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Rettet das Spiel!

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Gerald Hüther und Christoph Quarch plädieren für die Wiederentdeckung des Spiels: für mehr Kreativität und Lebensfreude in Familie, Partnerschaft und Beruf.

Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. Was Schiller einst dachte, bestätigt heute die Neurowissenschaft: Im Spiel entfalten Menschen ihre Potenziale, beim Spiel erfahren sie Lebendigkeit. Doch das Spiel ist bedroht – durch seine Kommerzialisierung ebenso wie durch suchterzeugende Online-Spiele. Der Hirnforscher Gerald Hüther und der Philosoph Christoph Quarch wollen sich damit nicht abfinden. Sie erläutern, warum unser Gehirn zur Hochform aufläuft, sobald wir es spielerisch nutzen, erinnern an die Wertschätzung des Spiels in früheren Kulturen und zeigen, welche Spiele dazu angetan sind, Freiräume für Lebensfreude zu öffnen – damit wir unsere spielerische Kreativität nicht verlieren!

208 pages, Hardcover

Published September 26, 2016

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About the author

Gerald Hüther

125 books76 followers
Gerald Hüther is a German neurobiologist and author of popular books and other writings on the subject of learning and education.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Julian.
5 reviews
April 24, 2021
Dass wir uns als "homo oeconomicus", von Gewinnmaximierung getrieben, von Wachstum gesteuert und von Wettkampf stetig bedrängt, selber gegen die Wand fahren, ist ja schon lange kein Geheimnis mehr.
Dass hierzu im Kontrast die wahre Natur des Menschen doch eher im "homo ludens" zu finden sei, der das Leben lebt wie er Spiele spielt, also weniger zielorientiert und fremdgesteuert, sondern mehr den Moment wertschätzend und in seiner Intentionslosigkeit zu seiner wahren Selbstverwirklichung beitragend, verspricht dieses Buch.

Eine Prämisse die man nur befürworten kann, aber mangelt es dem Buch wohl auch unter anderem daran, dass es von alten, weißen Männern geschrieben wurde. Während sie in vielen Punkten natürlich Recht haben, beispielsweise dass auch alles Spielerische vom Kommerz und Kapitalismus beschmutzt in Verkommenheit gerät, scheinen nur ihre noblen Vorstellung von das, was Spiel sein soll, zu gelten, und alles andere als eine Verrohung des Spieles und damit auch des Geistes.
Was Spiel sein soll, ja, bei einem Buch mit dem Titel "Rettet das Spiel" wäre es sehr sinnvoll einführend sich darauf zu einigen was unter der sehr breiten Bezeichnung Spiel zu verstehen ist. Aus unerklärlichen Gründen wird diese Frage erst im vierten Kapitel erklärt. Spiel ist Freiheit, Verbundenheit und Darstellung.

Warum das Buch meiner Meinung nach unter der Altbackenheit der Autoren leidet begründet sich in deren negativen Auseinandersetzung mit einem sehr modernenen Möglichkeit des Spielens: dem Computerspiel. Das Phänomen der virtuellen Spiele ist noch keine 50 Jahre alt und als Küken in der Familie hat man ja immer mit Selbstbehauptung zu kämpfen. Unter der Kategorie der Geschicklichkeitsspiele (neben Wettkampf-, Glücks-, Kult- und Kunstspielen die erwähnten Hauptkategorien des Spiels) finden Computerspiele nur kurz Erwähnung und werden dann auch gleich als inhaltslose, isolierende Konsumgüter abgetan. Natürlich können Computerspiele inhaltslos sein, sie sind auch sehr verlockend sich darin zu verlieren und das "echte" Leben vorbeiziehen zu lassen. Aber sie sind nicht nur das.
Computerspiele bieten Obhut für Menschen, die es nicht leicht haben, Anschluss zu finden, die Ausgrenzung aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Eigenart, ihres Aussehens, sozialen Status oder körperlicher Einschränkungen erfahren mussten oder noch müssen. Sie schlüpfen in Rollen, in denen sie jemand anderes sein können, was ihnen außerhalb des Spiel verwehrt sein könnte. Sie sind auch das Gegenteil von isoliert: vernetzt, weltweit, mit Menschen. Haben die Autoren noch nie von Mario Party oder sonstigen Co-op gehört? Nicht nur im Spiel, auch außerhalb, schließt man sich zum Austausch zusammen. Auf dem Schulhof wird über die Taktik geredet, wie man den Endboss besiegt, über die Story und Charaktere wird geschwärmt und in Fangemeinschaften wird der Faden weitergesponnen, es wird sich kreativ ausgelebt, es werden ganze Kulturen geschaffen. Es ist eine eigene Industrie, die sehr stark am Wachsen ist, und natürlich wie jede andere Industrie auch ihre Makel hat. Aber es ist eine Industrie, die sehr schnell lernt, weil sie auch sehr viel spielt.

