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Eine Studie in Scharlachrot: Der witzigste der vier Sherlock-Holmes-Romane (Reclam Taschenbuch)

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Holmes’ und Watsons erster Fall: Ein Traumduo findet sich fürs Leben

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt von Sherlock Holmes, dem wohl berühmtesten Detektiv aller Zeiten! Den Auftakt der Reihe bildet dieser Roman, in dem Dr. John Watson als Kriegsinvalide nach London zurückkehrt und jemanden sucht, mit dem er zusammenziehen und sich die Miete teilen kann – und findet in dem ebenso hochintelligenten wie skurrilen Sherlock Holmes den passenden Partner. In ihrem ersten Fall ist Spannung garantiert, geht es in ihm doch um Rache wegen eines lange zurückliegenden Mordes in einer Mormonengemeinde im amerikanischen Utah.
Der erste Roman der vollständig neuübersetzten Reihe der Sherlock-Holmes-Romane: ein Muss für alle Krimi-Fans! – Mit einer kompakten Biographie des Autors.

198 pages, Paperback

Published September 3, 2025

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About the author

Arthur Conan Doyle

16.6k books24.8k followers
Sir Arthur Ignatius Conan Doyle was a Scottish writer and physician. He created the character Sherlock Holmes in 1887 for A Study in Scarlet, the first of four novels and fifty-six short stories about Holmes and Dr. Watson. The Sherlock Holmes stories are milestones in the field of crime fiction.

Doyle was a prolific writer. In addition to the Holmes stories, his works include fantasy and science fiction stories about Professor Challenger, and humorous stories about the Napoleonic soldier Brigadier Gerard, as well as plays, romances, poetry, non-fiction, and historical novels. One of Doyle's early short stories, "J. Habakuk Jephson's Statement" (1884), helped to popularise the mystery of the brigantine Mary Celeste, found drifting at sea with no crew member aboard.

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Profile Image for Meggies Fussnoten.
965 reviews13 followers
January 17, 2026
Dr. John Watson kehrt verletzt aus dem Krieg zurück und sucht nun eine bezahlbare Wohnung, um sich dort von seinen Verletzungen erholen zu können, und um vor allem Ruhe zu haben. Ein ehemaliger Freund stellt den Kontakt zu Sherlock Holmes her, der einen Mitbewohner sucht. Die beiden ungleichen Männer freunden sich sogleich an und wagen den Versuch einer WG. Dabei stellt Watson fest, dass Holmes zeitweise eigenartig ist. Er ist ein brillanter Denker, Chemiker und Analyst, aber zwischenmenschlich klappt es nicht so bei ihm. Die Vorliebe Holmes, sich Kriminalfällen zuzuwenden, findet auch bei Watson Anklang und schon bald werden die beiden von der Polizei zu Rate gezogen. Ein Toter liegt in einem verlassenen Haus. Kein Blut, keine Gewalteinwirkung ist zu sehen. Nur das Wort „Rache“ ist rot an die Wand geschrieben. Holmes ist sofort in seinem Element und zusammen mit Watson macht er sich daran, den Fall zu lösen.

Der erste Fall von Dr. John Watson und Sherlock Holmes wird langsam aufgebaut, denn erst erfahren wir, wie die beiden sich kennengelernt haben und letztendlich in der berühmten Baker Street 221b eine Wohngemeinschaft bilden. Dies geschieht ziemlich unspektakulär und man merkt von Anfang an, dass zwischen Watson und Holmes eine gewisse Faszination herrscht. Denn Watson, ganz Medizinier und damit natürlich Wissenschaftler, studiert Holmes auf seine ganz eigene Art und Weise und findet dies natürlich hochinteressant. Holmes, der Watson eigentlich am Anfang nur als Mittel zum Zweck ansieht, nämlich die Miete mit ihm zu teilen, um sich eine schöne Wohnung leisten zu können, merkt erst im Laufe der Geschichte, was er an Watson hat und bezieht ihn immer mehr in seine Art zu Denken ein.

Und gerade dieses analytische Denken ist es, dass uns alle so fasziniert. Schon gleich, wenn wir Holmes das erste Mal im Buch treffen, macht er seine Erkenntnisse klar und weiß genau, dass Watson gerade aus dem Krieg heimgekehrt ist und nun seine Gesundheit im Vordergrund steht. Watson dagegen weiß nicht genau, wie ihm geschieht, doch er merkt, dass er mit Sherlock Holmes jemand ganz Besonderen vor sich hat und will weiter herausfinden, wohin das alles führen könnte.

Dass sich daraus die wohl berühmteste Detektei der Geschichte entwickeln wird, ist ihm hier nicht klar.

Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten ist faszinierend. Sie verstehen sich von Anfang an und scheinen auch gleich eine Art Vertrauen zu entwickeln. Watson, der eigentlich seine Gesundheit schonen will und Ruhe und Frieden braucht, lässt sich von dem ruhelosen Verhalten Sherlock Holmes anstecken und willigt ein, Recherchen einzuholen, in dem man kreuz und quer durch das wunderschöne London fährt und mit diversen Personen redet. Während Watson sich auf das Gesprochene konzentriert, ist Sherlock eher an den „Nebeninformationen“ interessiert und ihm fallen Details auf, die einem nicht sofort ins Auge springen würden. Was natürlich dazu führt, dass er den Mörder entlarven kann und auch noch genau herausfindet, wie der Mord verübt wurde.

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Der erste handelt vom Mord und der Aufklärung, der zweite von der Vorgeschichte des Mörders. Dies war erst etwas ungewohnt, da ich mit einer „Geschichte in der Geschichte“ nicht gerechnet hatte. Aber diese Vorgeschichte war genauso spannend zu lesen, wie die eigentliche Mordgeschichte selbst.

