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Sieben Heere #1

Sieben Heere

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Tobias O. Meißner ist der Meister der kinoreifen Schlachten, dunklen Charaktere und illustren Details, die Leser und Kritiker immer wieder begeistern. Mit seinen Bestsellern um »Die Dämonen« schrieb er sich ins Herz der Fantasyleser. Nun beginnt sein neues Epos um eine von Krieg und dunkler Magie geprägte Welt. Mit seinen Bestsellern um »Die Dämonen« schrieb sich Tobias O. Meißner ins Herz der Fantasyleser. Nun beginnt sein neues Epos um eine von Krieg und dunkler Magie geprägte Welt: Nach einer übermächtigen Invasion besetzt eine gewaltige Armee das Land. Sieben Heere, gebildet aus den skrupellosesten, kaltblütigsten Kriegern, unterwerfen Städte und Dörfer. Die Bewohner beugen sich der erdrückenden Macht der Eroberer - doch dann gelingt es einer Gruppe Aufständischer überraschend, eines der Heere auszuschalten. Es ist der Beginn einer Revolution - und eines gewaltigen Krieges, der alles in den Abgrund reißen wird ...

400 pages, Paperback

First published November 9, 2015

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Tobias O. Meißner

44 books17 followers
Tobias Oliver Meißner is a German author of novels and comic books.

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Miss Naseweis.
336 reviews18 followers
August 19, 2020
Ich habe rein gar nichts von diesem Buch erwartet und wurde positiv überrascht. Dass der Schauplatz ein kleines Dorf und kein großes Schlachtfeld war, machte die Ereignisse für mich irgendwie noch brutaler. Manchmal ähnelte das Leseerlebnis dem Mitansehen eines Autounfalls. Meißners Schreibstil tat dazu sein Übriges, war für mich etwas Neues und fesselnd. Ich wusste nie, für welche Seite ich war. Hagetmau? Immerhin wehren sie sich gegen eine Besatzung, wachsen über sich hinaus. Werden dabei aber keinesfalls zu besseren Menschen. Die Besatzer? Immerhin sind es Ehemänner, Väter, Söhne. Aber auch eine Besatzungsmacht, die keinen Spaß versteht. Da es als High-Fantasy Epos deklariert wurde, hätte ich mir jedoch mehr Fantasy gewünscht.
Profile Image for Meli Montes.
396 reviews6 followers
August 6, 2020
4🌟
Dieses Buch hatte ein sehr interessantes Konzept und ich würde empfehlen vom Klappentext nicht zu viel zu lesen 🙈 ich mochte so gut wie keinen Charakter aber mit der Zeit hat man deren Beweggründe verstanden bin gespannt wie es weiter geht 💪
226 reviews1 follower
June 7, 2018
Hagetmau, ein friedliches Dorf in Akitania, bekommt Besuch von 30 Soldaren aus dem feindlichen Nachbarreich, die ihnen erzählen, dass ganz Akitanien in einer einziges großen Aktion der Sieben Heere übernommen wurde und sie nun alle Nafarroaner sind. Während die einen versuchen das Beste aus der Situation zu machen und bloß nicht aufzufallen, sehen andere fassungslos zu, wie das Dorf sich kampflos ergibt und beschwören eine Situation herauf, die zu Taten drängt.

Die ganze Handlung verläuft innerhalb weniger Tage ab und spielt sich hauptsächlich in dem kleinen besetzten Dorf. Dabei wird diese vor allem von den Charakteren vorangetrieben, die alle unterschiedlich auf die Besetzung reagieren. Es gibt hier nicht den einen Protagonisten, sondern es werden mehrere Personen verfolgt, die einen großen Einfluss auf die Geschehnisse haben werden. Ich fand es beeindruckend wie der Autor, die Wünsche und Ängste der Charaktere darstellte und die verschiedenen Motive zeigte. Da gibt es Personen, die sich einfach nur still verhalten wollen, damit es keine Toten gibt, andere, die die Besetzung nutzen wollen, um an Bedeutung zu wachsen und wieder andere, die sofort zu den Waffen greifen und die Feinde verjagen wollen. Die Charakterentwicklung war vielfach vorhanden. Es war spannend und gleichzeitig erschreckend zu sehen, welche Wandlungen die einzelen Personen durchmachen, um diese Bedrohung durchzustehen.

Und auch die Nafarroaner bleiben nicht ohne Motive. Auch wenn die Dörfler im Mittelpunkt stehen und der Autor hauptsächlich über sie und ihre Pläne schreibt, wird auch deutlich, dass die Soldaren nicht nur böse sind. Sie haben Frau und Kinder zu Hause und versuchen mit der Besetzung des Nachbarlandes eine Not in ihrem Land zu entgehen. Was man vielleicht auch auf andere Weise hätte lösen können, aber als Leser weiß ich das nicht. Jedenfalls benehmen sich die Soldaren eigentlich ganz anständig. So anständig, wie man sich bei einer Annektierung nun mal benehmen kann. Zumindest die Übernahme von Hagetmau verlief ohne Blutvergießen. Ehrlich gesagt, fand ich den Plan der Nafarroaner ziemlich schlau. Allerdings die Annahme, dass die Bewohner sich ihre Identität, ihr Land und ihren Glauben ohne Gegenwehr nehmen lassen, naiv.

