Engelhardt nimmt Anlauf und verlässt die Party durch das Fenster im ersten Stock. Seine beste Freundin Maren trinkt nicht mehr und verwandelt sich in ihr höheres Ich. Marens Ex-Lover Clemens fühlt sich mittelmäßig, hat dafür aber originellen Sex, und Bender, auf dessen Hochzeit sich alle treffen, regelt seine Angelegenheiten und verschwindet, wahrscheinlich für immer. Allen gemeinsam ist, dass sie rastlos und unglücklich sind, obwohl es ihnen eigentlich ganz gut geht. Und dass sie ihre Liebe in einem hellen Moment als das sehen, was sie ist, nämlich vorbei. Jackie Thomaes Debütroman ist so hart und komisch wie das wahre Leben – eine unromantische Komödie über die menschliche Sehnsucht in den Städten von heute.
Es bricht mir das herz das ich das buch nicht mag. Wirklich. ich wollte es so sehr lieben!
Aber das schlechte charakterdesign (körperformen sind keine charakterzüge) das hetero-daher-geplätschere und die für mich vollkommen unnachvollziehbar handelnden personen machten es mir unmöglich dieses buch gut zu finden.
was bleibt ist der zähe nachgeschmack, als hätte ich lange auf einem problem herumgekaut welches mich wirklich nicht interessiert.
zusätzlich ist das audiobuch völlig verwirrend eingesprochen, es was fast unmöglich zu verstehen welche perspektive gerade erzählt wurde.
Bin irgendwie enttäuscht. Zu viele Personen, die das ganze super unübersichtlich gemacht haben und auf die Personenübersicht bin ich erst kurz vor Ende gestoßen. Konnte mich mit niemandem wirklich identifizieren und fand alle ganz schön langweilig, unsympathisch und jammernd.
"Diejenigen, die gehen, verlangen immer, dass man es akzeptiert, bieten aber nie eine Alternative an."
"Kindern, aber auch Erwachsenen, also Leute im Allgemeinen, deren Geburtstage man vergisst und die man ständig versetzt, kommt trotzdem hin und wieder der Gedanke, das könnte etwas mit ihnen zu tun haben..."
"Ja, es wäre schön, nur die reine Seele der anderen sehen zu können, paradiesisch, makellos, aber so ist es nicht, denn sie wird in einem Körper herumgetragen..."
Das Zerbrechen von Beziehungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erzählen klingt eigentlich ziemlich spannend. Schließlich ist jede Geschichte anders: Angefangen bei der Beziehung, über die zwischenmenschlichen Dynamiken, dem Zerwürfnis bis hin zu dem Umgang mit der Trauer und/oder Wut. Jackie Thomae hat es allerdings hier etwas zu gut gemeint. Gleich 20 Personen lässt sie in ihrem Roman - der für mich eher ein Erzählband ist - auftreten. Sie alle sind miteinander verbunden und haben Pech mit der Liebe. Darüber hinaus müssen sie sich mit dem Älterwerden auseinandersetzen, mit ihren immer größer werdenden Päckchen und überhaupt mit sich selbst. Was eine spannende Innenschau hätte werden können, ist allerdings nur eine oberflächliche, nicht besonders spannende Jammertirade geworden. Abgesehen davon, dass mich die Vielzahl der Figuren etwas überfordert hat, haben mich viele der Geschichten nicht besonders mitgerissen. Im Gegenteil: Sie haben mich genervt. Vor allem die Männer, die zum großen Teil nur an Sex interessiert sind, Frauen nach ihrem Äußeren beurteilen und sexistische Kackscheiße von sich geben. Und die Frauen, die sich das gefallen lassen, den Idioten tieftraurig hinterherweinen und nur durch ihre Beziehungen definiert werden. Es gab wenige Ausnahmen: Den Geschichten von Doro, Lydia und Susanne etwa bin ich gerne gefolgt und auch einige Passagen zum Liebeskummer waren richtig schön geschrieben. Im Großen und Ganzen konnten mich diese vielen Figuren mit ihren Partys, Drogen und banalen Geschichten aber nicht packen.
