Das aufsehenerregende Debüt einer ungewöhnlich talentierten Autorin
Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen.
Lea ist fünfzehn Jahre alt und hat schon jetzt ein ziemlich schweres Leben: Ihr Vater hat sie und ihre Mutter verlassen und ist nach Ibiza abgehauen, hat das ganze Glück und den Lebensstandard, den sie früher hatten, mit sich genommen. Ihre Mutter ist seither nicht mehr dieselbe: Sie trinkt zu viel Alkohol, raucht und verbringt ihre Tage vor dem Fernseher, verlässt niemals das Haus. Wie besessen googelt sie Leute, die sie früher gekannt und mit denen sie befreundet war, nur um herauszufinden, dass es ihnen im Leben besser ergangen ist. Lea erledigt währenddessen alles für ihre Mutter: Sie kauft ihr den Alkohol, macht die Besuche beim Amt und schmeißt so gut es geht den Haushalt. Durch diese Belastung kommt natürlich die Schule zu kurz und Lea bleibt sitzen. Ihre Freunde und vor allem ihre beste Freundin Pola nur noch in den Pausen zu sehen und niemanden mehr in ihrer Klasse zu haben, der sie beschützt wenn sie mal wieder durch ihr Asthma oder ihr ständig rot werdendes Gesicht geplagt wird, trifft sie hart. Als dann auch noch ihr Freund Lenny mit ihr Schluss macht, weiß sie nicht mehr ob sie weiterhin ihre eigene, ganz persönliche Heldin sein kann...
"Heldentage - Do what you love" ist ein ganz besonderes Buch. Wir begleiten Lea nur ein paar Tage ihres Lebens und lernen sie und ihre Welt kennen, sind bei all ihren gedanklichen Rückblicken, Tagträumen und plötzlichen Gedankensprüngen mit dabei. Die Geschichte ist realistisch und schonungslos, gleichzeitig aber nicht unbedingt deprimierend sondern manchmal sogar humorvoll geschrieben - so wie sie eben nur durch die Gedanken eines jungen Mädchens erzählt werden kann, das im Leben schon viel mitmachen musste und trotzdem weiterhin Hoffnung in sich trägt. Lea ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man immerzu verstehen kann und die einen mit ihren Erzählungen zum Lachen bringen, einen traurig stimmen und Mitleid hervorrufen kann, ohne das wirklich zu wollen. Sie erklärt dem Leser nichts, alles um sie herum existiert einfach und dadurch entsteht ein toller Lesefluss, leicht und erfrischend. Durch ihre Erzählungen hat man das Gefühl ihr Leben und die Menschen darin zu kennen, ohne sie eben wirklich zu kennen. Einer dieser Menschen ist Lea's beste Freundin Pola, die für mich ebenfalls ein Highlight der Geschichte ist. Lea steht zu hundert Prozent loyal hinter ihr, obwohl sie immer wieder erwähnt neidisch auf Pola zu sein, aus verschiedenen Gründen. Sie vetraut ihr vollkommen, und doch kann ich verstehen, dass Lea ihr nie die Probleme mit ihrer Mutter anvertraut. Lea's Mutter hingegen kann ich überhaupt nicht verstehen, sich so aufzugeben und die eigene Tochter zu vernachlässigen, dazu braucht es schon viel! Aber wahrscheinlich ist es genau das, was das Buch uns mitteilen will: Dass menschliche Schwächen existieren und dass es verschiedene Wege gibt, damit umzugehen. Der Autorin ist es unglaublich gut gelungen solche Schwächen zu beschreiben und auszuleuchten, ohne die Geschichte schwer und deprimierend wirken zu lassen. Dass Lea sich ziemlich gut schlägt merkt man erst ziemlich spät. Aber wenn man am Ende des Buches nochmals darüber nachdenkt, merkt man erst, dass sie es die ganze Zeit schon war: Eine echte Heldin.
Sabine Raml hat mit "Heldentage - Do what you love" einen Jugendroman geschaffen, der nachhaltig beeindruckt. Zwar hat mir das Buch schon während des Lesens gut gefallen, aber dass es ein richtig gutes Buch ist merkt man erst daran, dass es einen nach dem Lesen nicht mehr los lässt - und genau das ist der Autorin gelungen. Absolute Leseempfehlung!