Der Schreibstil des Autors ist richtig, richtig toll. Er trotzt zwar nicht von Emotionen, sondern wirkte auf mich etwas analysierend, aber trotzdem kamen die Gefühle der Bewohner bei mir an. Ich habe bei den heimlichen Treffen überlegt, was getan werden könnte und mitgefiebert, wenn zur Tat geschritten wurde. Ebenfalls wurden die Beschreibungen der Landschaft, des Dorfes, der Waffen und vor allem des Fantasiewesens toll in die Geschichte eingewoben, sodass mich die Erklärungen nicht aus der Handlung rauswurfen. Die Beschreibungen der Kämpfe waren auch sehr bildhaft und bei einigen Formulierungen musste ich schlucken. Das erzeugte doch unschöne Bilder in meinen Kopf. Aber damit muss man rechnen, wenn man ein Buch über Krieg liest. Es wird blutig und vor allem tödlich zugehen. Nur über die Götter und die Magie, die die Semanen von Akitanien verfügen, wurde mir zu wenig erzählt und ich hoffe, dass dies noch in den Folgebänden geklärt wird.

Fazit
Sieben Heere ist der spannende Auftakt zu einer Reihe, die mit einem für mich grandiosen Schreibstil und tollen Wendungen überraschen konnte. Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet und machen alle ein Wandlung durch, durch die Situation, die sie hier erleben müssen. Ich habe bis zum Ende mitgefiebert und will direkt mit dem zweiten Band beginnen. Die Revolution hat gerade erst begonnen.
Profile Image for Breña.
581 reviews9 followers
December 31, 2019
Fast hätte dieses Buch nur vier Sterne bekommen, aber das hätte nur an meinen übertriebenen Erwartungen an ein Buch von Tobias O. Meißner gelegen. ;)
Meißner hat es wieder geschafft, eine spannende Handlung und interessante Charaktere mit sozialkritischen Überlegungen zu vereinen. Sprachlich habe ich allerdings das "gewisse Etwas" vermisst, das seine Romane sonst auzeichnete. Statt dessen gab es ein paar erzwungen wirkende Begriffe (Soldaren und Generare zum Beispiel) und den ein oder anderen Fehltritt ("sie waren am Laufen/ Reiten/ ..." - echt jetzt?!). Schade auch, dass der Schauplatz so deutlich an Frankreich angelehnt ist, das ist mir zu plump.
Insgesamt dennoch volle fünf Sterne, da ich nicht nur gut unterhalten war, sondern auch mehrfach länger über bestimmte Passagen nachgedacht habe und vieles nachgewirkt hat.
Profile Image for Zalira.
77 reviews16 followers
January 7, 2016
Hier möchte ich kurz auf den Inhalt eingehen, weil der Klappentext diesbezüglich doch etwas irreführend ist. Im Fokus steht die "friedliche Übernahme" Akitanias durch das Nachbarland Nafarroa. Friedlich heißt in diesem Sinne, dass die Heere einfach in das Land einmarschieren, wobei jedes Dorf von einer kleinen Soldaren-Truppe besetzt wird. Im Rahmen dieses Machtwechsel werden die Begebenheiten und Probleme eines Dorfes beschrieben, das -ob aus Zufall oder Pech- eine Widerstandsbewegung bildet.

