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Totenkaiser #2

Nebelgänger

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Der Nebel bringt den Tod.

Der Assassine Clach ist die letzte Waffe im Kampf gegen die Titanen. Diese finsteren Götter verfolgen kein geringeres Ziel als die Vernichtung der Welt. Clachs besondere Fähigkeit, nicht nur den Körper zu töten, sondern auch die Seele zu vernichten, ist das einzige, was sie fürchten. Doch er hat kaum Hoffnung auf Erfolg, denn die Pläne der Titanen sind bereits zu weit fortgeschritten, als dass er sie alleine aufhalten könnte. Clach muss sich mit seinen alten Widersachern verbünden – doch denen scheint die Rache an ihm wichtiger als die Rettung der Welt.

511 pages, Paperback

First published September 19, 2016

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About the author

Bernhard Trecksel

5 books4 followers
Bernhard Trecksel, geb. 1980 in Papenburg an der Ems, bezeichnet sich selbst als leidenschaftlichen Eskapisten und absoluten Geek. Die Kunst des Erzählens lernte und verbesserte er während unzähliger Stunden, die er mit Fantasy-Rollenspielen verbrachte. Seine Inspiration als Autor findet er in den alltäglichsten Dingen wie dem Lesen der Morgenzeitung, doch seine schriftstellerischen Idole sind die alten Meister wie H.P. Lovecraft, Robert E. Howard und J.R.R. Tolkien. In seiner Freizeit spielt er Videospiele, Brettspiele und (auch als Erwachsener immer noch) Rollenspiele oder liest Fantasy- und Horrorromane. Seit seinem Universitätsabschluss in Archäologie und Skandinavistik lebt er in Münster und arbeitet als Übersetzer, Rezensent und – seit seinem Debüt Nebelmacher – als Autor.

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Wortmagie.
530 reviews81 followers
June 12, 2019


Fragt man Bernhard Trecksel nach seinen literarischen Einflüssen, taucht dort ein Name auf, den man nicht allzu häufig liest: Wolfgang Hohlbein. Der aufstrebende Autor gibt bereitwillig zu, dass ihn Hohlbeins Romane prägten und betont, wie viel er für die deutsche Fantasy leistete. Ohne dessen „Der Hexer“-Reihe, die zum Cthulhu-Mythos zählt, hätte er niemals erst H.P. Lovecraft, dann Robert E. Howard und schließlich das gesamte Sword and Sorcery – Subgenre für sich entdeckt. Wie wichtig dies für seinen Werdegang war, zeigt seine „Totenkaiser“-Trilogie. Diese der High Fantasy zuzurechnen, wäre verfremdend. Nein, es handelt sich um Low Fantasy. Nach der Lektüre des zweiten Bandes „Nebelgänger“ kategorisiere ich den Dreiteiler sogar als Grimdark.

Ormgair hätte Fomor niemals betreten dürfen. Die Lügen und Intrigen der verweichlichten Stadtlinge widern ihn an. Ihretwegen liegt sein Leben in Trümmern. Sein Stamm wurde ausgelöscht. Sein Mündel Morven ist tot. Rachedurst ist das einzige, das den alten Ambosskrieger noch antreibt. Er schwor, Morvens Mörder für seine Tat bluten zu lassen: Fennek Greskegard, der in seinem wahnhaften Bestreben, den Thron Fomors an sich zu reißen, über Leichen geht. Leider wird der Inquisitor gut beschützt. Ormgair kommt nicht an ihn heran. Fest entschlossen, Greskegard seiner gerechten Strafe zuzuführen, ergreift er ungewöhnliche Maßnahmen. Er bittet den Totenkaiser um Hilfe. Aber Clach hat sich verändert. Seine Heimkehr von den Toten hat einen Preis: er soll die Wiederauferstehung der Titanen verhindern. Über Fomors Grenzen hinweg gedeiht die Verschwörung, die die mächtigen Giganten zu erwecken trachtet. Ihre Puppenspieler verbergen sich meisterhaft. Clach dringt tief in die vergessenen Geheimnisse einer vergangenen Zeit ein. Doch schon bald führt ihn sein Weg dorthin zurück, wo alles begann – nach Fomor.