Die größte Ironie hierbei ist, dass am Ende des Buches optimistisch in die Zukunft geblickt wird, weil sich die Strukturen durch die jungen Menschen, die den älteren Generationen allmählich die Zügel abnehmen, auflockern, indem sie schon diese vom Buch propagierte spielerische Leichtigkeit des Lebens an den Tag bringen.
Aber es wird nicht hinterfragt, warum sie das können? Liegt es vielleicht daran, dass diesen Menschen in ihrer Kindheit eine Möglichkeit des Spielens geboten wurde, eine Möglichkeit, mit anderen Menschen frei von jeglichen Zwängen zu sein, sich anders darzustellen und zu entfalten als vom eigenen Ego und Körper eingeengt? Eine Möglichkeit, sich auf sehr viele verschiedenen Weisen in sehr viele verschiedene Rollen zu versetzen anstatt nur der einen Rolle, die ihnen aufgedrängt wird, und so auch ihre Denkmuster aufzulockern, und damit auch die kollektiven Denkstrukturen die unsere Gesellschaft prägen?

Profile Image for Ben.
3 reviews16 followers
May 26, 2021
It's quite interesting (listened to the audiobook), although it has its lengths. I especially liked the chapters about the history of how playing & gaming was treated. I was hoping it to encourage readers to play also with the reason that playing (and gaming) is always a learning experience. I guess the book's main point is that we feel mostly alive when we play. There could've been a complete chapter on gamification and its beneficial sites that are often not discussed thoroughly (see Yu-Kai Chou for instance). Where human drives and the desire to play inform the design (process) of diverse products and services that manage to engage their users in a meaningful way. Overall a fairly good read.
2 reviews
April 20, 2022
Ich hab das Buch für ein Referat in der Schule gelesen. Bevor ich es gelesen habe hatte ich gute Erwartungen an das Buch da ich die Autoren davor schon kannte, aber ich finde das Buch wurde sehr in die Länge gezogen. Man hätte den Text auf 1/3 kürzen können. Es wurde sehr um den heißen Brei geschrieben und es viel mir schwer das Buch zu lesen, da es teilweise sehr langweilig war. Zirka bei Seite 140 Habe ich es dann aufgegeben und eine Zusammenfassung zu dem Buch aus dem Internet gesucht. Ich habe leider keine gefunden stattdessen aber ein Interview von Gerald Hüther indem er das Buch auf das wesentliche zusammengefasst hat. Kann das Buch leider echt nicht weiter empfehlen, wenn ihr euch aber dennoch dafür Interessiert würde ich euch empfehlen das Interview zu lesen!
Profile Image for Andreas Häusler.
10 reviews
February 26, 2021
Nachdem ich 64% von „Rettet das Spiel” gelesen habe, lege ich es zur Seite, wohl, um es nicht mehr wieder anzufassen.

Ich bin sehr gespalten, was dieses Buch angeht. Ich schätze Prof. Gerald Hüther sehr, den ich über zahlreiche Wort- und Filmbeiträge schon kennenlernen durfte. Seine Stimme der Vernunft ist viel zu wenig gehört, gerade in der Pandemie.

Dieses Buch jedoch, so gut geschrieben es ist und reich an guten Argumenten, kann ich nicht weiterlesen. Den wenn ich weiterlese, werde ich mir selbst gegenüber zum Heuchler. Auf der anderen Seite werde ich in den Kommentaren harte Kritiken ernten, wenn ich gleich begründe, warum ich es nicht weiterlese.

Ich bin promoviert in den Naturwissenschaften. Und ich bin Christ. Nach dem ersten, einleitenden Kapitel zur Historie des Spiels mit griechischen Göttern und dem Verlust des Spieltriebs im Christentum waren die Argumente zwar einleuchtend, doch hätte es da schon weniger auch getan. Ich habe weitergelesen. Daß jedoch das Bashing des Christentums immer wieder zum Thema wird, während Kultgemeinschaften und immer wieder die griechischen Götter des Altertums gelobt werden, finde ich nicht vertretbar.

Nun ist es Mode, gegen das Christentum zu wettern, und sicher auch ein Point-of-Sale. Ein gewisses Maß davon ist durchaus auch gerechtfertigt. Daß das aber zum roten Faden in einem Buch über das Spiel wird, macht mich zum Heuchler, wenn ich es weiterlese.

Bei jenen, die sich zu Kommentaren berufen fühlen, bedanke ich mich schon jetzt für eine offene Diskussion. Und ich bitte ein Augenmerk darauf zu richten: Ist es besser, hier ehrlich die Lektüre zu beenden, mich öffentlich zu „outen”, aber ehrlich zu mir selbst zu bleiben, oder es weiterzulesen, kommentarlos dieses Nebenthema des Buchs hinzunehmen, und mir selbst untreu zu werden?

Wohlgemerkt: Das eigentliche Hauptthema des Buchs ist gut, berechtigt, und verdient große Beachtung.
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