Etwas schwer habe ich mich zu Beginn des Buches mit bestimmten Wortschreibweisen oder -neuschöpfungen getan, wie der Bezeichnung Soldaren (für Soldaten), Capitar (für Capitän) oder Generar (für General). Doch daran gewöhnt man sich mit der Zeit beim Lesen.
Von dem Buch habe ich eine Geschichte erwartet, in der sich eine Gruppe mutiger Krieger findet, die sich gegen die Unterdrückung durch die feindliche Übernahme heldenhaft wehrt. Man merkt jedoch schon bald, dass die "Sieben Heere" in eine ganz andere Richtung gehen, das war für mich zwar etwas überraschend, aber auch sehr spannend.
Die kurzen Kapitel und die Spannung, die beim Lesen erzeugt wird, sorgen dafür, dass man sehr zügig liest. Dabei sind die Kapitel immer aus Sicht einer Person beschrieben, die sich jedoch abwechseln. Dadurch rückt eine Gruppe von Personen in den Vordergrund der Erzählung, die auch ausschlaggebend für die Entwicklung der Ereignisse im Dorf Hagetmau sind.
Der Konflikt der sich irgendwann anbahnt zwischen den Besetzern und den Hagetmauern ist sehr spannend, aber auch schwierig zu Lesen, weil es hierbei keine Einteilung in "Gut" und "Böse" gibt, dadurch fiebert man einfach mit und ist dem Verlauf der Geschichte hoffnungslos ausgeliefert.
Auch die Charaktere sind allesamt sehr interessant, auch wenn man nicht mit allen Entscheidungen einverstanden ist, werden sie realistisch dargestellt und umfassend beschrieben. Man erhält dadurch einen guten Eindruck von den einzelnen Figuren und taucht dadurch ganz in das Hagetmauer Dorfleben ein. Gerade die Figuren, deren Verhalten und Beziehung zueinander sind das, was das Buch so interessant gestalten.
In diesem Buch geht es auch gar nicht so sehr um den Konflikt zweier Länder, sondern vielmehr um Konflikt innerhalb eines Dorfes. Dadurch erhält das Buch meiner Meinung nach etwas stark gesellschaftskritisch. Die Ereignisse sind dabei sehr tragisch und an einigen Stellen sehr detailliert, was für leicht besaitete Leser etwas verstörend sein könnte. Doch trotz diesem ernsten Grundton kommt es meiner Meinung nach immer wieder zu Dialogen, die extrem komisch waren.
Zudem spielen die Ereignisse in einer leicht magisch angehauchten Welt, da es Magier und ein Vogel-Pferd-Mischwesen (Gryph) gibt. Dann vielleicht noch ein interessanter Fact zum Schluss: die Länder (Akitanien, Nafarroa) und das Dorf Hagetmau hat/gibt es tatsächlich, auch wenn die Namen das im ersten Moment nicht vermuten lassen.

Fazit:
Die Ereignisse konnte ich so nicht vorhersehen, was für mich sehr spannend und schön zu lesen war. Mich hat das Buch oft mehr als überrascht und somit echt richtig gut gefallen. Ich bin auch schon sehr gespannt wie es im nächsten Band der Trilogie weitergeht!
Profile Image for Nanni Epp.
225 reviews8 followers
January 25, 2016
30 Soldaren marschieren in Hagetmau ein. Einem jener Örtchen des Reichs Akitanien, das demnächst fest in die Hand der König von Nafarroa übergehen soll. Es ist nur eins der sieben Heere, die in die sieben Ortschaften Akitaniens einziehen, um – jedes auf seine Art – Volk und Land einzunehmen. Die Hagetmauer haben es eigentlich noch ganz gut getroffen, denn der Capitar der Soldaren versucht auf friedlichem Wege und mit viel Geschick in Kommunikation und Kriegsführung das Volk dazu zu bringen, sich der noch jungen nafarroanischen Königin zu unterwerfen. Doch da hat er seine Rechnung ohne die hagetmauer Bevölkerung und einen maßgeblichen Wink des Schicksals gemacht.

Tobias O. Meissner ist für mich einer der ganz Großen am Fantasy Himmel. Meine Meinung bilde ich mir aus seiner literarisch hochwertigen Sprache und Geschichten, die zum Teil sehr kritisch Zeitgeschehen bzw. Entwicklungen aus der realen Welt decken. Die Anziehungskraft seiner Bücher entsteht nicht aus rasanter Action, sondern einem gut durchdachten Konzept, dem er einen ganzen Roman durch treu bleibt, ohne sich ablenken zu lassen.

„Sieben Heere“ ist von allen Büchern, die ich von ihm bereits gelesen habe, der Roman, der am schlichtesten gehalten wird. Was keinesfalls negativ zu sehen ist, denn dies geschieht über klare Sprache und Struktur, der Leser kann sich auf das Wesentliche konzentrieren, ohne sich mit dem – was steckt dahinter? - zu beschäftigen und wird geistig doch stark gefordert.

Hagetmau gerät eigentlich durch einen dummen Zufall in die Situation sich entscheiden zu müssen, den Nafarroanern den Kampf anzusagen oder sich zu fügen. Einige der Dorfbewohner sind sehr renitent, andere ängstlich und um ihr eigenes Wohl besorgt. Keiner von ihnen ist in Kampfkunst oder Kriegsführung ausgebildet, keiner kann einschätzen, welche Kreise es zieht, wenn sie beginnen sich zu wehren. Können sie die Königin von Naffaroa einschüchtern oder bringen sie sich in viel größere Schwierigkeiten, als ihnen lieb ist. Der schildbürgerliche Eindruck, den sie zu Beginn machen, beginnt sich zu wenden und schon bald entwickeln die Ereignisse ein Eigenleben.

Tobias O. Meissner gelingt es eine fesselnde Atmosphäre aufzubauen, die sich vor allem dadurch trägt, dass der Leser sich immer wieder damit konfrontiert sieht, dass er selbst darüber nachdenkt, wie er entscheiden würde, welchen Schritt er als nächstes gehen würde und wie wenig einsehbar ist, welche Folgen damit einhergehen. Ein Ende, das alles und nichts möglich macht, hat bei mir den Wunsch geweckt, möglichst bald die Fortsetzung des Epos lesen zu können.
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