Bernhard Trecksel sagte in einem Interview über den ersten Band seiner „Totenkaiser“-Trilogie, Nebelmacher, er glaubt, alle Leser_innen, die auf schnelle Action und große, epische Konflikte stehen, könnten etwas damit anfangen. Das glaube ich nicht. Weder bezüglich des Trilogieauftakts noch bezüglich des zweiten Bandes „Nebelgänger“. Um die breite Masse zu begeistern, muss eine Geschichte leicht zugänglich sein – das lässt sich von „Totenkaiser“ bisher nicht behaupten. Es ist anspruchsvolle Fantasy, die selbst mich als hartgesottenen Fan des Genres herausfordert. Das muss nicht negativ sein, bedeutet in diesem Fall allerdings, gewisse Abstriche in Kauf zu nehmen. Im Kern geht es in der Trilogie um den Versuch einer kleinen, elitären Gruppe, die Titanen einer vergangenen Epoche wiederzuerwecken. Da die riesigen Wesen das Universum schon einmal in Schutt und Asche legten, wodurch das ruinenhafte Setting äußerst bedrückend, entmutigend und feindlich wirkt, ist das für den Großteil der Menschheit, die durch die deprimierenden Einschränkungen ihrer Welt ohnehin eher schlecht als recht vor sich hinkrepelt, wahrlich keine positive Aussicht. Leider ist das Ritual der Auferstehung eine komplizierte Angelegenheit, die ich nur mit Mühe verstehen konnte und die es mir erschwerte, Clachs Mission zu durchschauen. Clach ist ein schwieriger Protagonist, der meiner Ansicht nach eine antisoziale Persönlichkeitsstörung aufweist. Durch diese Dysfunktion ist er der ideale Assassine, der keinerlei Mitgefühl, Skrupel oder Gewissensbisse kennt, aber auch auf unnötige Grausamkeit verzichtet. Er tötet klinisch und professionell. Seine Ausbildung lenkt seine gewalttätigen Triebe in geordnete Bahnen; Disziplin und Kontrolle sind seine Obsession. Daher ist es fast unmöglich, eine emotionale Bindung zu ihm aufzubauen. Er ist distanziert und kalt, woran sein neuer Status als Heimkehrer, eine nette Umschreibung für Zombie, nichts ändert. Interessanterweise hat er keine Probleme, sich mit seinem Zustand abzufinden, was meiner Meinung nach ebenfalls daran liegt, dass seine Erlebenswelt von der Norm abweicht. Er trauert seiner Menschlichkeit nicht sentimental nach und hadert niemals mit seinem Schicksal oder Auftrag. Darin unterscheidet er sich maßgeblich von den anderen Hauptfiguren in „Nebelgänger“, die für mich allerdings kaum nahbarer waren. Fennek Greskegard kann man nicht mögen; er ist besessen davon, Fomors Thron zu übernehmen. Alles andere ist ihm völlig egal, auch die Titanen-Verschwörung. Er qualifiziert sich am ehesten als Antagonist, obwohl die Rollenverteilung insgesamt uneindeutig und ambivalent ist. Ormgair ist der einzige, an den ich mich etwas annähern konnte, doch er strahlt so viel Trauer und Düsternis aus, dass ich diese Barriere nicht vollständig überwinden konnte. Deshalb wurde ich mit „Nebelgänger“ nie richtig warm. Trotz der intelligenten, faszinierenden Konstruktion des Romans fand ich keinen emotionalen Zugang, was Bernhard Trecksel möglicherweise jedoch beabsichtigte. Diese Trilogie ist definitiv keine Geschichte fürs Herz.

„Totenkaiser“ ist keine Einsteiger-Fantasy, davon bin ich nach der Lektüre von „Nebelgänger“ überzeugter denn je. Bernhard Trecksel macht es seinen Leser_innen nicht gerade leicht. Er verschenkt nichts, bietet keine einfachen Antworten und biedert sich nicht an. Die Figuren agieren in einem Universum, das von seiner komplexen Historie gebeutelt ist und verkörpern fragwürdige moralische Grundsätze. Sympathie spielt keine Rolle, weil die verschachtelte, undurchsichtige Handlung nicht emotionsbasiert ist. Ich denke, man kann sich „Totenkaiser“ als mehrstufiges Rätsel vorstellen, dessen Einzelteile entschlüsselt werden müssen, um es lösen zu können. Ich werde meine Erwartungshaltung entsprechend anpassen, bevor ich das Finale Nebeljäger lese. Zur Seite mit den Gefühlen, her mit den Hinweisen. Dann kann ich die Trilogie sicher als das schätzen, was sie ist: ein intellektuelles Vergnügen und solide deutsche Grimdark-Fantasy.
Profile Image for Kayla.
15 reviews
September 6, 2024
Clach macht seinem Namen nun alle Ehre!