Ich mochte Heldentage wirklich, wirklich gerne und als Jugendliche hätte ich es wohl noch mehr gemocht. Mit der Protagonistin, Lea, muss man einfach mitleiden und mitlieben. Sie geht durch den ganz normalen Teenagerwahnsinn, sie ist sitzen geblieben und ihre erste große Liebe hat mit ihr Schluss gemacht. Doch das ist leider noch nicht alles. Denn als wäre das noch nicht genug, ist ihre Mutter Alkoholikerin, ist auf den Staat angewiesen und Lea leidet darüber hinaus unter schweren Hautproblemen und Asthma. Also ein ganzer Haufen Probleme. Doch mithilfe ihrer gewaltigen Fantasie schafft es Lea, nicht den Kopf zu verlieren. In Wahrheit war ich sehr beeindruckt davon, wie gut Lea mit ihren 15 Jahren sich und ihre Mutter managed. Im Gegensatz dazu hat sie ein sehr kleines Selbstbewusstsein, selbst für ihr Alter. Es ist wirklich traurig zu sehen, dass sie nicht bemerkt, wie toll sie eigentlich ist... Alles in allem ist das Buch ein kleiner Einblick in Leas wirklich hartes Leben und ihre Gedanken dazu. Am Ende wird zwar nicht alles aufgelöst, was ich als sehr realistisch empfunden habe, aber man merkt doch, dass es für Lea langsam bergauf geht. Die Figuren waren wirklich alle sehr authentisch. Vor allem ihre beste Freundin Pola fand ich super erfrischend und toll. So eine beste Freundin wünsche ich jedem Mädchen! Das Buch ist zwar einfach geschrieben, dafür aber sehr einzigartig. Ich kam mir wirklich vor, als würde ich in Leas Kopf gucken. Ingesamt ein toll geschriebenes Jugendbuch mit viel Herz! Ich habe es auch super gerne und auch schnell durchgelesen. Die Geschichte an sich ist eigentlich nichts Besonderes, aber einfach super einfühlsam und toll erzählt! Eine absolute Empfehlung für alle, die Jugendbücher lieben!
"Heldentage" gehört zu den Büchern, die in letzter Zeit auf einigen Blogs sehr gehypt wurden. Da ich nicht unbedingt ein Fan von großen Hypes bin, wollte ich das Buch zuerst nicht lesen, allerdings wurde es mir auch danach mehrfach empfohlen, sodass ich dann doch neugierig geworden bin - zum Glück, denn "Heldentage" hat mir sehr gefallen!
Die Autorin verwendet bei ihrem Debüt eine sehr angenehme Sprache, die einen gut durch das Buch führt und ich bin aufgrund des flüssigen Schreibstils nur so durch die Seiten geflogen. Lenas Gedanken, sowie die Ausarbeitung der Charaktere haben mir ebenfalls sehr gefallen und somit konnte mich Sabine Raml mit ihrem Werk regelrecht fesseln. Ich muss aber auch sagen, dass das Buch nur wirklich dann gut ist, wenn man sich auch darauf einlassen kann, denn hier bekommt man keine typische Liebesgeschichte vorgesetzt, sondern vielmehr eine Geschichte, die berührt, aber auch gleichzeitig zum Nachdenken anregt.
Lena gehört zu der Art von Buchfiguren, mit denen man sich direkt identifizieren kann. Sie hat viele Träume und Wünsche, die oftmals gar nicht so unrealistisch sind. So wünscht sie sich u.a. endlich mal sämtliche Orte zu besuchen, die sie bislang nur von Postkarten und aus dem Fernsehen kennt. Gleichzeitig wünscht und erträumt sie sich Dinge, die sich viele Mädchen in ihrem Alter wünschen: Die große Liebe, eine gewisse Schönheit, mehr Talent. Sie möchte eine Heldin sein, erkennt aber nicht, dass sie bereits zu den vielen Alltagshelden gehört, denn sie ist stärker, hübscher und vor allem wichtiger für ihre Mitmensch, als sie denkt. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich konnte ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen und auch ihre familiäre Situation hat mich nicht ganz kalt gelassen.
Auch die anderen Figuren wie z.B. Lenas beste Freundin Pola, ihr Ex-Freund Lenny, dessen Familie und besonders ihre Mutter Gilla haben mir gut gefallen. Sie bekamen alle ihre nötige Zeit, damit man sie kennen lernen konnte, allerdings bleibt Lena hier immer Vordergrund, was jedoch vollkommen in Ordnung ist.
Das Cover ist vielleicht nicht der größte Eyecatcher aller Zeiten, ist aber dennoch sehr sehenswert. Besonders der Sonnenuntergang und dessen Farbestaltung ist sehr schön, sodass ich das Cover insgesamt ganz gerne mag. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Insgesamt ist "Heldentage" eine Geschichte, die mich nicht so schnell loslassen wird und mit interessanten Figuren und einem gelungen Schreibstil überzeugen konnte. Wer mal ein eher ernsteres Jugendbuch lesen möchte, wird bei "Heldentage" sicherlich an der richtigen Adresse sein. Ich kann es nur empfehlen!
"Heldentage" von Sabine Raml ist ein Jugendbuch, dass schon so manchen Blogger zum schwärmen gebracht hat und natürlich wurde ich dadurch auf dieses Buch aufmerksam. Das Cover strahlt für mich eine gewisse Athmosphäre aus, die Lust aufs lesen machen.
