Wenn die Straßen nicht mehr sicher sind. Wenn das Überleben ein täglicher Kampf ist. Wenn der Traum von einem friedlichen Miteinander in Trümmern liegt. Was wird geschehen, wenn die Verzweiflung die Überlebenden zum Äußersten treibt? Simona Turini beweist mit ihrer Novelle aus der Zombie Zone Germany-Reihe ihr außergewöhnliches schriftstellerisches Talent.
Eine nette kleine Zombiegeschichte über das Zerbrechen von Idealen nach der Apokalypse. Der kurze Umfang gibt natürlich nicht viel Zeit, um in tiefe Charakter einzusteigen, aber Simona vermag trotzdem, einige interessante Figuren aufzubauen (und dann auch rasant abzubauen, wenn ihr versteht). Ich merke mehr und mehr, das Frauen einfach die krasseren Horrorautorinen sind. Nach Tote Götter ist das hier der zweite Roman einer deutschen Autorin, die mal eben in ein paar Sätzen ein paar üble Tiefschläge versetzt. Ich bin beeindruckt! Meine nur drei Sterne liegen schlichtweg daran, das das Zombiegenre mir einfach nicht viel gibt. Ich kann nur so oft deprimierende Geschichten über zusammbrechende Gesellschaften lesen.
Eine solide Novelle die durch das Talent der Autorin hervorsticht interessante Charaktere zu entwickeln. Ich war wirklich beeindruckt davon wie schnell mich die Schicksale der einzelnen Personen für sich eingenommen haben und dass ich trotz der wenigen Seiten richtig mitfiebern konnte.
Leider wirkt das Ende auf mich völlig absurd und überhaupt nicht passend zum Rest der Geschichte. Die Handlungen mancher Charaktere sind komplett nicht nachvollziehbar und Wandlungen kommen aus dem Nichts. Der Twist wäre mit mehr Entwicklungszeit sicher spannend gewesen, aber für diese kurze Zeitspanne der Geschichte wirkt es für mich einfach nur an den Haaren herbeigezogen.
Leider fand ich diese Novelle nicht so gut wie die von Vincent Voss.
Wir verfolgen das Geschehen auf einem Bauernhof in Hessen. Bereits Jahre vor der Apokalypse haben Menschen diesen augebaut, um sich von der Zivilisation abzukoppeln. Mittlerweile bietet der Hof eine Zuflucht für Überlebende, doch der Besitzer und Anführer wandelte sich nach und nach zu einem gewalttätigen Mann, der alle bestraft, die gegen ihn sind.
Als er vorschlägst, dass man den sicheren Hof verlassen und versuchen soll, über die Grenze zu fliehen, geht die Gemeinschaft endgültig zu Grunde. Auch hier haben wir noch eine zweite Sicht, die sich mit der Hauptgruppe verbindet. Doch außer einer Person war mir in der ganzen Geschichte niemand wichtig und ein paar Seiten vor Ende der Geschichte war mir recht klar, wie die Sache ausgeht.
*Inhalt* Eine Gruppe von Menschen hat es sich auf einem Aussiedlerhof gemütlich gemacht und nutzen die Vorteile eines komplette autarken Lebens.... Wie so oft, wenn viele Menschen zusammen sind, gestaltet sich das Leben dort allerdings nicht so einfach, denn einer will natürlich immer der Anführer sein - und die anderen müssen nachgeben. Das eskaliert hin und wieder und die allgemeine Situation unter der Zombieapokalypse treibt die Menschen zum äußersten...
*Erster Satz des Buches* "Der Große riss an dem Geweih, während der Kleine sich an dem aufgequollenen Bauch zu schaffen machte." SIMONA TURINI - TRÜMMER, S. 9
*Meine Meinung* "Trümmer" ist die erste Novelle der Zombie Zone Germany und kann unabhängig von allen anderen Büchern der Zombie Zone Germany gelesen werden.
