Im 23. Jahrhundert fliegt eine achtköpfige Gruppe zu einem Erlebnisspiel auf den Mars. Ihre Aufgabe besteht darin, die Insignien der letzten chinesischen Kaiserdynastie zu bergen und auf die Erde zurückzubringen. Im Zuge des Ost-Westlichen Krieges hatten die Chinesen auf dem Mars eine Station eingerichtet, die »Festung«, in der sie neben dem Jadeschatz vor allem Nuklearwaffen und Militärroboter lagerten und die nach einem eventuell verlorenen Krieg als eine Art Refugium dienen sollte. Anfangs glauben die meisten Teammitglieder an eine Simulation, doch als sich herausstellt, dass sie gefahrvollen Situationen ausgesetzt werden und überhaupt kein Kontakt zur Erde besteht, wird aus dem Spiel bitterer Ernst. Als bei eine Minenexplosion das Raumschiff lahmgelegt wird und sie sich zu Fuß durchschlagen müssen, entführen Androide nach und nach sämtliche Teammitglieder, mit Ausnahme von Alf und Sylvie, denen es gelingt, in die Festung einzudringen und einen Teil ihrer Gefährten zu befreien. Doch Ramses, ihr selbsternannter Anführer, treibt ein merkwürdiges Spiel und weiß viel mehr über ihre Expedition, als er zugibt.
Die Marshöhlen, die Herbert W. Franke in diesem Roman und auch in seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen erwähnt, sind keine Fiktion. Neueste Entdeckungen der Nasa im Mai 2007 bestätigen die theoretisch fundierten Voraussagen Frankes.
Herbert W. Franke is an Austrian scientist and writer. He is considered one of the most important science fiction authors in the German language. He is also active in the fields of future research, speleology as well as computer graphics and digital art.
Franke studied physics, mathematics, chemistry, psychology and philosophy in Vienna. He received his doctorate in theoretical physics in 1950 by writing a dissertation about electron optics.
Since 1957, he has worked as a freelance author. From 1973 to 1997 he held a lectureship in "Cybernetical Aesthetic" at Munich University (later computer graphics - computer art). In 1979, he co-founded Ars Electronica in Linz/Austria. In 1979 and 1980, he lectured in "introduction to perception psychology" at the Art & Design division of the Bielefeld University of Applied Sciences. Also in 1980 he became a selected member of the German PEN club.
A collection of short stories titled "The Green Comet" was his first book publication. In 1998, Franke attended a SIGGRAPH computer graphics conference in Orlando and was a juror at the "VideoMath Festival" Berlin. He also took part in innumerable performances and presentations.
Franke ist ein sehr guter Autor, doch hier hat er ein eher mäßiges Buch abgeliefert. Es kommt kaum Spannung auf, der Geschichte fehlt es an vielem, nicht zuletzt an Tempo und Überzeugungskraft. Der trockene sachliche Stil des Autors, der vielen seiner besseren Geschichten Eindruck verleiht, weil er hervorragend zur Darstellung technokratischer Gesellschaftssysteme passt, verfehlt bei dieser Geschichte seine Wirkung. Meine Empfehlung: Lieber einen von Frankes Klassikern lesen, etwa "Das Gedankennetz", "Ypsilon Minus", "Zone Null", oder von den neueren Werken "Sphinx_2" oder "Auf der Spur des Engels".
Professor Franke's books are based on his scientific background. As a generalist moreover he can easily combine facts and fantasy to take the reader into future worlds that might indeed come true one day.