Mit dem Einstieg hatte ich dann aber doch ziemliche Probleme, weil ich mich mit dem Erzählstil der Ich-Erzählerin Lea nicht anfreunden konnte. Sabine Raml erzählt "Heldentage" auf eine Weise, die lockt mehr zu erfahren und sich trotzdem immer wieder im Kreis zu drehen scheint. Die Heldin der Geschichte ist die fünfzehnjährige Lea, die wegen ihrer Haare den Spitznamen Spaghetti trägt, unter schweren Atem- und Hautproblemen leidet und eine Mutter hat, für die sie alles machen muss. Sie beschreibt sich selbst sehr unscheinbar, eher so als sei sie eine mickrige Person, aber wenn sie dann von ihren Freunden angesprochen wird, erhält man als Leser das Gefühl trotz all der Probleme ein zauberhaftes Mädchen kennen zu lernen. Es fiel mir dadurch sehr schwer ein Gesamtbild der Hauptprotagonistin zu bekommen. Sie lebt in einem schwierigen Umfeld, hat eine große Verantwortung und läuft mit abgetragender Kleidung und viel zu engen oder hässlichen Schuhen durch die Gegend, aber trotzdem schildert sie ihre Alltagsszenarien mit einer Stimme, die keinen Zweifel daran lässt, über was für eine innere Stärke sie verfügt.
Ihre beste Freundin Pola ist ziemlich beliebt und Lea's größter Halt - mit der sie trotzdem nicht über alles sprechen kann. Weil Lea die Klasse wiederholen muss, fühlt sich ihre Schule ein wenig fremd an und ihre Clique scheint ihr meilenweit entfernt. Und dann ist da noch Lenny, den sie sehr liebt, den sie aber nicht an sich rankommen lässt und der auf sehr unsentimentale Weise mit ihr Schluss macht. Ein wenig nervig waren die zig Lenny, Lenny, Lenny. Zeilen schon.
Was die Autorin mit diesem Buch erzählen möchte, war mir zunächst nicht klar, aber wenn man am Ende ankommt, versteht man es. Hier spricht eine Jugendliche von großen Träumen und einem verrückten, traurigen Leben. Sie gibt nicht auf, gestaltet auf ihre Weise eine Welt, in der sie leben kann. Das ist sehr beeindruckend!
"Heldentage" muss man an sich heran lassen. Der Erzählstil ist zwar zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, aber am Ende wird man mit einer mutmachenden Geschichte belohnt!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Heldentage - ein zutiefst emotionales Debut - Bisous & Namaste!
die Autorin:
Sabine Raml wurde im Ruhrgebiet geboren und wuchs dort größtenteils auf einem Campinglatz zwischen Schnecken und Bäumen auf. Bereits als Kind entwarf sie ihre erste Zeitschrift und verteilte sie in der Nachbarschaft. Trotz anderer Berufe blieb das Schreiben ihre große Leidenschaft. 2013 wurde ihr bis dahin unveröffentlichtes Jugendbuchdebüt Heldentage – Do what you love mit dem Kinder-und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg ausgezeichnet. Die Autorin lebt in Berlin in der Nähe eines Waldes und mehrerer Campingplätze. Sie liebt Pasta, Feigenmarmelade und Yoga.
Klappentext:
Das aufsehenerregende Debüt einer ungewöhnlich talentierten Autorin
Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen.
Charakter:
Lea ist ein junges Mädchen mit Träumen und Ängsten. Genau genommen, hat sie von beidem mehr als genug. Sie träumt von Schuhen, Essen, Klamotten, Luft, ihrem Vater und Lenny. Und natürlich dem Erwachsenwerden, sie zählt die Tage bis dahin. Nämlich noch genau 790... Ihre Ängste rauben ihr die Luft zum Atmen und so träumt sie davon, dem Albtraum, der ihr Leben darstellt, zu entkommen. Sie ist sarkastisch und zynisch, aber das hilft ihr, sich mit ihrem Leben zu arrangieren. Irgendwann will sie auch eine Heldin sein, ja irgendwann wird auch sie bedeutend sein...
Meinung:
Leas Leben ist weitestgehend verpfuscht. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und kümmert sich um nichts, ihr Freund Lenny hat sie verlassen und ständig muss sie zum Arzt.
Sie träumt von einem besseren Leben. Um ihrem zu entfliehen schreibt sie, denn nur wenn sie schreibt, fühlt sie sich frei. Dann muss sie an nichts mehr denken, was sie belastet. Das geht soweit, dass es schon beinahe in Zwangsneurosen ausartet. Um zumindest den Anschein von Ordnung in ihr Leben zu bekommen, zählt sie Dinge und erstellt Listen über alles Mögliche.
