Ancora un testo, l'ultimo, di Gertrud Kolmar, scritto quando era già al lavoro coatto, su fogli di carta trovati a fatica, durante la notte o alle prime luci dell'alba. È un racconto, prosa dunque e, in rapporto alla produzione prevalentemente poetica che ci ha lasciato, sembra preannunciare, come annota Marina Zancan, insieme alle ultime poesie in versi sciolti, una seconda fase della sua attività segnata appunto dalla scrittura in prosa. Purtroppo questo non potrà verificarsi perché di lì a poco verrà uccisa. Il racconto inizia con un annuncio su un giornale: cercasi istitutrice esperta per assistenza giovane affetta da leggera nevrosi. Dopo uno scambio di lettere con l'autore dell'annuncio, il tutore della giovane, l'istitutrice che qui parla in prima persona, si mette in viaggio verso una lontana, piccola città della Germania nord-orientale. Arriva dal tutore, un consigliere giudiziario, che la porta subito dalla ragazza il cui nome è Susanna. "Era bellissima - annota la donna stupita - mai nella mia vita m'ero imbattuta in una simile perfezione." Presto però si rende anche conto che non si tratta di una leggera nevrosi, ma di vera e propria pazzia. Susanna è pazza, una pazza dolce, stravagante che usa le parole in modo insolito, diverso, usa "parole che si possono prendere in mano (…) che si possono annusare." L'istitutrice un po' alla volta finisce con il lasciarsi coinvolgere da questo linguaggio e il quadro narrativo scorre così su due piani dove, sottolinea la prefattrice, "una serrata riflessione sulle possibilità della parola, le modalità della conoscenza, il calore della poesia, la responsabilità della scrittura, interseca la trama del racconto e ne dilata le possibilità di significato". Marina Zancan parla anche "degli splendidi quadri di natura che pausano l'evolversi della storia" e noi pensiamo di chiudere riproponendo qui una di queste descrizioni . "Nevicava. Cadevano, a intervalli, grossi fiocchi tenerissimi, che si coricavano pazienti sotto le scarpe e smorzavano il rumore dei passi più pesanti e decisi. Fasciavano amorevolmente i contorni banali e disperati delle case e le imbacuccavano poco a poco in bianchi cappucci. E i passanti, che scivolavano vicini l'un l'altro, diventavano quasi inesistenti, indefiniti e come separati da spazi immensi. Eppure non c'era nebbia: solo un grigiore muto, di una malinconia femminile. Invisibile, stava morendo il sole. Avrei voluto continuare a camminare ancora per molte ore in quella luce grigia, in quella tenerezza ovattata. Mi trasportava come sul dorso di un animale forte e mansueto, e tutti quei pensieri acuminati, quei crucci, si erano dissolti, sepolti, niente più di un vago ricordo, un sogno … "
Gertrud Käthe Chodziesner, known by the literary pseudonym Gertrud Kolmar, was a German lyric poet and writer. She was born in Berlin and died, after her arrest and deportation as a Jew, in Auschwitz, a victim of the Nazi Final Solution. Though she was a cousin of Walter Benjamin, little is known of her life. She is considered one of the finest poets in the German language.
Post-war critics have accorded Kolmar a very high place in literature. Jacob Picard, in his epilogue to Gertrud Kolmar: Das Lyrische Werk described her both as 'one of the most important woman poets' in the whole of German literature, and 'the greatest lyrical poetess of Jewish descent who has ever lived'.
Michael Hamburger withheld judgement on the latter affirmation on the grounds he was not sufficiently competent to judge, but agreed with Picard's high estimation of her as a master poet in the German lyrical canon.
Patrick Bridgwater, citing the great range of her imagery and verse forms, and the passionate integrity which runs through her work, likewise writes that she was 'one of the great poets of her time, and perhaps the greatest woman poet ever to have written in German.
Susanna è una ragazza speciale, malata. Prima non era semplice, in realtà non lo è neanche adesso, ma allora di più. Susanna era malata e aveva bisogno di aiuto e sostegno costante. La nervosi, disordine mentale di natura psicologica, derivato da un conflitto inconscio tra l'individuo e l'ambiente, l’aveva prosciugata, spenta nonostante la sua giovane età. Un libro molto interessante per la tematica affrontata, ma nonostante la brevità, si è rivelato molto lento.