Als nunmehr Untoter muss er sich allerlei neuen Herausforderungen stellen, angefangen damit, dass es nun anfängt so etwas wie Gefühle zu spüren.
Als dann auch noch Ormgair, der Rache für Morvens brutale Ermordung will, auf Clach zukommt und mit ihm zusammenarbeiten will, nimmt dieser zweiter Teil der Reihe Fahrt auf.
Die Zusammenarbeit der Zwei doch so unterschiedlichen Charaktere ist zu Beginn recht holprig. Aber beide finden sich schnell in dieser ungewöhnlichen Situation zurecht. Clach wird immer mehr zu einem Charakter, denn ich wirklich gerne mag und er scheint auch einfach unaufhaltsam zu sein. Man sieht in diesem Teil mehr von seinen unglaublichen Fähigkeiten, was mir wahnsinnig gefallen hat.
Der Leser enthüllt gemeinsam mit dem ungleichen Duo die Mysterien dieser Welt und immer größere Teile der großen Verschwörung werden enthüllt.
Jeder Schritt, den die Geschichte nach vorne macht und jede neue Enthüllung wirken wahnsinnig durchdacht und ich sage es gerne wieder: Das Worldbuilding und der ganze Plot ist beeindruckend!

Der große Abschlussfight gegen einen der TITANEN ist total episch und so lebhaft und wahnsinnig toll beschrieben, dass man gar nicht anders konnte als mitzufiebern!
Profile Image for Eva Hechenberger.
1,337 reviews18 followers
October 14, 2016
So, dies ist das Folgebuch zu Nebelmacher und wie schon bei Teil der Reihe, wurde ich auch hier nicht enttäuscht.
Der Autor hat die Fantasywelt um Clach wieder aufleben lassen und ich hatte schon beim Beginn der Geschichte wieder das Gefühl voll dabei zu sein.
Der Einstieg in die Handlung ist mir wieder sehr leicht gefallen, denn der Schreistil ist sehr toll zu lesen. Die Geschichte wird aus Sicht mehrerer Personen erzählt und so hat mich sich als Leser einiges zu merken, damit hatte ich aber kein Problem.
Schön fand ich auch die Beschreibungen der Orte und man lernt hier auch eine Menge kennen, da man ja auch sehr oft Ortswechsel hat.
Dieses Mal soll Clach gegen die Titanen kämpfen, denn vor ihm fürchten sich diese. Aber er bekommt es auch noch mit alten Feinden zu tun und so hat Clach eine Menge Arbeit vor sich. Zusätzlich muss er noch mit der Wandlung seines Körpers fertigwerden. Das fand ich alles sehr interessant, gerade die Zusammenhänge mit den Titanen haben mich richtig fasziniert, da ja Götter und Titanen nicht so oft in spannenden Romanen vorkommen.
Die Hauptcharaktere waren mir eigentlich alle unterschiedlich sympathisch. Ich finde vom Autor wurden diese reifer, wie in Band 1 beschrieben und sie wirkten für mich dieses Mal tiefgründiger.
Bis zum Ende wurde mir als Leser nie langweilig und ich bin schon richtig gespannt auf Band 3.
Das Cover finde sehr gelungen und irgendwie macht es die ganze Sache mystisch.

Fazit:

5 von 5 Sterne. Definitiv eine Kauf – und Leseempfehlung für diese Geschichte. Ich würde aber raten Teil 1 zuerst zu lesen, ansonsten könnte man Probleme mit den ganzen Personen und deren Vergangenheit haben.
Profile Image for Beta.
372 reviews16 followers
October 16, 2016
Blutig, vielschichtig, lustig und ich bin immer noch erstaunt und begeistert über diesen unglaublichen Einfallsreichtum.
Clach war mir schon immer sympathisch, als jetzt untoter Totenkaiser steht er vor ganz neuen Herausforderungen, körperlicher und psychologischer Art.
Außerdem kriegt man mich immer mit "schönen ersten Seiten", der Einstieg in dieses Buch war so recht nach meinem Geschmack. Und dann kam das hier und ich musste sooo lachen:
"Ein weiser Mann hatte angeblich einmal behauptet, dass ein einziger Moment ein ganzes Universum beinhalten könnte. Fennek Greskegard hatte schon vor einer gewissen Zeitspanne beschlossen, diesen Klugscheißer der Liste der Gestalten, mit denen er abrechnen würde, hinzuzufügen."
Sprache? Ja genau. Eine wunderbare Mischung aus Schönheit und Direktheit. Hübsche Sätze und entspannte Brutalität. Hehe.
Profile Image for Mars.
247 reviews28 followers
June 18, 2018
3,5* Manche Kapitel von Clach etwas "zu viel des Guten" z.B., spoilerfrei, der Kampf im Wasser oder der Kampf mit dem Feuer.
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