Da sie aus sozial schwachen Verhältnissen kommt und somit das Geld immer knapp ist, ist sie gezwungen abgetragene Schuhe und Klamotten aufzuwärmen. Dies trägt einen nicht unwesentlichen Teil dazu bei, dass sie sich als Außenseiter fühlt und Minderwertigkeitskomplexe hat. Und obwohl sie ihre feste Clique hat, kann sie nicht ganz verstehen, warum ihre Freunde sich mit ihr abgeben. Denn sie selbst empfindet sich selbst als nichtssagend und unwichtig.
Aber eine Sache gibt es, die sie an sich mag. Lea ist sehr glücklich darüber, dass sie so viel Fantasie besitzt, so kann sie sich wenigstens ab und an in ein besseres Leben träumen... Im wahren Leben steckt sie in allem zurück, um ihre Mutter zu pflegen und sich um alles Sonstige zu kümmern. Haushalt, Ämtergänge, manchmal darf sie sogar nicht einmal in die Schule, da ihre Mutter sie braucht. Obwohl eigentlich Lea das Kind ist, ist es sie, die für alles die Verantwortung trägt, während ihre Mutter auf der Couch oder im Bett trinkt und ihren Rausch ausschläft. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, schafft sie es einfach nicht, über Lenny hinwegzukommen. Denn für eine kurze Zeit, durfte sie so sein, wie sie ist und sie fühlte sich geliebt, so wie sie war. Er war ihre Flucht aus ihrem traurigen Leben, in dem Sie viel mehr stemmen muss, als es ein Kind eigentlich sollte…
Ihr Leben ist gezeichnet von Scham. Darüber, dass sie kein Geld haben und sie verlumpt rumlaufen muss und über die Blicke die andere ihr zuwerfen. Aber am meisten schämt sie sich für ihre Mutter, die so gar nichts davon hat, was eine Mutter ausmachen sollte. Sie trinkt und liegt auf der Couch. Selbst den Alkohol muss Lea ihr besorgen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist jugendlich einfach gehalten, so dass man sich im Handumdrehen in Lea hineinversetzen kann. Er beinhaltet kurze Sätze und ist durchgehend sehr bildhaft, wodurch wundervoll Leas ausgeprägte Fantasie unterstrichen wird. Die Geschichte wird dadurch sehr sympathisch und eingängig, sie lässt sich nur noch schwer aus der Hand legen. Für mich war dies ein Buch zwischen Lachen und Weinen. Lachen wegen Leas Fantasieausschweifen, die wirklich mitreißend und charmant sind, und Weinen wegen dem Schmerz, dem sie ausgesetzt ist.
"Heldentage" ist ein sehr emotionales Buch über das Erwachsenwerden einer nicht alltäglichen, schlecht situierten Jugendlichen, die eigentlich gar keine Kindheit hatte. Ein faszinierendes Debut, das mich tief bewegt hat.
Traurig, emotional, nachdenklich und einfach wunderbar!
Vielen herzlichen Dank an heyne>fliegt für dieses Rezensionsexemplar!
Lea ist fast sechzehn und muss sich mit den alltäglichen Problemen eines Teenagers herumschlagen, was ihre Freunde allerdings nicht wissen ist, dass sie sich daheim Dingen stellen muss, denen kein Kind ausgesetzt werden sollte. Ihre Mutter geht nicht arbeiten, somit ist eh kaum Geld vorhanden, das Geld was dann da ist wird für Alkohol ausgegeben, so dass Lea selbst ziemlich auf der Strecke bleibt, sie hungert häufig und ihre Kleidung kommt aus der Kleiderkammer. Doch Lea ist stark und so strebt sie weiter nach dem Ziel irgendwann eine Heldin zu sein und so wartet sie auf den Tag an dem sie endlich achtzehn wird und frei ist, doch bis dahin kann noch viel passieren oder?
Gestaltung: Ich mag das Cover es strahlt Mut und Hoffnung aus und hat eine tolle Atmosphäre. :)
Meinung: Als allererstes möchte ich betonen, dass es schon lange her ist, dass mich ein "reines" Jugendbuch so sehr begeistern konnte wie es dieses Werk von Sabine Raml getan hat, von daher freue ich mich sehr euch jetzt schon meinen Eindruck vom Buch näher bringen zu dürfen. :)
Die Geschichte von Lea ist wirklich sehr berührend gewesen uns sie als Protagonistin hat mir unglaublich gut gefallen. Das Buch ist aus ihrer Ich-Perspektive geschrieben, ich fand es war ein sehr intensives Leserlebnis so nahe an ihren Gedanken teilhaben zu können. Ihre Gedanken sind wie ein Wasserfall; rasant, kraftvoll und tief. Sie weiß ihre Welt bildgewaltig zu schildern und wenn man sich die Zeit nimmt ihre Gedanken näher zu beleuchten, kann man auch für sich viel daraus entnehmen.