Rezeptionsgeschichte (persönliche): Das sehr gute Nachwort von Thomas Sparr zu dieser Ausgabe beginnt mit dem Hinweis auf das Wort "Affidavit" und darauf, daß es kaum mehr geläufig sei. Stimmt. Es bezeichnet die eidesstattliche Erklärung eines amerikanischen Bürgers, für einen Juden, der in die USA einwandern wollte, aufzukommen. Gertrud Kolmar nutzt es dierekt am Ende des ersten Absatzes ihrer Erzählung. Und definiert damit nicht nur den Ort und die Zeit der Erzählerin, sondern auch den Ton der folgenden Erzählung, die eingerahmt wird von dieser Bemerkung und einer ähnlichen der Erzählerin am Ende des Textes.
Es ist eine einfache Geschichte: Die Erzählerin liest die Todesanzeige einer alten Frau und erinnert sich, wie sie als Erzieherin die Aufgabe übernahm, sich um die junge Susanna zu kümmern, die als verrückt galt. Vom ersten Moment ihrer Begegnung an läßt Susanna keinen Zweifel daran aufkommen, daß hinter dem, was "wir", die "normalen" Menschen, als Wirklichkeit betrachten, eine andere, vielleicht bessere Realität versteckt liegt. Eine Realität, die uns auf dem Meeresboden laufen, Fischreiher und Seeadler lieben und die Welt sich um uns drehen läßt. Und Susanna läßt ebenfalls keinen Zweifel daran aufkommen, daß da, wo sie ist, die Logik einer Welt, die die "Normalen" als "Normalität" behaupten, aufgehoben ist.
Und die Erzieherin verfällt zusehends der ganz anderen Logik Susannas, die in sich jedoch ebenso aufgeht, wie die mathematische Präzision unserer vermeintlichen Wirklichkeit und all der Bedrohlichkeit, die in ihr vorkommt, in ihr herrscht. Susannas Logik, Susannas Realität zeitigt oft sehr viel schönere Ergebnisse und Ereignisse. Eines der letzten Male, da die Erzieherin, also die Icherzählerin, die anfangs in einem Zimmer in Berlin sitzt und zwischen Angst vor Deportation und der Hoffnung auf Auswanderung hin und her gerissen ist, die "normale" Wirklichkeit durchsetzt, indem sie Susannas Angebeteten und Liebhaber - sei er nun eingebildet oder wirklich der, der zu sein sie ihm aufträgt - gehen läßt, wissend, daß Susanna wartet und wartet, da hat dies ebenso fatale wie finale Folgen.
Gertrud Kolmar, die sich als namenlose Erzählerin dieses wunderbaren Prosatextes, der eben nie verheimlichen kann, daß seine Autorin eine der wichtigsten und wunderbarsten Dichterinnen war, die dieses Land im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat, fragt, wo sie einst sein werde, erlebte das Ende des Krieges nicht mehr, sie wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und dort wahrscheinlich sofort ermordet. SUSANNA bleibt also so etwas wie ihr Vermächtnis, neben DIE JÜDISCHE MUTTER ihr einziger Prosatext, der zum Glück dank ihres Schwagers Peter Wenzel erhalten geblieben ist.
Es ist ein Text, dem etwas Traumhaftes anhaftet, der sehr langsam, fast unmerklich, eine Kippbewegung vollzieht, fort von den der Logik folgenden Klarheiten derer, die als "normal" gelten, hin zu jenen scheinbar unlogischen Gedankengängen, derer sich Susanna befleissigt, die jedoch in einer Welt, die nach und nach aus den Fugen gerät (und die immer irgendwie anwesend ist unter der Oberfläche dieser an sich sehr einfachen Erzählung), ein immer stärkeres Gewicht erhält. Das Gewicht einer Behauptung nämlich: Daß es eine andere, eine bessere Welt, ein anderes und besseres Leben geben kann und vor allem geben DARF, als jenes, welches die Realität in Deutschland der Jahre 1939 und 1940 bereit hält.
