Die eigenbrötlerische Aeronautin Tracy Kane will die Existenz des Roten Giganten beweisen - eines legendären Himmelswales, der angeblich nur in Mythen existiert. Mit ihrem kleinen Luftschiff, der Nebby Dove, begibt sie sich auf eine gefährliche Expedition. Doch auch die gefürchteten Luftpiraten um Captain Magnus Woodleg suchen das majestätische Tier, um es für Ruhm und Reichtum zu erlegen.
Allein hat Tracy keine Chance. Völlig unvorhergesehen schart sich eine zusammengewürfelte Crew um ein flüchtender Luftpirat, das Musiker-Trio Aetherklang, ein quirliger Touristenführer und eine gerissene Ingenieurin.
Während Tracy versucht, sich inmitten des bunten Haufens zurechtzufinden, sitzen ihr nicht nur die Piraten im Nacken, sondern sie wird auch noch in einen Strudel politischer Machenschaften eingesogen.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der nicht nur für sie und ihre Crew den Tod bedeuten könnte …
Das atemberaubende Abenteuer hoch in den Lüften – voller Vielfalt, Freundschaft und Mut.
Na, das war doch mal ein durchweg unterhaltsames Buch. Es hat sozusagen genau das, was ich für eine runde Story brauche – ein wenig Action, ein wenig Liebe, eine einzigartige Welt, interessante Charaktere, eine Prise Humor und Piraten. Die Welt wurde mit viel Liebe zum Detail erstellt. Die Beschreibungen verleihen dem Roman eine dichte, steampunkige Atmosphäre, was einem gleich ein Bild vor dem geistigen Auge schafft. Perfekt, um in eine neue, eigentümliche eintauchen zu wollen. Genauso eigentümlich ist auch der Charakter der Protagonistin Tracy. Sie hat zudem einen hohen Tatendrang, was sie zu einer idealen Hauptfigur macht. Ebenso die anderen Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und irgendwie schließt man die gesamte Truppe schnell ins Herz. Besonders gelungen an „Nebby Dove“ ist das Pacing. Es gibt eine gesunde Mischung aus ruhigen und actionreichen Szenen sowie einen sehr guten Spannungsbogen, was sehr zum Lesefluss beiträgt.
Insgesamt kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Ich danke Veronica Carver für das Rezensionsexemplar.
Der Klappentext beschreibt das Buch nicht wirklich: Statt einem rasanten Abenteuer bekommen wir eher langsames Worldbuilding. Vieles war hier gut gelungen, auf Handlungsebene hätte ich mir jedoch wirklich mehr Zug gewünscht.
Schreibstil:
Im Wesentlichen ist der Text angenehm zu lesen und auch bildhaft. Am Anfang hatte ich allerdings das Gefühl, dass ein wenig zu viele Infos in Gedanken und Dialoge gepackt werden – eher beiläufig zwar, aber eben doch. Wenn die Figuren plötzlich Dinge erwähnen, die sie eigentlich wissen sollten und sich deswegen gezielt an die Leser*innen richten, bricht das den Text in meinen Augen. Das hätte man eleganter lösen können.
4,5 Sterne
Charaktere:
Die Figuren sind interessant, unterschiedlich und glaubhaft. Sie werden sich nicht in mein Gedächtnis einbrennen, aber man folgt ihnen auf jeden Fall gerne.
4,5 Sterne
Handlung und Struktur:
Schon am Anfang bin ich nicht so richtig reingekommen. Es war nicht klar, was der größere Konflikt ist (okay, der rote Wal, aber das war etwas wenig) und mir ist einfach nicht genug passiert. Über 100 Seiten hinweg wirkte es mehr wie eine Einführung in die Welt. Lynx war dabei noch interessanter als Tracy, die nur Alltagsdingen nachging. Was der Klappentext verrät, passiert erst etwa ab der Hälfte des Buches. Das ist mir persönlich alles zu spät. Lieber 100 Seiten weniger und dafür Tempo. In der zweiten Hälfte passierte zwar mehr, aber zu dem Zeitpunkt war ich dann leider schon etwas zermürbt von der ewigen Einführung, sodass mein Interesse dann auch nicht mehr so hoch war.
3 Sterne
Tiefgang:
Der Roman befasst sich mit gesellschaftlichen Problemen und gibt dabei auch einige interessante Gedanken wieder. Unterhaltung mag hier im Vordergrund stehen, aber es gibt doch ein paar Denkansätze.
4 Sterne
Worldbuilding:
Hier ist auf jeden Fall viel los: Tiermenschen, Luftschiffe, Städte in luftiger Höhe. Das Rad wurde hier zwar nicht neu erfunden, vieles kennt man schon irgendwie. Dennoch ist dieser Mix sicher kein Einheitsbrei und es gibt definitiv interessante Ideen (wie das Einbinden der Höhenkrankheit). Stellenweise war es mir aber etwas zu viel: Es nimmt einiges an Raum an zu erklären, mit welchem Tierwesen wir es hier gerade zu tun haben und es hätte wohl auch ohne funktioniert.
