzung ich immer noch allzu gerne lesen würde (Appell an Herr Peinkofer!). Vor allem, weil ich die Charaktere so super fand (und die Zeichnungen im Buch waren ein Bonus!), dachte ich, es sei keine schlechte Idee, wieder einmal ein Werk von Peinkofer zu lesen.
Naja. Ich sehe mit einem traurigen Blick auf das Buch hinunter, weil es mich irgendwie nicht so überzeugen konnte, wie ich es gewollt hätte.
Einerseits konnte ich mich nicht mit den Charakteren identifizieren. Alphart, der Wildfänger, war mir zu mürrisch, auch wenn er im Laufe des Buches aufgetaut ist. Aber anfangs konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass er ein Hauptcharakter sein sollte! Dann gibt es noch Leffel Gilg, bei dem ich nicht recht durchsteige, weil er ein wenig dämlich ist, wie ich finde (ich will aber wissen, was unter der Mütze ist, menno!). Oder Prinzessin Rionna, die mir zu wenig vorkommt (mit der hätte ich mich eventuell identifizieren können).
Dann gab es einige (!) Stellen, bei denen ich mich stark an Herr der Ringe zurückerinnert gefühlt habe. Da ich das Buch erst kürzlich gelesen habe, kenne ich noch viele Szenen, und die Handlungsweise und der Fortlauf der Szene erinnerte mich doch sehr stark daran. Vor allem Yvolar, der einsame Druide, war für mich eine exakte (nicht ganz so coole) Kopie von Gandalf. Ich finde, bei einem solch versierten (Bestseller-)Autor sollten solche Parallelen einfach nicht aufkommen, vor allem, wenn man Welten wie in "Splitterwelten" von ihm gewohnt ist. Ich habe gut reden, die Story meines Buches spielt auch in einem Internat etc., aber ich habe mir allergrößte Mühe gegeben, es nicht wie Harry Potter klingen zu lassen. Das hätte ich mir von diesem Buch auch gewünscht [Ich meine - hallo? - ein Bärengänger? Da hätte Peinkofer auch gleich Beorn hinschreiben können!] ...
Spannend ist das Buch allemal, die Beschreibung der Landschaft fand ich auch nicht schlecht. Glücklicherweise hat Peinkofer sich da nicht an Herr der Ringe gehalten und die genau richtige Menge an Beschreibung geliefert.
Schussplädoyer
"Unter dem Erlmond - Land der Mythen #1" ist ein unterhaltsames High-Fantasy-Buch, welches mich leider nicht so überzeugen konnte. Ich hätte mir weniger Herr der Ringe und mehr Peinkofer gewünscht. Leider wird es nicht dafür reichen, den zweiten Teil zu kaufen und zu lesen (auch wenn ich immer noch wissen will, was unter Leffel Gilgs Mütze ist!).
Abgebrochen auf Seite 303 von 492. Kleiner Kommentar: Die Charaktere ähnelten mir zu stark den Herr der Ringe-Charaktere, wirkten aber trotzdem flach. Am schlimmsten war für mich der Gandalf :D Sein Tun und Handeln hat für mich leider keinen Sinn ergeben... Klärt mich auf, wenn ihr die Geschichte besser versteht :)
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