Diese Novelle ist eine der Geschichten, die uns ganz deutlich zeigt, wie wenig wir Menschen uns eigentlich von den Tieren unterscheiden, denn im Grunde tun wir genau dasselbe, wie sie: wir versuchen, bestmöglich zu überleben. Um dieses Überleben zu sichern, schrecken wir im schlimmsten Fall vor nichts zurück. So ergeht es auch den Menschen in diesem Büchlein, denn die Zombieapokalypse und die konstante Gefahr die davon ausgeht, kostet nicht nur Kraft, sondern auch jede Menge Reserven. Menschlich wie materiell - und die müssen erstmal wieder aufgefüllt werden. Sich komplett selbst zu versorgen ist für unsere heutige Generation alles andere als einfach, doch die Bewohner des autarken Dörfchens kommen irgendwie zurecht. Probleme machen dort vor allem die Machtverhältnisse, denn wie es so ist, werden diese auch hier mehr oder weniger in Frage gestellt - mit oft tödlichen Folgen.
Neben den Menschen auf dem Aussiedlerhof lernen wir auch Gunnar kennen, der alleine in seinem verbarrikadierten Häuschen wohnt und versucht, die Zombiemeute draußen zu halten. Dies betreibt er recht geschickt und versucht gleichzeitig, etwas über die untoten Biester herauszufinden - immerhin muss man ja wissen, was einen eigentlich in Gefahr bringt.
Die Charaktere dieser Novelle waren mir mal mehr, mal weniger sympathisch, aber interessant waren sie durch die Bank weg - und so manches Mal hätte ich dem ein oder anderen der Figuren dort gerne einen Tipp gegeben oder sie angebrüllt, endlich vernünftig zu werden.
Die beiden Handlungsstränge (Aussiedlerhof und Gunnar) verlaufen nur kurze Zeit parallel, bis sie sich irgendwann kreuzen - was zu erwarten war. Insgesamt gefielen mir aber beide sehr gut und auch die Kombination beider hatte ihren gewissen Reiz. Auch wenn ich mit einem derartigen Ende so nicht gerechnet hätte, musste ich ein wenig schmunzeln (wer das Buch kennt: ja, sehr düsterer Humor, rabenschwarz um genau zu sein) und ganz ehrlich: ich fand's genial - die Novelle an sich, die Charaktere, das ganze Gesamtbild.
Reihe: Zombie Zone Germany Zombie Zone Germany - Trümmer Zombie Zone Germany - Tag 78 Zombie Zone Germany - Letzter Plan Zombie Zone Germany - Zirkus Zombie Zone Germany - Blutzoll Zombie Zone Germany - XOA Zombie Zone Germany - Fressen oder gefressen werden Zombie Zone Germany - Der Beginn Zombie Zone Germany - Hoffnung
*Infos zur Autorin* "Die Wahl-Karlsruherin Simona Turini schreibt & liest Geschichten über Zombies (»Trümmer«), gestörte Familien (»Der Blaue Tanz« in »Horror Legionen 3«) & emotionale Abfallprodukte (»›Kopf hoch‹, sagte der Silberfisch in meiner Badewanne«) – manchmal klassischer Horror, manchmal eher der Horror des Lebens, aber immer makaber. Gibt man ihr Rotwein, trägt sie besagte Geschichten auch gerne dem geneigten Publikum vor.
2021 erscheint ihr neuer Kurzgeschichtenband »Die Dunkelgräfin und andere unheimliche Geschichten« im Amrûn Verlag." (Quelle: Verlagshomepage)
*Fazit* Faszinierende Charaktere, interessanter Plot, faszinierendes Ende - auch wenn ich denke, dass man da hätte eine richtig gute und "große" Story draus machen können, bin ich absolut begeistert und kann dieses Werk nur weiterempfehlen.
Die Kunst einer Novelle, einer Kurzgeschichte, liegt im Streben sich selbst gerecht zu werden: eine Geschichte… – aber kurz. Also Anfang und Ende komprimiert, ohne aber zu kürzen – ein Blick ins Jetzt, welcher weder „Davor“ noch „Dann“ vermissen lässt. Die Kunst einer guten Novelle zeigt sich, wenn dieses „Jetzt“ das „Davor“ berichtet und das „Dann“ geschehen lässt: so bei Simona Turinis „Trümmer“. Man ist im „Jetzt“, welches sich ohne einen festen Rahmen in dem Moment manifestiert, den ich wohl möglich auf der nächsten Seite bereits „gestern“ schimpfe, doch mir nie die Möglichkeit genommen wird es auch „morgen“ zu nennen.
