Regungslos sitzt das Insekt auf dem Lampenschirm. Es sieht aus wie eine Riesenwespe. Der Körper ist etwa dreißig Millimeter lang und am Hinterteil blitzt der Ansatz eines Stachels auf. Das Sonnenlicht spiegelt sich in den Facettenaugen. Mrs Hazelwood schwinden die Sinne ... Die alte Mrs Hazelwood hat panische Angst vor Insekten. Als ihre Hausangestellte Opfer eines Hornissenangriffs wird, dreht sie durch. Die drei ??? leisten erste Hilfe und stoßen dabei auf einige merkwürdige Dinge. Jetzt müssen sie schnell handeln, bevor die Insekten erneut angreifen ...
Bei dieser Folge schwanke ich immer ein bisschen hin und her - ich kann sie mir anhören, dann aber regt sie mich bloß auf. Den Fall an sich finde ich nicht schlecht, allerdings werden den beiden Personen Mrs. Hazelwood und Lora für meine Begriffe zu viel Platz und Vordergründigkeit eingeräumt. Vor allem Lora mit ihrer "Whoopie-Goldberg-Stimme" ist sehr präsent. Auch geht es zwischen den drei Frauen - es kommt dann noch die Blindenschriftlehrerin Mrs. White (oder Wright?) dazu - ganz schön heftig zur Sache; es wird geschrien und gekeift, was das Zeug hält. Ich bin immer noch jedesmal erstaunt-amüsiert, wenn Justus die Lehrerin beim Lauschen erwischt und diese dann einen regelrechten Erschreckungs-Schreikrampf bekommt - und genau an dieser Stelle muss man auch noch die Kassette umdrehen! Dementsprechend meint Justus denn auch konsterniert "(...) Reissen Sie sich zusammen!" Auch Mrs. Hazelwood grölt, nachdem sie ohnmächtig auf der Treppe zusammenbricht, ihren "Niemand fasst mich an"-Befehl. ("Niemand fasst mich an!! Niemand!!! NIEMAAAAAND!!!!")
Puh.
Die ganze Folge ist stark überhitzt, und das liegt nicht nur am heißen Sommerwetter, das die Mückenthematik noch untermauert. Der Schluss ist, wie immer wenn Justus eine "Überraschung" verspricht, leicht überdreht und wieder sehr laut.
Ich war sehr erstaunt über die Sprache und Lautstärke in dieser Folge. "Luder" ist noch eines der schmeichelhaften Worte, die man so schreien/kreischen hört. Anstonsten aber eine gute Folge, die bis zum Schluss spannend bleibt.
Oft mag ich Fälle, die sich so vollkommen um die Auftraggeber und so wenig um die Drei drehen, nicht so gerne. Hier aber ging mir das anders. Ich mochte Mrs Hazelwood und war fast so fasziniert von ihr wie Justus. Klar, die Idee mit den Insekten war wieder mal ein wenig an den Haaren herbei gezogen aber so lang ich nicht zu lange drüber nachgedacht hab, konnte ich das gut verkraften.
Ich fand es sehr schwer, diese Folge fertig zu hören. Den Fall an sich finde ich interessant, aber mir sagen sowohl die Wort- als auch die Sprecherwahl großteils nicht zu.
Das ist so eine Folge, die ich nie wieder hören will. Nicht nur das Rumgeschreie, sondern auch diese gruselige Insekten-Geschwirr-Musik; da krieg ich Albträume von.
Als die kürzlich erblindete Mrs Janet Hazelwood an Justus' Onkel Titus herantritt, weil sie ihm sämtliche Bücher ihrer einst geliebten Bibliothek verkaufen will, ist der Gebrauchtwarenhändler doch etwas überfordert; handelt es sich doch um nicht gerade billige Exemplare, und zudem um derer viele. So übernehmen die drei Fragezeichen diese Aufgabe und lernen so alsbald Mrs Hazelwood ganz gut kennen - inklusive ihrer Insektenphobie. Und schon bald passiert das Unglaubliche - die Insekten scheinen es auf die alte Dame abgesehen zu haben! Ein Umstand. der noch reichlich gefährlicher wird, als Mrs Hazelwoods Hausangestellte Laura Stryker von den Insekten angegriffen wird ...
Fazit:
Es ist jetzt schon so manches Jahr her, dass ich zuletzt das Hörspiel zu diesem Fall gehört habe - und noch länger ist es her, dass ich erstmals dieses Buch gelesen habe. Ich bin sogar recht sicher, dass es eines der ersten Fragezeichen-Bücher war, die ich überhaupt gelesen habe, seit ich Anfang 2005 mit dem Lesen eben dieser überhaupt begonnen habe. Und wie beim ersten Lesen, so hat mir auch jetzt wieder die Geschichte gut gefallen. Einziges Manko für mich war dann jedoch wieder das doch irgendwie überhastet wirkende Ende. Sonst war alles super. ;)
• Justus/Titus helfen der blinden Mrs. Hazelwood beim Verkauf ihrer Bibliothek – und genau dieses „harmlose“ Setting kippt, als plötzlich eine Serie von Insekten-Attacken das Haus terrorisiert (Stiche, Schwärme, Panik). • Der Horror ist extrem „körperlich“ erzählt: Netze, Summen, Stiche – und eine Bewohnerin, die sich zunehmend nicht mehr sicher fühlt, ob sie noch die Kontrolle über ihr eigenes Haus hat. • Die Drei merken, dass nicht „die Natur“ eskaliert, sondern jemand das System gezielt manipuliert: Es geht um Tricks, Lockstoffe und das Ausnutzen einer bestehenden Angstspirale. • Das Motiv führt zu etwas sehr Greifbarem: Geld, das in einem Buch versteckt wurde (klassisch: „Wert im scheinbar Wertlosen“) – und jemand, der bereit ist, dafür psychologischen Terror zu inszenieren. • Auflösung: Laura (die Haushälterin) steckt dahinter. Sie will das versteckte Vermögen finden, setzt u. a. Buttersäure als Lockstoff ein, inszeniert Insekten-/Schwarm-Angriffe und versucht, Mrs. Hazelwood aus dem Haus bzw. aus dem Weg zu bekommen.
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