Für mich war also allein dieser Apsekt des Buches ein reines Vergnügen (wenn auch nicht immer vergnüglich, Aufgrund ihrer negativen Erlebnisse), aber auch sonst ist Lea eine tolle Person. Sie hat mit vielen Problemen zu kämpfen und da bleibt auch ein wenig Selbstmitleid nicht aus, aber größtenteils ist sie stark, kämpft sich durch jedes Erlebnis ohne großartig zu murren. Ich habe viel Achtung für sie gewonnen und in der Hinsicht ist es schön welchen Lernprozess sie selbst durchläuft. Denn es kommt der Zeitpunkt an dem sie Hilfe brauch und sich das einzugestehen und sie dann auch anzunehmen erfordert für sie, die immer alles alleine gemeistert hat, viel Mut.
Neben Lea hat mir auch ihre intensive Freundschaft zu Pola wirklich sehr begeistert und mein Herz erwärmt, die beiden sind sehr unterschiedlich uns kommen auch aus verschiedenen Verhältnissen. Dennoch ist ihre Freundschaft frei von Neid und Herabsetzung. Die beiden stehen für einander ein und akzeptieren sich, wie sie sind. Auch wenn das für Lea nicht immer selbstverstädnlich ist und sie Ängste hat sich vollkommen gegenüber Pola zu öffnen, aber auch das ist ein Prozess dem sie sich stellen muss.
Generell fand ich es aber schön, dass Lea einen so stabilen Freundeskreis hat und sie nicht zu einem Außenseiter degradiert wurde, das Buch entspricht also nicht den gängigen Klischees und das fand ich sehr erfrischend.
Die Geschichte hat eine sanfte Entwicklung, wir erleben ihren Alltag und erkennen mehr und mehr wie viel bei ihr im argen ist, ein langsam steigender Prozess bis die Heldin in ihr ausbricht, eine durch und durch berührende Geschichte die vorallem durch Lea an Besonderheit gewinnt. :)
Fazit: Ein Buch über ein Mädchen, das gerne eine Heldin wäre und erst noch erkennen muss, dass sie schon längst eine ist. Ein Buch über eine Helding, die erst lernen muss, dass auch Helden Schwäche zeigen und Hilfe annehmen dürfen. Eine berührende Geschichte, mit einem schönen und außergewöhnlichen Schreibstil und einer bezaubernden Protagonistin, nicht nur für die Zielgruppe eine Empfehlung.
Wie oft hat sich Lea einen Superhelden gewünscht, der ihr Pommes bringt oder all ihre Probleme löst. Doch schnell musste sie lernen, dass es im wahren Leben keine Superhelden gibt. Lea ist fünfzehn dreiviertel Jahr alt und beginnt langsam zu realisieren, dass jeder ein Stück Held sein kann. Von der jugendlichen Leichtigkeit bekommt sie kaum etwas zu spüren. Im Gegenteil: Ein ganzer Berg Probleme droht sie zu begraben. Ihr Vater ist an die Sonne nach Ibizza gezogen, woraufhin sich die Mutter völlig in der Wohnung verschanzt und sich nur noch an ihren Flaschenfreunden festhält. So vertrinkt sie das wenige Geld, das die beiden zur Verfügung haben und Lea kennt das Gefühl von Hunger nur zu gut. Sie muss für ihre Mutter aufs Amt, Zigaretten und Alkohol besorgen, trägt Kleider und Schuhe für Hilfsbedürftige und hat Probleme mit der Luft, mit dem Atmen. Sie schämt sich .... für ihre ganze Situation, ihre Mutter, ihre Schuhe, ihre Haut, dass sie nicht küssen kann .... Die Lichtblicke in ihrem tristen Leben sind das Schreiben und ihre Clique. Ihre beste Freundin Pola ist ihr Rettungsanker, der sie immer wieder aus dem Grübeln herausholt und daran erinnert, dass es auch noch eine andere Seite des Lebens gibt. Die beiden sind sehr unterschiedlich, doch zusammen ergeben sie ein perfektes Gespann. Pola ist mir sofort ans Herz gewachsen, denn sie ist warmherzig, offen und lebensfroh. Und dann ist da noch Lenny, Lenny, Lenny Leas erster Freund, der vor kurzem mit ihr Schluss gemacht hat und in den sie immer noch verliebt ist. Wenn sie sich nicht gerade Sorgen um ihre Mutter macht, kreisen ihre Gedanken nur ihm ihn. Warum hat er Schluss gemacht? Weil sie ihn nicht küssen konnte? Weil sie eine Klasse wiederholen muss?
Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Lea erzählt. Sie ist eine sympathische Protagonistin, mit der man schnell mitfühlt, denn auf ihren Schultern lastet eine enorme Verantwortung, die eine Jugendliche nicht tragen dürfte. Lea ist sehr grüblerisch und zieht sich immer mehr zurück. Der Schreibstil ist speziell und sehr prägnant, oft melancholisch. Dazu kommt, dass Sabine Raml sehr viele englische Ausdrücke in die Geschichte einbaut. So hat sie "Heldentage" wirklich ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Wir bekommen sehr viele Gedankengänge mit und da sich bei Lea fast alles um ihre Mutter und Lenny dreht, gibt es auch einige Wiederholungen. Sonst hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen, denn durch viele Metapher und Wiederholungen bekommen die einzelnen Sätze, Worte mehr Bedeutung. Trotzdem blieben mir Protagonistin und Geschichte doch etwas zu distanziert. "Heldentage" ist ein äusserst authentisches Buch, das hinter die Fassade einer Familie blicken lässt. Von Aussen sind nur einige wenige Risse zu sehen, doch ein Blick dahinter lässt einen erschrocken die Luft anhalten: Alkohol, häusliche Gewalt und eine Mutter, die ihrer Tochter einen verheerenden Rollentausch aufgezwungen hat. Zwar konnte mich Sabine Raml nicht ganz so mitreissen, wie ich es mir erhofft hatte, doch sie hat ein wichtiges und ehrliches Werk geschaffen, das nachdenklich macht und das ich gerne weiterempfehle.
Fazit:"Heldentage" ist ein ausserordentlich echtes Buch, direkt aus dem Leben gegriffen. Sabine Raml hat eine ruhige, aber eindrückliche Geschichte zu Papier gebracht, in der man erlebt, dass jeder ein Held sein kann, dass es sich lohnt aufzustehen und seine Meinung zu sagen .... aber auch, dass nicht von heute auf morgen alles gut wird, sondern alles Zeit braucht.
Lea wäre so gerne eine echte Heldin, eine die nicht dauernd vor Scham errötet oder keine Luft bekommt. Sie wäre gerne so schön, so mutig und cool wie ihre beste Freundin Pola. Doch die Fünfzehnjährige leidet an Asthma, an dem Alkoholkonsum ihrer Mutter, der damit einhergehenden Armut, die sie in abgenutzte Schuhe aus der Kleidersammlung zwingt und an der Trennung von ihrem Lenny, in den sie so verliebt ist. Bei all ihren Problemen, die sie täglich bewältigen muss, dauert es eine ganze Weile bis Lea realisiert, das sie doch eigentlich längst eine Heldin ist...
Meinung:
Nachdem "Heldentage" von so vielen Seiten immer wieder gelobt wurde und ich das Cover bereits auf den ersten Blick sehr ansprechend fand, hab ich es also auch endlich gelesen. Mir war von Anfang an klar, das ich es hier nicht unbedingt mit einer unbeschwerlichen und lockerleichten Lektüre zu tun habe, das sie allerdings so tiefschürfend und aufrüttelnd sein würde, hatte ich nicht erwartet.
Sabine Raml beschreibt in ihrem Debütroman, das Leben einer fünfzehnjährigen Schülerin, die es in ihrem Leben bisher alles andere als leicht hatte. Seit der Trennung vom Vater, der sich ein schönes Leben auf Ibiza macht, hängt die Mutter nur noch auf der Couch, versäuft die eh schon knappe Kohle und fordert von Lea immer neuen Nachschub an "Flaschenfreunden". Das Mädchen kann nicht aus seiner Haut, denn noch sind es 790 Tage, bis sie endlich volljährig wird und aus ihrem Leben ausbrechen kann. Lea flüchtet sich in ihre Träume und Gedanken und driftet oft ab, stellt sich vor, wie schön das Leben sein könnte, sie träumt von den Orten auf den Postkarten, die ihr ihre Freunde aus dem Urlaub schicken und sie denkt an Lenny. Lenny, Lenny, Lenny. Die erste große Liebe, die endet, weil sie ihn, aus Angst und Scham und Atemnot, nicht küssen konnte. Lea träumt von einem besseren Leben, manchmal auch davon wie es wäre am nächsten Morgen nicht mehr aufzuwachen.
Ich muss sagen, das ich anfangs meine Probleme hatte, in die Geschichte reinzukommen. Größtenteils lag das am sehr ungewöhnlichen Schreibstil der Autorin, denn Sabine Raml schreibt in sehr kurzen Sätzen. Halbe Sätze in denen einfach manchmal der Anfang verschluckt wird. Nach den ersten 50 Seiten hat man sich daran gewöhnt und kommt mühelos voran.