4,5 Sterne
Eigentlich hätte „Nebby Dove“ durchaus das Potenzial für 5 Sterne gehabt: Immerhin funktionieren Schreibstil und Figuren und das Worldbuilding ist auch nicht uninteressant. Aber die Dramaturgie zieht meine Bewertung deutlich runter. Was helfen diese Stärken, wenn es nicht ganz das halbe Buch braucht, um eine interessante Handlung, spannende Konflikte zu entwickeln? Wahrscheinlich hätte sich das Buch für mich auch besser gelesen, wenn es nur Lynx Perspektive gegeben hätte, aber auch hier hätte man straffer erzählen können. Ich denke, Leute, die wirklich Spaß an Worldbuilding haben, können hier durchaus ihre Freude haben. Für mich wäre weniger mehr gewesen.
Kurzmeinung: Wundervolles Worldbuilding a la Schatzplanet und einer Crew, die alle Herzen für sich gewinnt.
Kurz zum Inhalt: Die Aeronautin Tracy will in die Fußstapfen ihres Großvaters treten und die Existenz des roten Giganten, einem fliegenden Wal, beweisen. Für ihre Liebe zur Forschung nimmt sie jegliche Hürde und Verluste in Kauf. Bei einem Zwischenstopp in der berüchtigten Stadt Old Shiner kommt sie vollkommen unerwartet zu einer Crew, die zusammengewürfelter nicht sein könnte. Gemeinsam stürzen sie sich in das Abenteuer, den roten Wal vor der berüchtigten Piratenmannschaft der Dreadme zu finden, um dessen Leben zu retten und gleichzeitig einen Aufstand gegen den menschlichen König zu verhindern. Ob Tracy und ihre neugewonnen Freunde, dieser großen Aufgabe gewachsen sind?
Fazit: Die Geschichte spielt in einer Welt, in der es fliegende Städte a la Schatzplanet gibt. Die Besonderheit hier ist, dass auch fliegende Meereswesen existieren. Menschen leben zusammen mit Tierarkaniern, die in meiner Vorstellung sprechende Tiere sind, aufrecht gehen und sich generell sehr menschenähnlich verhalten. Das Worldbuilding und die Umgebungsbeschreibungen haben meine Fantasy regelrecht beflügelt. Der Schreibstil hatte für mich den genau richtigen Grad an Details. Man bekommt genug Informationen sich die Szenen vorstellen zu können ohne, dass es überladen wirkt und man seitenlange Details bekommt. Ich habe so eine schöne Vorstellung von der Welt! Meine Fantasie hat sich quasi selbstständig gemacht und das Buch hat sich wie ein Film abgespielt. Er war allerdings auch anspruchsvoll und ich habe nicht ganz so schnell gelesen wie üblich. Tracy als Charakter ist mir sympathisch. Sie ist stark, steht für sich ein, ist schlagfertig und ist auch nicht unbedingt konfliktscheu. Sie lebt ihren beruflichen Traum und nimmt dafür auch Verluste in Kauf. Auch die anderen Crewmitglieder der Debby Nove sind mir ans Herz gewachsen. Allen voran der kleine Waschbärarkanier Leik. Absolut jeder braucht einen Leik in seinem Leben. Er hat ein soooo großes Herz, er würde alles für seine Freunde tun und die Beziehung zu Lynx war herzergreifend. Dieses Team hat sich nicht gesucht und trotzdem gefunden. Found Family vom Feinsten! Das Finale hätte für mich noch etwas dramatischer, länger und mit einer größeren Kampfszene versehen sein können, aber das ist wirklich „meckern“ auf ganz hohem Niveau!
Nebby Dove war vom Genre und vom Erzählstil her neuartig für mich. Es verbindet viele Aspekte und konnte mich teils sehr begeistern, teils aber noch nicht ganz einnehmen. Aber beginnen wir von vorne:
Die Geschichte rund um eine zusammengewürfelte Crew, verfolgt von Piraten auf der Suche nach einem Himmelwal… das klang von Anfang an etwas verrückt, aber auch sehr cool. Und so zeigt es sich dann auch im Buch. Man kann in eine völlig neue Welt eintauchen, die sich für mich etwas nach einer Mischung aus Peter Pan und der gestiefelte Kater angefühlt hat (fragt mich nicht wieso :). Und man kann sehr vieles in der Story erleben (Abenteuer, Found Family, Queer Love, bildhafte Beschreibungen) . Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht hundertprozentig dort angekommen bin, aber das würde ich meinem persönlichen Empfinden zuschrieben. Toll fand ich, dass auch ernste gesellschaftskritische Aspekte eingebaut wurden, aber auf eine leichte Weise, sodass man quasi nebenbei ins Nachdenken kommt. Das Buch ist aus wechselnder Sicht erzählt, wodurch man verschiedene Perspektiven einnehmen kann (was der Geschichte sehr zugute kommt). Dabei sind die Charaktere toll beschrieben und waren irgendwie süß und abenteuerlustig zugleich. Der Schreibstil passt sehr gut zur Story und liest sich leicht und flüssig.
