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Alles Schmeckt Nach Abschied: Tagebücher 1964 - 1970

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„Die große Liebe ist kaputt, ich sitze in einer fremden Stadt, ziemlich allein. Und ich bin nicht mehr jung, ich bin eine Amazone. Herrgott, und dieses Buch! Das wird ein hartes Stück Arbeit, über so viel Persönliches hinwegzukommen und eben ein Buch zu schreiben. Inzwischen muß ich mir immer wieder sagen: Ich habe eine literarische Figur geliebt. Übrigens hat mir Jon das schon vor einem Jahr gesagt. Ich erinnere mich, daß ich nach einer Auseinandersetzung [...] seine Worte aufgeschrieben habe, um sie später in meinem Buch zu verwenden. Der unschuldige Zynismus der Schriftsteller.“ Es war dieser scharfe, auch gegen sich selbst unerbittliche Blick der Schriftstellerin Brigitte Reimann, der uns mit den Tagebüchern ein einzigartiges Lebenszeugnis hinterlassen hat: die beeindruckende Biographie einer leidenschaftlichen, extravaganten Frau und zugleich ein Zeitdokument, das Geist und Stimmung einer ganzen Periode der ostdeutschen Nachkriegsgeschichte einfängt. Brigitte Reimanns Tagebücher sind einzigartige Zeugnisse eines ruhelosen, leidenschaftlichen, kreativen Lebens zu zugleich Zeitdokumente, die Geist und Stimmung einer ganzen Periode deutscher Nachkriegsgeschichte einfangen.

463 pages, Hardcover

First published April 1, 1998

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Gijs Zandbergen.
1,137 reviews29 followers
May 10, 2024
Op de een of andere manier vind ik dit deel dagboeken minder levendig dan het vorige "Ich bedaure nichts". Het is moeilijk er een vinger achter te krijgen, maar het jeugdige en enthousiaste lijkt wat minder te zijn geworden. Ze is geen talent meer, maar een gevestigde auteur die klaagt over allerlei omstandigheden. Het zit haar ook niet mee (borstkanker, rugpijn, scheiding, slapeloosheid, buikpijn), maar ze laat zaken ook hun beloop, zoals bijvoorbeeld de verkering met de drankzuchtige arts Rudi, met wie ze na beëindiging van dit dagboek trouwt, ook al zag ze hem eerder niet zitten.
Profile Image for Claudia.
96 reviews7 followers
April 28, 2017
War der erste Band ihrer Tagebücher schon überaus farbig und lebendig, expoldiert das Schreiben und Leben der Brigitte Reimann im zweiten Tagebuchband geradezu.

Die Männer, das Leben, das Schreiben, ihre Krankheit und die Geheimnistuerei darum. Ich ahne, wie unfair die Medizin damals mit den Patientinnen umging. „Aus Rücksicht“ wurde aus der Krebsdiagnose ein Bandscheibenvorfall. Es gab kaum Worte, kaum Trost in dieser Situation. Nur die Möglichkeit an ein Fortdauern der Arbeit zu denken.
Aber auch sonst fehlte diesem Leben, der Spiegel, der Halt. Der Spagat zwischen der ständigen Sehnsucht als Frau geliebt und trotzdem als Autorin ernstgenommen zu werden ist groß.
Es irritiert, wie sehr die fast täglichen Belästigungen Alltag sind. Und andererseits das eigene Ego immer wieder auf das „jungmädchenhafte“ Aufsehen fixiert ist.
Es war verdammt schwierig unter diesen Umständen als Frau gute Arbeit abzuliefern. Das ist das, was ich aus den Aufzeichnungen lerne. Verdammt schwierig.

Und ständig war einer mit den Fingern, den Händen, den Blicken viel zu nah. All diese Ehemänner, Familienvater oder sonst in Beziehungen stehenden Männer. Ohne Grenzen, ohne Scham. So selbstverständlich.
Profile Image for Bobbi.
201 reviews12 followers
January 15, 2022
The book was incredibly tragic because you know her husband at the end knows she has terminal cancer and will die soon. He moves in with her and takes care of her because he knows there is no other way. At the time, they didn’t tell women things like that because it would make them “hysterical” but she was planning to have a baby and grow old with this man. It’s quite sad.
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