Enstanden um die Jahreswende 39/40 wird diese ganze Erzählung dann auch begleitet von der Bedrohlichkeit der Gegenwart der Gertrud Kolmar, der es dennoch ob ihrer faszinierenden Sprache gelingt, das Bedrohliche zugleich zu beschwören und zu bannen. Es ist die Sprache einer Dichterin und damit verdichtete Sprache, die in einzelnen Worten ganze Welten einfangen kann, die im Außen das Innere zur Anschau bringt:
"...Menschen, die jetzt aneinander vorüberglitten, wurden wesenlos gleichsam, schattenhaft und wie durch weite Räume geschieden. Doch war kein Nebel, nur ein sehr stilles, weiblich schwermütiges Grau; unsichtbar starb die Sonne." [S. 38] - Es sind Sätze wie dieser, die den Leser in ihrer seltsamen Stille, dieser immanenten Ruhe, einfangen, ihn in ihrer Schönheit kurz anfassen und dann in der Kälte, der Angst und Fremdheit, die ihnen eigen und innen ist, erstarren lassen.
Diesen kurzen Text zu lesen, läßt einen teilhaben an einem Moment in einem Leben, der nicht entschieden ist. Dieses Unentschiedene drückt sich hier aus und wird zu Kunst. Der Leser hingegen muß mit dem Wissen um das Danach weiterleben. Das ist seine Bürde. Eine Aufgabe und eine Bürde. Zurecht. Es ist schrecklich. Schrecklich schön. Und groß.
. "Hace años, cuando solo de vez en cuando nos parecía una niña especial, la invitaron un par de veces a casa de otras niñas, pero fue inútil. Su carácter dejaba perplejas a las otras niñas y las niñas le aburrían. Nunca más ha deseado compañía alguna y así es como vive, sola, pero sin saber en qué consiste la soledad" SUSANNA. Gertrud Kolmar Errata Naturae 112 pág
La historia nos narra la relación de una hermosa joven con un trastorno mental que conoce el amor por primera vez y de la institutriz que llega a su vida para cuidarla y protegerla debido a su condición
La joven conocerá el amor por vez primera, un amor al que se entrega sin ningún tipo de freno, ni reparo, sin importar condiciones sociales ni estipulaciones morales; una entrega absoluta, sin filtros, todo sentimiento, una relación que le lleva a un desenlace inesperado y a la impotencia de su maestra de poder ejercer ningún tipo de acción
Es un relato que se lee del tirón, con un fondo mucho muy hermoso, que nos ofrece una visión pura, casi infantil de darlo todo por la persona amada así es "Susanna"
Me ha parecido un libro, que todo y ser corto te transmite muchas sensaciones.
El argumento en sí es muy sencillo, ya que narra la vida de una profesora que está a cargo de una niña que tiene problemas mentales: no percibe bien la realidad, su lucidez está basada en la locura… pero aunque somos conscientes que es una chica que no percibe lo que otros hacen, vemos que tiene unos sentimientos, una pasión más puras y humanas que cualquier otro ser humano del libro.
El personaje de la profesora me ha encantado, personalmente es la figura de madre que le falta a la niña. La manera en la que está narrado el libro es genial: empieza la novela con el recuerdo de la muerte de una persona que es totalmente secundaria en la historia, pero que al final entendemos porque la usa como recurso para hablar de la historia de la pequeña Susana.
Es desgarrador, ver como muchas alucinaciones de Susana y muchas metáforas presentan una realidad cruda y terrorífica, como fue la persecución de los judíos surante el régimen nazi.
Man kann dieses Buch nicht als gut oder schlecht bewerten. Die Geschichte dahinter und das, was es zwischen den Zeilen erzählt ist einfach zu stark, dass man sich anmassen soll, es zu bewerten.
Gertrud Kolmar schrieb diese Erzählung zwischen Dezember 1939 und Februar 1940. Sie beschriebt darin, indirekt und sehr poetisch, die Geschichte ihres Lebens sowie ihre Situation der vollkommenen Entrechtung als jüdische Bürgerin in Berlin. Es wird ihr letztes bekanntes Werk bleiben. Sie wurde im Februar 1943 in Auschwitz ermordet.