Lea erzählt aus ihrem Alltag und davon wie sie mit verschiedenen Situationen umgeht. Es ist nicht immer leicht ihr zu folgen, da sie manchmal sehr kindlich, dann wieder recht erwachsen wirkt und in ihren Gedanken oft abdriftet. Sie selbst hält sich für schwach und unscheinbar, wünscht sich so zu sein wie ihre beste Freundin Pola, die sie über alles liebt, der sie sich aber aus Scham nicht anvertraut. Niemand weiß, was zuhause abgeht und niemand soll es erfahren, weil sie sich so unglaublich schämt. Manchmal wirkt sie abgrundtief verzweifelt, dann wieder hoffnungsvoll. Sie ist eine Heldin, weil sie jeden Tag nach vorne blickt, weil sie alle Hürden immer irgendwie meistert und weil sie sich schließlich doch endlich öffnet.
Die Geschichte, die in Leas Fall ein mehr oder weniger positives Ende nimmt, hat mich emotional gefesselt und nachdenklich gestimmt und das wird sicher noch eine ganze Weile so bleiben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Am Anfang hat mich ein bissl der Schreibstil irritiert, aber das gab sich mit der Zeit. Ich fand, es sehr interessant, Leas Leben mitzuerleben und somit einen Einblick in einer eher schwieriges Alter zu haben, in dem sie vieles zu vertuschen versucht.
Bewertung
Lea ist die Heldin der Geschichte und träumt öfters von einem schöneren Leben, in dem sie das hat, was sie gern hätte. Im normalen Leben hat sie ganz normale Probleme, wie jeder Jugendliche. Sie wäre gerne was besonders, bereut einige Sachen die sie leider gemacht hat und hätte gerne ihren Exfreund zurück. Außerdem möchte sie eine Heldin sein. Und auf gar keinen Fall wie ihre Mutter, deren einzige Beschäftigung ist, vom Bett zum Sofa zu kommen.
Lea hat auch ziemlich viel Fantasy, in ihren Träumen und auch in der Realität, sie stellt sich manchmal komische Dinge vor. Das habe ich nie gemacht. Sie hat aber auch kein einfaches Leben, mit Ihrer Krankheit und ihrer Mutter, die meistens nicht mit sich selbst klarkommt. Außerdem muss sie vieles übernehmen, z. B. zum Amt gehen und den Haushalt machen. Sie wurde von Mutter und Vater auf die ein oder andere Weise verlassen. Sie stellt sich ab und an ein Leben ohne ihre Mutter vor, wie schön es wäre, sich nicht um die Flaschenfreunde ihrer Mutter zu kümmern. Lea tut mir sehr leid, ich finde es aber gut, dass sie trotzdem noch Spaß am Leben hat, obwohl sie soviel Verantwortung hat. Sie hat ja schon Angst ihre Mutter würde einen Tag ohne sie nicht überleben. Und das mit 15 Jahren.
Ich bekomme sehr gute Einblicke in Leas Welt und in ihr Gefühlsleben. Auch kann ich mich gut in sie hineinversetzen. In jedem neuen Kapitel erzählt sie mehr und mehr von sich und ihren Gedankengängen. Sie schweift oft auch ab, was so Gedankengänge an sich haben und denkt oft an Lenny. Außerdem schämt sie sich oft und hat auch noch Angst vor so manchen Dingen. Das kommt wohl von zu vielen Denken und auch das kenne ich gut. Ich denke auch immer über alle Eventualitäten nach und schon ist es wieder viel zu viel gedacht...
Zum Ende hin kommt endlich ein entscheidender Wendepunkt und die letzten knapp hundert Seiten fliegen mir einfach so durch die Finger. Ich muss einfach wissen, wie es ausgeht und was mir Lea noch zu erzählen hat.
Ich kann mich noch gut an meine Zeit als Jugendliche erinnern und denke, wir haben alle ähnliche Probleme in unser Selbstfindungsphase, in der wir nicht wirklich wissen, wer und was wir sind.
Das Buch ist aus der Sicht von Lea geschrieben. Ihre Gedankengänge sind ziemlich schnell und hektisch. Jetzt weiß ich, wie es ist, so zu denken wie ich :) Nach ein paar Kapiteln habe ich mich recht schnell an den Schreibstil gewöhnt. Ich finde auch, dass man sehr gut an Leas Gedankenstil merkt, dass sie mal Schreiben will, weil sie super mit Worten umgehen kann.
Lea ist Außenseiterin. Sie ist nicht besonders hübsch, hat Asthma und eine Hauterkrankung. Ihre Mutter kümmert sich nicht um sie, ist selbst viel zu beschäftigt mit ihren eigenen Problemen, um Leas zu erkennen. Lea ist viel mehr eine Stütze für sie. Dabei ist der Weg zum Erwachsen werden doch eh schon steinig genug. Nur noch 790 Tage, dann ist sie achtzehn. 790 Tage in denen sie gegen Atemnot, Anfeindungen und Liebeskummer kämpfen muss.