Simona Turini erfindet mit „Trümmer“ das Rad nicht neu, macht allerdings auch keine Sekunde den Anschein, als wäre dies ihre Absicht gewesen. Vielmehr präsentiert sie hier eine Novelle, welche weniger kurzweilig daherkommt, als bisweilen tatsächlich nachdenklich stimmt. Auf eine groteske, gleichwohl aber seltsam vertraute Art, tabuisiert Turini die Theamtik des Überlebenswillens – lässt den Heros heldenlos gewinnen, lässt die Vertrautheit als bitteren Schatten in der Abendsonne vergehen und lässt blühen und gedeihen, was nicht sein soll und doch richtig ist!
Alleine. Letztlich das was wir waren, sind und werden, ganz gleich wie viele andere alleine um uns kreisen. Alleine in den Trümmern. Alleine in den Trümmern, die mir zwar Gesellschaft bieten, doch ich nicht will! Alleine. In den Trümmern, die wir zu zweit – die wir gemeinsam erschaffen! Gemeinsam! Unsere Dreifaltigkeit: du, ich und unsere Trümmer!
Sind es nicht die Trümmer, die die Schöpfung zum bestehen braucht?
#Rezension zur Novelle von Zombie Zone Germany 3 / 5 Sterne Information zum Buch: Titel:Zombie Zone Germany: Trümmer: Eine ZZG-Novelle Autor: Simona Turini Seiten: 336 Buchart :TB Verlag: Amrûm ISBN-13: 978-3958690455 Erhältlich : 07 /2015 Alter: - Kosten : € 5,99 Buchrichtung: Roman Vorgängerbände: - Folgebände: - Verfilmung: - Inhalt: Wenn die Straßen nicht mehr sicher sind. Wenn das Überleben ein täglicher Kampf ist. Wenn der Traum von einem friedlichen Miteinander in Trümmern liegt. Was wird geschehen, wenn die Verzweiflung die Überlebenden zum Äußersten treibt? Simona Turini beweist mit ihrer Novelle aus der Zombie Zone Germany-Reihe ihr außergewöhnliches schriftstellerisches Talent. Meine Meinung: Ich habe mir den Teil bestellt da ich das andere Buch noch hier habe von Zombie Zone Germany. Das Buch hat nur ein paar Seitren aber ich war sehr neugierig. Es ist nicht schlecht aber eine mega Rezension kann man nicht schreiben sonst wisst ihr schon alles ;) Wir lernen hier Gunnar kennen der ganz alleine im Chaos der Zombieversion lebt und er ist , nachdem sein Vieh zur neige geht , nun auf Menschenfleisch aus. Er ist der Meinung warum so was verschwenden. Aber es gibt noch eine Gruppe die zusammen reist und als eine ihre Frauen verschwindet führt dieser Weg sie direkt zu Gunnar. Ja das war die Rezi weil mehr geht bei 100 Seiten nicht. Es ist nicht schlecht für nebenbei , aber man hätte das vielleicht doch etwas mehr ausschreiben können und daraus fast ein 'komplettes' Buch zu machen. Pluspunkte: - Was für zwischendurch Minuspunkte: - Cover: - Passt zum Buch, den dort wo das Buch abspielt gibt es so nichts mehr.
Zombie-Novellen sind eigentlich nicht wirklich mein Lese-Genre, aber diese kurze Novelle hat mich dann doch gefesselt.
Sie ist aber nix für schwache Gemüter. Neben "expliziter Sprache" könnte man viele Content Note bzw. Content Warnings hier anhängen. Natürlich viele CWs die bei einem solchen Genre zu erwarten sind. Wer mit Gewalt, sehr expilzit dargestellte sexuelle Handlungen, Tod und Verspeisen von Menschen Probleme hat, sollte lieber die Finger davon lassen.
Für alle die Zombie-Geschichten mögen, kann ich dieses Buch nur empfehlen.