Insgesamt würde ich sagen, in dem Buch bekommt man das, was man nach dem Cover und dem Klappentext erwartet: eine süße, abenteuerlustige, steampunkige (✨) Geschichte. Ich persönlich habe am Anfang nicht direkt rein gefunden und auch während der Geschichte nicht ganz den Zugang (zu Story und Charakteren) gefunden (daher so 3/5 Sternen). Aber ich habe stark das Gefühl, dass das mein persönliches Empfinden ist und man mit dem Buch auch viel Spaß haben kann, daher gibt es 4 Sterne.
**** Mein Eindruck **** Ich war von Anfang an ein riesiger Fan der Plotidee dieses Buches und hätte mir nie erträumen lassen, wie wundervoll sie umgesetzt wurde. High Fantasy trifft auf Steampunk – mit einer starken Heldin, klaren Werten und dem Mut, für das Richtige alles zu geben! Schon auf den ersten Seiten entstand eine ganze Welt in meinem Kopf, die mit jeder weiteren Seite an Details gewann. Ich flog förmlich selbst durch die Lüfte und wurde zur Fahrerin eines Luftschiffs. Die technische Welt liebe ich sehr, und hier durfte ich eine besondere Feier dieser Ideen erleben. Die Figuren sind lebhaft und detailreich – allen voran Tracey, mit der ich mich durchweg identifizieren konnte: moralisch „weiß“, neugierig, hilfsbereit und mutig. Tracey möchte man einfach im eigenen Team haben. Und dann all die anderen einzigartigen Wesen! Mein persönliches Highlight: die Wale, die am Himmel fliegen, und die Legende um den roten Wal. Die Jagd auf ihn entfachte ein rasantes Abenteuer gegen die Zeit – auf der Seite des Wals, gemeinsam mit neuen Verbündeten, obwohl Tracey eigentlich eine Einzelgängerin ist. In ihr findet jeder etwas von sich wieder – und wenn nicht dort, dann in anderen Figuren oder einfach in dieser gigantischen, kreativen Welt. Die Sprache der Autorin ist bildhaft, voller Ideen und Energie, originell und im richtigen Moment zutiefst gefühlvoll. Meine Augen blieben nicht trocken.
**** Empfehlung? **** Für alle, die originelle Welten, starke Heldinnen und fantasievolle Steampunk-Elemente lieben – ein mitreißendes Abenteuer voller Herz, Tempo und Magie.
Ihr liebt außergewöhnliche, fantasievolle Geschichten, mit interessanten und liebreizenden Charakteren, den Trope "Found Family", queere Lovestory am Rande und vielleicht zwielichtige Piraten und knuffelige Tierwesen? Dann werdet ihr dieses Steampunk-Abenteuer um Mut, Stärke, Freundschaft und Familie in den Lüften einer ideenreichen Welt lieben. Der Schreibstil ist bildgewaltig und tiefgehend, die Story so bunt wie das wundervolle Buchcover und die Geschichte bezaubernd und außergewöhnlich. Ich fand zwar, dass es am Anfang etwas gedauert hat, bis sich das Abenteuer in Bewegung setzt, war aber zeitgleich auch sehr von dem Worldbuilding und den unterschiedlichen Protagonisten beeindruckt. Ich hätte noch gern mehr von der Welt der Aeronautin Tracy Kane, Luftpirat Lyx und ihren Freunden erfahren, doch auch so war es ein tolles Abenteuer, dass Vibes von Huckleberry Finn und Moby Dick zu bieten hat. Und hallo, ich liebe ja Piraten, auch wenn sie in den Lüften kreisen.
Ich durfte Nebby Dove netterweise innerhalb einer Leserunde lesen. Ich bin völlig blind an das Buch rangegangen und wurde spätestens nach 50 Seiten nahezu süchtig nach der Geschichte.
Das Buch ist eine mitreißende Reise einer zusammengeschmissenen Truppe, die sich auf die Suche nach einem mystischen Wal gemacht hat. Sie werden hierbei jedoch von dem gefährlichsten Piraten gejagt. Dazu kommen Verwirrungen in Sachen Liebe, familiäre Probleme und vieles mehr. Auch das ein oder andere Liebesdreieck ist dabei.
Meiner Meinung nach hat die Geschichte etwas für jedermann: Abenteuer, Liebe, Found Family und viel Spannung. Insbesondere die Crew macht das Buch mit ihren unterschiedlichen Charakteren und Eigenheiten so besonders. Mich persönlich hat das Liebesdreieck um die Protagonstin komplett gefesselt (und ging zum Glück genau nach meinen Vorstellungen aus :D)
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, da es nicht nur spannend ist, sondern auch Emotionen vermittelt und unfassbar schön geschrieben ist. Für jeden Wal-, Piraten- und Luftfahrtfan ein Muss.