"Ja, ich wünsche mir einen vollen, warmen Bauch, Haut, die nie rot wird. Und Luft, die immer ausreicht, selbst für einen Marathonlauf oder Tauchgang. So viel Luft, wie man für einen langen, langen Kuss benötigt."
Lea fehlt der Atem Dinge anzusprechen. Ihre Probleme in Worte zu fassen fällt ihr schwer, was den Kampf dagegen verhärtet. Ihre Gedanken hingegen haben ausreichend Luft zu fliegen.Loopings zu drehen und in die Ferne zu sehen. Dies spiegelt sich in der wundervollen metaphorischen Sprache der Autorin Sabine Raml wieder, die ein Debüt aufs Parkett legt, das sich gewaschen hat.
"Ich hasse es, wenn ich etwas tun muss, das ich nicht will. Meine Luft wird ganz dünn davon und schwebt langsam davon. Wie ein Vogel."
Die reale Welt ihrer Protagonistin Lea hat dem Mädchen so wenig zu bieten, dass sie sich immer wieder in eine Traumwelt rettet und eigene Vorstellungen ihres Lebens ausmalt. Und obwohl sie sich so häufig wünscht der Realität entfliehen zu können, fasst sie den Mut zu kämpfen. Heldenmut ist dafür von Nöten, denn ihre Gegner sind stark und zäh.
"Ich spüre ihren Atem in meinem Nacken. Mutter kriegt mich nicht klein (sie kriegt mich ja nicht mal gescheit groß)."
Mir gefallen die Themen, die Sabine Raml anspricht. Das verschobene Mutter-Kind-Gefüge, mit dem Lea zu kämpfen hat, und ihr unnötig Steine in den Weg legt. Unnötig, da es auch anders sein könnte, wenn ihre Mutter eben das machen würde, wofür sie da ist: sich um ihre kranke Tochter kümmern. Lea ist ziemlich auf sich allein gestellt. Nicht nur im Kampf gegen ihre Krankheit, gegen ihren Kummer, sondern auch darin zu erkennen, was wirklich im Leben zählt. Zum Glück hat sie eine wirklich gute beste Freundin, die ihr treu zur Seite steht. Mehr und mehr nimmt die Handlung, die anfangs ein bisschen ins plätschern gerät, an Fahrt auf. Lea erkennt, dass innere Werte zählen, und der Leser, dass manchmal mehr in einem Menschen steckt, als auf den ersten Blick ersichtlich.
Anhand des Klappentextes dachte ich mir, es sei ein spanneder Roman und malte mir vor, das es irgend wie um die Volljährigkeit, doch was dann kam, war sehr überraschend. Der Klappentext hat für mich sehr neugierig auf mehr gemacht und ich hatte schon gewisse Erwartungen gehabt.
Das Buchcover ist sehr schön gestaltet. Sehr bunt und schöne Farben. Ich hätte es sofort in den Warenkorb getan ohne zu wissen worum es geht, was ich ja immer tue.
Es geht um Lea, die 15 ist und sich sehnlichst darauf wartet, endlich erwachsen zu werden um endlich aus ein Haus abzuhauen. Sie hat eine beste Freundin Pola und Lea ist verknallt in ihrem Typen. Doch ihre Mutter hat Probleme, die Lea sich kümmert und nicht um ihre Teenager zeit geniesst.
Jeder braucht diese eine Freundin, die aus der scheisse raus ziehen lässt und für einen da ist, wenn man nicht glücklich ist. Lea hat totale Probleme mit ihrer Mutter und hatte angst ihre Freundin, die Wahrheit zu sagen. Sie ist überfordert und Mutter ist Alkoholkrank. Die Geschichte ist aus der Sicht von Lea geschrieben, in der Ichperspektive und es ist sehr flüssig. Geschrieben.
Ich hatte natürlich andere Erwartungen, die nicht erfüllt wurden sind, was aber nicht schlimm war, denn so lernte man Lea besser kennen und erfährt wie sie tickt und denkt und fühlt. Alles in allem eine sehr traurige Geschichte.
Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Doch ihr Leben sieht ganz anders aus. Ihre Mutter hat ihre eigene Probleme, dass sie keine Zeit hat ihre Tochter Aufmerksamkeit zu schenken. Zum Glück gibt es ihre Clique und Pola, der neue an der Schule.
Der Titel hat mich neugierig gemacht und das Cover war auch sehr interessant. Mir gefiel der Untertitel - Do what you love. Doch um so mehr ich die Geschichte lass ums so langweilige war es. Teilweise war ich sogar verwirrt. Mir hat die Spannung total gefehlt. Die letzten 10 Seiten hatten das endlich mal so was wie Spannung. Teilweise konnte ich der Geschichte nicht folgen, die Gedankengänge von Lea waren sehr verwirrend. Auch das auftauchen von englischen Sätzen hat mich immer wieder total aus dem Konzept gebracht.