Konnte ich mich nicht drauf einlassen, nach drei Kapiteln abgebrochen. Mich hat das Gefühl nicht losgelassen, dass dieses Buch für eine ältere Generation geschrieben wurde. Dann hab ich in den Klappentext geschaut und gesehen, dass die Autorin 1973 geboren wurde - was natürlich nichts heißen muss, aber meine Vermutung untermauert. Fand die durchgehende Du-Perspektive in der Einleitung eine nette Technik. Irgendwie viel Mimimi der Charaktere, platte Beweggründe und der Umgang der Paare miteinander wirkte so respektlos, uff, nicht meins, aber sonst wären es wohl keine Trennungsgeschichten.
Confusing set up. I discovered the list of characters at the end of the book after I finished reading it. It would have been very useful throughout the book. There is no story line, just a shared theme: ending relationships. The language is great, and the character portrays are convincing. Each character is connected to at least one other character. But the connections elude you if you take breaks reading the book. It is best to read this book in one go.
Eiskalt und mit einer ernüchternden Ehrlichkeit geschrieben. Der grundlegend schlechte Kern aller Erzähler.Innen hat mich deprimiert, aber auch erfrischt. Sie hätten sich jeweils stärker in ihrem Wesen unterscheiden, und multidimensionaler gestaltet werden können, wie ich finde. Aber ich hatte großen Spaß am Lesen! Geradlinige und glasklare Erzählweise von zwischenmenschlichen Beziehungen und deren Ende.
Page turner with excellent psychological observation and a really neat structure where every character is connected by one mutual acquaintance or another. The common theme between the characters of realizing in a moment of clarity that a relationship should find its end is really attractive and unique, and even widely varied in the book. Not sure if this will be a classic, but it seems very re-readable, and as a light read definitely one of the best i ever had.
Durch den Klappentext hatte ich ganz andere Erwartungen. Fand die Idee ganz gut, die Story an sich dann aber absolut langweilig und uninteressant. Männer und Frauen in der Midlife-Crisis, die sich alle untereinander irgendwie kennen und unzufrieden/ unsympathisch sind.
Ich bin spätestens ab der Hälfte Fan des bissigen, sarkastischen, flinken und überlegten Schreibstils geworden. Je mehr Charaktere ich kennenlernte, desto mehr dämmerte es mir jedoch, dass es sich hier nicht um eine große Geschichte handelt. Ein Manko: Durch den doch recht ausgefeilten Schreibstil haben sich für mich die 20 Charaktere in ihrem Wesen nicht so sehr voneinander unterschieden. Hab nicht viel gefühlt beim Lesen und mich eher wie eine Voyeuristin gefühlt, die kurz in das Leben vieler Verzweifelter eingetaucht ist. Kann man durchaus lieben, hat mich leider nicht abgeholt.
Zuerst bin ich schwer reingekommen in das Lesen dieses Episodenromans. Nach einer Weile konnte ich dem Stil des Buches dann folgen und mich auf die Trennungsgeschichten einlassen. Mir gefiel die Sprache und auch das Tempo in dem das Buch geschrieben ist recht gut.
Schwierigkeiten hatte ich mit den Figuren aus dem Medienmilieu. Mag ja sein, dass das Buch ein Spiegel dieses Kreises ist, aber dann sind das doch zu viele willkürlich ausgesuchte unreife Figuren aus diesem Milieu, die als Typ auf Dauer eher nerven als interessieren.
Die einzelnen Episoden sind sprachlich geschickt ausgearbeitet und legen die Persönlichkeiten der Figuren frei. Ihre Schwächen, ihre Wunden, ihre Narben. Es ist der Autorin gut gelungen, diese Momente jeweils einzufangen, in denen sich in den Menschen etwas in Bewegung setzt, etwas das eine Veränderung einläutet. Dass diese Veränderung all zu oft in einem Muster endet, das auch seine absehbaren Tücken in sich birgt, verschweigt sie nicht.