Am Ende kommt nochmals Watson zu Wort und es gibt eine Art Abschlussplädoyer, was nochmals einen Aha-Effekt auslöst. Zumindest bei mir. Denn so konnte ich nochmals genau nachvollziehen, wie der große Sherlock Holmes auf die Lösung des Falles kam.

Dies war meine erste Holmes-Geschichte in geschriebener Form. Klar kennt man den Detektiv und seinen Gehilfen Dr. Watson. Ich habe die Filmreihe mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman gesehen und geliebt. Aber gelesen habe ich noch nichts. Deswegen war es sehr interessant, den Schriftsteller auf seinem Weg zu begleiten und die Protagonisten so kennenzulernen, wie er sie sich vorgestellt hat.

Begleitet wird die Geschichte von Illustrationen des Vaters von Arthur Conan Doyle. Hier sieht man deutlich, dass die künstlerischen Talente in den Genen der Familie liegen. Auch der Onkel und Großvater waren Maler.

Dies wird nicht mein letzter Sherlock-Holmes-Roman bleiben und ich freue mich auf viele weitere Romane und Kurzgeschichten. Schon allein die pragmatische Schreibweise hat mir sehr gut gefallen.

Meggies Fussnote:
„Wenn Sie das Unmögliche ausgeschlossen haben, muss das, was übrigbleibt, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit sein.“ – Zitat Sherlock Holmes aus „Das Zeichen der Vier“
Profile Image for Sebastian Binke.
5 reviews
January 17, 2026
Kurz meine Gedanken zu dem Buch / der Übersetzung:
+ Ich bin froh, dass möglichst dicht am Originaltext übersetzt wurde.
+ Die Dynamik zwischen dem Bohemien Holmes und seinem "Freund" (hust hust) Watson ist grandios.
+ Die Hintergrundgeschichte des Mörders war tiefgründig, und ich mochte es, wie der Leser sich aus dem Nichts plötzlich in einer fremden Szenerie wiederfindet.

- Wie damals üblich sind so gut wie alle Charaktere männlich. Etwas trist wenn man mich fragt.
- Auch ist das Weltbild – dem viktorianischen England entsprechend – durchaus fragwürdig.
- Der Schnitt zwischen der Lösung des Falls und Hintergrundgeschichte könnte etwas sanfter sein. Ich dachte zwischenzeitig, dass ich eine verfälschte Version des Buches lese.
Profile Image for Dieses-und-Jenes.
161 reviews
June 7, 2026
Dieses Buch zu lesen ist für mich kein bloßes Auffrischen von Erinnerungen mehr – es ist der Re-Read eines Re-Reads des Re-Reads. Ich kenne jede Wendung, jeden deduktiven Geniestreich von Sherlock Holmes und jede hölzerne, aber zutiefst loyale Reaktion von Dr. John Watson. Und dennoch entfaltet dieser schmale Band bei jedem einzelnen Durchgang dieselbe, magische Wirkung auf mich.

Das Reclam-Taschenbuch, aus der neuübersetzten Reihe der Sherlock-Holmes-Romane, erschienen am 3. September im Reclam-Verlag, das ohnehin für pure, schnörkellose Konzentration auf den Text steht, liegt dabei perfekt in der Hand. Es hat etwas herrlich Nostalgisches, diesen Meilenstein der Kriminalliteratur in einem neuen Gewand zu lesen. Es ist literarische Komfortzone im besten Sinne: Man kehrt an einen Ort zurück, an dem man sich blind auskennt, und kann sich ganz auf das Handwerk des Autors konzentrieren.

Was mich bei diesem erneuten Durchgang wieder vollkommen fasziniert hat, ist der Schreibstil von Sir Arthur Conan Doyle. Es ist ein wahres Lesevergnügen, in eine Sprache einzutauchen, die heute kaum noch so verwendet wird. Der komplexe, kunstvoll verschachtelte Satzbau fordert den Geist auf eine wunderbar entschleunigende Weise. Gepaart mit altertümlichen Wörtern und längst aus der Mode gekommenen Redewendungen entfaltet der Text eine stilistische Eleganz. Diese sprachliche Nostalgie zieht uns unweigerlich mitten hinein in das neblige, von Gaslaternen erleuchtete London des späten 19. Jahrhunderts.

Dr. Watson, frisch aus dem Afghanistan-Krieg zurückgekehrt und vom Leben gezeichnet, sucht eine bezahlbare Unterkunft und findet ein intellektuelles Phänomen. Die legendäre erste Begegnung im Labor, das anschließende Beziehen der Zimmer in der Baker Street 221B und der skurrile Mordfall, der Holmes' genialen Verstand fordert, besitzen ein unschlagbares Erzähltempo. Doyle baut keine künstlichen Längen auf. Selbst der berüchtigte, stark kontrastierende zweite Teil in den Wüsten Utahs liest sich beim wiederholten Male wie eine faszinierende, melodramatische Novelle im Herzen des Romans, die dem Rachemotiv die nötige Tiefe verleiht.

5⭐ - für ein perfekte literarische Antidepressivum und den ultimative Beweis dafür, dass wahre Klassiker mit jedem Re-Read nicht an Glanz verlieren, sondern an Tiefe gewinnen. Der zeitlose Schreibstil zieht mich heute noch genauso in seinen Bann wie damals in meinen Jugendtagen.

Vielen Dank an Netgalley.de und den Reclam-Verlag für das E-Book Rezensionsexemplar.
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